Wohnwert richtig berechnen und steigern

Wovon hängt der Wohnwert ab?

Immobilie

Bei dem Begriff „Wohnwert“ handelt es sich im eigentlichen Sinne um die Wohnqualität einer Immobilie. Genauer betrachtet unterscheidet man bei dem Wert einer Immobilie zwischen Funktion und Nutzen. Das bedeutet im Klartext, dass zuerst alle positiven Aspekte eines Hauses oder Wohnung aufgesammelt werden. Sie werden dann mit vorhandenen Kosten, die für die Nutzung der Immobilie einfallen, aufgewogen, wodurch es schließlich zu einem Vergleich kommt. Dieser Vergleich gilt als Richtwert, um zu sehen, welche räumlichen Gegebenheiten und Stoffe verwendet sein müssen, um eine Wohnung instand zu halten. So sieht man im Endeffekt, wie hoch die Miete für eine Immobilie optimal gesetzt wird.

Davon hängt der Wohnwert ab

Um den Wohnwert zu definieren, verwendet man dafür oft folgende Merkmale, die im Laufe der Berechnung miteinander verglichen werden:

  • Geltungsnutzen (Selbstdarstellung, Selbstidentifizierung)
  • Gebrauchswert (wie tauglich und haltbar die Wohnung ist)
  • Schutzfunktion (Einhalten der Privatsphäre und physische Gegebenheiten)
  • Wert in emotionalem Sinne (Verbundenheit mit der Wohnung, Wohlfühlfaktor).

Hat man diese vier Komponenten ausgewertet und miteinander verglichen, wird es ersichtlich, dass sich der Wohnwert einer Wohneinheit auf die Verwaltung, Lage und Umfeld bezieht. Damit wird es leichter, die Wertbeständigkeit und den möglichen Kauf- oder Mietpreis zu ermitteln.

Den Wohnwert durch Altbausanierung steigern

Viele Häuser in Deutschland entsprechen nicht den neuesten Stand der Heiz- und Dämmtechnik, wodurch sie für einen potenziellen Käufer oder Mieter weniger attraktiv sind. Die sogenannte Altbausanierung verwandelt die betagte Gebäuden in hochmoderne Wohnungen oder Häuser und macht sie auf dem Immobilienmarkt wieder attraktiv.

Manchmal muss man ein Haus oder Wohnung vom Grund auf ändern, weil der Grundriss einfach den modernen Standards nicht mehr entspricht. Das könnte zum Beispiel ein zu kleines oder schlauchförmiges Bad sein oder eine enge Küche ohne Fenster. Grundänderungen in diesem Bereich lassen den Wert einer Immobilie auf jedem Fall steigern.

Haustechnik bei der Altbausanierung

Haustechnik bei älteren Wohnungen lässt oft viel zu wünschen übrig. Dabei sind es veraltete Gas-, Wasser- und Stromleitungen, die nicht nur nicht mehr zeitgemäß sind, sondern erheblich die Nutzungskosten einer Wohnung erhöhen. Betroffen sind vor allem die elektrischen Leitungen, die in älteren Wohnungen meist unterdimensioniert sind.

Im solchen Fall sollte man bei der Sanierung lieber einen Stromkreis zu viel einbauen, als einen zu wenig, damit man später die Zuordnung seiner elektrischen Geräte etwas großzügiger planen kann.

Energetische Bilanz ist entscheidend

Altbausanierung bedeutet nicht nur eine bessere Optik herzuzaubern, die Sanierung sollte zudem für mehr Geld in der Tasche sorgen – sprich die energetische Bilanz sollte unbedingt verbessert werden. Es können beispielsweise die Fenster ausgetauscht oder die Heizanlage erneuert werden. Dämmmaßnahmen am Dach und Fassade runden eine Altbausanierung erfolgreich ab.

Expertentipps zur Altbausanierung


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Artikelbild: © panthermedia.net / Gabi Schr