Die Temperatur im Kühlschrank richtig einstellen

Wie Sie Ihre Energiekosten im Haushalt zusätzlich reduzieren können

Kühlschrank

Kühlschränke gehören zu den größten Stromfressern im Haushalt. Kein Wunder, sie sind auch fast die einzigen Geräte in jeder Wohnung, die rund um die Uhr am Laufen sind. Obwohl der Energiebedarf der Kühlgeräte im Vergleich zu den alten Kühlschränken vor 20 Jahren um rund zwei Drittel zurückgegangen ist, verbrauchen sie heutzutage immer noch viel Strom. Der häufigste Fehler ist die zu niedrig eingestellte Temperatur, was auf ein Jahr gerechnet eine Menge verlorenes Bargeld bedeutet.

Richtige Temperaturzone wichtig

Zuerst sollte man vor allem für mehr Ordnung im Kühlschrank sorgen, weil der Temperaturunterschied im Inneren des Kühlgerätes rund sechs Grad beträgt (zwischen oberem und unterem Fach). Die einzelnen Produkte brauchen bestimmte Temperaturverhältnisse, außerdem sind nicht alle Lebensmittel für die Kühlung geeignet.

Ganz oben im Kühlschrank sollte man Käse, rohen Schinken oder dicht verpackte Speisereste aufbewahren. Die Temperatur dort oben beträgt ungefähr acht Grad. Das mittlere Fach mit rund drei Grad weniger ist vor allem für frische Milchprodukte optimal. Auch Obst- oder Gemüsegläser „fühlen“ sich dort wohl. Das untere Fach kann man am besten für die Aufbewahrung von Fleisch und Fisch reservieren.

Dort herrschen Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt (+ 2 Grad Celsius) und somit können sich dort die Bakterien kaum verbreiten.

Frischefächer für Obst und Gemüse

Die modernen Kühlschränke verfügen über spezielle Frischefächer, die sich sehr gut für Obst und Gemüse eignen. Über dem Fach ist eine Glasplatte montiert, die für optimale Temperatur und Luftfeuchtigkeit in diesem Bereich sorgt. Angenehme 8 Grad tun dem Gemüse- und Obstsorten gut und lässt sie möglichst lange aufbewahren, ohne Vitaminverluste in Kauf nehmen zu müssen.

Und was ist mit Gefrierschrank?

Gefrierschränke werden ähnlich wie Kühlgeräte über einen eingebauten Thermostat gesteuert. Die Temperaturtoleranz solcher Thermostate beträgt +/- 2°C. Das heißt im Klartext: Wenn man die Temperatur auf -18 °C einstellt, schaltet sich das Gerät bei -16 °C ein und dann wieder aus, wenn die Temperatur -20°C erreicht hat.

Diese Temperaturschwankungen werden in modernen Geräten durch einen Alarm-Ton signalisiert. Der Gefrierschrank sollte am besten in einem kühlen und trockenen Keller aufgestellt sein. In solchen Räumen ist der Strombedarf bei einem Gefrierschrank am niedrigsten.

Fazit

Kühl- und Gefrierkombinationen verbrauchen ungefähr ein Fünftel des Gesamtenergiebedarfs in einem Durchschnittshaushalt. Eins oder sogar zwei Grad mehr im Kühlschrank beziehungsweis eine optimale Temperatureinstellung lassen viel Geld sparen. Die meisten Kühlschränke sind temperaturmäßig in der Regel zu niedrig eingestellt, was nicht nur unnötig ist, aber auch zu viel Energie verbraucht. Deswegen gilt: +7 Grad im Kühlschrank und -18 Grad im Gefrierfach reicht hundertprozentig aus.

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