Was Sie schon immer über die Schufa wissen wollten

Schufa

Sie entscheiden sich für einen Vertragsabschluss, möchten einen Kauf auf Raten tätigen oder eine Immobilie finanzieren? In diesem Zusammenhang spielen die SCHUFA und Ihre Bonität eine entscheidende Rolle, denn diese tragen zum Gelingen und Misslingen entscheidend bei. Was gilt es, bei der eigenen Finanz-Auskunft zu beachten? Wollen Sie mehr über die SCHUFA erfahren und hinter das Geheimnis einer Top Bonität kommen? Wir klären Sie über die häufigsten Fragen im Folgenden auf.

Warum trägt die SCHUFA ein negatives Image?

Leider ist die SCHUFA über die letzten Jahre hinweg mit einem negativen Image behaftet, da viele davon ausgehen, sie sei der Grund für einen abgelehnten Kreditantrag. Es ranken sich auch zahlreiche Mythen und ein hartnäckiger Irrglauben um die einzelnen Vorschriften und die Aussagekraft sowie den Nutzen der SCHUFA. Fakt ist jedoch auch, dass man bei einer sehr negativen Schufa meistens noch nicht einmal mehr ein Girokonto erhalten kann. Zwar gibt es auch Konten ohne Schufa – wie man bei dem verlinkten Beispiel schön sehen kann – doch ist das meistens mit empfindlichen Einschnitten verbunden. Es gilt also möglichst immer eine “saubere” Schufa zu behalten.

Statistik: Anzahl der ausgefallenen Kredite (in 1.000) 1. Quartal 2008 bis 3. Quartal 2010 | Statista
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Speichert die SCHUFA ausschließlich negative Informationen?

Gehen Sie nun davon aus, die SCHUFA speichere ausschließlich die Rechnungen und Kredite, die Sie platzen lassen, haben Sie weit gefehlt. Genau das Gegenteil ist der Fall, denn die SCHUFA speichert von 90,8 % der Personen ausschließlich positive Informationen. So macht die SCHUFA ebenfalls Aussagen, ob Sie bereits eine Finanzierung oder einen Kredit in Anspruch genommen haben und diesen ordnungsgemäß befolgt haben. In der SCHUFA ist ersichtlich, ob Sie bereits im Internet auf Rechnung bestellen und in diesem Zusammenhang zuverlässig agieren.

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Welche Angaben speichert die SCHUFA?

Neben dem Namen listet ein Verzeichnis die Anschrift und eventuelle frühere Anschriften. Ein Vertragspartner erhält Informationen über die Ratenzahlungsgeschäfte, die bestehenden Kreditkarten und Bürgschaften sowie mögliche Mobilfunk- und Leasingverträge. Die Informationen erhält die SCHUFA von ihren ca. 9000 Firmenkunden. Hier ist von Kreditinstituten, Telekommunikationsanbietern und Handelshäusern sowie Versandhäuser und Leasingunternehmen die Rede. Die derzeitige Speicherkapazität umfasst rund 28 Millionen Informationen. Gehen wir nun allein davon aus, dass 90,8 % dieser Informationen positiver Natur sind, ist die negativ beschmutzte Weste der SCHUFA doch schon dazu rein gewaschen, oder?

Ist die SCHUFA eine öffentliche Behörde?

Es handelt sich bei der SCHUFA nicht um eine Behörde, sondern um ein privatrechtliches Unternehmen, das in Form einer Aktiengesellschaft geführt wird. Der eigentliche Name und die Bezeichnung haben rein gar nichts mit Schulden zu tun. Es geht vielmehr um eine Schutzgemeinschaft mit dem Ziel der allgemeinen Kreditsicherung. Die Informationen über die einzelnen Personen sollen andere schützen und dem Betroffenen nutzen. Über eine schnelle Verfügbarkeit der persönlichen Informationen ist es möglich, Kreditgeschäfte in wenigen Augenblicken abzuschließen.

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Die Bedeutung der SCHUFA für Ihr Kaufverhalten

Es ist ebenso falsch, davon auszugehen, dass die SCHUFA Informationen über Ihren Verdienst oder Ihr Vermögen speichert. Lediglich Finanzinstitute oder Ihre Bank kennen die Einkommens- und Vermögensverhältnisse ihrer Kunden. Ebenso wenig Informationen liegen über den Berufsstand, die Nationalitäten und den Familienstand vor.

SCHUFA: Eine ewige Bindung?

In diesem Zusammenhang ist davon auszugehen, dass zwischen der Schufa und den Betroffenen eine ewige Bindung herrscht, ist ebenso falsch. Jedes Verzeichnis läuft einmal aus und unter dieser Berücksichtigung werden Einträge nach einer bestimmten Zeit gelöscht.

Der Wandel des Online-Shoppings und der SCHUFA

Im Prinzip stellt jede Art der modernen Online-Einkäufe ein Kreditgeschäft dar. Sie erhalten die Ware und haben die Gelegenheit, diese innerhalb von 14 Tagen zu bezahlen. In dieser Zeit setzt das Unternehmen Ihre Bereitwilligkeit voraus, den offenen Rechnungsbetrag in der geforderten Zeit zu zahlen. Kommt es zu einem offenen Rechnungsbetrag, denen man einem Gläubiger über längere Zeit schuldig bleibt, wird nach einem Mahnverfahren die Forderung an eine Inkassogesellschaft weitergegeben. Diese behält es sich vor, den offenen Rechnungsbetrag an die SCHUFA weiterzugeben. In diesem Zusammenhang kommt es zu einem negativen Eintrag. Dieser negativer Eintrag hält sie viele Jahre davon ab, ein erfolgreiches Kreditgeschäft abschließen zu können.

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Was passiert, wenn Sie einen negativen Eintrag in der SCHUFA feststellen?

Sie sollten bestrebt sein, innerhalb kürzester Zeit diesen offenen Eintrag zu begleichen und mit den jeweiligen Gläubigern in Kontakt treten. Diese werden nach der Erledigung des offenen Rechnungsstatus diese Information an die SCHUFA weitergeben. Die Schufa wird den Eintrag dementsprechend als erledigt vermerken und nach einer Laufzeit von 2 Jahren löschen – innerhalb dieser gesetzten Frist heißt es: Nur Bares ist Wahres.

In jedem Fall ist es sinnvoll, mit dem Gläubiger zu sprechen, um diesen zu veranlassen, die Zahlung eines offenen Rechnungsbetrags an die SCHUFA weiterzugeben. Online lassen sich dazu zahlreiche Musterbriefe finden, die eine nächstmögliche Löschung eines SCHUFA-Eintrags beantragen. Im Zuge der letzten Jahre haben sich anerkannte Institute auf SCHUFA-freie Konten und Kreditkarten spezialisiert. Diese geben in der Schutzzeit einem Kunden die Möglichkeit einer gewissen finanziellen Sicherheit und Freiheit. Abgesehen davon empiehlt es sich in regelmäßigen Abständen eine Eigenauskunft zu beantragen, damit nicht irrtümlich falsche Angaben gespeichert werden.

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Artikelbild: © panthermedia.net /Michael K lbel