Smartwatch – Der neue Elektronik-Trend

Welche Funktionen hat die Uhr?

Smartwatch - Der neue Elektronik Trend Smartwatch - Der neue Elektronik Trend

Elektronik fürs Handgelenk – die sogenannte Smartwatch, der neue Elektronik-Trend, ist auf dem Vormarsch und die Hersteller von Smartphone und Tablets liefern sich ein regelrechtes Wettrennen, um bei der Entwicklung ganz vorne mit dabei zu sein. Aber was können die kleinen Computer für das Handgelenk eigentlich, wem nützen sie etwas und wie könnte ihre Zukunft aussehen?

Smartwatch - Der neue Elektronik Trend

Smartwatch – Der neue Elektronik Trend

Film- und Serienfiguren wie James Bond oder Michael Knight aus „Knight Rider“ haben bereits intelligente Uhren besessen, mit denen sie unter anderem jemanden anrufen oder bestimmte elektronische Geräte steuern konnten.

Die Smartwatches greift diese Ideen auf und gehen noch einen Schritt weiter. Denn die Uhren sind mit eigenen Displays, Prozessoren und Speichern ausgestattet, was sie zu kleinen, mobilen Eingabegeräten macht.



Futuristischer Hauch von Nostalgie

Bisherige Smartwatches wie die Gear 2 von Samsung oder die G Watch von LG ähneln sich in ihrer Handhabung und ihrer Ausstattung sehr. Denn generell handelt es sich bei den bisher veröffentlichten Smartwatches noch um Verlängerungen für kompatible Smartphones oder Tablet-PCs, welche man via Bluetooth koppeln kann. Die Smartwatch dient dann als externes Display, auf dem die Benutzer nahezu alle ihre Apps finden und auch bedienen können.

Je nach Umfang einer Smartwatch und dem verbundenen Smartphone ist es möglich, bestimmte Benachrichtigungsfunktionen anzuschalten. Dadurch erscheint beispielsweise eine Nachricht auf dem Smartwatch-Display, wenn man eine neue E-Mail oder eine Mitteilung in einem Messenger bekommen hat. Darüber hinaus kann man sich auch wichtige Termine oder andere eingespeicherte Erinnerungen auf das Display legen lassen.

Eine der Hauptfunktionen von Smartwatches soll aber auch die Kommunikation mit anderen Leuten sein. Dafür verfügen die Geräte zum Teil über integrierte Mikrofone, Lautsprecher und eigene Kameras und sind mit Funktionen wie einer Sprachsteuerung ausgestattet. Wenn ein Benutzer einen Anruf bekommt, kann er diesen durch einen Druck auf das Uhren-Display oder durch den entsprechenden Sprachbefehl annehmen und sich dann mit dem Anrufer unterhalten.

Wenn dieser gerade von einem Messenger wie Skype aus anruft, ist auch ein Webcam-Chat möglich. Der Nachteil bei dieser Funktion liegt allerdings darin, dass alle Leute in der Umgebung mithören können, da der Lautsprecher sich ja am Handgelenk befindet und nicht wie bei einem Smartphone direkt ans Ohr geführt wird.
Infografik: Etwa zwei von fünf Deutschen würden eine Smartwatch tragen | Statista

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Sonderkomfort

Je nach Hersteller verfügen Smartwatches – neben ihrer Funktion als Verlängerung für Smartphones – auch über einige Zusatzfunktionen, welche ihre Existenzberechtigung darstellen sollen. Die 2012 durch Crowdfunding finanzierte Pebble Watch (die es leider fast ausschließlich in Amerika zu kaufen gibt) eignet sich zum Beispiel ideal als Mini E-Book-Reader. Dafür sorgt ein sogenanntes E-Ink-Display, welches die Texte besser lesbar macht und dafür auf grafische Besonderheiten verzichtet.

Andere Smartwatches wie die angesprochenen G Watch von LG oder die Gear 2 von Samsung sind darüber hinaus mit unterschiedlichen Sensoren ausgestattet, mit denen sich die Geräte auch als Hilfsmittel zum Sport einsetzen lassen. So sind lassen sich beispielsweise Puls, Geschwindigkeit und zurückgelegte Strecke beim Joggen oder Schwimmen messen und auch grafisch anzeigen.

Eine der Zusatzfunktionen, über die alle neueren Smartwatches verfügen, ist die Anbindung ans Internet. Die Benutzer können dadurch kurz durch einen Druck auf die entsprechende App eine Suchmaschine aufrufen, um etwas Bestimmtes zu suchen, sich eine Navigation anzeigen lassen, das Wetter abrufen oder in unterstützten Online-Stores einkaufen. Dabei entscheiden die Hersteller der Smartwatches, welche Stores ihre Geräte unterstützen sollen und welche nicht.

Die Gear 2 und G Watch basieren beide auf Android, sodass sie den Google-Store für die Käufe von Apps verwenden. Apple setzt bei seiner noch nicht auf dem Markt erhältlichen Apple Watch dagegen ausschließlich auf die hauseigenen Stores von iTunes und Co., bietet dafür aber auch eine Synchronisationsmöglichkeit mit anderen Applegeräten an. Das bedeutet, dass man, wenn man die entsprechende App auf der Smartwatch hat, mit ihr auch andere Geräte wie einen Smart-TV steuern können wird.

Wer sich für eine Smartwatch interessiert, der sollte sich vor dem Kauf erst mal Testberichte der einzelnen Modelle anschauen. Es gibt bereits viele Seiten, wo man ausführliche Testberichte finden kann. Zum Beispiel schnitten beim aktuellen Smartwatchguru Test diese Modelle gut ab:

  • Samsung Gear Fit
  • Sony Smartwach 2
  • Moto 360
    Infografik: Samsung ist Nummer 1 im Smartwatch-Markt | Statista

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Die Zukunft der Smartwatches

Ob sich die Smartwatches überhaupt durchsetzen können, bleibt fraglich, da die Geräte von ihrer Größe und ihrem Umfang bisher eher umständlich wirken und fast ausschließlich auf die Anbindung an andere mobile Geräte angewiesen sind. Die Entwickler der Uhren arbeiten trotzdem weiterhin daran, neue und verbesserte Geräte auf den Markt zu bringen, die sich dann zunächst nur in der Größe, ihrer Auflösung und ihrem Umfang an Apps unterscheiden.

Ein möglicher Weg, der sich zumindest schon bei den kommenden Smartwatches von Samsung wie der Gear S abzeichnet, ist die Loslösung der Uhr von anderen Smartphones oder Tablet-PCs, sodass die Smartwatch selbst zum vollwertigen Mobilgerät werden könnte. Dafür müssen die Prozessoren und Speicher der Geräte aber zunächst noch verbessert werden, um die Menge an Apps und persönlichen Daten überhaupt fassen zu können. Entwickler wie Apple setzten dagegen eher auf die Fernsteuerungsfunktion und wollen diese in ihren zukünftigen Geräten stärker ausbauen, um den Benutzern einen möglichst großen Komfort zu ermöglichen.



Trotzdem dürften die nächsten ein oder zwei Jahre darüber entscheiden, ob sich Smartwatches überhaupt auf dem Markt etablieren können oder als „nette, aber unnötige Spielerei“ abgetan werden und sich die Hersteller dann wieder anderen Projekten zuwenden.

Bildquelle
Bild oben: © panthermedia.net /Mile Atanasov

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