Eigene Top-Level-Domain mit E-Mail-Adresse einrichten

E-Mailadresse mit eigener Domain | © panthermedia.net / rastudio E-Mailadresse mit eigener Domain | © panthermedia.net / rastudio

Eine eigene Top-Level-Domain zu registrieren um dort sein E-Mail-Postfach zu hinterlegen, war lange Zeit eher Unternehmen, Organisationen und sehr internetaffinen Nutzern vorbehalten. Besonders für den E-Mail Verkehr mit Kunden ist die eigene E-Mail Domain aber ein Zeichen von Professionalität und Seriosität. Gut, dass sich hier einiges getan hat. Wer nicht mehr auf web.de, gmx.de & andere Freemailer angewiesen sein will, sollte jetzt weiterlesen.

Eigene Top-Level-Domain für E-Mails?!

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Die Einrichtung ist einfach und auch ein eigener Server ist nicht zwangsläufig von Nöten, um eine eigene Domain für die E-Mail Kommunikation zu betreiben. Das Anmieten der Domain funktioniert mittlerweile ganz einfach und ist in wenigen Schritten über die jeweiligen Onlineformulare der Hosting-Anbieter erledigt.

So ist es auch nicht wirklich erstaunlich, dass sich immer mehr Familien und Privatpersonen ihre eigene Domain zum Zwecke der eigenen persönlichen E-Mail-Adresse und vielleicht einem kleinen Blog sichern. Der für viele Kunden entscheidende Vorteil der eigenen E-Mail-Domain ist übrigens vor allem:

  • E-Mail-Adressen sind unabhängig von Provider und Anbieter
  • E-Mail-Adressen haben ein Leben lang bestand

und

  • E-Mail-Adressen beim selbst ausgesuchten (deutschen Hoster) können im Zweifel einen höheren Datenschutz gewährleisten!

Doch was ist bei der eigenen Domain für die eigene E-Mailadresse zu beachten, wie funktioniert die Anmietung der Domain im Detail und welche Tipps gilt es zu beherzigen?

Eine lebenslange E-Mail-Adresse mit der eigenen E-Mail-Domain

In der Vergangenheit ist es bereits vorgekommen, dass E-Mail Anbieter ihre Dienste eingestellt und die Nutzer ihre über viele Jahre genutzte E-Mail Adresse verloren haben. Der E-Mail-Dienst von Lycos gehörte beispielsweise zu den besagten Angeboten und auch die Deutsche Post, die ihren Kunden lange Zeit eine “lebenslange E-Mail-Adresse” mit dem Domain-Part “post.de” versprochen hatte, stellte den E-Mail-Service nach einigen Jahren schließlich ein.

Für Privatpersonen waren die Konsequenzen überschaubar: Sie konnten auf die alternativen Angebote anderer Anbieter umsteigen und ihren Freunden und Bekannten die neue Adresse weiterreichen. Unternehmen hingegen, die sich über mehrere Jahre einen Kundenstamm mit der plötzlich nicht mehr erreichbaren Adresse aufgebaut haben, verloren schlimmstenfalls viele Kunden, da sie für letztere über die bisher gültige Adresse nun nicht mehr zu kontaktieren waren.

Heute verfügt jeder professionelle Unternehmer über eine eigene E-Mail Domain, suggeriert sie doch Seriosität und macht gleichzeitig für sein Unternehmen Werbung, während Personen, die die Angebote der kostenlosen E-Mail Dienstleister in Anspruch nehmen, gleichzeitig ungewollt die Dienste der jeweiligen Provider bewerben.

E-Mail Domains: Dies gilt es zu beachten

Bei der Wahl des Hosting Anbieters sollte sich der Kunde zunächst vergewissern, ob die E-Mail Leistungen im Service des Anbieters inkludiert sind. Zwar ist dies in der Regel einheitlicher Standart, dennoch gibt es immer wieder spezielle Sonderangebote, die sich ausschließlich auf eine Domain für die Weiterleitung auf eine auf fremden Servern gehostete Webseite beziehen.

Es gibt also unterschiedliche Lösungen für die eigene E-Mail Domain, die den unterschiedlichen Ansprüchen der Kunden gerecht werden. Eine häufig im privaten Bereich genutzte Lösung ist die Weiterleitungsdomain. Für diesen Weg ist kein eigener Server von Nöten. Ankommende E-Mails werden lediglich an eine festgelegte Adresse weitergeleitet. Wenn die E-Mail Domains aber auch an verschiedenen Standorten in vollem Funktionsumfang, d.h. sowohl zum Senden als auch zum Empfangen von E-Mails, zur Verfügung stehen sollen, empfehlen sich individuell zugeschnittene Lösungen.

Das Beantragen der Domains ist in diesen Fällen nur unwesentlich komplizierter und auch die notwendige Konfiguration des Servers erfordert keine professionellen Kenntnisse. Privatpersonen, Familien und kleinere Firmen nutzen in der Regel die Anmietung eines V-Servers oder eines kleinen Hostingpakets. Zwar ist auch die ausschließliche Nutzung einer Domain als E-Mail Domain grundsätzlich kein Problem, jedoch sollten sich die Betreiber der Domains in jedem Fall im Klaren sein, dass potentielle Kunden in vielen Fällen auch nach einem gleichnamigen Internetauftritt suchen werden. Ratsam ist es daher, wesentliche Inhalte und Informationen wie z.B. Kontaktdaten auch in Form einer Webseite zu hinterlegen und somit die angemietete Domain in vollem Umfang und mit allen Möglichkeiten zu nutzen, um den Kundenstamm zu maximieren.

Nutzer, die professionell tätig sind, müssen sich darüber hinaus mit den unterschiedlichen rechtlichen und datenschutzrechtlichen Bestimmungen vertraut machen. Aber nicht nur Ärzte, Juristen und andere Berufszweige, die täglich mit streng vertraulichen Datensätzen arbeiten, müssen ihren Kunden bzw. Klienten gewährleisten, dass die jeweiligen personenbezogenen Daten nach deutschen Richtlinien gespeichert und verarbeitet werden. Auch Privatpersonen und Betreiber von Familien-Domains sollten wissen, was auf sie zukommen kann, wenn der Nutzer einer der Domain-Adressen bei den Behörden auffällig wird.

Anleitung: So richten Sie Ihre eigene E-Mail Domain in wenigen Schritten ein

Schritt 1: Eigene Wunschdomain auswählen

Die spätere E-Mail Adresse besteht aus zwei Teilen: Dem Local-Part (Teil der Adresse vor dem @-Zeichen) und dem Domain-Part (Teil der Adresse hinter dem @-Zeichen). Zunächst gilt es, sich für eine Domain, die den späteren Domain-Part ausmacht, zu entscheiden. Es kommt nicht selten vor, dass die persönliche Wunschdomain bereits belegt ist. Durch das Probieren leichter Variationen kann es aber möglich sein, eine Domain zu finden, die der ursprünglichen Wunschadresse sehr nah kommt. Über die renommierten Suchmaschinen wie google finden sich viele Anbieter, die das Suchen nach freien Wunschkombinationen ermöglichen. Hier finden die Nutzer in der Regel auch zur Verfügung gestellte Links zu kostengünstigen, ausgewählten Anbietern, um die Domain zu registrieren.

Schritt 2: Anbieter für die E-Mail Domain auswählen

Sofern eine Domain gefunden worden wurde, die noch frei ist, sollten sich die Nutzer diese schnell sichern. Das Vorgehen zum Sichern der Domain ist immer das gleiche und auch die Registrierungs- und Anmeldevorgänge auf den Webseiten der Anbieter ähneln sich untereinander stark. Die meisten Anbieter für Mailhosting haben dabei unterschiedliche Pakete zur Auswahl, aus denen die Kunden dasjenige Paket auswählen können, welches am besten zu den persönlichen Bedürfnissen passt.

Schritt 3: Domain registrieren

Wenn ein passendes und kostengünstiges Angebot eines Anbieters gefunden worden ist, kann die Onlineregistrierung beginnen. Um die Domain schnell zu sichern, müssen einige Daten in die Onlineformulare eingegeben werden. Dazu gehören in der Regel der Name, die Anschrift, ein alternativer E-Mail Kontakt sowie die Bankdaten der Kunden. Die Kunden sollten an dieser Stelle, wie auch schon an anderer Stelle beschrieben darauf achten, dass der Maildienst ganz sicher in dem jeweiligen Domain-Paket als Leistung inbegriffen ist.

Schritt 4: Eigene E-Mail Adresse konfigurieren – Local-Part der Adresse einrichten

Ist die Domain gesichert und erfolgreich registriert, steht sie bei den meisten Anbietern binnen weniger Minuten zur Verfügung. Gleichzeitig wird eine Bestätigung an die hinterlegte Referenz-Adresse gesendet. Im Kundenmenü bzw. im Login-Bereich des Hosting-Anbieters kann der Nutzer nun den Local Part seiner E-Mail-Adresse festlegen. Auch weitere gebuchte Zusatzoptionen und Leistungen wie z.B. die Weiterleitungsoptionen können an dieser Stelle konfiguriert werden.

Fazit zur eigene Top-Level-Domain mit E-Mail-Adresse einrichten

Die Einrichtung einer eigenen E-Mail Domain ist mit den heutigen Anbietern spielend einfach. Die geringen Kosten der unterschiedlichen Pakete, die sich exakt auf alle Bedürfnisse zuschneiden lassen, bieten einen tollen Mehrwert in der modernen Kommunikation, die kein kostenloser E-Mail Anbieter zu leisten im Stande ist.