Deutsche Anbieter für Cloud- und Webservices im Trend

Cloud Speicher

Laut einer Statistik aus dem Jahr 2014 steigt prognostisch das Marktvolumen der Cloud Services Schritt für Schritt. So belaufen sich allein die zukünftigen Ausgaben für die SAAS Services im Schnitt auf ca. 2,5 Milliarden Euro. In diesem Zusammenhang ist es von grundlegender Bedeutung, auf die Relevanz deutscher Anbieter im Hinblick auf Cloud- und Webservices zu sprechen zu kommen. Aber warum sollten Sie bei der Auswahl der Bildspeicher eigentlich gerade auf die Herkunft achten? Ist die Sicherheit Ihrer Daten eventuell in Gefahr? Wir klären Sie auf und haben die neuesten Entwicklungen und Prognosen gleich mit dabei.

Websicherheit auf wackeligen Beinen

Eines ist nicht mehr von der Hand zu weisen; Web- und Cloudspeicher sind unheimlich praktisch. Sie greifen als Nutzer auf einen bedarfsgerechten Online Speicher zurück und können mit Smartphone, Netbook, Notebook, Computer und Tablet sicher und bequem arbeiten. Je nach Ausrichtung und Wunsch lassen sich dabei Gratis-Speicher von kostenpflichtigen Paketen unterscheiden. Die Kosten für eine Coud steigen allerdings oft mit jedem Gigabyte. Diese Webdienste sind jedoch so attraktiv geworden, da die Benutzerfreundlichkeit stark heraufgesetzt wurde und Sie ab sofort in der Lage sind, von jedem Ort auf der Welt direkt auf Ihren Speicher zugreifen zu können. In diesem Zusammenhang ist es jetzt zu Sicherheitsfragen gekommen.

Statistik: Nutzung von Cloud Computing in Unternehmen in Deutschland in den Jahren 2011 bis 2014 | Statista
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Sind Ihre Daten im Webspeicher wirklich sicher?

Zahlreiche Provider greifen auf Server in den Vereinigten Staaten von Amerika zurück; dabei gelten in den USA unsere EU spezifischen Datenschutzregeln nicht. Folgende Anbieter für Webspeicher nutzen Server aus dem Ausland:



  • Google Drive,
  • Dropbox,
  • Apple iCloud sowie
  • Microsoft Web Apps.

Eine kleine Einschränkung müssen Sie ebenfalls hinnehmen, auch wenn Sie sich für einen deutschen Anbieter entscheiden. Die Übertragung aus und in die Cloud kann über ausländische Netze verlaufen. Derzeit bieten äußerst wenige Anbieter eine wirklich sichere Verschlüsselung Ihrer Daten.

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Verschlüsselung der Daten selbst vornehmen?

Sie haben die Möglichkeit, Ihre Daten selbst zu verschlüsseln, um Sie für Dritte unbrauchbar zu machen. Hier hilft Software wie TrueCrypt. Dabei sollten Sie auf eine Verschlüsselung von Minimum 256 Bit achten. Entscheiden Sie sich in diesem Zusammenhang für ein sehr starkes Passwort mit mindestens 12 Stellen. Bei der Verschlüsselung Ihrer Daten bzw. bei der Synchronisierung kann es übrigens ab und zu leider zu Fehlern kommen und melden Sie sich im Büro nicht mit der Software ab, können Sie Zuhause auch nicht auf Ihre Daten zurückgreifen. Darüber hinaus benötigen Sie für die Nutzung mit dem Smartphone spezifische Anwendungen, wie den Disk Decipher. Also alles sehr aufwendig.

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Auswahl des Webspeichers

Gerade der jüngste NSA Skandal hat der Cloud Bewegung enorm zugesetzt. Vor allem der deutsche Mittelstand nimmt Abstand von ausländischen Anbietern. In diesem Skandal lässt sich wiederum eine Chance für alle deutschen Betreiber sehen, denn sie punkten mit einer optimierten Sicherheit, regionalem Know-How und zum Teil sogar mit einem eigenen Rechenzentrum, wie man das bei diesem bekannten Software as a Service Dienstleister schön sehen kann. Innerhalb von Deutschland können Sie sich dabei auf strenge Richtlinien und Vorschriften verlassen, die wiederum auf das Bundesdatenschutzgesetz – BDSG – zurückgehen. Im weltweiten Vergleich besitzen wir die strengsten Bestimmungen. Jeder einzelne Cloud Anbieter muss sich an diese Vorschriften halten. Auf diese Weise haben Hacker gerade in Deutschland ein ganz schweres Leben. So gehören auch die Sicherheits-Gütesiegel und Zertifikate in Deutschland zu den vertrauensvollen Prüfberichten weltweit. Wir wollen in diesem Zusammenhang auch auf die Zertifizierung der ISO 27001 hinweisen sowie auf das TÜV-Zertifikat und die Prüfung der Dekra. Hier werden die einzelnen Prozesse in einem System detailliert analysiert und ausgewertet.

Statistik: Nutzung von Cloud Computing in Unternehmen in Deutschland im Jahr 2014 nach Unternehmensgröße | Statista
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Der Patriot Act und seine Folgen

Keiner der deutschen Anbieter unterliegt dem Patriot Act. Dieser Act erlaubt es, den US Behörden auch ohne eine richterliche Genehmigung auf alle US-amerikanischen Server Zugriff zu nehmen. Doch sollten wir ganz genau hinsehen. Gehört ein deutscher Cloud Betreiber einem US-amerikanischen Unternehmen an, greift auch der Patriot Act. Ihre Daten verlassen Deutschland nicht, wenn ein Anwender auf einen der inländischen Anbieter und ein Private Cloud Modell zurückgreift.

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Fazit

  • Mit der Entscheidung für einen deutschen Cloud-Anbieter gehen Sie auf Nummer sicher.
  • Achten Sie auf den Firmensitz des Unternehmens. Liegt der in Amerika, unterliegt dieser nicht den deutschen Datenschutzgesetzen.
  • Unter dem Deckmantel des Patriot Act, darf in den USA ohne richterlichen Beschluss Zugriff auf persönliche Daten genommen werden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Cloud_Computing
http://www.computerbild.de/artikel/cb-Aktuell-Internet-Cloudspeicher-Dienste-im-Vergleich-7009906.html
http://www.focus.de/digital/computer/chip-exklusiv/tid-34636/schuetzen-sie-ihre-privatsphaere-die-besten-tipps-gegen-schnueffler-und-hacker-cloudspeicher-auf-deutsche-server-standorte-achten_aid_1156440.html



Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Yuen Man Cheung

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