Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Amerika als Einkaufsparadies Amerika als Einkaufsparadies
Amerika als Einkaufsparadies

Amerika als Einkaufsparadies

Amerika. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, auch für die Preisgestaltung vieler Produkte scheint das zu gelten.

Für viele Artikel, die auch in Deutschland erhältlich sind, wird in den USA zum Teil nur ein Bruchteil der Preise verlangt, die wir hier aus Deutschland kennen.

Und das gilt nicht nur für die amerikanische Produktpalette, sondern auch für deutsche Exportware. Manch einer fragt sich wie diese Preisgestaltung realisierbar ist, werden die Produkte doch hier inklusive hoher Energiepreise produziert, und zusätzlich der nicht unerheblichen Transportkosten über den großen Teich geschafft. Verkehrte Welt? Nein, aber eine zwangsläufige Entwicklung am internationalen Markt.

Europäische Firmen haben es in den Vereinigten Staaten sehr schwer, Fuß zu fassen. Deshalb wird eine Behauptung am Markt über attraktive Preise und überdurchschnittlich hohe Qualität angestrebt. Deutsche Autos werden so zum Teil zu 55 % unseres Preises auf dem amerikanischen Markt angeboten – und das in gehobener Ausstattung. Ein Traum für uns und tägliche Realität für die Amerikaner, die von dem aktuellen Dollar-Kurs, den niedrigen sales taxes und den zugesichert niedrigen Zinsen der US-Notenbank im Bereich des Konsums profitieren können.

Steuer in Deutschland und Amerika

Die sales taxes in Amerika sind zwar annähernd vergleichbar mit der Mehrwertsteuer in Deutschland, allerdings fallen sie von Staat zu Staat unterschiedlich aus – und deutlich niedriger als unsere Mehrwertsteuer. Ein weiterer nicht unerheblicher Faktor für die Preisunterschiede bei vielen Artikeln ist der Hang zur Absicherung der Deutschen. 

[sws_green_box box_size=”640″]Nahezu jedes Produkt ist hier durch Gewährleistungen abgesichert, und die kosten Geld. Jedes Unternehmen ist von seinem Gewinn abhängig und so werden selbstverständlich auch die Garantieversprechen in allen ihren Facetten finanziell abgedeckt und im Endpreis einkalkuliert. Ein Muss, denn die jeweiligen Gewährleistungen sind in Deutschland gesetzlich geregelt. Ein hoher Standard und eine hohe Absicherung der Konsumenten, das beruhigt – und kostet aber auch Geld. [/sws_green_box]

Auf importierte Ware aus den USA werden in Deutschland noch Einfuhr- und Mehrwertsteuer geltend gemacht, sodass vermeintliche Schnäppchen aus Übersee in der Regel keine mehr sind. Auch müssen sich die Verbraucher bewusst werden, das der Absatzmarkt der USA, im Vergleich zu Deutschland, um ein Vielfaches größer ist. Hier gilt wie auch in jedem noch so kleinen Unternehmen: Die abzusetzende Menge bestimmt den Preis. Dasselbe Prinzip, mit dem die Deutschen Discounter dem traditionellen Einzelhandel mitunter das Leben sehr schwer machen. Wer eine große Menge eines Artikels absetzen kann, bekommt den besten Preis und kann diesen wiederum an den Endverbraucher weitergeben.

SUPERMARKT IN AMERIKA [VEDA #3]

Euro-Doller Kurs

Je besser der Euro gegenüber dem US-Dollar dasteht, umso deutlicher sind die Preisunterschiede zwischen Deutschland und Amerika. Euro-Teuro versus Schnäppchenparadies?

Bei den Konsumgütern hat die USA die Nase in den meisten Bereichen die Nase weit vorne, dennoch hat die Absicherung in Deutschland auf anderen Gebieten klare Vorteile.

So zahlen wir hier für unseren deutschen Wagen samt Kraftstoff oder die Jeans zwar deutlich mehr, aber Vorsorge, Krankheiten und Arbeitslosigkeit, werden bei uns durch soziale Netze aufgefangen, die US-Amerikaner sind auf diesem Gebiet oft sich selbst und ihren Bankkonten überlassen. Jede Medaille hat hat eine Kehrseite, so auch die deutsche und die amerikanische. Letztendlich entscheidet die Politik über besondere Vorteile eines Staates. Durch besondere Vergünstigungen und Steuerregelungen kann die Regierung den Schalter zwischen Konsumentenfreundlichkeit und Sozialgerechtigkeit bewusst in beide Richtungen lenken.

Auch in Zukunft können die Amerikaner sich über niedrige Preise freuen. Aufgrund der Erhöhung der Einkommenssteuer sind entgegen der Entwicklung sogar noch günstigere Preise zu erwarten. Die Arbeitnehmer zahlen mehr Steuern an den Staat und haben weniger Geld für Einkäufe übrig. Die Betreiber großer amerikanischer Einkaufsketten haben bereits auf die Steuererhöhung reagiert und viele Preise in ihren Geschäften gesenkt. Für die in Deutschland ist auch für die nächsten Jahre keine merkliche Veränderung des Verbraucherpreisindex zu erwarten. Zwar sinken die Preise auf dem Gebiet der Dienstleistungen oder auch der Elektronikartikel, aber auch bei den Preissteigerungen von essenziellen Gütern und den Energiekosten ist momentan noch keine Wende in Sicht.

Shopping in Amerika