Haartransplantation – welche Methoden gibt es?

Haartransplantation bei Haarproblemen | © panthermedia.net / Goodluz Haartransplantation bei Haarproblemen | © panthermedia.net / Goodluz

Pathologischer Haarausfall betrifft mehr als 60 Prozent aller Männer weltweit – und mehr als 80 Prozent der Männer sowie 50 Prozent der Frauen in Deutschland. Haarverlust ist also ein Problem, unter dem zahllose Menschen leiden und das in vielen Fällen leider ein Ausmaß erreicht, das mit herkömmlichen medikamentösen Therapien nicht mehr zu stoppen ist. In solchen schweren Fällen mit Glatzenbildung und partiellem Totalverlust hilft nur noch eine Haartransplantation.

Ausdünnes Haar kann Stress, Angst und Verlust des Selbstwertgefühls verursachen, sodass Betroffene alles tun möchten, um ihre Situation zu verbessern. Eine vorschnelle Entscheidung für einen dubiosen Anbieter kann aus mehreren Gründen verheerende Folgen haben. Erstens kann das Ergebnis unnatürlich aussehen, es könnte möglicherweise eine niedrige Follikel-Überlebensrate entstehen, und schlimmer noch, durch Narbenbildung könnte die Kopfhaut nachhaltig geschädigt werden.

Wichtig ist, sich vor einem solchen Schritt zur Operation genau zu informieren. Es gibt Chirurgen, die Versprechungen machen und ihre Patienten nicht genügend über die Möglichkeiten und Grenzen der operativen Therapie aufklären. Auch die Methoden sind unterschiedlich und bieten Vor- und Nachteile, wobei den neueren Technologien der Vorzug zu geben ist. Wir möchten hier einige Informationen bereitstellen, damit sich Betroffene objektiv vor der Operation informieren können und die richtigen Entscheidungsgrundlagen haben.



DHI, FDR, FUT – die Methoden kurz erklärt

Richtigen Arzt finden | © panthermedia.net / ridofranz

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Von Anfang an die richtige Entscheidung für Ihren Haartransplantationsanbieter zu treffen, ist also von großer Bedeutung, um ein natürlich aussehendes Ergebnis zu erhalten und den Spenderbereich vor Traumata zu schützen. Im Folgenden möchten wir den Unterschied zwischen FUT-, FUE- und DHI-Methoden erklären – und warum DHI in Bezug auf Prozess, Qualität und Ergebnis weit über anderen Methoden steht.

Bei einer Haartransplantation werden gesunde Haarfollikel (aus einem Bereich, der resistent gegen Glatzenbildung ist) entnommen und in den Behandlungsbereich implantiert. Die Extraktionsphase und die Implantationsphase sind gleichermaßen wichtig. Der Hauptunterschied zwischen FUT- und FUE-Techniken besteht darin, wie die Spenderhaarfollikel extrahiert werden.

FUT (Follicular Unit Transplant) ist eine traditionelle Technik, bei der ein langer dünner Streifen der Kopfhaut entfernt wird, typischerweise auf dem Hinterkopf. Die Haarfollikel werden dann unter dem Mikroskop in einzelne Einheiten unterteilt. Die Kopfhaut, von der der Streifen entfernt wurde, wird dann wieder zusammengenäht. Es ist eine billigere Form der Haartransplantation als die Extraktionsphase und ist schneller als alternative Techniken, aber sie hinterlässt eine signifikante Narbe, die unter kurzen Haaren sichtbar ist. Für Patienten, die anfällig für Keloid-Narbenbildung sind, ist diese Methode nicht empfehlenswert.

FUE (Follicular Unit Extraction) ist eine andere traditionelle Technik, bei der ein sogenannter „Punch“ (eine Hohlnadel mit größerem Durchmesser) verwendet wird, um einen kleinen kreisförmigen Schnitt in der Haut um einen Haarfollikel oder eine Gruppe von Follikeln zu machen, die von der Kopfhaut entfernt werden und ein kleines offenes Loch hinterlassen. Diese Narben heilen schneller und sind weniger sichtbar als bei der FUT-Methode.

So wie die FUT-Methode, hat auch die FUE-Technik Vor- und Nachteile. Wir haben einige für Sie aufgelistet:

Nachteile

  1. Der gesamte Spenderbereich muss rasiert werden
    Bei den meisten FUE-Verfahren muss der Spenderbereich rasiert werden, bei dem es sich im Wesentlichen um die Seiten und die Rückseite der Kopfhaut handelt. Wenn Sie Ihr Haar nicht schon kurz tragen, empfehlen wir Ihnen einen „Übergangs“-Haarschnitt, der kürzer ist als Ihr üblicher Stil.
  2. Größere Spenderfläche
    Der Spenderbereich für FUE ist typischerweise größer als für FUT. Üblicherweise wird an der Rückseite der Kopfhaut geerntet, doch für größere Mengen kann Ihr Chirurg auch die seitlichen Teile Ihres Kopfes verwenden, um die richtige Menge an Transplantaten für FUE zu erhalten.
  3. Zerbrechlichere und durchgeschnittene Transplantate
    Die Transplantate, die während der FUE extrahiert werden, sind tendenziell fragiler als bei der FUT-Methode. Transplantate umfassen den Haarfollikel, die Zwiebel und eine kleine Menge umgebenden Gewebes. Diese Transplantate können brüchiger sein, weil sie typischerweise etwas weniger schützende Dermis und Fett enthalten als ein FUT-Transplantat, das mikroskopisch von Hand seziert wird.

Vorteile

  1. Praktisch unsichtbare Narben
    Anstatt einer linearen Narbe auf dem Hinterkopf wie bei FUT verursacht FUE nur sehr kleine, runde Löcher oder Schlitze auf den Hinterkopf. Jeder Schlitz besteht aus einer follikulären Einheit (eine Gruppe von ein bis vier Haaren). Diese hinterlassen kleine, punktförmige Narben auf Ihrem Kopf, im Gegensatz zu den langen linearen Narben von FUT, die schwerer zu verstecken sind. Sie werden in der Lage sein, diese FUE-Narben auch mit kurzen Haarschnitten leicht zu verbergen.
  2. Minimale Schmerzen nach dem Eingriff
    Da nur kleine Eingriffe in die Haut erfolgen, sind die Schmerzen nach dem Eingriff minimal. Während der FUT wird eine elliptische Inzision in die Haut bis hin zu den Haarzwiebeln gemacht. Dieser Einschnitt erfordert Nähte oder Klammern und kann mehrere Wochen lang zu Beschwerden führen. Für FUE brauchen Sie normalerweise nicht einmal postoperative Schmerzmittel. Alle Patienten erhalten jedoch Medikamente, um Schmerzen ganz auszuschließen.
  3. Weniger Ausfallzeiten
    Mit weniger Schmerzen benötigen die kleinen Eingriffe weniger Zeit als lineare Narben. Da keine Stiche oder Skalpelle verwendet werden, heilen die Spenderwunden innerhalb weniger Tage.
  4. Sorgt für einen natürlich aussehenden Haaransatz
    Fortschritte in der Transplantationstechnologie sorgen dafür, dass Ihr transplantiertes Haar völlig natürlich aussieht.
  5. Geringeres Risiko von Komplikationen
    Die kleineren Eingriffe bedeuten weniger Risiko von Komplikationen, wie z. B. Infektionen, weniger Narbenbildung und weniger Ausfallzeiten.

DHI-Extraktion könnte als Mikro-FUE bezeichnet werden, da nur Hohlnadeln mit einem Durchmesser von 1 mm oder weniger verwendet werden, um Haare einzeln aus dem Spenderbereich zu extrahieren. Die minimal-invasive DHI-Extraktion darf nur von speziell zertifizierten Chirurgen durchgeführt werden, um Konsistenz und hohe Qualität zu gewährleisten.

Mit den FUT- und FUE-Methoden werden Follikel auf die gleiche Weise implantiert, indem im Behandlungsbereich Aufnahmelöcher geschaffen werden und die Haarfollikel mit einer Pinzette in die Löcher platziert werden, wodurch wenig Kontrolle über den Winkel, die Richtung und die Tiefe möglich ist. Die Implantation wird normalerweise von medizinischen Assistenten durchgeführt, nicht von einem Chirurgen. Bei diesen traditionellen Techniken liegt der Schwerpunkt darauf, wie viele Follikel extrahiert werden, und wenig oder keine Betonung auf der Follikelüberlebensrate nach der Implantation, was entscheidend ist.

Bei der DHI-Direct-Technik wird jeder Follikel mit dem DHI-Implanter, einem speziell für die Haartransplantation und Haarverlustbehandlung entwickelten Instrument, direkt in den betroffenen Bereich platziert. So können Ärzte die Tiefe, die Richtung und den Winkel steuern, in dem jedes Transplantat platziert wird. Auf diese Weise leben die Transplantate länger und das endgültige Aussehen ist 100 % natürlich. Auch gibt es keine sichtbare Narbenbildung. Dr. Barwi und sein Team von Elithairtransplant verwenden ausschließlich die DHI- und die im Folgenden beschriebene Perkutan-Methode.

Bei Haaransatz und Stellen, wo eine höhere Haardichte erforderlich bzw. erwünscht ist, wenden wir die Perkutan-Technik an. Diese Methode wird am besten als eine „One-by-One“-Methode der Implantation beschrieben. Anders als bei der Schlitzmethode werden die Schnitte individuell mit noch feineren Hohlnadeln entsprechend dem natürlichen Wachstumsmuster der Haare gemacht. Nach der Insertion wird der nächste Schnitt für die nächste Implantation des Transplantats gemacht, und so weiter. Der Hauptvorteil dieser Technik ist die erreichbare Dichte. Die Dichte kann bei 40–60 Grafts pro cm2 doppelt so hoch sein wie bei der Schlitztechnik. So ist es möglich, einen natürlichen Haaransatz wirklich wiederherzustellen. Aufgrund der kleinen Schnitte, die bei dieser Technik verwendet werden, ist die Möglichkeit einer Narbenbildung, wenn überhaupt, äußerst gering.

Anästhesie ohne Nadel – das gibt es!

Als eine von wenigen Kliniken weltweit verwendet Elithairtransplant zum Wohl seiner Patienten ausschließlich das modernste System der Betäubung – medizinisch Anästhesie genannt – für die Kopfhaut. Es handelt sich um das sogenannte Comfort-In-System, bei dem die Kopfhaut ohne tiefen Einstich und ohne herkömmliche Anwendung von Nadeln lokal betäubt werden kann. Je weniger Verletzungen bei einer Operation entstehen, umso schneller der Heilungsprozess und umso geringer die Gefahr von nachträglichen Infektionen. Dazu leistet das Comfort-In-System einen maßgeblichen Beitrag.

Das nadelfreie Soft-Injection-System schleust Medikamente unter die Haut, indem die spezielle flüssige Medikation mit Hochdruckfederkraft, welche die Haut durchdringt, in den Körper transportiert wird. Die Vorteile des Systems liegen auf der Hand:



  • Praktisch schmerzlos
  • Geringere Menge des Anästhetikums nötig
  • Gewebeerhaltend
  • Zeitersparnis
  • Sicher

Diese Methode ist auch ideal für Patienten geeignet, die unter Nadelphobie leiden. Durch die schnellere Absorption des Betäubungsmittels kann die Gesamtzeit der Operation im Sinne des Patienten verkürzt werden. Aus einer aktuellen klinischen Studie für den Bereich der Zahnimplantologie, publiziert Ende 2017 im Portal des National Center for Biotechnology Information (USA), geht hervor, dass „das STA-System sich bei Interventionen der dentalen Implantologie als wirksam erwies, indem es die Schmerzen und Beschwerden des Patienten und die Gesamtmenge des erforderlichen Anästhetikums deutlich reduzierte.“

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