Fortsetzung von: Probleme mit eBay – Vom Betrugsopfer zum Täter
Der Kundendienst hat also mein Anliegen irgendwie nicht so richtig verstanden. Nachdem ich dann wieder über die teure Servicenummer mit einem Mitarbeiter von eBay gesprochen habe, wurde mir mitgeteilt, dass man nicht verstehen könnte was da los ist. Man werde nun ein Ticket an die zuständige Abteilung senden.
Einige Tage vergingen und ich wartete übrigens noch immer auf die Mail die meinen privaten Account betrifft. Aus dieser sollte ich ja weitere Informationen entnehmen, wie ich mich bezüglich dieses zu verhalten habe.
Nachdem wieder einige Tage ins Land gingen, bekam ich eine Rechnung meines gewerblichen Accounts. Hier sollte ich insgesamt um die 200 Euro bezahlen, weil ich da über eBay verkauft habe. Ich habe also wieder den Kundendienst angerufen und nach einigem Hin und Her wurden mir die Gebühren dann erlassen.
Da ich noch immer nichts verkaufen konnte, habe ich erneut eine Mail gesendet. Diese lautete so:
Hallo,
Offensichtlich haben Sie meine Mail nicht richtig verstanden.
Ich habe KEINE Artikel verkaufen können, da die Auktion von Ihrem
Sicherheitsdienst auf meinen Hinweis hin gestoppt wurde. Es handelte
sich dabei nämlich um einen betrugsversuch aus England/Nigeria.Ich möchte die nicht verkauften Artikel nur gern wieder einstellen.
Ihr Kundendienst sagte, dass dies kein Problem ist. Ich soll ihnen nur
Bescheid geben und darauf hinweisen, mal einen Blick in die Logs zu
werfen.Mit freundlichen Grüßen
Miguel Palacios
Ich habe dann in einer anderen Rubrik zwei andere Artikel eingestellt, um überhaupt irgendetwas testen zu können. Alles andere funktionierte ja irgendwie nicht.
Wenige Tage später erhielt ich dann eine Mail mit folgendem Inhalt:
Sehr geehrter Herr Palacios,
vielen Dank für Ihre E-Mail.
vielen Dank für Ihre E-Mail, in der Sie nachfragen, weshalb Sie derzeit
keine weiteren Artikel einstellen können.Ich habe Ihr Mitgliedskonto noch einmal überprüft und muss Ihnen leider
mitteilen, dass es eingeschränkt wurde und auch weiterhin eingeschränkt
bleibt. Der Grund hierfür ist, dass Sie mit dem Mitgliedskonto “xxx”, welches bereits eingeschränkt ist, in engem Zusammenhang stehen.
Das ist der Moment wo es bei mir dann langsam aus tickt. Wie unfähig kann ein “Kundenservice” eigentlich sein? Zeitgleich sind natürlich auch meine neuen Auktionen gelöscht worden, weil man mein gewerbliches Konto nun ja auch gesperrt hat. Wieder wurde auf mein eigentliches Problem nicht eingegangen und wieder hat eBay bewiesen, dass hier offensichtlich der eine nicht weiß was der andere macht.
Ich rief also wieder beim Kundendienst an. Dieser verwies mich wieder auf die Kommunikation per Mail. Wollte es aber trotzdem an die entsprechende Abteilung leiten.. jaja die Töne kenne ich nun langsam.
Nachdem ich dann einfach die Faxen dicke hatte und beschlossen habe, auf diesen Laden zu verzichten, habe ich dann am Wochenende eine Mail bekommen. Sie beinhaltete eine Rechnung über gut 200 Euro für meinen privaten Account. Über den ich ja fleißig verkauft hätte.
Hää?? Also wieder den Support angerufen und mein Problem geschildert.
Was nun folgt ist weder erfunden noch ist irgendetwas dazu gedichtet:
tuuuut, tuuuut, tuuut – Der Mitarbeiter von eBay hat tatsächlich aufgelegt.
Ich rufe also wieder an – erkläre dem Herren am anderen Ende, was mir soeben passiert ist. Er schaut sich den Fall an und sagt “Kein Problem, ich kümmere mich darum”.
Wenige Stunden später bekomme ich eine Mail, dass der Rechnungsbetrag storniert wurde. Na also, es geht doch.
Aber ich warte noch immer auf meine Mails bezüglich meiner gesperrten Accounts. Also schreibe ich erneut eine Mail. Ich drohe damit, diesen Fall in meinem Blog zu veröffentlichen und erwähne ebenfalls, dass ich auch nicht davor scheue, einen Anwalt einzuschalten.
Die Mail ist nun einige Tage her – von eBay bislang noch kein Ton. Man wird wohl auch nichts erwarten können.
Fazit: Mein Mitgliedskonto können die lieben Herren sich gepflegt an die Backe nageln. Trotzdem wäre es eigentlich ein Fall für die Verbraucherzentrale.
Wenn es etwas Neues gibt, dann lasse ich es euch natürlich sofort wissen.
Kommentare (2)Schlechter Support und unfähige Mitarbeiter ist bei eBay offensichtlich selbstverständlich. Wer meint, daß eBay ein solider Laden ist, der hat sich getäuscht. Die nun folgende Geschichte basiert auf meinen aktuellsten Erlebnissen mit diesem Online-Portal. Von Kundenservice ist keine Spur zu sehen. Alles was man trifft sind unfähige Mitarbeiter die sogar drohen, das Telefongespräch zu beenden, wenn sie in die Enge getrieben werden.
Angefangen hatte alles ganz harmlos. Anfang des Monats entschied ich mich dazu, einmal zu testen, wie gut man bei eBay gewerblich verkaufen kann. Ich informierte mich intensiv durch die, manchmal doch recht unübersichtliche Hilfe. Ich studierte alles ganz genau: AGB´s, Gebühren und die Funktionsweise.
Nachdem ich ca. einen halben Tag damit verbracht hatte, diese ganzen Dinge zu lernen machte ich mich dann an einen Versuch. Bevor ich nun natürlich einen riesigen Aufwand betreiben wollte, wollte ich einmal testen, wie einfach sich denn Produkte bei eBay tatsächlich verkaufen lassen. Mir war klar, dass man hierzu ein gewerbliches Verkäuferkonto anlegen muss. Allerdings wollte ich zumindest einmal eine Auktion testen und so stellte ich über meinen privaten Account, welchen ich schon sehr viele Jahre habe und auch intensiv nutze, ein paar Nokia-Handys ein.
Es dauerte nicht lange, dann waren die meisten davon per Sofort-Kauf bereits verkauft. Trotz der sehr hohen eBay-Gebühren (die als gewerblicher Verkäufer übrigens genau so hoch sind) war es ein Geschäft, welches zwar nicht so gut lief wie ich dachte, aber immerhin etwas brachte.
Bevor die letzten Geräte allerdings verkauft wurden, habe ich eine Mitteilung von eBay bekommen, dass ich gegen die AGB´s verstoßen habe und man mir die Auktion daher beendet hätte. Zudem ist mein Konto nun eingeschränkt (kein Verkauf mehr möglich) und ich soll eine Mail vom Sicherheitsdienst abwarten. In dieser Mail stehen dann weitere Anweisungen drin.
Ganz unten dann noch ein Hinweis, dass ich mir ein gewerbliches Verkäuferkonto zulegen soll, wenn ich gewerblich verkaufen möchte.
Da ich mich offensichtlich nicht richtig verhalten hatte, habe ich also dann ein gewerbliches Konto eingerichtet und die Auktion erneut gestartet. Allerdings muss erwähnt werten, dass neue gewerbliche Verkäufer ein Limit von 5 Artikeln haben. Nach 30 Tagen können in derselben Rubrik dann wieder 5 Artikel eingestellt werden.
Wenige Stunden später waren alle 5 Handys dann also verkauft. Der Käufer war ein Mensch aus London, der mich aufforderte, die Ware nach Nigeria zu senden. Ich bekam eine gefälschte Mail von PayPal – der Inhalt dieser Mail war in Englisch und sagte aus, dass das Geld bereits bei PayPal hinterlegt sei und auf meinem Konto gutgeschrieben wird, sobald ich eine Versandbestätigung mit Sendungsnummer angebe.
Das ganze roch ganz kräftig nach Betrug, also informierte ich telefonisch eBay und schilderte den Sachverhalt.
Das Ergebnis war eindeutig: Es handelte sich hierbei tatsächlich um Betrug – der Account von dem Menschen aus London wurde gesperrt und die Auktion wurde storniert. Ebenso wurden mir die Auktionsgebühren gutgeschrieben.
Ich war vorerst zufrieden. Musste aber feststellen, dass ich die Geräte ja nun noch immer nicht verkauft habe. Neu reinsetzen konnte ich sie aber nicht, da ich ja das Limit von 5 Artikeln erreicht hatte. Also rief ich wieder die überteuerte Servicenummer von eBay an und schilderte mein Problem.
Mir wurde gesagt, dass man da telefonisch gar nichts machen kann. Ich müsste das per Mail beantragen, dass man das Limit wieder aufhebt. Dies tat ich auch, mit folgender Mail:
Sehr geehrte Damen und Herren,
mein erster Versuch, gewerblich bei eBay zu verkaufen ist leider
fehlgeschlagen. Meine Artikel wurden von einem Nutzer erworben, welcher
von eBay auf mein nachfragen hin aufgrund von Betrugsverdacht gesperrt
wurde.Nachdem ich heute bereits mehrmals mit dem Support telefoniert habe um
die Abwicklung der mir entstandenen Kosten zu klaren, sagte mir eben ein
sehr freundlicher Mitarbeiter, dass ich Ihnen eine Mail bezüglich meines
Verkaufslimits senden soll.Da mein Verkaufsversuch leider wegen diesen betrügerischen Absichten
gescheitert ist und ich meine Artikel nun gerne ehrlichen Kunden
anbieten möchte, möchte ich Sie an dieser Stelle bitten das
Verkaufslimit aufzuheben oder mit zumindest die Möglichkeit zu geben,
die gescheiterte Auktion erneut zu beginnen.Mit freundlichen Grüßen
Miguel Palacios
Auf diese Mail bekam ich die Antwort, dass man mir nicht helfen könnte. Die Antwort von eBay sah dann etwa so aus:
Ich habe Ihr Mitgliedskonto überprüft und kann Ihnen dazu
folgende Informationen geben.Aus Sicherheitsgründen haben wir für den Verkauf bestimmter
Markenartikel Beschränkungen aller eBay-Mitgliedskonten eingeführt.
Unser Ziel ist es, Produktfälschungen und negative Kauferfahrungen auf
dem eBay-Marktplatz weiter zu reduzieren.Da Sie Markenartikel mit hohem Fälschungsrisiko anbieten, können Sie für
einen bestimmten Zeitraum keine weiteren Artikel gleicher Art anbieten.
Diese Maßnahme gilt für alle Mitgliedskonten, unabhängig von ihrem
Verkaufsvolumen oder Bewertungsprofil.
Danke eBay – ohne diese geistreiche Standardmail wäre ich nicht darauf gekommen, dass mein Verkäuferkonto eingeschränkt ist. Dies ist aber gar nicht Bestandteil meiner Mail gewesen.
Hier geht es zur Fortsetzung: eBay – Erfahrungen mit dem schlechten Kundendienst
Als sie dies bei ihrer Bank reklamierte, wollte die das Geld nicht erstatten, weil auch für die anderen Abbuchungen der erwähnte Sicherheitscode eingegeben wurde. Eine oder mehrere Betrüger hatten es geschafft, ihre Daten zu klauen und dann damit einzukaufen.
Die Verfolgung der Rechnungen ergab, dass die bestellten Teile an einen aus Russland stammenden Kraftfahrer geliefert worden waren. Als die Fernsehmitarbeiter ihn aufsuchten, gab er an, die Sachen erhalten und weiter geschickt zu haben. Er hatte das schon öfter getan, ohne sich dabei Böses zu denken. Im Internet war er auf eine Anzeige aus einem russischen Land gestoßen, in der Personen ein Job angeboten wurde. Dieser bestand darin Pakete anzunehmen und dann an Adressen zu senden, die z.B. in Estland lagen. Die Adressaufkleber wurden ihm zugeschickt.
Als der Mann erfuhr, worum es sich bei dem angeblichen Job tatsächlich handelte, machte er bei der Polizei sofort eine Selbstanzeige. Geld für seine Tätigkeit hatte er noch nicht erhalten.
Einige Kreditkartenfirmen werben mit mehr Sicherheit, wenn zusätzliche Codes eingegeben werden. Wenn allerdings Hacker diesen Code abfangen und benutzen, dann ist die Bank fein raus, da sie nicht haftet.
Ich bezahle grundsätzlich nicht mit Karte bei Einkäufen im Netz. Wenn es geht, zahle ich auf Rechnung, auch wenn das z.B. bei Amazon einen Aufpreis von 1,50 € kostet. Mit der Visakarte hole ich nur Geld am Automaten.
Aber auch da gibt es zurzeit Verbrecher, die eine feine Idee hatten. Sie befestigen etwas am Geldausgabeschacht des Geldautomaten. Dadurch wird das Bargeld nicht ausgegeben, sondern bleibt unsichtbar innen im Schacht kleben. Wenn der Kunde dann in die Bank geht, um zu reklamieren, holen die Gauner sich das Geld aus dem Schacht. Sollte dies jemanden passieren, wird empfohlen, sofort nicht erfolgter Geldausgabe die Polizei anzurufen und am Automaten stehenzubleiben.
Der Besagte lernte jedenfalls eine passende junge Frau kennen und vergnügte sich mit ihr. Dass beide anderweitig verheiratet waren, tat der Sache keinen Abbruch. Nach kurzer Zeit wurde die Dame aber schwanger. Sie wollte das Kind gerne bekommen. Mit ihrem Mann wollte sie sich auseinandersetzen. Dem Bekannten sollten keine Pflichten entstehen. Außer die Zahlung von Unterhalt für das Kind natürlich. Er musste in den sauren Apfel beißen. Da er ganz gut verdient, waren die Alimente nicht gerade niedrig. Als ihn aber Vatergefühle drängten, sagte die junge Frau „Nein“. Er habe keinen Anspruch auf Kontakt mit dem Nachkommen, da dies ihre Ehe gefährden könne. Das bemühte Gericht gab ihr recht. Das Verhältnis der beiden war beendet, nur finanziell gab es noch eine Verbindung.
Das kann passieren, denkt man sich vielleicht. Zwei Jahre später passierte aber das Gleiche noch einmal. Wieder hatte die junge Dame das Pech (?), von einer Internetbekanntschaft mit gutem Einkommen geschwängert worden zu sein. Auch hier wurde der Vater natürlich zur Zahlung von Unterhalt herangezogen. Mag man bis dahin noch an einen Zufall oder die Naivität der Beteiligten denken- hatten sie alle noch nichts von Verhütung gehört?- so kam noch ein pikantes Detail ans Licht.
Der Ehemann der Frau ist unfruchtbar. Das Paar wollte aber unbedingt Kinder haben. Nun haben sie zwei Stück. Und bekommen noch Unterhalt dafür. Was könnte man daraus schließen?
Ich weiß es nicht. Es ist vielleicht eine sehr schlaue Art der Familienplanung. Das Internet macht eben vieles möglich und einfach, was früher nur mit viel Aufwand zu erreichen war..
Die Creme war in der gleichen Verpackung wie die aus der Parfümerie. Und sie hatte auch die gleiche Farbe und Konsistenz. Aber die Beschreibung, die beilag, sah aus wie eine Fotokopie. Das weckte das Misstrauen meiner Freundin.
Sie fragte ihre Kosmetikerin, was die davon hielte. Diese meinte, der Geruch erinnere doch stark an Nivea. Daraufhin schickte meine Freundin die Packung samt Inhalt an die Firma Lancome und erklärte, wie sie dazu gekommen war.
In dem Unternehmen wurde eine labortechnische Untersuchung durchgeführt und es stellte sich heraus, dass es sich um eine Fälschung handelte. Der Verkäufer hatte sich zwar viel Mühe gegeben, aber es war doch nicht genug, um jeden zu täuschen. In der ebay- Auktion bat er darum, bei Beanstandungen unbedingt ihn zu kontaktieren. Das tat die Kundin aber nicht, sondern zeigte ihn wegen Betrugs an. Und das finde ich richtig. Der Vorgang ist noch nicht abgeschlossen, aber ich hoffe, dass der Händler bestraft wird. Solche und ähnliche Dinge kommen ja leider immer wieder – nicht nur bei ebay- vor. Also seid vorsichtig, wenn besonders günstig Markenware angeboten wird.
Glücklicherweise hatte meine Nichte keine Zeit, sonst hätte sie der Freundin den Gefallen getan. Aber eine weitere Freundin ging mit. Sie unterschrieb im Laufe des Abends einen Vertrag, der auch mit ihr durchgegangen wurde. Ihre Ausfertigung bekam sie allerdings erst nach knapp 14 Tagen, kurz vor Ende der Rücktrittsfrist, zugeschickt. Sie fiel aus allen Wolken, als sie ihre Unterschrift auf einem Vertrag sah, der sie für die nächsten 30 Jahre verpflichtete 100 Euro monatlich in einen Fond oder Ähnliches zur Vermögensbildung einzuzahlen. Davon war nie die Rede gewesen.
Ihr wurde gesagt, der Vertrag führe sie zu einem gewaltigen Verdienst. Sie sollte nur einmal im Monat ein Seminar des Veranstalters, der Firma „Carpe diem“ besuchen. Dann würde sie bald 2000 Euro monatlich bekommen. Irgendwelche anderen Verpflichtungen hätte sie nicht. Je mehr Bekannte sie aber zu den Infoabenden mitbringen würde, desto höher würde ihr Einkommen sein. Ich habe mir die Internetseite der Firma angesehen. Dort wird tatsächlich das Blaue vom Himmel versprochen. Davon, dass arme Würstchen wie die besagte Freundin, die als alleinerziehende Mutter eines Kleinkindes Hartz 4 bezieht und hier eine Chance sah, ihr Leben zu verändern, gnadenlos ausgenommen werden, steht auf der Seite natürlich nichts. Die junge Frau legte sofort Widerspruch ein, worauf ihr geantwortet wurde, die Frist dafür sei überschritten und der Vertrag somit bindend. Sie hat jetzt einen Anwalt eingeschaltet, der ihr hoffentlich da hinaus helfen wird.
Offensichtlich verdienen sich die Beiden auf diese Art etwas Geld nebenbei. Sie machten ganz den Eindruck eines eingespielten Teams. Ich war doch etwas erstaunt, dass so ein Betrug ausgerechnet von Angestellten in einem Gotteshaus begangen wird, und dann noch so leicht erkennbar. Okay, ich glaube nicht mehr, dass alle Kirchendiener Unschuldslämmer sind, seit die sexuellen Mißbräuche an Chorknaben und so weiter bekannt wurden.
Aber so einen dreisten Diebstahl am Eingang zu einem Ort, an dem es vor Verbotsschildern nur so wimmelt, um die Ehre der Kathedrale zu wahren (z.B. keine kurze Hose, kein schulterfreies Oberteil, kein Handy usw.) fand ich doch sehr befremdlich.
Noch in der Gruppe, die vor uns durch die Kasse ging, hatte der diebische Kartenabreisser zwei Männer darauf aufmerksam gemacht, dass sie ihre Mützen abnehmen müssen, wenn sie die Kirche betreten.
Wenn das keine Scheinheiligkeit ist, was dann?
Ich habe ernsthaft überlegt, ob ich irgendjemanden über den Vorgang informieren sollte, obwohl ich sonst nicht so ein Moralapostel bin. Ich hätte aber gar nicht gewusst, wen.
Alternativ hätte ich der Kassiererin gerne ins Ohr geraunt: „God is watching you“.
Aber als fromme Katholikin weiss sie das sicherlich.
Die Kathedrale zu besichtigen hat sich auf jeden Fall gelohnt. Aber in Anbetracht der Pracht, die es ja auch instand zu halten gilt, hätte ich mein Eintrittsgeld lieber in anderen Kassen gewußt.
Irgendwann rief ein überaus freundlicher Herr über eine Schweizer Telefonnummer bei ihr an, der es durch seine nette Art schaffte, ihr ihre Kontodaten zu entlocken. Sie würde jetzt an über 600 Gewinnspielen teilnehmen. Die Kontonummer müsse er nur zum Abgleich wissen, Geld würde sie die Teilnahme nicht kosten. Die Frage, um welche Spiele es sich handele, wollte er mit Berufung auf den Datenschutz (!) nicht beantworten.
Am nächsten Tag meldete sich eine gar nicht so freundliche Dame. Sie würde meiner Nichte jetzt einige Fragen stellen und es würde ein Band mitlaufen, das die Antworten aufzeichne. Meine Nichte ist sehr höflich und so beantwortete sie die Fragen bis zu einer bestimmten Stelle, an der sie anstatt brav ja zu sagen, mit einer Frage nachhakte. Das gefiel der Anruferin überhaupt nicht und als auch der zweite Durchlauf nicht klappte, wurde sie sehr patzig. Zum Schluss keifte sie, dass meine Nichte durch ihre mangelnde Kooperation selbst schuld sei, dass sie nun ein Gewinnspielabo zum Preis von 49,90€ monatlich habe, das sie mit dreimonatiger Frist kündigen könne.
Für niemanden ist es schön, wenn man so unfreundlich behandelt und eingeschüchtert wird. Wenn man aber auch noch glaubt, unwissentlich einen Vertrag abgeschlossen zu haben, der Einiges kostet, und man weiß nicht, wie man da wieder rauskommt, da ja alles bisher nur telefonisch gelaufen ist, dann fühlt man sich doppelt schlecht.
Glücklicherweise konnten Abbuchungen in diesem Fall abgewendet werden, da das Konto sowieso zu einer anderen Bank verlegt werden sollte und das geschah dann eben sofort.
Im TV habe ich aber einen Bericht über eine alte Dame gesehen, von deren Konto so eine Gewinnspielfirma mehrere hundert Euro abgebucht hat. Diese Methode ist wohl ziemlich verbreitet. Ich habe mich schon oft gefragt, wo der Sinn der SMS Gewinnspiele im Fernsehen liegt. Ich dachte, da machen so viele Leute mit, dass von der Hälfte der 49 Cent, die der Inhaber der gewählten Telefonnummer bekommt, wohl noch genug übrigbleibt, auch wenn man dafür ein Auto verlost. Ein zusätzlicher Gewinn ist aber wohl durch den Verkauf der Teilnehmernummern zu erzielen, denn so kommen die o.g. Firmen auch an ihre Opfer.
Auch z.B. wenn man bei Spielen, die während Sendungen mit Stefan Raab angeboten werden, mitmacht, kann man davon ausgehen, dass die Daten an unseriöse Firmen verkauft werden.
Ich kann nur jedem raten, niemals blauäugig am Telefon seine Kontodaten zu verraten. Es gibt NIEMANDEN, der darauf einen Anspruch hat! Und wenn jemand angibt, er habe sie schon und wolle sie nur abgleichen, so ist das ein ganz übler Trick!
Von allen drei hörte man das selbe “Ich denke, ich würde da eher zu Menowin tendieren”. Auch Sylvie van der Vaart, die für Nina Eichinger in der Jury saß, weil diese wegen der Aschewolke nicht kommen konnte, tendierte zu Menowin.
Es verging eine Menge Zeit. Das Ergebnis wurde heiß erwartet und dann der große Schock: Der Sieger der aktuellen DSDS Staffel in 2010 heißt….. Mehrzad Marashi – und obwohl Menowin sehr gefasst wirkte, konnte sich wohl jeder denken, was gerade in ihm vorgegangen war.
Der Herr Bohlen wird vermutlich trotzdem dafür sorgen, daß Menowin seine Chance bekommt, immerhin hat er einen Narren an ihm gefressen. Allerdings werden nun ganz andere Stimmen wach.
Aktuell heißt es aus verschiedenen Kreisen, daß es sich bei der Entscheidung um Betrug handeln soll. Auf einigen Blogs gehen die Gerüchte so weit, daß behauptet wird, daß RTL entschieden haben soll, daß Menowin nicht gewinnen darf.
Meiner Meinung nach ist an den Gerüchten nichts dran. Es ist kein Grund erkennbar, wieso RTL soetwas machen sollte. Und auch wenn die Niederlage von Menowin sehr überraschend gekommen ist, so sollte man nicht gleich meinen, daß das Ergebnis manipuliert wurde.
Aktuell gibt es von RTL dazu keine Stellungnahme. Ob hier noch eine auftauchen wird bleibt abzuwarten.
Um die Gewinne zu bekommen ist es dann erforderlich, daß man bei einer 0900-Nummer anruft. Hier wird der Gewinn dann angeblich bestätigt. Auf keinen Fall sollte man diese Nummer wählen. Denn ausser hohe Telefongebühren erwartet einen dort nichts.
Das ärgerliche daran ist, daß ständig die Nummer gewechselt wird. Oder aber es werden zusätzlich immer weitere Nummern verwendet. Die aktuelle Masche ist die von “Carmen Götz”. Hier werden die Leute angerufen um ihnen mitzuteilen, daß sie einen BMW gewonnen haben. Der Sachwert des Autos beträgt 30.000 Euro. Um den Gewinn zu bekommen ist es, wen wundert es, dringend nötig, daß man die angegebene 0900-Nummer anruft. Auf keinen Fall sollte man dies machen.
Wer einen Anruf dieser Art bekommt der sollte nicht lange zögern und sofort die Bundesnetzzentrale informieren. Dies ist die wichtigste Anlaufstelle, wenn es um den Mißbrauch von Telefonnummern geht. Wichtig ist, daß die Bundesnetzzentrale genügend Meldungen bekommt, um tätig werden zu können.
Es werden wahrscheinlich noch weitere Rufnummern folgen. Um auch andere Menschen vor diesem frechen Betrug zu warnen ist es wichtig, daß Informationen zu diesem Betrug möglichst schnell verbreitet werden. Was eignet sich dazu besser als ein Blog?
Wer also ähnliche Anrufe erhält sollte hier einmal seine Erfahrung berichten, damit andere Menschen ebenfalls gewarnt sind. Es wäre nicht das erste mal, daß ein Blog dazu dient, andere Leute vor irgendwelchen Betrügern zu schützen.