Kennen Sie Ihr Auto in- und auswendig: Kfz Diagnose selber machen?!

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Ihr Mechaniker wird sein Bestes tun, um dieses Geheimnis zu bewahren: Jedes Auto, das seit 1996 in Deutschland verkauft wird, verfügt über einen integrierten Computer für die Motorsteuerung, auf den Sie mit den richtigen Tools selbst zugreifen können. Diese Schnittstelle wird als On Board Diagnose-II (OBD-II) bezeichnet und normalerweise von Mechanikern zur Diagnose von Problemen im Auto verwendet. Es gibt jedoch keinen Grund, aus dem Sie nicht in Ihren Motor schauen können, um herauszufinden, was kaputt ist oder wie Sie die Leistung Ihres Autos verbessern können. Mit anderen Worten, Sie können lernen, sich in den Computer Ihres Autos zu hacken.

Was ist der OBD-II-Anschluss und wofür wird er verwendet?

Wenn Sie Ihr Auto nach 1996 gekauft haben, hat es einen OBD-II-Anschluss (On-Board-Diagnose-II). Jedes nach 1996 gebaute Auto oder LKW auf der Straße ist gesetzlich dazu verpflichtet, eines zu installieren. OBD-II ist ein Bordcomputer, der Emissionen, Kilometerstand, Geschwindigkeit und andere Daten zu Ihrem Fahrzeug überwacht. Es ist mit der Check-Engine-Lampe verbunden, die aufleuchtet, wenn der Computer ein Problem feststellt.

Der Bordcomputer OBD-II verfügt über einen 16-Pin-Anschluss unter dem Armaturenbrett auf der Fahrerseite. Damit können Mechaniker oder andere Personen den Fehlercode mit einem speziellen Scan-Tool lesen. Einige frühe Autocomputer verwendeten eine kryptische Reihe von blinkenden Kontrollleuchten, um anzuzeigen, wenn etwas nicht stimmte. Heute gibt es Motorscanner und andere Produkte, die ein digitales Fenster in Ihr Auto öffnen können.



OBD-Scanner: KFZ-Technologie für alle

Bis vor wenigen Jahren kosteten diese OBD-Scanner tausende Euro und wurden nur an Autowerkstätten und Mechaniker verkauft. Nun gibt es einige Scanner, die klein genug sind, um sie in die Tasche zu stecken. Sie sind ebenso ausgereift und können die aktuellen Motorparameter wie Geschwindigkeit, Temperatur und Spannung überwachen, aber auch andere wichtige Bereiche wie Bremsen, Lenkung, Belüftung und andere Elemente überwachen.

Wenn Sie sich umsehen, werden Sie diese Motorscanner schnell finden. Sie können sie im Internet oder bei Ihrem nächstgelegenen Autoteileladen kaufen. Es wird nicht erwartet, dass Sie ein professioneller Mechaniker sind, um einen solchen OBD-Scanner richtig zu bedienen.

Fehlercodes auslesen und richtig verstehen

Der Schlüssel ist, dass jedes Mal, wenn der Computer des Autos etwas sieht, das nicht ganz richtig funktioniert, er einen Fehlercode speichert und oft die gefürchtete Check-Engine-Lampe einschaltet. Ein OBD-II-Scanner kann tief in den Arbeitsspeicher des Computers eindringen und diese Codes extrahieren, sodass Sie feststellen können, was unter der Haube abläuft. Sie können damit sogar die Check-Engine-Lampe Ihres Autos ausschalten, wenn Sie möchten.

Es gibt buchstäblich tausende von Fehlercodes. Wenn sich Ihr Fahrzeug etwa im Leerlauf befindet, kann der OBD-II-Scanner Ihnen sagen, ob er ein Vakuumleck (Code P0171), ein Problem mit dem Katalysator (Code P0420) oder einen anderen Defekt hat. Keiner dieser Codes kann ohne einen solchen Scanner abgerufen werden. So kann man Fehlerspeicher auslesen, ohne eine Ausbildung als Kfz-Mechaniker zu haben.

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Geld sparen mit eigener Kfz-Diagnose

Der OBD-II-Scanner eignet sich hervorragend für die Diagnose von Problemen und für Kfz-Mechaniker. Er ist das heutige Äquivalent zu herkömmlichen, unverzichtbaren Autoreparatur-Werkzeugen. Doch auch jeder Autobesitzer sollte einen haben, weil er kostengünstig und einfach zu bedienen ist und zeigen kann, was mit einem Auto nicht in Ordnung ist. Vielleicht kann man sogar die Fahrt in die Werkstätte einsparen, wenn man erkennt, dass es sich nur um ein kleines Problem handelt, das man möglicherweise ganz leicht selbst beheben kann.

Jeder Autobesitzer hat die persönliche Verantwortung für die Gesundheit seines Autos und sollte nicht blind alles einem Fachmann überlassen. Ernste Probleme beim Auto müssen schon aus Sicherheitsgründen einer Werkstatt übergeben werden, doch kleinere Probleme kann man mit einer eigenen, schnellen Kfz-Diagnose erkennen und möglicherweise auch selbst reparieren. Einen OBD-II-Scanner zur Hand zu haben, ist ein guter Anfang.

Kfz Diagnose selber machen – aber wie?

Der schwierigste Teil bei der Bedienung des Scanners ist, herauszufinden, wo er an Ihr Auto angeschlossen wird. Jedes Auto, das seit 1996 hergestellt wurde, hat einen OBD-II-Stecker. Er ist normalerweise irgendwo unter dem Armaturenbrett, hinter einer Verkleidung oder zwischen den Vordersitzen; Tipp: Das Handbuch Ihres Autos zeigt Ihnen die genaue Position.

Zusammen mit Überbrückungskabeln, einem kleinen Werkzeugset und einem Reifendruckprüfer sollte der Scanner immer hinten im Auto mitgeführt werden. Sonst ist er nicht da, wenn Sie unterwegs plötzlich ein Problem an Ihrem Auto bemerken und überprüfen wollen, ob es abgeschleppt werden muss.



So können Sie diese Technologie optimal nutzen

Die Nutzung eines OBD-II-Scanners ist sinnvoll, doch achten Sie vor allem bei sicherheitsrelevanten Bauteilen immer auf Ihren Schutz. Es lohnt sich nicht, einen schweren Unfall zu riskieren, weil man sich mit einem Fehlercode vertan hat oder die Fehlermeldung auf die leichte Schulter genommen hat. Wenn Sie ein ernsteres Problem an Ihrem Auto erkannt haben, suchen Sie eine Werkstatt auf und lassen sich die Diagnose bestätigen. Stellen Sie auch bei kleineren Reparaturen sicher, Ersatzteile für die Do-it-yourself-Reparatur nur bei einem Autoteile-Händler Ihres Vertrauens zu kaufen.

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