USA steigt zur Öl-Macht auf | Ölpreise steigen

Amerika als größte Ölmacht Amerika als größte Ölmacht
Amerika als größte Ölmacht

Amerika als größte Ölmacht

Wie nun bekannt wurde, wird die USA in naher Zukunft die leitende Öl-Macht auf der Welt werden.

Die Internationale Energieagentur gab bekannt, dass schon 2017 die USA der weltgrößte Ölkonzern werden wird. Somit holen sie Russland und andere Nahost-Länder ein, die als Haupt-Öl-Lieferanten gelten.

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind nun Selbstversorger und damit auf keine Lieferung vom Ausland angewiesen. Doch die niedrigen Ölpreise in den USA bedeuten noch lange nicht, dass diese auch in Deutschland ankommen werden. Während dort eine Energiewende stattfindet, führt dies in Deutschland vorerst zu steigenden Energiepreisen.

Doku: Iran: – Erdöl aus dem Iran -Karriere des schwarzen Goldes 2004.

USA produziert mehr Öl

Dank neuer Fördertechniken konnten die Vereinigten Staaten bisher unerreichbare Öl- und Gasvorkommen erschließen. Vorkommen von Ölquellen waren an einigen Orten bislang schwer zugänglich, da sie sich in dichtem Gestein befanden.

Dafür wurde anscheinend eine Lösung gefunden, die dazu dient, dass die USA in den kommenden Jahren zum größten Ölproduzenten weltweit werden.

Auch den momentan größten Gasproduzenten Russland werden sie bis 2015 vom Thron gestoßen haben. Denn die Entwicklung der Technologie trägt auch zur Gasgewinnung bei. Wenn die Prognosen der IEA stimmen, werden 2020 die globale Ölnachfrage um sieben Millionen Barrel pro Tag (Fass mit 159 Litern) ansteigen. Das bedeutet, dass der trotz des Anstiegs an Ölreserven, das Öl teurer wird. Denn die Nachfrage steigt ebenfalls. Vor allem in Asien. In dem Bericht heißt es, dass die Region im Jahre 2035, geschätzte 99,7 Millionen Barrel pro Tag verbrauchen wird. Momentan liegt der Bedarf in Asien bei 84,7 Millionen Barrel am Tag. Das bedeutet also, Energie wird teurer. Die Energieagentur geht davon aus, dass die Preise von 125$ pro Fass, 2035 auf 215$ pro Fass steigen werden.

Kohlenwasserstoffe Folge 4von4 Aromatische Verbindungen

Irak an zweiter Stelle

Amerika strebt nun schon seit Langem danach, für den eignen Energiebedarf aufzukommen und auf den Import von anderen Ländern nicht angewiesen zu sein. Die Internationale Energieagentur ist zuversichtlich.

Voraussichtlich 2035 sollen die USA ihren Energiebedarf fast vollständig aus eigenen Ressourcen decken können. Derzeit werden fast 20% des Energiebedarfs aus dem Ausland importiert.

Der Irak soll als zweitplatzierter auch nicht schlecht abschneiden. Es wird erwartet, dass der Golfstaat laut IEA fast die Hälfte des bis dahin absehbaren Nachfrageanstiegs abdecken könne. Wenn der Ölmarkt im Irak richtig und gut wächst, wird die Sorge um das Öl kleiner. Ohne eine Förderung des Ölmarktes im Irak können schwierige und vor allem teure Zeiten auf uns zukommen.

Verarbeitung von Rohöl – Multitalent Erdöl – Planet Schule – SWR

Zukunftsaussichten

Wie es nun genau ausgehen wird, bleibt erst einmal abzuwarten. Doch Fakt ist, dass die USA in der Ölproduktion aufsteigen werden und die Nachfrage an Energie weiterhin steigt.

Es ist also darauf zu hoffen, neue Technologien zu entwickeln, die eine Förderung von Energiegewinnung anheben und die Nutzung von fossilen Energieträgern verringern. Wie es in Zukunft auch gelöst wird.

Zunächst müssen wir uns, durch die hohe Nachfrage an Energiereserven, doch wohl oder übel mit einem Anstieg von Öl- und Gaspreisen abfinden.

Artikelbild Oben: ©panthermedia.net Kurt Kreibich