Unsere Ohren: Das leistet unser Hörorgan

Unsere Ohren | © PantherMedia / ninell Unsere Ohren | © PantherMedia / ninell

Die meisten Menschen denken über ihre Ohren im Grunde überhaupt nicht nach. Sie sind einfach da und verrichten ihren Dienst. Für viele dienen sie vor allem als Brillenhalter. Doch tatsächlich sind Ohren sehr viel mehr als das: Sie sorgen für ein aktives Leben. Nicht nur, dass sie uns vor täglichen Gefahrensituationen schützen, sind sie vor allem für die tägliche Kommunikation zuständig. Angefangen mit Autos, die sich nähern. Lange bevor wir sie sehen können, hören wir sie bereits und sind so gewarnt. Auch Musik lässt sich nur mit einem intakten Gehör wahrnehmen und genießen.

Erst wenn es zu Beeinträchtigungen am Gehör kommt, wird den meisten Menschen schnell klar, wie wichtig das Ohr tatsächlich ist. Wir werfen einen Blick auf viele interessante Fakten.

Das Ohr und die Pflege

Ohrpflege | © PantherMedia / SIphotography

Ohrpflege | © PantherMedia / SIphotography

Erst wird dem Ohr keine große Bedeutung zugemessen und dann wird es oft auch noch falsch gereinigt. Genau hier entsteht für das Ohr aber das größte Risiko. Finger weg von den Ohren. Ein Ohr darf maximal im äußeren Bereich gereinigt werden. Ein Waschlappen mit warmem Wasser reicht zur Reinigung vollkommen aus.



Die Handhabung in der Ohrpflege sieht aber zumeist vollkommen anders. Es gibt ja schließlich Ohrreinigungsstäbchen, also warum nicht auch das innere Ohr kräftig reinigen?

Hier droht aber eine schmerzhafte Gehörgangsentzündung. Unprofessionelle Reinigungsversuche sind der Grund für Juckreiz und Entzündungen. Ohrenschmalz wird immer noch als etwas Schmutziges deklariert. Dabei dient es in Wirklichkeit dem Schutz unseres Innenohres. Es sorgt dafür, dass sich weder Keime, noch Bakterien oder Viren im Ohr häuslich niederlassen können. Durch die Reinigung mit dem Wattestäbchen kann die empfindliche Haut des Innenohrs Microverletzungen erleiden. So wird ein optimaler Nährboden für Keime geschaffen und eine Gehörgangsentzündung kann die Folge sein. Ein weiteres Problem dieser Reinigungsmethode, das Ohrenschmalz wird zu tief ins Ohr geschoben und verdichtet sich dann vor dem Trommelfell.

Die richtige Reinigung sieht vollkommen anders aus. Zum einen reinigt sich das Ohr von allein. Sollte diese Funktion gestört sein, so sollte man besser einen Ohrenarzt aufsuchen und die Ohren professionell spülen lassen, anstand selbst mit dem Wattestäbchen Hand anzulegen.

So komplex funktioniert das Ohr

Die Schallwellen, die das Ohr aufnimmt, werden in Impulse umgewandelt, die dann über die Nerven ins Gehirn gelangen. Hier werden diese Impulse bewertet. Das geschieht, indem sie mit anderen Eindrücken und Erfahrungen verknüpft werden. Hier wird gefiltert, ob es sich um ein lautes oder leises Geräusch handelt, ob es sich um Sprache, Musik oder ein anderes bekanntes Geräusch, wie zum Beispiel eine Sirene oder um das Klingeln eines Telefons, handelt.

Übrigens: Die drei Teile des Ohrs

Bezeichnet werden diese drei Teile als das äußere Ohr, also die Ohrmuschel und der äußere Gehörgang, das Mittelohr, in dem sich das Trommelfell und die Paukenhöhle mit den Gehörknöchelchen befinden, und im dritten Teil des Ohres, dem Innenohr, im dem die Gehörschnecke und das Gleichgewichtsorgan untergebracht sind.

So ist der Ablauf im Ohr

Anatomie des Ohres | © PantherMedia / peterjunaidydp

Anatomie des Ohres | © PantherMedia / peterjunaidydp

Zunächst treffen die Schallwellen über das äußere Ohr auf das Trommelfell. Dieses wird in Schwingungen versetzt, die dann weiter an die Gehörknöchelchen im Mittelohr und bis ins Innenohr übertragen werden. Hier gelangen die Schallwellen nun zum eigentlichen Hörorgan, der Gehörschnecke. Das Gleichgewichtsorgan mit seinen drei Bogengängen sitzt ebenfalls im Innenohr. Das äußere Ohr fängt die Schallwellen ähnlich wie eine Satellitenschüssel auf. Dieser Teil des Ohres besteht aus Haut und Knorpel.

Der Knorpel sorgt als erstes dafür, dass der Gehörgang immer offen bleibt. Im weiteren Verlauf übernehmen die Knochen diese Aufgabe im Inneren des Ohrs. Auf diese Weise können die Schallwellen ungehindert das Trommelfell erreichen.

Beim Mittelohr handelt es sich um einen luftgefüllten Hohlraum. Dieser wird auch als Paukenhöhle bezeichnet. Über eine Tube ist dieser Hohlraum mit dem Nasen-Rachen-Raum verbunden. Die unterschiedlichen Druckverhältnisse werden durch die aus- und einströmende Luft ausgeglichen. Durch diese Verbindung haben Krankheitserreger aus dem Nasen-Rachen-Raum die Möglichkeit, bis ins Mittelohr aufsteigen zu können. Auf diese Weise entstehen dann die schmerzhaften Mittelohrentzündungen.

Die Gehörknöchelchen sind für das eigentliche Hören von besonderer Bedeutung. Benannt werden sie entsprechend ihrer Form. Sie heißen Hammer, Amboss und Steigbügel. Der mit dem Trommelfell verwachsene Hammer nimmt die Schwingungen auf. Diese werden dann über den Amboss und den Steigbügel bis ins Innenohr weitergeleitet.



Die Schallwellen werden dann im Innenohr von der spiralförmigen Hörschnecke aufgenommen. Die mit Flüssigkeit gefüllte Hörschnecke ist mit kleinen feinen Flimmerhärchen ausgestattet. Die eintreffenden Schwingungen werden von diesen Sinneszellen aufgenommen und in Nervensignale umgewandelt. Diese werden dann wiederum an das Gehirn weitergeleitet. Dieses formt dann das entsprechende Signal in das Gehörte um. Damit ist klar, dass das Gehör ein sehr komplexes und existentielles Organ ist.

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