Trojaner auf dem Mac – Wie gefährlich sind sie wirklich?

Schutz vor Trojaner Schutz vor Trojaner
Schutz vor Trojaner

Schutz vor Trojaner

Lange Zeit galten Apple-Computer vor Trojanern und Viren als sicher. Doch inzwischen konnte sich die erste Schadsoftware für den Mac massenhaft verbreiten.

Hacker haben damit begonnen, speziell Trojaner für die beliebten Apple-Geräte zu programmieren. Ein Trojaner ist eine schädliche Software, die sich unbemerkt auf dem Rechner installiert. Dies kann passieren, wenn Internetnutzer Anhänge in eMails öffnen oder auf entsprechende Links klicken.

Oft ist er sogar als eine nützliche Software getarnt. Der installierte Trojaner kann persönliche Daten oder Kennwörter ausspähen und an seinen Urheber senden. Das können zum Beispiel Passwörter für Online-Dienste oder Mail-Accounts sein. Manche Trojaner sind darüber hinaus speziell auf das Ausspähen von Zugangsdaten für das Online-Banking oder die Kreditkartennummer programmiert. Den Cyberkriminellen ist es dann möglich, aus der Ferne das Bankkonto zu leeren. Wer Opfer eines solchen Identitätsdiebstahls wurde, muss in der Regel selber für den Schaden aufkommen. Denn wer hinter den Angriffen steckt, lässt sich kaum nachvollziehen.



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Trojaner auf dem Mac

Die Entwicklung der Schädlinge für den Mac steckt noch in den Kinderschuhen, denn Cyberkriminelle haben es größtenteils auf Windows-Computer abgesehen. Immerhin laufen etwa 90 Prozent der Computer weltweit über dieses Betriebssystem.

Mit der zunehmenden Popularität von Apple stehen inzwischen allerdings auch Mac, iPhone und iPad immer mehr im Fokus der Hacker. So gelang es einem Flashback-Trojaner im April 2012.

über eine halbe Million Apple-Computer weltweit waren befallen. Die Schadsoftware gab sich als Aktualisierung des Adobe Flash Players aus und nutzte eine Schwachstelle in der Programmierung von Java. So verbreitete sich der Trojaner vor allem über den Besuch präparierter Webseiten. Apple veröffentlichte erst relativ spät ein offizielles Update. Schon Monate vorher hatten Java-Entwickler das Problem behoben. Der Konzern brachte schließlich ein Removal-Tool zusammen mit einem Java-Update heraus. Das kombinierte Update gab es allerdings nur für Mac OS X 10.7 und 10.6. Benutzer älterer Versionen mussten auf Programme von Drittanbieter ausweichen. Reagiert Apple also zukünftig nicht rechtzeitig auf Malware, könnte das zum Problem für Mac-Anwender werden.

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Schutz vor Trojaner auf dem Mac

Nach der Angriffswelle durch den Flashback-Trojaner stellten sich viele Mac-User die Frage, wie sie sich vor virtuellen Angriffen schützen können.

Fakt ist, einen hundertprozentigen Schutz vor Trojanern gibt es nicht. Jedoch können Mac-User das Risiko mit einer Mischung aus gesundem Menschenverstand und technischer Hilfe mindern.

Dazu gehört zum Beispiel, dass sie Software und Firewall stets aktuell halten. Internetnutzer sollten außerdem niemals Anhänge in E-Mails öffnen, bei denen sie den Absender nicht kennen. Vorsicht gilt auch bei Downloads von unseriösen Webseiten. Ob ein Virenschutz für den Mac wirklich notwendig ist, wird immer noch diskutiert. Die Firewall sollte aber in jedem Fall eingeschaltet sein.

Mac Malware Flashback Trojan Infects Half a Million Computers


Zwar existieren inzwischen Trojaner und Viren speziell für Mac OS X, diese sind jedoch im Vergleich zu Schadprogrammen für Windows bisher eher harmlos. Bevor sich eine schädliche Software auf dem Mac einnisten kann, muss der Anwender diese in der Regel doppelt anklicken und danach sein Administratorpasswort eingeben. Bei E-Mail Anhängen und Downloads kann also ein gewisses Maß an Misstrauen nicht schaden. Wer außerdem seine Software und Firewall stets auf dem neuesten Stand hält, ist auf der sicheren Seite. So können sich Mac-User auch weiterhin sorgenfrei im Netz bewegen.



Artikelbild Oben: ©panthermedia.net U Pixel

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