Sorgenfrei in den Urlaub: So sind sie richtig versichert

Für den richtigen Versicherungsschutz im Urlaub sorgen

Reisen

Jetzt beginnt die schönste Zeit des Jahres, die meisten von uns planen in den nächsten Monaten eine Urlaubsreise anzutreten. Doch bevor der Urlaub beginnen kann, sollte man sich vorerst Gedanken über die richtige Versicherung im Urlaub machen, weil es dabei viel passieren kann.

Versicherungspakete oft zu teuer

Manche Reisebüros machen es besonders gerne: Bei der Buchung einer Reise wird den Urlaubern ein “einmaliges Reiseversicherungspaket” empfohlen. Darin enthalten sind Versicherungen wie Reiseabbruch-, Krankheitskosten-, Rücktritt-, Notruf-, Haftpflicht- oder eine Unfallversicherung.

Was sehr praktisch klingt, ist meistens zu teuer und bringt im Endeffekt gar nichts. Vor allem bei Versicherungsarten wie der Unfallversicherung, ist die Höhe der Versicherungssumme entscheidend. In den Paketen werden jedoch im Schnitt 20.000 Euro bei Vollinvalidität angeboten, was wirklich nicht viel ist. Die Mindesthöhe sollte nämlich bei 500.000 Euro liegen. Darüber hinaus sind in den Paketen etliche Bausteine enthalten, die jeder Versicherte auch so schon ganzjährig für sich abgeschlossen hat.

Das werden Sie brauchen

Auslandskrankenversicherung

Die private Auslandskrankenversicherung ist unabdingbar und sollte auf jedem Fall abgeschlossen werden. Das wird auch Privatpatienten oder gesetzlich Versicherten empfohlen, die nur innerhalb der EU verreisen wollen. Außerhalb Europas oder in Ländern, mit denen Deutschland kein Sozialversicherungsabkommen hat – wie den USA, Thailand, Australien oder Ägypten – übernimmt die gesetzliche Krankenkasse in der Regel überhaupt keine Kosten und Urlauber, die hier erkranken und keine private Auslandspolice besitzen, müssen alle Krankheitskosten aus der eigenen Tasche bezahlen.



Darüber hinaus ist eine Extra-Absicherung bei schweren Unfällen im Urlaub wichtig. Man muss bedenken, dass ein Rücktransport von Patienten von Kassen grundsätzlich nicht finanziert wird.

Reiserücktritts-Versicherung

Diese Versicherungsart ist vor allem für chronisch Kranke, Senioren oder Familien mit Kleinkindern eine sinnvolle Lösung. Man kann sich dadurch im Krankheits- oder Notfall hohe Stornokosten sparen. Auf jedem Fall dann, wenn die gebuchte Reise besonders teuer ist oder wenn sie schon lange im Voraus gebucht wurde, sollte immer zusätzlich eine Rücktrittsversicherung mit abgeschlossen werden. In der Regel reichen die nicht vorhersehbaren Ereignisse wie zum Beispiel ein Autounfall, eine schwere Grippe oder ein plötzlicher Arbeitsplatzverlust aus, damit der Urlaub storniert werden muss.

Es ist dann schon eine Erleichterung, wenn man wenigstens gegen diesen finanziellen Schaden ausgleichen kann. Die Prämien hängen von dem Reisepreis ab – bei 1500 Euro kostet der Schutz zwischen 20 und 35 Euro. Im Allgemeinen gilt: Je teurer und je langfristiger die Reise, umso mehr sollten Sie an die Reiserücktrittskostenversicherung denken.

Reiseunfallversicherung

Haben Sie keine private Unfallversicherung oder treiben Sie Risikosportarten, sollte Sie diese Versicherungsart wählen. Eine private Unfallversicherung gilt zwar weltweit, aber bei riskanten Sportarten, zum Beispiel Snowboarden oder Tauchen, sollten Sie dennoch zusätzlich eine Reiseunfallversicherung abschließen.

Diese deckt allerdings nicht alle Risiken durch gefährliche Sportarten ab. Deswegen sollte man sich vor Urlaubsantritt vergewissern, ob die ausgeübte Sportart dazu gehört.



ADAC Reiserücktritts-Versicherung


Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Oleksiy Mark

Sorgenfrei in den Urlaub: So sind sie richtig versichert
Artikel bewerten

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Die neusten Artikel jetzt per eMail!

Die aktuellsten Artikel per eMail! Probiere es jetzt aus - komplett kostenlos!