So funktionieren Investitionen in Differenzkontrakte

Besprechung | © panthermedia.net /Andriy Popov Besprechung | © panthermedia.net /Andriy Popov

Um an der Börse Geld zu verdienen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Sie können klassisch Aktien kaufen und hoffen, diese werden einen Gewinn abwerfen. Diese stellen einen Anteil am Eigenkapital einer Gesellschaft dar und werden nach dem deutschen Aktiengesetz geregelt. Hier hängt Gewinn oder Verlust vom gesamten Kursverlauf ab.

Der wesentliche Unterschied zwischen dem Aktienhandel und dem Handel mit Differenzkontrakten, auch CFD (Contracts for Difference) -Trading genannt, liegt genau hier. Während also bei Aktiengeschäften der aktuelle Kursstand im Vergleich zum Kursstand beim Erwerb der Aktie entscheidend ist, ist die CFD Geschäften nur auf die Kursentwicklung zu achten. Sie sind dabei nicht an einem Unternehmen beteiligt, sondern sind der Inhaber einer Forderung. Der Kurs des CFD wird hierbei bestimmt von einem Basiswert, der sich aus Aktienkursen, Indizes oder auch Rohstoffen bilden kann. Diese Art des Handels an der Börse wird als Differenzgeschäft bezeichnet.

Handeln mit Differenzkontrakten

Börsenvermittler, Aktienkarten | © panthermedia.net /Andriy Popov

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CFD sind sogenannte OTC Produkte, was für “over the counter”, also “über die Ladentheke” steht. Das bedeutet, CFD Geschäfte werden nicht direkt über die Börse, sondern mit einem Broker, wie Libertex, abgeschlossen. Der Broker sichert dabei den gesamten Positionsüberhang, die Exposure, am Markt ab, er betreibt also Hedging.



Bei CFDs müssen Sie weit weniger Kapital aufwenden als bei traditionellen Börsengeschäften. Als Beispiel wollen Sie 100 Aktien einer börsennotierten Firma kaufen. Bei einem normalen Börsengeschäft müssten Sie nun die vollen Kosten der 100 Aktien begleichen. Bei Differenzkontraktgeschäften kaufen Sie hier 100 CFDs bei einem Broker. Hier muss nur eine Margenzahlung erfolgen, um mögliche Verluste auszugleichen.

Wie bereits erwähnt ist mit CFDs eine Investition in alle Felder der Börse möglich: Aktien von Unternehmen können genauso gehandelt werden wie Indizes, Rohmaterialen wie Gold, Futures und Währungen. Mit CFDs haben Sie die Möglichkeit, sowohl von fallenden, als auch von steigenden Kursen zu profitieren. Wenn Sie auf eine Steigerung des Wertes Ihrer CFDs spekulieren, wird das als Long-Handelsposition bezeichnet. Eine umgekehrte Spekulation auf fallende Kurse wird als Short-Handelsposition bezeichnet.

Bei CFDs handelt es sich um das “Handeln mit Margen“. Das bedeutet, dass Gewinne und Verluste Ihr eingesetztes Geld übersteigen können. CFDs können daher extrem profitabel, aber auch extrem gefährlich sein, und bieten sich vor allem für erfahrene Trader an. CFDs besitzen keinen zeitlichen Wertverlust und sind nicht in ihrer Laufzeit begrenzt, was Handeln auf lange Sicht möglich macht. Allerdings müssen Sie dann die anfallenden Konditionen für das Halten von Overnight-Positionen berücksichtigen.

Aktienkarten | © panthermedia.net /Andriy Popov

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Es fallen einige Kosten beim Handel mit Differenzkontrakten an. Die Holding-Kosten, welche am Ende jedes Handelstages ausstehen können und abhängig von Richtung Ihrer Position und der geltenden Holdingquote zu zahlen sind, werden vor allem auf lange Sicht wichtig. Zudem muss eine Kommission an den Broker gezahlt werden, um das Geschäft zu eröffnen.

Vorteile und Nachteile

Der Handel mit CFDs kann viele Vor- und Nachteile mit sich bringen. Positiv ist die Möglichkeit, sowohl an steigenden, als auch an fallenden Märkten Gewinn zu machen. Die Handelsgrößen sind flexibel und es gibt sowohl kleine Auftragsgrößen, als auch große Aufträge, bei denen es um viel Geld geht. Durch den Margenhandel kann selbst bei kleinem Kapitaleinsatz ein großer Gewinn erzielt werden.



Die Nachteile des CFD Tradings gehen Hand in Hand mit den Vorteilen. Es ist zwar ein großer Gewinn für wenig Geld möglich, doch ein Verlust kann genauso extrem ausfallen und das eingesetzte Geld sogar übersteigen. Im Gegensatz zu traditionellem Aktienhandel haben Sie als Besitzer von CFDs keine Stimmrechte in den beteiligten Unternehmen und so keinen Einfluss auf deren Entscheidungen.

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