Schulden in Deutschland | Privatinsolvenz und Schuldnerberatung als letzter Ausweg?

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Im vergangenen Jahr berichteten die Medien, dass es bereits über 3 Millionen Haushalte in Deutschland geben würde, die überschuldet sind. Die Tendenz ist steigend. Der Konjunktur- und Wirtschaftsmotor scheint nicht alle Bürgerinnen und Bürger zu erreichen.

Da passt es auch nur gut ins Bild, dass TV-Sendungen die über Arm und Reich in Deutschland berichten, immer höhere Einschaltquoten erreichen.

Die Zuversicht der Finanzprofis an Börse & Co. kommt im Volk nicht an. Kein Wunder, denn das große Geschäft wird über ihren Köpfen gemacht. Ein Großteil der deutschen Wirtschaft beruht auf der Entwicklung und Nutzung von neuen Technologien. Industriegroßmächte wie China und die USA holen jedoch auch in diesem Bereich kräftig auf und sind dabei oftmals billiger. Arbeitskräfte sind in der Tat günstig zu bekommen und das nötige Know-How wird einfach in Fremdfirmen eingekauft.



Da will man in Mitteleuropa natürlich mithalten können und Dienstleistungen wie die Zeitarbeit mutieren zu Billiglohngaranten. Alles für das Wachstum – koste es, was es wolle. Doch solch ein Vorgehen ist zum Scheitern verurteilt, wie der aktuelle Überschuldungsreport 2012 eindrucksvoll aufzeigen kann.

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Schulden in Deutschland | Konsum als vorgeschobener Grund

Der typische Schuldner in Deutschland wurde eine zeitlang als hemmungsloser Konsument dargestellt, der ohne Berücksichtigung seine eigenen Finanzen einfach so drauf losbestellte.

Wollte man dann noch das Klischeedenken vollständig erfüllen, musste es sich dabei natürlich um einen unter 25 – jährigen handeln, der seine Möbel und ähnliches aus einem Versandhauskatalog bestellt hat.

Natürlich ist das überzogen und völlig falsch, denn die Realität sieht ganz anders aus. Einer der Hauptgründe von privaten Überschuldungen ist in Wirklichkeit die Arbeitslosigkeit. Und es sind die Tätigkeiten, die trotz Vollzeitbeschäftigung nicht zum Leben reichen.

Wenig Geld für harte Arbeit

Diese Billiglohnbereiche findet man häufig in der Gastronomie, der Reinigungsbranche und in der Leiharbeit.

Ganze Industriezweige profitieren vom Elend der Anderen und in der Spitze ist es dann zum Teil soweit, dass trotz einer Arbeitsstelle noch ergänzende ALG 2 – Leistungen bezogen werden müssen.

Bei den immer weiter steigenden Kosten für den eigenen Wohnraum, der Energie, dem Benzin für das Auto und den Lebensmittelpreisen, ist es nicht weiter verwunderlich, dass der finanzielle Abstieg ganzer Familien unausweichlich wird. Will man die Schulden in Deutschland in den Griff bekommen, muss man zuerst für faire Löhne sorgen.

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Privatinsolvenz und Schuldnerberatung als letzter Ausweg

Ist man als Privatperson bereits in der Zwangslage, dass nichts mehr vor und zurückgeht, kann eine Privatinsolvenz die Lösung sein. Doch sollte man sich solch einen Schritt gut überlegen, da dies wirklich die letzte Maßnahme sein sollte.

Besser ist es zu versuchen, mit den Gläubigern Rückzahlungsvereinbarungen zu treffen.

Häufig sind Unternehmen auch durchaus dazu bereits, auf einen Teil ihrer Forderungen zu verzichten, wenn sie dafür eine sichere monatliche Ratenzahlung erhalten. Wer sich dabei jedoch nicht selbst mit den Firmen auseinandersetzen kann oder möchte, sollte am besten auf eine staatliche Schuldnerberatung zurückgreifen. Diese hilft kostenfrei und ist durchaus in der Lage, die Schulden in den Griff zu bekommen.

[sws_blue_box box_size=”640″] Die Seite sicherkuendigen.de schreibt dazu: „Weil bei kleineren Forderungen die Kosten für die Vollstreckung oft in keinem Verhältnis zur Forderungshöhe stehen, strebt die BFS Risk & Collection GmbH in solchen Fällen ein außergerichtliches Mahnverfahren an, um offenen Forderungen besonders wirtschaftlich zu begegnen.“

 Hier mehr zu BFS Inkasso inkl. der Zitier-Quelle.[/sws_blue_box]

Solch ein Vorgehen ist sowohl in dem Interesse des Gläubigers, als vor allem auch in dem des Schuldners und wird von vielen Inkassounternehmen ähnlich gehandhabt. Es kann sich also durchaus lohnen, aktiv das Gespräch mit der Gegenseite zu suchen. Wer dazu Hilfe benötigt, kann sich auch bei seiner Stadtverwaltung weiter informieren. Diese kann Adressen nennen und Ansprechpartner vermitteln.

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Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen. Dieser Artikel stellt nur meine eigene Meinung dar!



Bildquellen
Artikelbild: ©panthermedia.net David Koscheck
Mitte-Links: ©panthermedia.net Christian Fickinger

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