Privat statt Staat! Was taugen private Krankenversicherungen?

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Krankenversicherung

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Auch wenn das staatliche Krankenversicherungssystem im Vergleich zu anderen Ländern durchaus als umfangreich gesehen werden kann, gibt es dennoch die Möglichkeit mit einer privaten Krankenversicherung den Versicherungsumfang zu erhöhen.

[sws_yellow_box box_size=”777″]Inhaltsverzeichnis
Privat statt Staat! Was taugen private Krankenversicherungen?
Die Zwei-Klassen-Medizin
Tipp
Fazit [/sws_yellow_box]

Der hauptsächliche Vorteil einer privaten Krankenversicherung ist im Prinzip, dass sich der Bürger nicht auf den Staat verlassen muss. Viele Menschen sind zwar der Ansicht, dass die staatlichen Versicherungen ausreichen, doch in einigen Fällen kann es durchaus eng werden.



Oftmals kann man mit der privaten Krankenversicherung einige Vorteile genießen, welche bei der staatlichen Krankenversicherung vorenthalten bleiben. Und auch wenn man es nicht gerne hört – und auch nicht glauben möchte – befindet man sich derzeit in einer Zwei-Klassen-Medizin, welche aus dem 1. Privatpatienten und dem 2. Kassenpatienten besteht. Dies wird in naher Zukunft wohl noch eklatanter werden.

Die Zwei-Klassen-Medizin

Natürlich werden bei einer privaten Krankenversicherung Leistungen angeboten, welche für die schnellere Heilung und Genesung sorgen. Oftmals sind besondere Therapien den normal versicherten Personen verwehrt. Das hat unterschiedliche Gründe. Viele Kassenärzte bieten spezielle Therapiemöglichkeiten nicht an, weil diese nicht von der Krankenkasse gedeckt werden.

Andere hingegen bieten zwar die Möglichkeit einer Behandlung an, wobei es hier dann jedoch oft eine Privatleistung ist, die im Endeffekt den normal versicherten Personen zu teuer sein wird. Auch wenn man immer wieder hofft, nicht die Versicherung in Anspruch nehmen zu müssen, ist man im Ernstfall sehr wohl zu 100 Prozent abgesichert. Sofern der Versicherte einen Vertrag hat, der auf seine individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Wichtig ist, dass hier im Vorfeld die verschiedenen Leistungen miteinander verglichen werden, bevor das erstbeste Angebot einer Versicherung angenommen wird.

[sws_yellow_box box_size=”777″]Tipp: Will man Tarife vergleichen auf Verbrauchermax oder ähnlichen Vergleichsseiten, sollte man sich immer mehrere Angebote geben lassen. Schauen Sie sich die Details der Versicherungsbedingungen an und holen Sie sich im Zweifel auch Hilfe – beispielsweise bei den freien Honorarberatern, die unabhängig Angebote bewerten können. [/sws_yellow_box]

Der Abschluss einer privaten Krankenversicherung kann übrigens auch zum Problem werden. Etwa, wenn der Versicherungsnehmer einen nicht einwandfreien Gesundheitszustand genießt. Hier behalten sich die Versicherungen immer wieder das Recht vor, die Versicherung nicht zu akzeptieren. Das bedeutet, dass sehr wohl bereits in jungen Jahren eine private Krankenversicherung abgeschlossen werden sollte.

Sollte die Versicherung jedoch den Versicherungsnehmer nicht ablehnen, kann etwa bei einem schon im Vorfeld festgestellten verschlechterten Gesundheitszustand dafür Sorge getragen werden, dass der Versicherungsnehmer erhöhte Beiträge bezahlen muss. Auch wenn mit der Einführung der Unisex Tarife diese Selektierung ihr Ende gefunden hat, so gibt es immer wieder Grauzonen für die Versicherungen, dass diese sehr wohl noch immer entscheiden können, wer versichert wird und wer nicht bzw. wer etwaige Risikozuschläge bezahlen muss.

Der Vorteil einer privaten Krankenversicherung ist, dass etwaige Mehrkosten, welche vom Staat nicht übernommen werden, abgedeckt sind. Das bedeutet, dass je nach Versicherungsart und Leistungsumfang sehr wohl die Kosten bei einem Privatarzt im Endeffekt zu 90 Prozent ersetzt werden. Aber auch die Tatsache des Spitalsbesuchs kann bei einer privaten Krankenversicherung zum Vorteil werden. So gibt es – je nach Art und Weise der Versicherung – Einbettzimmer, eine freie Arztwahl wie freie Wahl des Chirurgen als auch die Transportkosten in das Spital. Das bedeutet, dass mit der freien Wahl des Arztes die – für den Patienten – beste medizinische Lösung möglich wird. Auch sind die Wartezeiten relativ gering. Bei einem gewöhnlichen Kassenarzt kann man oftmals 3 Wochen auf einen Termin warten und dann vor Ort selbst drei bis vier Stunden warten, bis man endlich aufgerufen wird.

Beim Privatarzt hingegen wird der Termin oftmals noch in der gleichen Woche ermöglicht – die Wartezeit vor Ort gibt es de facto nicht. Auch werden Termine an Wochenenden angeboten. Zudem hat man auch mit der privaten Krankenversicherung die Möglichkeit die Medikamente geltend zu machen. Privatrezepte werden gesammelt und sodann eingereicht – die private Krankenversicherung erstattet den Betrag zurück.

Fazit

Chefarzt

Chefarzt

Wer sich für eine private Krankenversicherung entscheidet, sollte übrigens noch auf die Karenzzeit bei den privaten Krankenversicherungen achten. So ist es nicht möglich, dass sofort nach der Unterzeichnung alle Leistungen in Anspruch genommen werden können.

Es kann etwa eine private Krankenversicherung für die Geburt abgeschlossen werden – wobei in den ersten neun Monaten der Versicherung keine Geburt finanziert wird. Auch bei bereits Vorerkrankungen bzw. bereits bestehenden Behandlungen wie Therapien, greifen die meisten Versicherung nicht. Wer etwa am Knie operiert wurde und bei der Behandlung merkt, dass es nicht besser wird und überlegt von einem Privatarzt operiert zu werden, der kann nicht sofort diesen Dienst in Anspruch nehmen, wenn er die Versicherung abschließt.



Bildquellen
Artikelbild: ©panthermedia.net Chris Schäfer
Unten: ©panthermedia.net Evgeny Dubinchuk

1 Kommentar zu Privat statt Staat! Was taugen private Krankenversicherungen?

  1. Christina // 16. August 2013 um 10:32 //

    Die Vorteile der privaten Krankenversicherung überwiegen derer der gesetzlichen Krankenkasse natürlich enorm. Nur kann leider nicht jeder auch die private Krankenversicherung in Anspruch nehmen. Wenn man mal bedenkt, dass man erst ab einem Jahresgehalt von über 52.000 Euro in die private Krankenversicherung wechseln darf. Wie viele Menschen sind das in Deutschland? Vielleicht die oberen 20% ? Für viele Leute einfach nicht relevant.

    VG
    Christina

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