Ökostrom 2013 2014 |Was bringt Öko wirklich?

Ökostrom Ökostrom
Ökostrom

Ökostrom

Die Tendenz in Deutschland geht hin zu einer umweltfreundlichen Energiepolitik. Es wird eine Wende weg von den Atomkraftwerken hin zu erneuerbaren Energien stattfinden. Die Kosten für die Investitionen werden allerdings auf die Verbraucher umgelegt.

Die EEG-Umlage zur Förderung von Ökostrom soll laut einem Bericht des Sterns 2013 von 3,66 Cent auf 4,74 Cent pro Kilowattstunde erhöht werden. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 3500 Kilowattstunden entspricht dies einer Erhöhung von ungefähr 46 Euro pro Jahr. Es stellt sich nun die Frage, welche Vorteile Ökostrom tatsächlich bringt.

Durch die Verwendung von erneuerbaren Energien wird die Umwelt geschont und es entstehen zahlreiche Vorteile für Mensch und Natur. Die einzige Alternative zu Ökostrom ist die bisher praktizierte Produktion in Atomkraftwerken. Die Umgebung von den Atommeilern ist stark belastet und von einem Wohnen innerhalb eines Radius von 20 Kilometern sollte abgesehen werden. Problematisch ist auch die Entsorgung der radioaktiven Reststoffe. Es wird in der Öffentlichkeit immer wieder die Frage nach geeigneten Endlagern diskutiert. Radioaktive Stoffe bauen sich immerhin erst nach mehreren Millionen Jahren ab und ein Endlager ist somit eine tickende Zeitbombe. Bei der Nutzung von Ökostrom gibt es diese Probleme alle nicht.



Was bringt Öko wirklich?

Ökostrom wird aus regenerativen Energiequellen hergestellt, wie Wind, Sonne, Erdwärme oder schlicht Biomasse. Mittlerweile bieten die meisten Stromanbieter auch reine Ökostromtarife an. Die Preise hierfür sind etwas höher, als für herkömmlichen Strom. Insgesamt stammen in Deutschland 43,6% des erzeugten Stroms aus Kohlekraftwerken und 23,3% aus Kernenergie. Windkraft und Wasserkraft machen insgesamt nur 9,4% der erzeugten Energie aus. Der Begriff Ökostrom ist übrigens nicht einheitlich definiert und jeder kann seine eigene Auslegung verwenden.

Gesunder Strom

Gesunder Strom

Der Bundesverband Erneuerbare Energie toleriert eine Verwendung des Begriffs Ökostrom, wenn mindestens die Hälfte des Stroms aus regenerativen Energien besteht. Aus diesem Grund liegt der offizielle Anteil des Ökostroms am Gesamtverbrauch bei über 20%. Doch was bringt diese Bezeichnung, wenn man nicht weiß, was dahinter steckt. Nicht alles, was sich gut für die Umwelt anhört, ist es auch.

Neben den Stromanbietern, welche eigene Atomkraftwerke betreiben, gibt es zudem auch eine Vielzahl von alternativen Versorgern wie der Ökostromanbieter lichtblick.de, die tatsächlich fast vollständig auf Atomstrom verzichten. Ihre Tarife sind teilweise sogar noch günstiger als die der Konkurrenz und sie verwenden tatsächlich reinen Ökostrom, wie man ihn auch erwartet. Er wird zu fast 100% aus erneuerbaren Energien hergestellt. Windkraft, Wasserkraft und Sonnenwärme sind Energiequellen zur Stromerzeugung. Diese Formen reichen im Prinzip auch aus, um Deutschland atomstromlos mit Energie versorgen zu können.

In den letzten Jahren hat sich die Kundenzahl dieser Unternehmen sehr stark erhöht und sie erlangen einen immer größer werdenden Bekanntheitsgrad.

Das Thema Atomkraft und seine Gefahren für die gesamte Welt ist in den Medien ein Dauerbrenner geworden und viele Bürger haben ein richtiges Bewusstsein für die Gefahren erlangt. Die Kostendifferenz zwischen echtem Ökostrom und klassischem Strom ist mittlerweile nicht mehr hoch und lässt sich durch einige Energieeinsparungen im Haushalt leicht wieder ausgleichen.

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Vorteile und Nachteile von Ökostrom

Ein Vorteil von Ökostrom ist es, wenn er aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen wird. Neben Wind, Sonne und Erdwärme wird in der Regel auch Biomasse verwendet. Hierzu zählen Holz, Getreide und Abfälle aus der Land- und Forstwirtschaft. Bei der Erzeugung von Ökostrom wird übrigens kein Kohlendioxid erzeugt. Dies ist sehr günstig für das Klima.

Durch die Verwendung von Ökostrom werden unsere natürlichen Ressourcen geschont. Da er zudem in Deutschland produziert werden kann, muss ein Import nicht mehr stattfinden und durch den Bau von Ökostromanlagen wird die regionale Wirtschaft gestärkt. Laut der Zeitschrift “Die Welt” wurden in den letzten Jahren im Bereich der erneuerbaren Energien ungefähr 215.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Im Jahr 2020 werden ca. 500.000 Menschen in diesem Bereich arbeiten. Dies ist im Vergleich zur Atomindustrie sehr viel. Hier sind aktuell nur etwa 30.000 Arbeitsplätze vorhanden. Eventuelle Nachteile finden sich bei der Verwendung der Biomasse.

Für die Produktion von Biomasse wird eine große Menge an Getreide benötigt. Eine Produktion stellt eine einseitige Nutzung der Felder dar und hat daher auch immer Nachteile für die Umwelt. Wenn nicht genug vorhanden ist, muss es importiert werden und fehlt in anderen Ländern den Menschen als Lebensgrundlage. Bei der Verwendung von Biomasse müssen noch einige Verbesserungen stattfinden, die anderen Technologien sind da schon ausgereifter.

Photovoltaikanlagen können z.B. auch von Privatpersonen auf das eigene Dach montiert werden und sind sehr umweltfreundlich. Die Hausbewohner werden unabhängig von den Stromanbietern und produzieren ihren eigenen Strom. Die Anzahl der Nutzer nimmt in Deutschland kontinuierlich zu. Im Jahr 2011 waren insgesamt 25 GW elektrische Leistung installiert. Ein Jahr später, Ende 2012 waren es bereits 30 GW Leistung. Der Leistungsbedarf in Deutschland liegt etwa bei 71 GW.

Laut der Aussage von Experten der Prognos AG ist es möglich, den gesamten Energiebedarf mithilfe solcher Anlagen abzudecken. Voraussetzung ist es, dass das Problem der Speicherung gelöst wird. Die Sonnenstrahlung ist stark von der Jahreszeit abhängig und eine Speicherung verlustfrei nicht möglich. Doch diese Lücken könnten dann auch durch andere Energiequellen, wie der Windkraft geschlossen werden. Es ist also auch schon heute möglich, Deutschland atomstromlos zu versorgen. Die Kosten wären kalkulierbar und die Vorteile für Mensch und Natur überwiegen.



Bildquellen
Artikelbild: ©panthermedia.net Thomas Knauer
Mitte-Links: ©panthermedia.net Thomas Knauer

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