Musikhören aber richtig: Sind Kopfhörer gesundheitsschädlich?

Worauf Sie beim Kopfhörerkauf schauen sollten

Kopfhörer

Ob unterwegs oder zu Hause: Überall wird gerne Musik gehört. Die neueste Technik lässt die Lieblingssongs überall mitnehmen. Smartphones erlauben es, dank großer Speicherkapazität Tausende von Liedern auf der Speicherkarte zu parken. Man kann auch unterwegs bequem Musikstücke aus dem Internet laden oder Internet-Radio hören – die Möglichkeiten sind nahezu unerschöpflich. Musik über Kopfhörer zu genießen ist in, allerdings muss man beim Kauf einige Dinge beachten.

Welche Kopfhörer gibt es überhaupt?

Es gibt einige Typen von Kopfhörern, die sich im Aufbau oder in den Leistungen unterscheiden. Dazu zählen unter anderem:

Earbud-Kopfhörer

Sehr klein und praktisch, vor allem in den 90er Jahren sehr populär. Sie werden vor den Eingang des Hörkanals geschoben, aber sie dichten das Ohr nur teilweise ab. Ein Teil der Schallleistung entweicht deswegen nach außen und Umweltgeräusche können ins Ohr gelangen. Damit sie beim Tragen bequemer sind, werden sie oft mit Schaumstoff überzogen.



Muschelkopfhörer

Diese Art von Kopfhörer ist am weitesten verbreitet und wird gerne so im professionellen Bereich wie im Alltag benutzt. Von der Bauweise her sind sie größer als die Ohrmuscheln und liegen von außen dicht an den Ohren an. Dank verstellbarer Bügel sind sie entsprechend der Kopfgröße flexibel anpassbar. Sie besitzen meistens größere Membranen als andere Kopfhörer-Typen.

Das sorgt für einen höheren Eingangswiderstand und sinkt die effektive Schallleistung bei mobilen Musikabspielgeräten. Das Ohr wird allerdings fast 100-prozentig luftdicht umschlossen, dadurch kommt der Großteil der Schallenergie ins Innenohr rein. Von den Außengeräuschen sind die Nutzer sehr gut abgeschirmt. Bei offenen Muschelkopfhörern sieht das anders aus. Sie liegen luftdurchlässig am Ohr an, deswegen dringt ein Teil der Schallenergie nach außen.

Somit wird das Gehörorgan nicht von der vollen Leistung des Schalls betroffen. Sie sind auch bei Außengebrauch sicherer, weil ein Teil von Verkehrslärm oder die Warnsignale zum Innenohr durchgelassen werden.

Inear-Kopfhörer

Sie werden in das Ohr gesteckt. Inear-Kopfhörer werden aus weichem Silikon hergestellt, was einen besseren Tragekomfort verspricht. Der Großteil der Schallenergie strahlt dabei ins Ohreninnere ab, das Ohr ist beim Hören von der Außenwelt abgedichtet.

Welcher Kopfhörertyp ist aus gesundheitlicher Sicht zu empfehlen?

Am gesündesten sind ohne Frage die Muschelkopfhörer. Bei denen entweicht ein Teil des Schalldrucks nach außen und der Fluss des Ohrenschmalzes wird nicht gehemmt. Eine Alternative bieten die Earbud-Kopfhörer, weil sie das Ohr nicht so genau abdichten wie beispielsweise die Inear-Kopfhörer.



Die praktische, kompakte Größe von Earbud-Kopfhörern geht aber auf die Kosten der Gesundheit, sie sind deswegen doch nicht der ideale Partner beim Musikhören. Eindeutig nicht zu empfehlen sind die Inear-Kopfhörer, weil sie das Ohr total verstopfen. Die Schallenergie kann dadurch ungehemmt auf das Trommelfell wirken, was nicht besonders gesund ist. Darüber hinaus beeinflussen sie negativ den Ohrenschmalz-Fluss, was auf Dauer das Gehörorgan beschädigen kann.

Kopfhörer – Risiko fürs Gehör? | Servicezeit | WDR


Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Daniel Kühne

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