Mission Implausible – Hättest Du diese Filmszene überlebt?

Popcorn | © panthermedia.net /Andriy Popov Popcorn | © panthermedia.net /Andriy Popov

Hollywood-Legenden wie John Wayne und Clint Eastwood werden seit Jahrzehnten als unsterblich wahrgenommen. Schließlich stellen sie sich vor unseren Augen regelmäßig hochgradig gefährlichen Situationen und überleben sie zumeist nur leicht verletzt. Doch wie viele ihrer Stunt-Szenen hätten Hollywoods Action-Helden tatsächlich überleben können? Betway Casino stellt in Mission Implausible einige der bekanntesten Szenen von legendären Actionfilmen zusammen.

Für eine Milliarde Dollar

Diese Frage stellt sich insbesondere bei den actionreichsten Filmszenen laut Filmstarts : Denn während der Action-Klassiker „Stirb langsam“ (1988) noch für den Gegenwert von 28 Mio. Dollar entstand, soll die Fortsetzung von „Avengers: Infinity War“ bereits über eine Milliarde verschlingen. Der Löwenanteil der Produktionskosten fließt dabei selbstverständlich zur CGI-Abteilung, die den kniffligen Action-Part der Comic-Verfilmung simulieren darf.

Es verwundert also kaum, dass in computeranimierten Sequenzen wenig Realismus herrscht und Kugeln auch schon mal um die Ecke fliegen. Derart auf die Spitze getriebene Szenarien fungieren schließlich zunächst zu Entertainment-Zwecken und erheben keinen dokumentarischen Anspruch. In dem Zusammenhang ruft man sich vielleicht doch noch einmal „Terminator 3 – Rebellion der Maschinen“ (2003) in Erinnerung, welcher der bislang letzte Hollywood-Blockbuster war, bei dessen Dreharbeiten ausschließlich „richtiger“ Schrott produziert wurde. Wie hoch mögen die Überlebenschancen von Schwarzenegger und co. also vor der digitalen Revolution gewesen sein?



Stirb langsam oder schnell

Filmklappe | © panthermedia.net /fergregory

Filmklappe | © panthermedia.net /fergregory

Diese waren im Durchschnitt tatsächlich höher anzusiedeln, als im Allgemeinen angenommen wird. So hatte Bruce Willis zu Beginn der „Stirb-Langsam“-Reihe noch relativ einfache Situationen zu überstehen und brauchte immer nur gegen jeweils eine gegnerische „Schweinebacke“ zu Werke gehen. Den Gesetzen des Marktes folgend, musste die Spannungsschraube in den Fortsetzungen aber kontinuierlich angezogen werden, sodass sich McClaine im vierten Teil schließlich genötigt sah, einen schwebenden Helikopter mit seinem Wagen zu rammen. Den anschließenden Crash hätte der hartgesottene Cop selbst bei direkter medizinischer Versorgung wohl kaum überlebt. Dass er dem Wrack dennoch lediglich leicht lädiert entstieg, war natürlich auch dem Umstand geschuldet, dass der Film erst zur Hälfte abgedreht war.

Auf der anderen Seite sah sich Bruce Willis jedoch niemals derart bedrohlichen Situationen gegenüber wie Jason Statham in „Crank“ (2006): Der von Statham porträtierte Profikiller Chev bemüht sich dort seinen Adrenalinspiegel durch freihändiges Motorradfahren, wahllose Drogeneskapaden sowie Massenschießereien mit Gangstern und Gesetzeshütern auf einem möglichst hohen Level zu halten. Sein Scheitern musste daher besonders spektakulär inszeniert werden, was ironischerweise ebenfalls per Sturz aus dem Helikopter realisiert wurde. Entbehren die Action-Sequenzen der erfolgreichsten Blockbuster also jeglicher Logik?

Die Bourne Plausibilität

In den meisten Fällen mag das zutreffen. Unter anderem die auf den Romanen von Robert Ludlum basierende „Bourne“-Reihe folgt aber dem entgegengesetzten Weg: Matt Damon erarbeite sich für jene Rolle detaillierte Kenntnisse indonesischer und philippinischer Kampfsportarten, um den Strapazen der Dreharbeiten angemessen trotzen zu können. Darüber hinaus hatten die Produzenten zahlreiche Sicherheitsexperten engagiert, um die dargestellten Konfrontationen und Überwachungstechniken möglichst realistisch umzusetzen. So verbliebe selbst bei Bournes Crash in der Moskauer Innenstadt eine recht hohe Überlebenschance: Die Fahrzeugführer beschossen sich während der Verfolgungsjagd unablässig und dürften daher maximal 60 oder 70 Stundenkilometer schnell unterwegs gewesen sein. Kurz vor dem Aufprall schützte sich der Ex-Agent noch halbwegs mit dem Sicherheitsgurt und (ganz wichtig!) platzierte seinen Kopf direkt auf dem Lenkrad, damit dieser nirgendwo anschlägt. Damons dargestellte Blessuren (verstauchter Knöchel und leichte Schnittwunden) entsprachen letztlich auch in etwa den Erfahrungen professioneller Stuntmen.

Film schauen, Pärchen | © panthermedia.net /sunemotion

Film schauen, Pärchen | © panthermedia.net /sunemotion

Ein anderes Beispiel für Hollywoods neuen Realismus ist Steven Soderberghs Action-Thriller „Hayewire“ von 2011. Für die Hauptrolle des auf dem AFI-Film-Festival uraufgeführten Reißers war ursprünglich Tom Cruise vorgesehen. Als dieser aus Termingründen absagte, wagte Soderbergh eines seiner berüchtigten Experimente: Der Produzent ließ das Drehbruch unverändert und engagierte die bis dahin nur aus Nebenrollen bekannte Gina Carano für den Cruise-Part. Die professionelle Kampfsportlerin verlieh der Hollywood-Produktion durch reine Körperbeherrschung erstaunlich realistische Actionszenen, die sich dennoch tief ins kollektive Gedächtnis der Zuschauer brannten und den aktuellen Trend zu Martial-Arts-Filmen mitbegründeten. Soderberghs besonderes Augenmerk galt dabei den direkten körperlichen Angriffen und dass diese selbst bei brutaler Vorgehensweise nicht zwangsläufig tödlich enden müssen.



Hasta la vista, baby

Letzten Endes drängt sich jedoch die Erkenntnis auf, dass Hollywood als reine Fantasie-Maschine fungiert und nur geringen Bezug auf reale Begebenheiten zulässt. So wurden bisher wohl die wenigsten von uns von Cloverfield-Monstern oder außerirdischen Armeen wie in „The Avengers“ angegriffen. Und selbst die Stunts des schon etwas in die Jahre gekommenen Cameron-Klassikers „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ sollte man im eigenen Garten keinesfalls nachstellen, wenngleich es schon beeindruckend daherkäme, mit der Harley in vollem Tempo in einen fünf Meter tiefen Graben zu springen und die Fahrt dennoch ungehindert fortzusetzen. Demnach sind heutige Action-Filme quasi als modernes Pendant der antiken Gladiatorenspiele anzusehen: Kurzweilige Entertainment-Shows für gestresste Großstadtbewohner, die den Alltag vorübergehend ausblenden sollen. In diesem Sinne bleibt nur zu hoffen, dass uns noch viele Abenteuer von John Connor und co. bevorstehen, aber bitte ohne Terminator im Rentenalter.

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