Kostbares Gut – Die Wasserversorgung der Zukunft

Lebenswichtiges Wasser | © panthermedia.net / Shebeko Lebenswichtiges Wasser | © panthermedia.net / Shebeko

Das Wasser wird knapp: Aktuell sind mehr als eine Milliarde Menschen von der direkten Trinkwasserversorgung abgeschnitten. Mehr als doppelt so viele Menschen trinken daher Tag für Tag unsauberes Abwasser, welches nicht ausreichend geklärt wurde. Täglich sterben 5000 Kindern an den Folgen von dreckigem Wasser oder an Wassermangel. Ein dramatischer Zustand, dem die Wissenschaft weltweit mit modernen Aufbereitungssystemen für Abwasser entgegenwirken will.

Bis 2025 wird die Welt schätzungsweise 40 % mehr Wasser verbraucht haben als heute. Das liegt zum einen am stetigen Wachstum, aber auch an den sich ändernden Bedürfnissen der Bevölkerung. Deshalb ist es um so wichtiger, dass unser Abwasser richtig aufbereitet wird, damit es wieder als Trinkwasser genutzt werden kann.

Forschungsprojekte mit Auszeichnung

Sauberes Trinkwasser | © panthermedia.net / silverjohn

Sauberes Trinkwasser | © panthermedia.net / silverjohn

Schon seit einigen Jahren beschäftigt sich die Wissenschaft mit Projekten rund um die Themen Wasserversorgung, Wasseraufbereitung und Wasser sparen. So hat auch die TU Darmstadt das, mit einem GreenTec Award ausgezeichnete, Projekt SEMIZENTRAL ins Leben gerufen. Ziel dieses Projektes, welches sich vorerst auf die chinesische Küstenmetropole Qingdao beschränkt, ist esm eine flexible Wasserver- und entsorgung zu etablieren. So gibt es keine zentrale Kläranlage für die komplette Stadt, sondern nur kleinere, dafür aber mehrere Anlagen in verschiedenen Bereichen der Stadt. So können Städte und ihre Wasserver- und -entsorgung in Abschnitten wachsen.



Die TU Darmstadt verwendete dafür eine besonders energieeffiziente Technik. Die Beckenbelüftung ist dabei ganz besonders wichtig, damit den Mikroorganismen nicht der Sauerstoff ausgeht. Sie nimmt einen großen Teil des Energiebedarfs ein. Solche und andere effiziente Lösungen für die Wasseraufbereitung bietet z.B. AERZEN. Dank solcher Technik wird die Wasserver- und -entsorgung in Großstädten in den Zukunft besonders Ressourcen schonend und energieeffizient sein.

Schluss mit Mikroplastik

Plastikmüll am Strand © panthermedia.net / Kotangens

Plastikmüll am Strand © panthermedia.net / Kotangens

In vielen deutschen Badezimmern ist es noch immer zu finden: Mikroplastik. Die – oft in Peelings und anderen Pflegeprodukten enthaltenen – Kunststoffteilchen geraten über Waschbecken, Dusche & Co. in die Abwassersysteme und dadurch in die Weltmeere. Die Massen an Plastiktüten und Plastikflaschen sind zwar weniger verheerend, jedoch kann man diese leichter aus dem Wasser herausfiltern. Mikroplastik hingegen ist eine unsichtbare Gefahr. Als „Mikroplastik“ werden feste und unlösliche synthetische Kunststoffteilchen bezeichnet, die kleiner als fünf Millimeter sind. Gewöhnliche Kläranlagen filtern das Mikroplastik nur zum Teil heraus. Was nicht herausgefiltert wird, gelangt ins Meer und wird von Meeresorganismen gefressen Zudem zieht es Gifte an und ist nachträglich nur schwer wieder aus der Umwelt zu entfernen.

In Seehunden, Fischen, Muscheln und weiteren Meerestieren wurde das gefährliche Mikroplastik bereits gefunden. Das heißt: Auch wir haben es über Meeresfrüchte und Fisch bereits zu uns genommen. Das gilt es in Zukunft zu verhindern. Achtet darauf, auf Produkte mit Mikroplastik zu verzichten. Woran ihr erkennt, dass Mikroplastik in einem Produkt enthalten ist, erfahrt ihr auf der verlinkten Website.

Moderne Filtertechnik gegen Plastikteilchen

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Auch wenn man früher von der gefährlichen Existenz von Mikroplastik gewusst hätte, so wäre die Technik vor ein paar Jahren noch nicht so weit gewesen, als dass es eine Lösung für die Entfernung der kleinen Plastikteilchen aus dem Meer gegeben hätte. Solche werden aktuell jedoch schon in Berlin getestet. Nicht nur durch Kosmetikprodukte gerät Mikroplastik in die Weltmeere, auch über das Waschen von Kleidung aus Synthetikfasern oder durch den Abrieb der Reifen, welcher durch den Regen in die Gullys gespült wird, gelangen die Teilchen in die Abwassersysteme. An zentralen Abwasserstellen werden Filterkartuschen mit besonders feinen Sieben getestet, die schon jetzt eine große Menge an Mikroplastik und gröberem Plastikmüll auf ihrem Weg in die Weltmeere aufgehalten haben. Diese Filter können an Kläranlagen, Mischwasserüberläufen und Gullys angebracht werden.



Fazit

Wasser ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Zukunft der Erde. Weltweit leiden noch immer viel zu viele Menschen an den Folgen von Wassermangel, durch den sich Milliarden Menschen gezwungen sehen, dreckiges Abwasser zu trinken. Wissenschaftler weltweit arbeiten an einer Lösung für diese dramatische Problematik. Mit modernen Filter- und Wasseraufbereitungsanlagen soll selbst das dreckigste Abwasser wieder trinkbar gemacht werden und somit Wasser gespart werden. Auch im Kampf gegen Mikroplastik hat die Wissenschaft bereits Erfolge verzeichnet. Doch selbst die besten Filteranlagen nutzen der Erde nichts, wenn wir nicht aufhören Produkte mit Mikroplastik zu kaufen. Wir haben schließlich schon genug damit zu tun, die bereits vorhandenen Teilchen aus dem Wasser zu filtern.

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