Kompatible Druckerpatronen kaufen? Ja, aber …

Mann bedient Drucker | © panthermedia.net /Andriy Popov Mann bedient Drucker | © panthermedia.net /Andriy Popov

Heutzutage gibt es selbst bei Tintenpatronen für ein spezifisches Druckermodell eine sehr große Auswahl – und vor allem nicht immer vom Original-Hersteller. Dem Käufer stellen sich meist einige Fragen bezüglich solcher Angebote. Ist die Qualität vergleichbar mit dem Original? Warum sind diese alternativen Druckerpatronen günstiger? Wie verhält es sich mit der Langlebigkeit? Wir haben uns das einmal angesehen!

Pauschal sind die Fragen nach der Vergleichbarkeit zu originalen Druckerpatronen kaum zu beantworten, allerdings bieten die Imitate eine echte Möglichkeit um die laufenden Kosten eines Druckers beträchtlich zu senken. Damit die kurzfristige Kostenersparnis sich jedoch nicht als langfristige Kostenfalle entpuppt gilt es einige Dinge zu beachten.

Erschwertes Nachbilden des Originals

Wenn es darum geht, eine Druckerpatrone vor Nachbildungen zu schützen, werden Hersteller zunehmend kreativer – immerhin ist es in ihrem Interesse einen Konkurrenzkampf zu verhindern um gleichbleibende Preise verlangen zu können. So werden zunehmen spezielle Chips in den Tintenpatronen verbaut, die notwendig sind damit das Gerät die Patrone erkennt. Diese Chips wurden mit der Zeit immer komplexer und somit auch der Aufwand diese nachzuempfinden um Kompatibilität mit einem bestimmten Drucker garantieren zu können. Der Markt der alternativen Tintenpatronen wird damit also komplizierter.



Besondere Vorsicht bei Billig-Imitaten oder No-Name-Kopien

Frau bedient Drucker | © panthermedia.net /Andriy Popov

Frau bedient Drucker | © panthermedia.net /Andriy Popov

Eine der größten Hürden, wie auch bei vielen anderen Produkten, sind qualitativ mangelhafte Imitationen. Auch in einer Branche, bei der es hauptsächlich um die Herstellung kompatibler Alternativen zum Original geht, kann es schwarze Schafe geben die mindere Qualität anbieten und den, durch Dumpingpreise geblendeten, Kunden zum scheinbar lohnenswerten Kauf locken.

Bei schlechten Druckerpatronen kann es zu verschiedensten Problemen kommen. Die Patronen könnten möglicherweise mit einem verdünnten Tintenprodukt befüllt worden sein, sodass die Qualität des Drucks nicht überzeugt. Zuzüglich könnte die Zusammensetzung der Füllflüssigkeit zu nachhaltigen Problemen am Gerät führen oder sogar giftig sein. Auch der gewünschte Füllstand könnte nicht eingehalten worden sein. Dies wird eine eher kurze Verbrauchsdauer mit sich bringen.

Kompatible Tintenpatronen müssen nicht neu hergestellt worden sein

Eine falsche Vorstellung ist übrigens, dass eine Druckerpatrone, die nicht direkt vom Hersteller kommt, zwangsweise ein Nachbau sein muss. Auch recycelte Patronen können eine verlässliche und kostengünstige Alternative darstellen. So muss hierbei nicht erst eine Kartusche hergestellt werden, die dem Zielprodukt nahe kommt, sondern es wird direkt das Original verwendet. Auf diese Weise können Kompatibilitätsprobleme vermieden und gleichzeitig Geld gespart werden. Bei der erneuten Nutzung der Tintenpatrone kommt es also zu einem weitestgehend verringerten Kostenaufwand und die Umwelt wird dabei auch weniger belastet.

Die Tintenmischung ist hierbei der Eckpfeiler für die praxisorientierte Anwendung. So kann ein schlechtes Mischungsverhältnis für ein nicht überzeugendes Farbbild sorgen, es könnte zu einer verringerten Farbechtheit kommen oder die Wischfestigkeit ist nicht mehr garantiert. In einigen Fällen könnte sogar das Gerät, bei der langfristigen Nutzung minderwertiger Farben, beschädigt werden.

Qualität und Seriosität des Verkäufers ist also auch hier wichtig, da die Tinte bei diesem Prozess der größte mögliche Kostensenker bei dem Vertrieb ist und ein schlechtes Produkt möglicherweise zu Mehrkosten führen kann. Also Augen auf beim Kauf!

Tintenpatronen also nur vom Druckerhersteller?

Druckerpatronen | © panthermedia.net /photosoupy

Druckerpatronen | © panthermedia.net /photosoupy

Trotz möglicher Risiken für den Drucker und somit auch dem Geldbeutel gilt folgendes: Solange die Qualität der Nachbildungen oder der recycelten Druckerpatronen stimmt, lässt sich nachhaltig und langfristig Geld sparen und das Gerät wird nicht zusätzlich strapaziert. Speziell bei der Dynamik des Preises der Recycling-Patronen ist über einen Umstieg nachzudenken; so sorgen mehr Käufer auch für eine effizientere Nutzung der Recycling-Anlagen und somit zur weiteren Senkung des Preises der einzelnen Patrone.

Der Umweltfaktor ist übrigens ebenfalls ein wirklich guter Beweggrund. Hierbei ist zu beachten, dass normale Druckerpatronen nach der Nutzung entsorgt und unter Umständen vernichtet werden müssen. Dies fällt bei der erneuten Befüllung der Recycling-Kartusche nicht an. Das heißt: Weniger Umweltbelastung beim Kauf von Recycling-Patronen durch wiederholte Nutzung.

Während der professionellen, neuen Befüllung werden zumeist auch Komponenten der Patrone gereinigt und instand gesetzt, was den Zeitraum über den eine einzelne Druckerpatrone genutzt werden kann erheblich erhöht. Des Weiteren werden Begleiterscheinungen, die das wiederholte Nutzen mit sich bringen würde, vermieden. Diese Art der Reinigung und eventuell anfallenden Reparatur kann im privaten Raum zumeist kaum durchgeführt werden, weshalb auch kein neues Befüllen auf eigene Faust empfohlen wird.



Der wichtigste Gesichtspunkt hinsichtlich des Kaufes von Tintenpatronen, die nicht vom originalen Hersteller stammen, ist jedoch der Produktionsaufwand der mit der Anfertigung der Nachbildungen oder das neu befüllen von Recycling-Patronen verbunden ist. In den häufigsten Fällen sind ausländische Hersteller hierbei nicht die richtige Wahl, da nur wenige den deutschen Qualitätsansprüchen gerecht werden. Man sollte also auf Made in Germany – mindestens aber auf Made in EU setzen! Alles in allem stellen speziell recycelte Patronen eine nachhaltige und kostengünstige Alternative da und wir finden, dass wir das unterstützen sollten.

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