Kinderarmut in Deutschland

Kinderarmut Kinderarmut
Kinderarmut

Kinderarmut

Kinderarmut in Deutschland? Das kann sich mancher schlecht vorstellen, denn allgemein gilt Deutschland als ein eher reiches Land.

Dennoch haben viele Kinder in Deutschland nicht jeden Tag eine warme Mahlzeit. Oft fehlt es sogar an den nötigsten Sachen wie warme Kleidung oder ein Paar Schuhe zum Wechseln.

Laut einer Studie des UN-Kinderhilfswerkes vom vergangenen Jahr gelten in Deutschland immerhin 1,2 Millionen Kinder als arm. Arm sein in Deutschland bedeutet für Familien, dass weniger finanzielle Mittel als die Hälfte des Durchschnittseinkommens zur Verfügung steht. In den meisten Fällen von Kinderarmut ist die Einkommenssituation der Eltern dafür verantwortlich.



[sws_yellow_box box_size=”630"] Leistungen aus Hartz IV bezieht immerhin jedes siebente Kind unter 15 Jahren. Alleinerziehende und kinderreiche Familien sind besonders betroffen. In Gelsenkirchen beispielsweise erreichte die Kinderarmut im letzten Jahr mit 34,4% einen traurigen Höhepunkt. Auch im Hamm oder Mühlheim wurde ein Zuwachs der Kinderarmut in fünf Jahren von bis zu 48 % beobachtet. [/[/sws_yellow_box]p>

SPIEGEL TV – Trauriger Alltag: Kinderarmut in Deutschland

Ein Rückgang der Kinderarmut konnte dagegen erfreulicherweise in Ostdeutschland verzeichnet werden. Die Quote sank in Mecklenburg-Vorpommern, in Thüringen und Sachsen von durchschnittlich 30,5 % auf 24,1 Prozent.

Hilfsorganisationen gegen Kinderarmut

Zahlreiche karitative Vereine, private Spender, Prominente und soziale Hilfsorganisationen organisieren sich mittlerweile offensiv gegen Kinderarmut in Deutschland.

Neben einer kindgerechten Versorgung mit Lebensmitten und Kleidung fördern soziale Projekte vor allem die Entwicklung der betroffenen Kinder. Sie unterstützen Maßnahmen zum Erlenen von Lesen und Schreiben und ermöglichen den Kindern den Zugang zu Sport und Kultur.

Neben zahlreichen Projekten benötigen Kinder immer auch eine feste Bezugsperson. Die Ausbildung und Bereitstellung von Sozialpädagogen ist deshalb besonders wichtig. Das Kinderhilfswerk engagiert sich mit zahlreichen Aktionen gegen nationale und internationale Kinderarmut. Renommierte Kinderschutzorganisationen wie UNICEF arbeiten mit über 8000 Freiwilligen in 150 Gruppen in Deutschland für Kinder in Not für Kinder.

UNICEF-Botschafterin Eva Padberg an alle Jugendlichen: Macht mit!

Eine Stärkung der Kinderrechte im deutschen Grundgesetz, die Unterstützung von Alleinerziehenden und die Förderung der Gesundheit der Kinder sind die wichtigsten Forderungen von UNICEF. Neben der UNICEF ist auch das Deutsche Kinderhilfswerk eines der wichtigsten Institute, um die Kinderarmut zu bekämpfen.

Das Deutsche Kinderhilfswerk

Der Verein setzt sich seit 1972 für Kinderrechte und die Überwindung der Kinderarmut in Deutschland ein. Das Kinderhilfswerk unterstützt als Förderer soziale Projekte mit finanziellen Mitteln.

Davon profitieren unter anderem das Kinderhaus Weimar, Kindernöte e.V. Köln oder auch Sim TV Sindelfingen. Das Kinderhilfswerk fördert besonders durch Spenden Spiel und Spaß an Bewegung, Kochkurse und die Möglichkeiten zur Bildung.

Es finanziert aber auch einen Urlaub für benachteiligte Familien. Der Kindernothilfefond des Kinderhilfswerkes hilft dabei schnell und unbürokratisch bei finanziellen Notlagen von Kindern und Jugendlichen. Der Fond wurde 1993 ins Leben gerufen und finanziert sich praktisch allein durch Spenden. Besonders durch Unternehmen, die sich so engagiert zeigen wie die SCHOLPP-Gruppe www.scholpp.de, Rossmann www.rossmann.de auch der Verkehrsclub Deutschland, sichern dem Deutschen Kinderhilfswerk die finanzielle Grundlage.

Hilfe anbieten

Hilfe anbieten

Voraussetzungen für eine Inanspruchnahme des Kindernothilfefonds sind unter anderem drohende Obdachlosigkeit oder Stromsperren sowie schwere Krankheiten.

Der Hilfesuchende ist dabei nicht in der Lage sich selbst zu helfen und alle gesetzlichen Möglichkeiten zur Hilfe sind bereits ausgeschöpft.

Der Antrag auf Unterstützung durch den Kindernothilfefond muss von einer Beratungsstelle gestellt werden. Die Hilfesuchenden müssen im Rahmen ihrer Möglichkeiten zur Lösung des Problems beitragen. Der Nothilfefond finanziert sich übrigens ausschließlich durch Spenden von privaten Personen, Organisationen und Unternehmen. Seit Gründung des Nothilfefonds wurden in Deutschland bereits über zwei Millionen Familien finanziell unterstützt. Familien mit zwei und mehr Kindern und Alleinerziehende stehen besonders oft auf der Antragsliste.

Spendenaufruf mit Harald Glööckler



Fazit: Die Kinderarmut in Deutschland ist seit 2006 leicht zurückgegangen. Von diesem Rückgang sind jedoch die Kinder mit Hartz IV nicht betroffen. Hilfsorganisationen stellen fest, dass in Deutschland von staatlicher Seite zu wenig gegen Kinderarmut getan wird.

Bildquellen
Artikelbild: ©panthermedia.net Mikael Damkier
Mitte-Links: ©panthermedia.net Jakub Krechowicz

Kinderarmut in Deutschland
Artikel bewerten

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Die neusten Artikel jetzt per eMail!

Die aktuellsten Artikel per eMail! Probiere es jetzt aus - komplett kostenlos!