Hausbau: Lohnt sich ein Passivhaus zu bauen?

Was spricht für ein Passivhaus

Passivhaus

Eine eigene Immobilie zu besitzen ist der Traum von vielen Familien. Bei den heutigen Energie-und Unterhaltskosten für ein Haus gucken die meisten darauf, dass das Eigenheim möglichst energiesparend ist. Spezielle Techniken können den Energiebedarf fast auf null senken. Die Funktionsweise solcher Häuser ist relativ einfach: Sie werden ähnlich wie riesige Thermoskannen gebaut und die dicke Hülle lässt nahezu keine Energieverluste zu. Ein Passivhaus erzeugt die Wärme selbst und braucht keine Energiezufuhr von außen.

Passivhaus

Zahlen sprechen für sich

Die Energieeffizienz von Passivhäusern ist nahezu optimal, deswegen bleibt ihre Umweltbilanz bei anderen Bauweisen unerreichbar: Der Energiebedarf von Passivhäusern liegt lediglich bei 120 Watt pro Quadratmeter und Jahr (fürs Heizen, Strom und warmes Wasser).

Damit es innen warm wird, werden nur 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr benötigt. Hier kann man sich leicht ausrechnen, wie viel man dadurch im Jahr sparen kann.

Diese Vorteile sind überzeugend

Ein Energiesparhaus zu bauen ist nicht leicht, der Bau unterscheidet sich wesentlich von herkömmlichen Bauweisen. Dafür aber bekommt der Bauherr Vorteile, die kaum zu überbieten sind:

  • Frischluft-Filter sorgen für gesundes Raumklima
  • eventuelle Preiserhöhungen für Energieträger sind kaum relevant
  • ordentliche Dämmung sorgt für geringeres Schimmelrisiko und besseren Schallschutz
  • man braucht keinen zusätzlichen Platz um den Brennstoff (Öl, Kohle) zu lagern, auch der Schornstein ist überflüssig
  • falls gemietet wird, fallen niedrigere Nebenkosten auf
  • nur etwa zehn Prozent der sonstigen Heizkosten werden verbucht
  • länger haltbar, weil die Bauelemente luft- und feuchtigkeitsgeschützt sind
  • viel Licht im Inneren
  • umweltbewusstes Bauen.

Neben den zahlreichen Vorteilen weisen Passivhäuser auch einige Nachteile auf. Dazu gehören unter anderem:

  • im Sommer heizt sich der Innenraum schnell auf, auch durch Gäste im Haus
  • niedrige Luftfeuchte im Winter
  • Lüftungstechnik oft noch nicht ausgereift
  • beim Stromausfall keine Lüftung mehr vorhanden.

Nicht unbedingt teurer als normale Häuser

Ein Passivhaus muss nicht unbedingt teurer sein als sonstige Häuser, die Mehrkosten halten sich in Grenzen und bedeuten im Schnitt einen zehnprozentigen Mehraufwand. Kostspielig sind vor allem die dreifach verglasten Fenster sowie die aufwendige Dämmung. Die kaum anfallenden Betriebskosten erlauben eine sensationelle Ersparnis, der in 50 Jahren rund 100.000 Euro beträgt.

Dank verschiedenen Fördermitteln werden die etwas höheren Investitionskosten ausgeglichen. Die finanzielle Belastung durch ein Passivhaus ist dank den Förderungen in den ersten zehn Jahren geringer als bei einem Normal-Haus.

Wie funktioniert ein Passivhaus?


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