Geld anlegen in Zeiten von Tiefpunktzinsen – das sind die Alternativen zum Sparbuch

Sicherheit und Risiko | © panthermedia.net /Boris Zerwann Sicherheit und Risiko | © panthermedia.net /Boris Zerwann

Die Zinslage in Europa ist schlechter denn je: Der Leitzins der Europäischen Zentralbank liegt schon seit Längerem bei 0%. Einige deutsche Banken bieten ihren Kunden entgegen dieses Richtwertes zwar trotzdem etwa 1% Zinsen, aber das ist weiterhin ein historisch niedriger Wert. Wer sein Geld heutzutage also auf dem Sparbuch oder Festgeldkonto anlegt, verspielt mit höchster Wahrscheinlichkeit seine Chancen auf eine vernünftige Rendite. Mehr noch: Durch die voranschreitende Inflation verliert Erspartes, was in der Bank lagert, mit den Jahren sogar an Wert.

Beim Anlegen von Sparbüchern, Sparbriefen oder Wertpapieren gilt durchgehend derjenige Zinssatz, der bei Erstellung gültig war. Während bereits bestehende Konten aufgrund des alten Zinssatzes also durchaus eine gute Kapitalanlage darstellen können, ist die Einrichtung eines neuen Sparbuches wegen der momentan sehr abschreckenden Zinslage nicht empfehlenswert.

Nichtsdestotrotz sind Sparbücher und andere Rentenpapiere bei vielen Privatpersonen noch immer die erste Wahl, wenn es um die Anlage ihres Kapitals geht. Wir stellen im Folgenden zwei vielversprechende Alternativen vor und erläutern die jeweiligen Chancen und Risiken.



Bauen oder Renovieren: Investieren in Immobilien

Immobilienmakler und Paar | © panthermedia.net /Andriy Popov

Immobilienmakler und Paar | © panthermedia.net /Andriy Popov

Immobilien werden als Kapitalanlage immer beliebter. Und das aus gutem Grund, denn im Gegensatz zu vielen klassischen Anlageformen versprechen sie eine hohe Rendite mit vergleichsweise wenig Risikofaktoren. Gerade in der momentanen Niedrigzinsphase gestaltet sich ein Immobilienkauf als profitabel, da eine Baufinanzierung per Kredit günstiger als je zuvor angeboten wird. Trotzdem ist es wichtig, bei der Wahl der Immobilie oder des Grundstückes auf einige Dinge zu achten: Schließlich ist Immobilie nicht gleich Immobilie.

Aufgrund mehrerer Mieteinkommen erbringen Mehrfamilienhäuser eine maximale Rendite, erzeugen aber gleichzeitig einen höheren Verwaltungsaufwand. Möchte man selbst in seine Immobilie einziehen oder liebäugelt mit einem späteren Weiterverkauf, sollte man dagegen eher in ein Einfamilienhaus investieren. Dabei hängt es von den eigenen Möglichkeiten und Vorstellungen ab, ob man eigenständig ein Haus bauen lässt oder lieber ein Grundstück mit bereits vorhandenem Eigenheim erwirbt. Grundsätzlich können beide Varianten eine gute Kapitalanlage darstellen.

Mit einer Immobilie sind prinzipiell Renditen von bis zu 8% möglich, weshalb diese Geldanlage für viele Unternehmer sehr verlockend ist. Doch ob sich solch eine langfristige, große Anschaffung im Endeffekt wirklich lohnt, hängt stark von der Entwicklung des Objekts und vor allem auch von seiner Lage ab. Bauweise, Energieeffizienz und Ausstattung sind weitere Punkte, die den Wert einer Immobilie bestimmen. Für den Besitzer bedeutet dies, dass er sich intensiv um regelmäßige Instandhaltung und Sanierung kümmern muss. Aus diesem Grund ist ein Immobilienkauf besonders für Privatpersonen geeignet, deren Arbeitsplatz sicher ist und die über ein Eigenkapital verfügen – in diesem Fall kann sich die Investition definitiv auszahlen.

Aktien oder Fonds: Mitwirken an der Börse

Aktienanalyse | © panthermedia.net /Wavebreakmedia ltd

Aktienanalyse | © panthermedia.net /Wavebreakmedia ltd

Der Kauf und Verkauf von Börsenwerten wie Aktien, Fonds und anderen Finanzprodukten wird im Allgemeinen als Trading bezeichnet. Vereinfacht gesagt ist Trading also der Handel an der Börse. Viele Menschen denken dabei an schnelle Geldmacherei mit wenig Aufwand. Und tatsächlich kann man in diesem Bereich überdurchschnittliche Renditen erzielen. Doch wenn man unbedacht in den Börsenhandel einsteigt und nicht genug Fachwissen aufweist, ist das Gegenteil der Fall: Geldverluste sind garantiert.

Anstatt ohne Grundkenntnisse in den Trading-Markt einzusteigen, sollte man sich also bereits im Voraus gut informieren. Dazu zählt die Wahl einer geeigneten Assetklasse – damit ist der Bereich gemeint, in dem man Trading betreibt. Neben Aktien oder Devisen gibt es nämlich noch einige weitere Anlageklassen, in die man hervorragend investieren kann. Beispielsweise eignen sich sogenannte ETF Indexfonds speziell für Trading-Einsteiger, da hier eine hohe Transparenz und ein verhältnismäßig geringes Risiko gegeben sind. Indexfonds sind normale Investmentfonds, welche den aktuellen, repräsentativen Index der Börse nachbilden. Auf https://www.brokervergleich.net/ findet man weitere Informationen und Erklärungen, wie mit ihnen ein erfolgreicher Einstieg in den Börsenhandel gelingt.

Grundsätzlich kann eine Investition in Aktien, Fonds, Devisen, Rohstoffe oder weitere Finanzprodukte eine sehr ertragreiche Geldanlage darstellen. Allerdings wird hierfür viel Fachwissen erfordert. Zudem gibt es erhebliche Risiken, da ausschließlich Schätzungen als Grundlage der Entscheidung dienen und sich die Börsenkurse jederzeit unerwartet ändern können. Wer jedoch viel Recherche betreibt, auf einen seriösen Broker als Unterstützung setzt und effizientes Risikomanagement betreibt, hat gute Chancen auf enorme Kapitalsteigerung.

Fazit: Geld anlegen in Zeiten von Tiefpunktzinsen

Kleingeld zählen | © panthermedia.net /AllaSerebrina

Kleingeld zählen | © panthermedia.net /AllaSerebrina

Zusammenfassend ist es definitiv eine Überlegung wert, nach Alternativen zur Geldanlage zu suchen. Gerade heutzutage, wo die Zinsen auf einem historischen Tiefpunkt angekommen sind, können andere Kapitalanlagen einen enormen Unterschied machen und für eine deutlich höhere Rendite sorgen.

Beispielsweise sind Immobilien oder bestimmte Fonds dafür geeignet, einen neuen Weg einzuschlagen und in neue Richtungen zu investieren. Dabei gibt es jedoch wichtige Dinge, die man beachten muss: Wer unbedacht und ohne Vorwissen in den Immobilien- oder Börsenmarkt einsteigen möchte, der wird schnell auf Probleme stoßen. Aus diesem Grund sind weitreichende Vorkenntnisse und überlegtes Handeln unabdingbar. Wenn man professionelle Beratung und gründliche Recherche hinzuzieht, lässt sich mit einem Immobilienkauf oder als Trader allerdings enorme Kapitalsteigerung betreiben.



Im Endeffekt ist es jedem selbst überlassen, welche Möglichkeit der Geldanlage man wählt, wie risikobereit man ist und wie viel Mehr-Aufwand man betreiben möchte.

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