Drohne fliegen – Das ist dabei zu beachten!

Darf ich eine Drohne fliegen? | © Bildagentur PantherMedia / danilum

Darf ich mit einer Drohne überhaupt bedenkenlos abheben? Wer nicht auf die Vorschriften und Gesetze achtet, riskiert schnell ein Bußgeld. Was ist bei der Benutzung einer Drohne zu beachten? Grundsätzliche Punkte auf die man achten sollte, sind das Gewicht der Drohne, das Filmen mit einer Drohne, die Versicherung, und viele weitere Themen.

Eine Drohne hat einen hohen Spaßfaktor und ist schnell gekauft. Viele wissen aber gar nicht, was alles dabei zu berücksichtigen ist. Dieser Beitrag informiert über die Vorschriften und Gesetze, die beim Abheben mit einer Drohne wichtig sind. Wo darf ich fliegen? Wann darf ich fliegen? Brauche ich eine Versicherung?… Wer eine Drohne besitzt oder überlegt, sich eine neue Drohne anzuschaffen, sollte unbedingt diesen Beitrag berücksichtigen.

Drohne fliegen: Übersicht

Drohnen gibt es in allen möglichen Formen und Größen, manche haben sogar eine Kamera für Luftaufnahmen. Nicht allen ist bewusst, dass es bestimmte Gesetze und Anforderungen an den Pilot gibt. Bei dem Kauf einer Drohne steht meistens nicht dabei, was man darf und was nicht.



Folgendes ist bei der Benutzung einer Drohne zu beachten:

  • Gewicht der Drohne
  • Drohne mit Kamera fliegen
  • Brauche ich eine Versicherung?
  • Brauche ich ein Kennzeichen?
  • Wo darf ich fliegen?
  • Wann darf ich fliegen?
  • Wie hoch und weit darf ich fliegen?

Drohne fliegen: Gewicht der Drohne

Eine Drohne mit einem Gewicht von unter 250 Gramm darf ohne ein Kennzeichen abheben. Alle Gewichtsklassen darüber benötigen ein feuerfestes Kennzeichen mit Name und Adresse des Besitzers.

Ab einem Drohnengewicht von 2000 Gramm benötigt der Pilot einen Drohnenführerschein. Wird die Drohne ausschließlich auf einen dafür vorgesehenen Modellflugplatz geflogen, dann ist kein Drohnenführerschein notwendig.

Ab 5 Kg Drohnengewicht ist eine Aufstiegsgenehmigung von der Landesluftfahrtbehörde erforderlich.

Drohnen über 25 Kg dürfen leider nicht mehr abheben – Flugverbot!

Drohne fliegen: Drohne mit Kamera fliegen

Dohne fliegen – Vorschriften | © Bildagentur PantherMedia / JanPietruszka (PantherMedia / YAYMicro)

Wenn die Drohne eine Kamera besitzt, darf nicht gleich alles gefilmt werden, was vor die Kamera kommt. Die Nachbarin beim Bräunen oder der Nachbar im Pool dürfen nicht aufgenommen werden. Nicht einmal das fremde Grundstück darf gefilmt werden. Allgemein dürfen keine anderen Personen aufgezeichnet werden, das verstößt nämlich gegen das Persönlichkeitsrecht. Eine Ausnahme gibt es mit einer Aufstiegsgenehmigung, die beantragt werden muss. Zudem ist es ratsam, Personen die sich in dem abzufilmenden Bereich befinden, über die Aufzeichnung zu informieren.

Drohne fliegen: Brauche ich eine Versicherung?

Eine Haftpflichtversicherung ist bei der Benutzung einer Drohne ist Pflicht. Meistens reicht diese aber nicht genügend auf. In diesem Fall ist eine zusätzliche Drohnenversicherung ratsam. Sollte das Fluggerät zum Beispiel technische Probleme in der Luft bekommen und auf ein Feld stürzen, das sich danach entzündet, dann können schnell sehr hohe Kosten entstehen.

Drohne fliegen: Brauche ich ein Kennzeichen?

Alle Drohnen, die ein Abfluggewicht von über 250 Gramm haben, benötigen ein Kennzeichen. Das Kennzeichen muss feuerfest und lesbar an das Fluggerät angebracht werden. Auf dem Kennzeichen müssen Name und Anschrift vorhanden sein. Das ist notwendig, wenn mit dem Fluggerät zum Beispiel ein Unfall passiert.

Darf ich eine Drohne bei Nacht fliegen? | © Bildagentur PantherMedia / ryanking999

Drohne fliegen: Wo darf ich fliegen?

Wer eine Drohne besitzt, möchte natürlich den Luftraum erkunden. Nicht überall darf man aber mit einer Drohne abheben. Verboten ist der Überflug von Militärgelände, Krankenhäuser, Kraftwerke, in der Nähe von Flugplätzen, aber auch Wohngebiete und Naturschutzgebiete. Wichtig ist ebenfalls, die minimale Entfernung von mindestens 100 Meter unbedingt von allen aufgelisteten Flugverbotszonen einzuhalten. Bei einem Flugplatz gilt ein höherer Entfernungsradius von 1,5 Kilometer.

Drohne fliegen: Wann darf ich fliegen?

Eine Drohne darf man nur am Tag fliegen und wenn eine gute Sicht zum Fluggerät vorhanden ist. Für den Nachtflug ist eine Erlaubnis notwendig, die bei der Landesluftfahrtbehörde beantragt werden kann.

Drohne fliegen: Wie hoch und weit darf ich fliegen?

Die meisten Drohnen erreichen mittlerweile Entfernungen von mehreren Kilometern und Höhen von mehreren 100 Metern. Wichtig ist die maximal erlaubte Flughöhe in Deutschland von 100 Meter nicht zu überschreiten. Ein weiterer Punkt ist die Entfernung. Eine Drohne darf nicht außer Sichtweite des Piloten kommen. Damit ist die visuelle Wahrnehmung und nicht die Übertragung auf einen Bildschirm gemeint. Möchte der Drohnenpilot mit einer FPV-Brille fliegen, dann ist eine weitere Person für den Sichtkontakt erforderlich.

FAZIT
Immer mehr Gesetze und Verordnungen lassen den Spaß mit Drohnen davonfliegen. Das Problem dabei ist, dass beim Kauf einer Drohne keine Hinweise und Informationen über die Benutzung und die vorhandenen Gesetze dabei sind. Wenn man sich aber an alle Vorschriften hält, dann ist die Freude am Fliegen groß und es gibt auch kein Bußgeld.



Autor – Tobias Neubert ©

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