Die richtige Brillenpflege – unkompliziert und trotzdem effektiv

Beim Putzen der Brille | © panthermedia.net /ilze79 Beim Putzen der Brille | © panthermedia.net /ilze79

Nervige Regentropfen oder Staubkörner, Wasserdampf beim Kochen, Fettflecken von der Handcreme – es gibt unzählige Alltagssituationen, in denen Verschmutzungen auf der Brille schwer zu vermeiden sind. Ein eingeschränktes Sichtfeld ist allerdings nicht nur nervenaufreibend und wirkt nach außen hin ungepflegt, sondern es kann auf Dauer sogar die Augen ermüden und die Konzentrationsfähigkeit mindern. Um jederzeit eine klare Sicht zu haben, ist gute Brillenpflege daher unvermeidlich.

Doch nicht nur hinsichtlich der Sichtqualität ist es unabdinglich, seine Brille intensiv zu pflegen. Auch die Kosten spielen eine große Rolle: Ein Brillengestell inklusive passender Brillengläser ist oftmals nicht gerade preisgünstig. Wer langfristig von seiner Sehhilfe profitieren und nicht jedes Jahr ein neues Modell anschaffen möchte, sollte also auf die richtige Pflege setzen. Wir geben im Folgenden Tipps, wie man seine Brille unkompliziert und trotzdem effektiv reinigt.

Aufbau eines Brillenglases

Damit man verstehen kann, weshalb eine korrekte Reinigung so wichtig ist, muss man den Aufbau eines Brillenglases kennen. Letzteres ist eben nicht einfach nur ein Glas mit einer bestimmten Krümmung, wie man es vielleicht vermuten mag, sondern es setzt sich aus verschiedenen Schichten zusammen. Dazu zählen unter anderem eine spezielle Härtung, die Entspiegelung und eine starke Schutzschicht. Je nachdem, wie komfortabel die Brille ausgestattet ist, gibt es auch optionale Spezialschichten (beispielsweise zur Staubabweisung). Alle verarbeiteten Schichten sind sehr dünn und sowohl in Einstärken, als auch in Gleitsichtbrillen zu finden, wie man das hier auch schön sehen kann.



Vorsicht: Das passiert bei falscher Reinigung

Gebrochene Brille | © panthermedia.net /Marko Volkmar

Gebrochene Brille | © panthermedia.net /Marko Volkmar

Ob im Supermarkt, im Fitnessstudio oder im Büro: Wer so schnell kein Brillenputztuch zur Hand hat, verwendet einfach den Ärmel seines Oberteils oder das Papiertaschentuch aus der Hosentasche. Überall ist dieses Phänomen zu beobachten. Da es schließlich so gut wie jeder macht, wird es wohl auch nicht so schlimm sein – oder?

Tatsächlich kann es zu miesen Verkratzungen der Oberflächenschichten kommen, wenn das falsche Material zum Putzen verwendet wird. Es entstehen mikrofeine Rillen, Grate und Vertiefungen, welche für das menschliche Auge zwar kaum erkennbar sind, aber trotzdem erhebliche Konsequenzen mit sich bringen. Sie bewirken nämlich eine unkontrollierte Streuung der Lichtstrahlen, was sich besonders im Dunkeln störend bemerkbar macht. Außerdem wird das Auge dazu gezwungen, die unsauberen Informationen permanent auszugleichen – diese zusätzliche „Seharbeit“ kann mit der Zeit zu ermüdeten Augen und stetig andauernden Kopfschmerzen führen.

Dementsprechend stellen verkratzte Gläser also definitiv keine Dauerlösung dar. Sie sind konzentrationslindernd und zudem unästhetisch. Durch den oben beschriebenen komplexen Aufbau von Brillengläsern ist es jedoch nicht möglich, Kratzer oder andere Beschädigungen im Glas zu entfernen. Ein sehr stark verkratztes Glas muss letztendlich also komplett ausgetauscht werden – was mitunter teuer werden kann.

So putzt man richtig

Damit man keine teuren Extrakosten auf sich nehmen muss, ist es also lohnenswert, von Anfang an auf eine schonende Brillenpflege Wert zu legen. Entgegen vieler Erwartungen muss das auch gar nicht so kompliziert sein: Ein paar nützliche Kniffe reichen, um eine gute Sicht zu garantieren.

Empfehlenswert sind Brillenputztücher aus Mikrofaser, denn sie haben eine weiche Oberfläche, mit der sie die Körner und Schmutzteilchen aufnehmen sowie Fettschichten entfernen können. Solche Mikrofasertücher sind bei richtiger Aufbewahrung sehr langlebig und kostengünstig – viele Optiker bieten sie sogar als Geschenk zum Brillenkauf. Sie sind für die schnelle Reinigung zwischendurch perfekt geeignet und gehören daher in jede Tasche oder jedes Portemonnaie. Alternativ kann man auch spezielle Brillen-Feuchttücher verwenden.

Mindestens einmal pro Tag sollte man seine Brille gründlich unter lauwarmem (nicht heißem!) Wasser säubern. Es bietet sich an, diesen Vorgang mit dem morgendlichen Zähneputzen zu verbinden – so vergisst man ihn nicht. Wenn man zusätzlich eine sogenannte Brillenreinigungslösung oder ein Wasser-Essig-Gemisch verwendet, lassen sich hartnäckige Verschmutzungen noch besser lösen. Aber aufgepasst: Finger weg von starken Lösungsmitteln, denn diese greifen das Glas an und sorgen dafür, dass das Gestell seinen Glanz verliert!

Beim Reinigen ist Vorsicht geboten, denn durch zu viel Druck an den falschen Stellen können Teile der Brille heraus- oder abbrechen. Daher sollte man die Brille ausschließlich am vorderen Teil des Gestells (niemals am Bügel) festhalten und nicht zu fest drücken. Randlose Brillen erfordern zusätzliche Aufmerksamkeit, denn sie sind weniger stabil und lassen sich leichter zerstören. Messer, Schaber oder andere scharfe Gegenstände sind selbstverständlich für jegliches Brillenmodell tabu! Lassen sich hartnäckige Schmutzablagerungen auch nach mehrmaligem Säuberungsprozess nicht entfernen, sollte man einen professionellen Fachhändler aufsuchen.

Nicht zu vergessen: Die passende Aufbewahrung

Brillenetuis | © panthermedia.net /Uwe Mayer

Brillenetuis | © panthermedia.net /Uwe Mayer

Zur richtigen Brillenpflege gehört nicht nur eine angemessene Reinigung, sondern auch eine sichere Aufbewahrung. Sobald die Brille abgenommen wird, gehört sie in ein Brillenetui. So ist sie vor Staub, Spritzern und vor allem auch Bruch geschützt. Denn wer seine Brille einfach unachtsam in die Jacke oder die Handtasche steckt, riskiert Verbiegungen oder noch ernstere Beschädigungen. Auch zu hohe Temperaturen können sich auf die Brillenqualität auswirken und beispielsweise das Gestell verformen, weshalb man gerade im Sommer die richtige Lagerung berücksichtigen sollte!



Achtet man abschließend also sowohl auf gute Pflege als auch auf passende Aufbewahrung, dann hat man lange Spaß mit seiner Brille und muss sich nicht über unnötige Kratzer ärgern.

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