Der deutsche Arbeitsmarkt | Viele offene Stellenangebote in der Jobbörse und dennoch nichts dabei?

Arbeitssuche in Deutschland Arbeitssuche in Deutschland
Arbeitssuche in Deutschland

Arbeitssuche in Deutschland

Die Arbeitslosenzahlen sind im August diesen Jahres auf ganze 2,9 Millionen Menschen gestiegen. Das sind immerhin 29 000 Arbeitssuchende mehr als im Vormonat und die Entwicklung zeigt damit ganz deutlich, dass die Krisenzeit noch lange nicht vorbei ist.

In vielen Medien wird jedoch oftmals propagiert, dass es durchaus genügend Arbeitsstellen geben würde.

Das Problem würde eher bei den Bewerbern liegen, die die Anforderungen an den neuen Job nicht erfüllen könnten – Stichwort Fachkräftemangel. Schaut man sich mit diesem Vorwurf im Hinterkopf die einzelnen Stellenangebote im Detail an, wird man aber doch ganz erheblich überrascht. Bevorzugt werden nämlich nicht unbedingt Fachkräfte gesucht, sondern in der Mehrzahl an Jobangeboten stechen die Zeitarbeitsfirmen hervor.



Ist Zeitarbeit ein Betrug am Arbeitnehmer?

Mit zum Teil ernüchternden Stundenlöhnen wollen Sie Menschen in Arbeit bringen – und dabei natürlich ordentlich abkassieren. Sicherlich gibt es in der Branche der Arbeitnehmerüberlassung auch seriös arbeitende Dienstleister, doch im Großen und Ganzen dürfte es eher anders ausschauen.

Der ursprüngliche Sinn einer Zeitarbeitsfirma ist schon lange verloren. Der Mensch wird zur Ware und dass bitte so billig wie möglich.

Was nützen einem da die vielen Stellenangebote, wenn der Lohn aus dieser Arbeit aber nicht zum Leben ausreicht?

Der offene Arbeitsmarkt

Auch Rentner suchen Jobs

Auch Rentner suchen Jobs

Ein weiterer ganz gravierender Punkt in der problematischen Situation des Arbeitsmarktes ist die Tatsache, dass auch immer mehr Rentner einen Nebenjob suchen. Unternehmen wissen das und nutzen die aktuelle Lage oft schamlos aus. So funktioniert nunmal Kapitalismus.

Anstatt eine Vollzeitstelle auszuschreiben und besetzen zu lassen, nimmt man mittlerweile lieber zwei oder drei 400 Euro-Basis Arbeitnehmer.

Diese sind leichter zu kündigen, flexibler einzusetzen und bei leicht erlernbaren Tätigkeiten in der Regel auch oft wesentlich billiger, als die festangestellten Kollegen.

Wenn es sich bei den Mini-Jobbern dann noch um Rentner oder Schüler handelt, kann man der Stundenlohn nochmals absenken – fadenscheinige Begründungen wird es dafür sicherlich viele geben. Der Arbeitsmarkt besitzt das Potenzial, in Richtung einer Billigbörse abzurutschen. Besonders die Arbeitsleistung in den Bereichen der Produktion darf möglichst nichts kosten, wenn man mit den Schwergewichten China und Indien auch weiterhin konkurrieren will.

Höchste Zeit also, dass sich die Bundesregierung mit diesem Problem beschäftigt. Doch in der Politik wird aktuell darüber diskutiert, ob es in den deutschen Vorständen nicht doch eine Frauenquote geben sollte und wie diese umgesetzt werden könnte. Es werden also Überlegungen für die oberen Zehntausend getroffen, nicht aber für die Masse, die die Hilfe dringend benötigen würde.

Frauenquote ist nicht nötig | Kabarett

Fazit: Statt über eine Frauenquote abzustimmen, wäre beispielsweise eine maximale Beschäftigungsquote von Leiharbeitern und geringfügig Angestellten in den Unternehmen viel wichtiger. Firmen müssen auch im Kapitalismus einen Rahmen vorgegeben bekommen, in dem sie sich dann aber frei bewegen können.

Solch perfide Auswüchse, wie es Deutschland mit der Zeitarbeit erlebt, dürften es in einer hochtechnisierten Industrienation nicht mehr geben.

Würde man hier eine faire Reglementierung einsetzen und die Zeitarbeit wieder zu dem machen, wofür sie ursprünglich gedacht war, könnte der Arbeitsmarkt bald wieder ganz anderes aussehen. Verschwörungstheoretiker fragen sich aber sicherlich zu Recht, ob dass dann überhaupt in dem Interesse der Bundesregierung und der Industrielobby wäre.

Quellen:
http://statistik.arbeitsagentur.de
http://blog.zdf.de/zdfzoom/2012/01/12/finger-weg-von-zeitarbeit
http://www.stellenmarkt.de

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen. Dieser Artikel stellt nur meine eigene Meinung dar!

Bildquellen
Artikelbild: ©panthermedia.net Raphael Muschol
Mitte-Links: ©panthermedia.net Denis Amato

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Die Arbeitslosenzahlen sind im August diesen Jahres auf ganze 2,9 Millionen Menschen gestiegen. Das sind immerhin 29 000 Arbeitssuchende mehr als im Vormonat und die Entwicklung zeigt damit ganz deutlich, dass die Krisenzeit noch lange nicht vorbei ist.

In vielen Medien wird jedoch oftmals propagiert, dass es durchaus genügend Arbeitsstellen geben würde.

Das Problem würde eher bei den Bewerbern liegen, die die Anforderungen an den neuen Job nicht erfüllen könnten – Stichwort Fachkräftemangel. Schaut man sich mit diesem Vorwurf im Hinterkopf die einzelnen Stellenangebote im Detail an, wird man aber doch ganz erheblich überrascht. Bevorzugt werden nämlich nicht unbedingt Fachkräfte gesucht, sondern in der Mehrzahl an Jobangeboten stechen die Zeitarbeitsfirmen hervor.

Ist Zeitarbeit ein Betrug am Arbeitnehmer?

Mit zum Teil ernüchternden Stundenlöhnen wollen Sie Menschen in Arbeit bringen – und dabei natürlich ordentlich abkassieren. Sicherlich gibt es in der Branche der Arbeitnehmerüberlassung auch seriös arbeitende Dienstleister, doch im Großen und Ganzen dürfte es eher anders ausschauen.

Der ursprüngliche Sinn einer Zeitarbeitsfirma ist schon lange verloren. Der Mensch wird zur Ware und dass bitte so billig wie möglich.

Was nützen einem da die vielen Stellenangebote, wenn der Lohn aus dieser Arbeit aber nicht zum Leben ausreicht?

Der offene Arbeitsmarkt

Auch Rentner suchen Jobs

Auch Rentner suchen Jobs

Ein weiterer ganz gravierender Punkt in der problematischen Situation des Arbeitsmarktes ist die Tatsache, dass auch immer mehr Rentner einen Nebenjob suchen. Unternehmen wissen das und nutzen die aktuelle Lage oft schamlos aus. So funktioniert nunmal Kapitalismus.

Anstatt eine Vollzeitstelle auszuschreiben und besetzen zu lassen, nimmt man mittlerweile lieber zwei oder drei 400 Euro-Basis Arbeitnehmer.

Diese sind leichter zu kündigen, flexibler einzusetzen und bei leicht erlernbaren Tätigkeiten in der Regel auch oft wesentlich billiger, als die festangestellten Kollegen.

Wenn es sich bei den Mini-Jobbern dann noch um Rentner oder Schüler handelt, kann man der Stundenlohn nochmals absenken – fadenscheinige Begründungen wird es dafür sicherlich viele geben. Der Arbeitsmarkt besitzt das Potenzial, in Richtung einer Billigbörse abzurutschen. Besonders die Arbeitsleistung in den Bereichen der Produktion darf möglichst nichts kosten, wenn man mit den Schwergewichten China und Indien auch weiterhin konkurrieren will.

Höchste Zeit also, dass sich die Bundesregierung mit diesem Problem beschäftigt. Doch in der Politik wird aktuell darüber diskutiert, ob es in den deutschen Vorständen nicht doch eine Frauenquote geben sollte und wie diese umgesetzt werden könnte. Es werden also Überlegungen für die oberen Zehntausend getroffen, nicht aber für die Masse, die die Hilfe dringend benötigen würde.

Frauenquote ist nicht nötig | Kabarett

Fazit: Statt über eine Frauenquote abzustimmen, wäre beispielsweise eine maximale Beschäftigungsquote von Leiharbeitern und geringfügig Angestellten in den Unternehmen viel wichtiger. Firmen müssen auch im Kapitalismus einen Rahmen vorgegeben bekommen, in dem sie sich dann aber frei bewegen können.

Solch perfide Auswüchse, wie es Deutschland mit der Zeitarbeit erlebt, dürften es in einer hochtechnisierten Industrienation nicht mehr geben.

Würde man hier eine faire Reglementierung einsetzen und die Zeitarbeit wieder zu dem machen, wofür sie ursprünglich gedacht war, könnte der Arbeitsmarkt bald wieder ganz anderes aussehen. Verschwörungstheoretiker fragen sich aber sicherlich zu Recht, ob dass dann überhaupt in dem Interesse der Bundesregierung und der Industrielobby wäre.

Quellen:
http://statistik.arbeitsagentur.de
http://blog.zdf.de/zdfzoom/2012/01/12/finger-weg-von-zeitarbeit
http://www.stellenmarkt.de

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen. Dieser Artikel stellt nur meine eigene Meinung dar!



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Artikelbild: ©panthermedia.net Raphael Muschol
Mitte-Links: ©panthermedia.net Denis Amato

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