Datenschutz in deutschen Unternehmen | Betreiben die USA und China Wirtschaftsspionage?

Wie können sich deutsche mittelständische Unternehmen schützen?

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Schon seit ewigen Zeiten ist Datenschutz in deutschen Unternehmen ein Thema, welches immer wieder in den Medien behandelt wird. In der Geschichte des 20. Jahrhunderts wurden immerhin viele Unternehmen von Wirtschaftsspionage getroffen. Vor allem zur Zeiten des Kalten Krieges wurde genauso viel Wirtschaftsspionage betrieben, wie in der Politikspionage und auch heute noch ist dieses Vorgehen Gang und gebe.

USA und China im Fokus

Wirtschaftsspionage

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In den letzten Jahren rückten vor allem die USA und China in den Fokus von Medien und Ermittlern. Waren es Anfang des Jahrhunderts nur vereinzelte Berichte von Wirtschaftsspionage, so nahm die Anzahl bis heute stetig zu.



Einer der bekanntesten Fälle ist der des Pipelinebauers Vietz. Sowohl chinesische wie auch US-amerikanische Agenten schafften es hoch relevante und sensible Daten von Vietz in ihre Hände zu bekommen.



Anders als andere Unternehmen, welche durch die Bekanntgabe solcher Ereignisse einen wirtschaftlichen Schaden befürchten, spielte Vietz mit offenen Karten und gab die erfolgreiche Spionageaktion bekannt. Hierdurch erhielt man einen sehr guten Einblick in die Vorgehensweise der beiden Länder. Doch ist dies bei weitem kein Einzelfall. Viele Unternehmen, vor allem aus dem Mittelstand, müssen mit diesem Damoklesschwert über ihrem Kopf leben. Wirtschaftsspionage vonseiten der USA oder der Chinesen ist kein Gerücht, sondern die Realität. Dabei wird diese bereits von höchster Stelle betrieben. Seitens staatlicher Organe, zu denen auch die Geheimdienste dieser Länder zählen, können fast ohne Schwierigkeiten auf die Informationen von Firmen aus aller Welt zugreifen.

Dieser vereinfachte Zugriff liegt oftmals schon an der Software selbst, denn in den Betriebssystemen befindet sich angeblich bereits Backdoors, welche zu diesem Zweck genutzt werden können. Dieses unglaubliche Vorgehen ruft inzwischen Datenschützer auf der ganzen Welt auf den Plan. Doch wie kann sich ein deustches Unternehmen effektiv schützen? Wie schafft man es, in mittelständischen Unternehmen die Sicherheit sensibler Daten zu gewährleisten?

Externe Rechner

Internet als Gefahrenquelle

Internet als Gefahrenquelle

Eine Möglichkeit besteht darin, die relevanten Daten auf einem externen Rechner zu kopieren, welcher nicht über einen Internetanschluss verfügt. Somit kann der Zugriff nur aus der eigenen Firma heraus erfolgen. Allerdings muss man auch hier Vorsicht walten lassen. Sollte ein Unternehmen über massiv relevante Informationen verfügen, können schnell auch die eigenen Mitarbeiter zu Spionen werden. In diesem Zusammenhang ereigneten sich Fälle, bei denen Angestellte mit hohen Summen bestochen wurden. Diese schmuggelten dann die Daten heraus. Manchmal wurden auch Mitarbeiter abgeworben, welche dann vor ihrem Weggang die Daten für ihren neuen Arbeitgeber gleich mitnahmen.

Bei einem solchen Verdacht hilft dann nur noch eine konsequente Zugangskontrolle mithilfe von Passwörtern und die Zuhilfenahme von professionellen IT-Sicherheitsfirmen. Unternehmen wie die Deutsche Digital bieten Externen Datenschutz und IT-Security, was im Ernstfall praktisch nicht mit Geld aufzuwiegen sein wird. Dabei sollte man dann aber dennoch auch sicherstellen, dass die Passwörter in der Firma nur dem notwendigen Personal bekannt ist. Doch was ist eigentlich, wenn sich die eben vorgestellte Option nicht bietet und ein Anschluss an das Internet unentbehrlich ist? Neuste Firewalls können hier Abhilfe schaffen. Allerdings sollte man nicht auf die Produkte großer Konzerne setzen, sondern eher jene verwenden, welche von kleineren Herstellern stammen. Hier ist die Chance, dass eine entsprechende Backdoor integriert wurde, eher gering. Somit steigt die Sicherheit um ein enormes Maß.

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Überprüfung der Mitarbeiter

Viele Unternehmen ziehen inzwischen auch eine Überprüfung ihrer Mitarbeiter in Betracht; allerdings ist dies nicht ohne Probleme möglich. Zu weit darf ein Unternehmen nicht in die Privatsphäre seiner Angestellten eindringen. Dies macht eine umfassende Überprüfung natürlich schwierig. Allerdings kann man sich zumindest im Ansatz darüber informieren, ob verdächtige Kontakte bestehen.

Dies grenzt die Möglichkeiten ein und bietet ein bestimmtes Maß an Sicherheit. Dennoch können auf Umwegen leicht Informationen in die falschen Hände geraten. Um sich in diesem Punkt wirklich sicher sein zu können, dürfen nur Personen, denen man vollständig vertraut auf die sensiblen Daten Zugriff haben. Es ist eine Tatsache, dass die meisten Fälle von Spionage, durch die eigenen Angestellten betrieben wurden.

Abwehrmaßnahmen

Was kann man wirklich tun, wenn man in einer Branche tätig ist, in der Geheimhaltung den wesentlichen Aspekt darstellt. Im Grunde ist lediglich umsichtiges Handeln dazu in der Lage, sich vor Wirtschaftsspionage zu schützen. Gerade weil Länder wie die USA oder China eine enorme Machtposition innehaben, ist es schwierig, sich ihrem Zugriff völlig zu entziehen. Hier kann man nur dafür sorgen, dass die Beziehungen welche man in jene Staaten unterhält wirklich vertrauenswürdig sind. Zum anderen müssen die Daten unter allem Umständen vor einem Zugriff aus dem Internet geschützt werden. Auch sollte immer ein entsprechendes Back-up vorliegen. Am sichersten ist heute einer externen Festplatte oder ein USB-Stick, welcher zudem verschlüsselt wurde. Diesen kann man ganz leicht bei sich tragen und weiß die wichtigsten aller Daten immer in seiner Nähe und somit geschützt.

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Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net blueximages
Mitte: © panthermedia.net tetyanka

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