Battlefield 3 Premium | EA muss Kasse machen

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Kein Plan - aber glücklich?

Kein Plan - aber glücklich?

Electronic Arts (EA) ist weltweit fast der größte Entwickler und Publisher von Computer- und Videospielen. Das Unternehmen gibt es auch bereits seit 1982 und man sollte meinen, dass EA weiß, was sie machen.

Doch nur weil man groß und alt ist, heißt es noch lange nicht, dass man auch das Richtige umsetzt und mit Gewinn arbeiten kann. Gerade in der schwierigen Branche der Computerspiele liegen Gewinn und Verlust nah beieinander – je nachdem, wie die einzelnen Titel halt bei der Community angenommen werden. EA hat es aber in letzter Zeit mit einem erstaunlichen Geschick geschafft, seine Käufer ordentlich zu verärgern. Man erinnere sich nur an das Debakel mit Origin.

Es war übrigens ja klar, dass Electronic Arts auf Dauer auch ein passendes Gegenstück zu Steam benötigen würde. Doch so laienhaft, wie Origin zusammengeballert wurde, dürfte es für ein Unternehmen mit weit über 3 Milliarden $ Umsatz im Jahr in der Zukunft wohl schwierig werden. Allein die Peinlichkeit, dass Origin noch Monate nach dem Release von Battlefield 3 eine Beta war, spricht wohl für sich. Von der unfassbar „unglücklich“ formulierten Datenschutzbestimmung mal ganz zu schweigen. Und jetzt zieht ein weiteres Ärgernis auf.

Battlefield 3 Premium

Hatte sich Herr Reisberger von Bigpoint im Interview mit dem Magazin Edge vor ca. einem Jahr noch über EA lustig gemacht, weil EA ihr Potenzial von In-Game-Käufen nicht ausnutzen würde, so wird er heute wohl bereits anders über das Unternehmen denken.

Neben solchen Games wie Die Sims, die aus immer mehr Erweiterungen heraus ihren Umsatz Generierung, ist jetzt auch im großen Stil der beliebte Ego-Shooter dran.

Battlefield 3 Premium nennt sich die neueste Kreation und verspricht einen zusätzlichen satten Gewinn. Versteht mich nicht falsch. Ich habe nichts gegen eine clevere Umsatzgenerierung und erst recht habe ich nichts gegen Battlefield 3. Ich spiele es ja selber und finde das Game wirklich genial. Doch gegen solche In-Game-Käufe habe ich etwas, solange die Basis noch nicht stimmt.

Schon ein Knaller, aber auch eine Frechheit:

Warum bekommt es EA bis heute einfach nicht in den Griff, dass die Cheater und Hacker endlich von den Servern verschwinden. Warum gibt es immer wieder Spielabbrüche und warum verursacht Origin bzw. das seltsame Plug-in bei meinem Browser immer wieder Fehlermeldungen auf meinem Rechner. Dabei bin ich auch kein Einzelfall, wie man es in den zahlreichen Foren gut nachlesen kann. Hätte Electronic Arts eine vernünftige und solide Basis bei Battlefield 3 geschaffen, fände ich solche Erweiterungen wie Battlefield 3 Premium durchaus angebracht. Es kann ja auch jeder selber entscheiden, ob er so was noch zusätzlich kaufen möchte oder eben nicht. Doch für ein Spiel, wo ich bereits 50 € für investiert habe, kann ich auch erwarten, dass dies fehlerfrei läuft, oder?

Fazit

 

Spielehersteller und Publisher unter Druck

Spielehersteller und Publisher unter Druck

Die aktuelle Situation mit Battlefield 3 Premium steht wohl auch symbolisch für den Druck, den die Spielehersteller und Publisher besitzen. EA muss um jeden Preis Kasse machen, wenn sie ihren doch recht deutlichen Verlust der letzten Zeit ausgleichen wollen.

Auch der Kurs von Electronic Arts bei der NASDAQ spiegelt die schwierige Situation wieder. Dennoch bin ich als Käufer natürlich nicht bereit, ein Bananenprodukt zu kaufen. Ich werde mir daher auch nicht das Battlefield 3 Premiumpaket kaufen – auch wenn es nett aussieht.

Ich würde mir für die Zukunft wünschen, dass EA wieder mehr auf seine Kunden hört. Ein Unternehmen mit der Tradition besitzt auch eine gewisse Verantwortung gegenüber den Spielern. Bei all der Kritik möchte ich zum Abschluss aber noch ein paar positive Worte schreiben. Natürlich ist Battlefield 3 wohl mit Abstand der beste Ego-Shooter, den man aktuell kaufen kann. Ich spiele es auch gerne und ich werde mir auch in Zukunft weitere Games von EA holen. Worauf ich mich schon jetzt freue, ist Generals 2. Das könnte die Veröffentlichung im Jahr 2013 werden, wenn es Electronic Arts nicht versaut. Warten wir mal ab.

Hier auch noch ein tolles Video mit einer weiteren Einschätzung zum Battlefield 3 Premium:

Wie siehst Du das? Sind solche Erweiterungen wie Battlefield 3 Premium durchaus legitim, oder wünscht Du dir auch mehr Entwicklungszeit für die Spiele? Schreibt einen Kommentar ich würde mich sehr freuen.

Dieser Artikel stellt keine Rechts-, Lebens- oder Gesundheitsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen. Dieser Artikel stellt nur meine eigene Meinung dar!

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Artikelbild: ©panthermedia.net Marc Dietrich
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Mitte-Rechts: ©panthermedia.net ILYA KATZ

1 Kommentar zu Battlefield 3 Premium | EA muss Kasse machen

  1. Ich finde es wirklich total unfair das man 50€ für ein unfertiges Spiel bezahlen soll. Bei diesem Preis sollte das Spiel doch schon ausgereift sein und nicht jeden Tag einen neuen Patch brauchen!

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