Aquaplaning: Wie Sie damit zurecht kommen

So fahren Sie im Regen sicher

Aquaplaning

Der Herbst kommt mit großen Schritten und damit werden ausgiebige Regenfälle immer häufiger. Für die Autofahrer beginnt jetzt die Zeit, in der Ihre Aufmerksamkeit verstärkt gefordert wird. Eine der größten Gefahren auf den Straßen bei Regen ist Aquaplaning, auch Wasserglätte genannt. Bei starken Regenfällen kann es dazu kommen, dass die Reifen auf dem Wasserfilm aufschwimmen. Dazu kommt es vor allem bei hohen Geschwindigkeiten: Ein „Wasserkeil“ schiebt sich dabei zwischen Reifen und Boden, das Auto verliert die Haftung und wird kaum steuerbar.

 Was die Aquaplaning begünstigt

Es gibt einige Faktoren, die das Aquaplaning begünstigen können. Dazu zählt unter andere:

Reifenzustand

Das Risiko eines Aquaplanings wird umso niedriger, desto mehr Profil der Reifen aufweist. Ein optimal profilierter Reifen sollte ein mindestens vier Millimeter starkes Profil haben.

Darüber hinaus ist es sicherer, in der kalten Jahreszeit einen schmäleren Reifen zu wählen, weil dadurch das Risiko ebenso niedriger wird.



Passen Sie auch auf den Reifedruck auf: Zu geringer Luftdruck begünstigt das Aquaplaningrisiko um Einiges.

Niederschlagsmenge und Fahrbahnbelag

Die Gefahr eines Aquaplanings ist umso größer, desto dicker der Wasserfilm auf der Straße ist. Bei einem rauen Fahrbahnbelag kann das Wasser besser abfließen und es kommt seltener zu Bildung eines Wasserfilms, was das Fahren unsicherer machen würde.

Außerdem sollte man als Fahrer bei Regen auf die Stellen unterhalb von Brücken, Senken oder Kurven besonders achten, weil es an solchen Stellen zu Bildung von Wasseransammlungen kommt.

Fahrgeschwindigkeit

Je höher die Geschwindigkeit, desto höher das Risiko eines Aquaplanings. Vor allem bei Geschwindigkeiten über 80 km/h ist der Fahrer mit einem erhöhten Aquaplaningrisiko konfrontiert, aber dazu kann es genauso gut bei niedrigeren Geschwindigkeiten kommen.

So verhalten Sie sich bei Aquaplaning richtig

Aquaplaning bedeutet nicht gleich einen Unfall. Wichtig ist, dass man weiß, wie man sich im Falle eines Falles verhalten soll. Mit einigen Tipps kann man nämlich lernen, entsprechend zu reagieren, um die Kontrolle über das Auto wieder zu haben.

Fuß vom Gas nehmen

Die oberste Regel heißt: Fuß vom Gas! Treten Sie dabei auf die Kupplung oder schalten Sie bei Automatikgetrieben auf „N“. Fühlen Sie sich hinter dem Steuer sicher genug, können Sie bei manuellem Getriebe die Kupplung durchtreten und darauf warten, bis der Wagen selbstständig nach und nach an Geschwindigkeit verliert. Das gleiche gilt auch bei Fahrzeugen mit automatischem Getriebe.

Keine Brems- und zu heftige Lenkmanöver

In einer Gefahrsituation (Aquaplaning) sollten Sie auch nicht bremsen, weil dadurch die Räder blockieren können, was den Wagen noch weniger steuerbar macht. Nicht selten wird das Fahrzeug bei Aquaplaning nach links oder rechts driften. Sie können dann versuchen, ganz sanft in die entsprechende Gegenrichtung zu lenken.

Zu starke Lenkbewegungen können das Auto ins Schleudern bringen, sobald es den Kontakt mit dem Boden wieder erlangt.



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Bildquellen
Artikelbild:  © panthermedia.net / Bernd Leitner

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