Apple vs. Samsung

Wem gehört das Patent wirklich? Wem gehört das Patent wirklich?
Wem gehört das Patent wirklich?

Der Kampf der Giganten geht in die nächste Runde. Seit Jahren tragen Apple und Samsung nun bereits die Klagen auf internationaler Bühne aus. Beide behaupten voneinander, dass der jeweils andere die Geräte kopieren würde.

Meistens hatte bisher Apple die Nase vorne und konnte einige Verkaufsverbote gegen Samsung erwirken. In Amerika darf Samsung beispielsweise das Galaxy Nexus nicht verkaufen und in Deutschland wurden die Galaxy Tabs vom Markt genommen.

Nun weitet sich die Klage gegen Samsung aus und Apple fordert eine Rekordsumme von dem südkoreanischen Unternehmen. Aufgrund von einer angeblichen Verletzung von diversen Patenten will Apple um die 2,5 Milliarden Dollar. Damit könnte die Klage Samsung stark belasten, wenn nicht sogar ruinieren.


Alles nur geklaut?!

Nun spielt auch ein Dritter in der Klagewelle mit. Eine taiwanische Universität wirft Apple vor, das Sprachprogramm Siri kopiert und somit Patente verletzt zu haben. Die Chen Kung University hat bereits 2007 und 2010 die Patente der Spracherkennung in Amerika gekauft. Nun hat die Uni eine Klage gegen Apple eingereicht. Dabei hat die Universität bewusst ein texanisches Gericht gewählt.

Die Gerichte in Texas sollen angeblich die Klagen schneller bearbeiten und oftmals zugunsten des Pateninhabers entscheiden. Wie sich das Gericht dahingehend entscheiden wird, bleibt natürlich noch abzuwarten.

Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass Apple wegen Siri verklagt wurde. Eine chinesische Softwarefirma wirft schon seid der Veröffentlichung des 4S Apple vor, patentierte Systeme für Siri zu nutzen. Bereits 2006 hatte sich die Softwarefirma Zhizhin die Rechte an dem Chat-Boot-System gesichert. Auf dieses System scheint auch Siri zu basieren, welches Apple angeblich nutzen soll.Darüber hinaus haben viele Nutzer von Siri eine Sammelklage gegen den Hersteller eingereicht. Angeblich werden in der Werbung Funktionen suggeriert, die das Programm gar nicht leisten kann. Einige hatten wohl aufgrund dessen dieses Smartphone gekauft und sind somit laut der Klage getäuscht worden.


Bei Samsung ist Apple erfolgreicher

In der Masse von Klagen gegenüber Samsung, war Apple bisher noch erfolgreicher. Auch wenn Samsung inzwischen ein Redesign des Galaxy Tablets 10.1N verkaufen darf, so sind noch immer viele Produkte von einem Verkaufsverbot getroffen. Doch anscheinend wird es Apple wohl nicht schaffen, die Rekordklage von 2,5 Milliarden Dollar Schadensersatz durchzubringen.

Befragungen der Jury vor dem Prozessstart sprachen eher gegen die Klage. Apple zweifelte daraufhin die Unbefangenheit eines Jurymitgliedes an. Dieses Mitglied ist ein Mitarbeiter von Google und war nach Apples Ansicht nicht in de Lage, eine Entscheidung zu treffen, die nicht im wirtschaftlichen Interesse des Arbeitgebers stünde. Die vorsitzende Richterin widersprach dem und setze sich für das Jurymitglied ein. Letztendlich konnte Apple dann aber doch von seinem Recht Gebrauch machen und schloss dieses Jurymitglied von der Verhandlung aus. Durchaus berechtigt.

Patentkampf geht in die nächste Runde

Fazit: Die ganzen Klagen sind im Interesse der Firmen und natürlich rein von wirtschaftlicher Natur. Gerade in dieser Branche sind Tage, wenn nicht sogar Stunden ausschlaggebend, um den Markt zu beherrschen. Jedoch sollten beide sich beide Unternehmen überlegen, ob es nicht auf lange Sicht eine einvernehmliche Einigung geben kann. Etwa mit Lizenzvereinbarungen.

Durch die ganzen Klagen und Verkaufsverbote könnten sie die Kauflust der Kunden bremsen. Wenn sich die Unternehmen ausschließlich mit laufenden Klagen oder noch folgenden beschäftigen müssen, so werden die wichtigeren Dinge außen vorgelassen. Das ist in diesem Fall der Kunde und die Technologie. Und beide sollten im Fokus stehen.


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