Alexander Apostol

Letztens bin ich auf den venezuelanischen Fotokünstler Alexander Apostol und vor allem seine Residente Pulido-Fotoreihe.

In der Residente Pulido-Fotoreihe, was übersetzt ungefähr “polierte Residenzen” heißt, hat Apostol Gebäude in Caracas, der Hauptstadt Venezuelas, fotografiert, die in den 50er Jahren errichtet wurden.

Diese Fotos sind von ihm im Nachhinein digital bearbeitet worden. So entfernte er alle Fenster, Treppenaufgänge, Türen oder andere Aperturen. Dies kann man als Kritik an der Bauwelle in Lateinamerika und besonders in Venezuela in den 50er Jahren verstehen. Vor allem durch die Ölindustrie angetrieben, planten die Stadtväter große, monumentale Gebäude um das Stadtbild Caracas prunkvoller und beeindruckender zu machen.

Dafür wurden renommierte Architekten beauftragt, doch die Projekte wurden aus verschiedenen Gründen nur sehr spartanisch beendet, weil viele Versprechungen und Abkommen gemacht wurden, die dann gebrochen wurden. Apostol will scheinbar kritisieren, dass – und deswegen benennt er die Fotos nach Herstellern von feinem Porzellan – diese Gebäude zu den durchschnittlichen Bürgern Caracas keine wirkliche Beziehung haben bzw. ermöglichen, weil sie keinen bestimmten Sinn erfüllen und mit ihrer Optik diesen Eindruck nur noch verstärken und im Grunde allein für sich selbst stehende Monumente sind.



Hier der Link zu seiner Homepage:
http://www.alexanderapostol.com/

Letztens bin ich auf den venezuelanischen Fotokünstler Alexander Apostol und vor allem seine Residente Pulido-Fotoreihe.

In der Residente Pulido-Fotoreihe, was übersetzt ungefähr “polierte Residenzen” heißt, hat Apostol Gebäude in Caracas, der Hauptstadt Venezuelas, fotografiert, die in den 50er Jahren errichtet wurden.

Diese Fotos sind von ihm im Nachhinein digital bearbeitet worden. So entfernte er alle Fenster, Treppenaufgänge, Türen oder andere Aperturen. Dies kann man als Kritik an der Bauwelle in Lateinamerika und besonders in Venezuela in den 50er Jahren verstehen. Vor allem durch die Ölindustrie angetrieben, planten die Stadtväter große, monumentale Gebäude um das Stadtbild Caracas prunkvoller und beeindruckender zu machen.

Dafür wurden renommierte Architekten beauftragt, doch die Projekte wurden aus verschiedenen Gründen nur sehr spartanisch beendet, weil viele Versprechungen und Abkommen gemacht wurden, die dann gebrochen wurden. Apostol will scheinbar kritisieren, dass – und deswegen benennt er die Fotos nach Herstellern von feinem Porzellan – diese Gebäude zu den durchschnittlichen Bürgern Caracas keine wirkliche Beziehung haben bzw. ermöglichen, weil sie keinen bestimmten Sinn erfüllen und mit ihrer Optik diesen Eindruck nur noch verstärken und im Grunde allein für sich selbst stehende Monumente sind.



Hier der Link zu seiner Homepage:
http://www.alexanderapostol.com/

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Die neusten Artikel jetzt per eMail!

Die aktuellsten Artikel per eMail! Probiere es jetzt aus - komplett kostenlos!