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28 Apr, 2011
von Jessica Hünger

Die Gewalt in Deutschland und vor allem bei Jugendlichen nimmt immer mehr zu. Ich kann es einfach nicht verstehen. Weiß die Jugend nicht mehr was sie in ihrer Freizeit machen soll? Wie kann es sein, dass Jugendliche anscheinend aus Langeweile einen Menschen fast zu Tode prügeln? Einfach so, weil der Mensch grade zur falschen Zeit am falschen Ort ist.

Erst jetzt am Ostersamstag gab es wieder einen Fall. In Berlin im U-Bahnhof an der Friedrichstraße wurde ein Mann fast zu Tode geprügelt. Der Haupttäter ist 18 Jahre alt, kommt aus gutem Haus und ist dabei sein Abitur zu machen. Gemeinsam mit seinem Kumpel pöbelte er das Opfer an und wurde plötzlich handgreiflich. Das Opfer ist eine Person, die jeder Gewalt aus dem Weg geht. Als das Opfer, er ist 29 Jahre, zusammen brach, trat der Täter dem Opfer noch ein paar Mal ins Gesicht bis er bewusstlos wurde. Erst als ein Passant eingegriffen hat, ließ der Täter von seinem Opfer los. Ich möchte hier erwähnen, dass ich über das Eingreifen des Passanten erstaunt bin und auch froh bin, dass es doch noch Menschen gibt die nicht einfach weg schauen, sondern einfach ihren Mut zusammen nehmen und eingreifen. Leider gibt es viel zu wenige die noch Zivilcourage besitzen. Dass, das Opfer noch lebt verdankt er seinem Retter. Das Opfer ist ein sogenanntes „Zufallsopfer“. Und warum? Weil die Täter Streit suchten.

Zum einen kocht es in mir richtig wenn ich so etwas in der Zeitung lese oder es mir im Fernsehen ansehe und zum Anderen stelle ich mir die Frage, warum? Warum ist es mittlerweile schon fast an der Tagesordnung, dass es zu solchen Prügel-Attacken kommt? Und von wem? Von Jugendlichen die anscheinend nicht wissen was sie mit sich anfangen sollen. Wenn sie Aggressionen haben sollen sie verdammt noch mal in einen Box-Club gehen, da können sie sich schlagen so viel sie wollen. Aber warum immer auf andere?

Was mich aber am allermeisten Aufregt ist mal wieder die Justiz. Warum werden die Täter freigelassen? Der Täter hatte einen Haftbefehl wegen versuchten Totschlags bekommen. Der Richter entschied aber auf Haftverschonung. Da er sich selber gestellt hat ist er geständig und zeigt Reue. Er wohnt noch bei seinen Eltern, geht noch zur Schule und ist nicht vorbelastet, so Holger Freund Sprecher der Staatsanwaltschaft zu den Gründen der Freilassung. Nun muss er sich als Strafe dreimal die Woche bei der Polizei melden.

Was hat es damit zu tun, ob er noch zur Schule geht, bei seinen Eltern wohnt, gestanden hat und nicht vorbelastet ist? Er hat einen Menschen fast umgebracht und das Einzige was er machen muss ist sich bei der Polizei regelmäßig melden? Bei mir trifft man da auf absolutes Unverständnis und ich frage mich ernsthaft wo das Hinführen soll?

29 Aug, 2009
von Jessica Hünger

Nadine T. († 27) rief laut um Hilfe, als ihr Ex-Freund Thomas H. (30) immer wieder auf sie und ihre Freundin Anne G. († 27) einstach. Anne rannte schreiend 80 Meter weit über den Platz, ehe sie blutüberströmt zusammenbrach und starb. Warum hat ihr keiner der Camper geholfen?

Das kan ich euch sagen. Weil einfach niemand mehr den Arsch in der Hose hat und sich traut zu helfen. Alle haben angst, dass ihnen selber etwas passiert. Wir Menschen sind einfach EGOISTEN. Und das ist etwas, was mich persönlich tierisch ankotzt. Wir schauen lieber zu oder sogar weg wenn jemand in Not ist und unsere Hilfe benötigt. Wenn ich so etwas sehen würde, dann würde ich keine Sekunde an mich denken und daran was mir evtl. passieren könnte. ICH würde helfen. Ein Beispiel: Miguel und ich stehen an der Kasse eines Supermarktes und eine Frau drängelt sich einfach vor (ok da brodelt es innerlich bei mir aber ich sage nichts), diese Frau ist dann aber der Meinung, dass sie die Kassiererin blöd anmachen muss, weil es nun ausgerechnet ihre Zigaretten nicht mehr gibt. Miguel stand vor mir (sonst hätte ich eingegriffen) und meinte zu der Frau, dass sie doch die Kassiererin deswegen nicht anzumachen hat und das sie doch bitte ihren Ton etwas herabsetzen möchte. Und hat jeman anders vor gehabt etwas zu sagen? Nein natürlich nicht. Es hat keinen interessiert. Da fängt es doch schon an, keiner greift ein wenn eine Situation auftaucht die anders ist als man es gewohnt ist. Die Kassierer dürfe nicht unfreundlich werden, sonst sind sie ihren Job los und somit war sie dankbar das wir die Dame zurecht gewiesen haben. Würde jeder mal etwas weniger an sich denken, dann könnten solche Dinge wie auf dem Campingplatz in Cuxhaven auch anders ausgehen. Denkt da mal drüber nach…….

Hier noch der Bericht zum Nachlesen:

Knapp 70 Stellplätze hat der Campingplatz am Wernerwald, die Wohnwagen stehen dicht an dicht. Anne G. ist an knapp 20 Wagen vorbeigelaufen. Ihre lauten Schreie waren bis zu den benachbarten Hochhäusern zu hören. BILD wollte von den Campern wissen: Warum kam niemand zu Hilfe?

Ein Mann in einem grauen T-Shirt will uns des Platzes verweisen. Er wird laut, bedrängt uns, behauptet: „Ich war gar nicht da in der Nacht.“ Seine Frau hält ihn zurück, flüstert ihm zu: „Sag nichts, sag nichts.“ Zwei weitere Urlauber kommen dazu, bauen sich vor uns auf. Auch sie sind aufgebracht, werden beleidigend. Aber zu den Vorwürfen will sich niemand äußern. Der Urlauber einer Ferienwohnung: „Ich hörte die Schreie auch, rief die Polizei an. Der Weg von meiner Wohnung rüber zum Campingplatz ist viel zu weit, ich hätte nichts mehr ausrichten können. Aber warum hat denn dort unten keiner Zivilcourage gezeigt?“ Eine Polizeisprecherin: „Die Gemeinschaft will momentan für sich sein, möchte keine Öffentlichkeit.“ Man steht unter Schock, ist fassungslos, dass in der beschaulichen Touristenhochburg Cuxhaven so eine grausame Tat geschehen konnte. Auch wenn die Polizei nicht wegen unterlassener Hilfeleistung ermittelt – mit dem schlechten Gewissen müssen die Camper weiter leben …

(via)

 

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