Politisch unerwünscht ist Julian Assange ganz eindeutig von vielen Regierungen, allen voran der amerikanischen. Die konservative Presse in Deutschland schließt sich der Diffamierung des Australiers gerne an, nachdem aber zuvor die veröffentlichten geheimen Berichte von US- Diplomaten von genau dieser Presse als Stoff für ihre Nachrichten verwendet wurden.
Durch Berichte über die in Schweden sogenannte Vergewaltigung zweier Frauen soll Assange in ein möglichst schlechtes Licht gerückt werden. Die Medien vergessen leider häufig zu erwähnen, dass es sich hierbei um nicht um eine Vergewaltigung nach deutschem Recht handelt. Die betroffenen Damen hatten freiwillig Sex mit dem Beschuldigten, waren aber nicht damit einverstanden, diesen ungeschützt zu haben. Wie sich das abgespielt haben soll, ist mir ein Rätsel. Hat sich Herr Assange mitten im Akt heimlich das Kondom abgezogen oder was?
Ich bin absolut für das sexuelle Selbstbestimmungsrecht der Frau (des Mannes auch) und ich finde, eine Vergewaltigung (nach deutschem Recht) muss auf jeden Fall bestraft werden. Aber was in diesem Fall herbeikonstruiert wird, um dem Ruf eines Mannes zu schaden, der mutig Daten gegen den Widerstand der bloßgestellten Politiker veröffentlicht hat, das ist lächerlich.
Wenn unliebsame politische Gegner zu gut bei den Bürgern ankommen, dann ist schon öfter das Instrument der Veröffentlichung von sexuellen und intimen Geschichten benutzt worden, um die öffentliche Meinung negativ zu beeinflussen. In unserer sexuell freizügigen Welt klappt das bloß nicht mehr so richtig. Und Julian Assange hat ja sogar einen mächtigen Verbündeten in seiner Vorliebe für ungeschützten Verkehr. Der Papst ist sicherlich ganz stolz auf ihn.
Kommentare (1)Gewalttaten und Kriminalität in Einrichtungen, die angeblich von ausgebildetem Personal betreut werden, sind keine Seltenheit. Eine Bekannte von mir verbrachte ein Jahr in einem Internat des CJD. Sie erzählte mir von Alkoholexzessen und Drogenmissbrauch, die ab und zu bei ihren Mitschülern zu Krankenhausaufenthalten führten. Ein Junge hatte Kinderpornographie im Zimmer, die er auf seinem Videorecorder abspielte. Ich war mehrmals versucht, mich bei dem Internat zu beschweren, da ich den Eindruck hatte, niemand kümmere sich um diese Missstände. Angeblich sollten die Betreuer aber in Kenntnis gesetzt worden sein. Ob sie etwas unternahmen, weiß ich nicht. Die Geschichten über Jungen, die sich Tabletten durch die Nase schnieften oder Mädchen, die bewußtlos mit einer Alkoholvergiftung in die Klinik eingeliefert wurden, hörten jedenfalls nicht auf. Meine Bekannte verließ das Internat, nachdem sie von einem ihrer Mitbewohner vergewaltigt worden war. Dies geschah nachts in einer der Wohneinheiten. Von einer Anzeige sah das Opfer ab. Die Internatsleitung wurde jedoch informiert. Meines Wissens wurde der Täter nicht zur Rechenschaft gezogen.
Es ist ein wirklicher Skandal, dass derartige Vorfälle in Einrichtungen passieren, die angeblich betreut werden. Was sind das für Betreuer, die nichts von dem merken oder merken wollen, was unter ihrer Aufsicht passiert? Wenn die Politik reagiert, indem sie bessere Ausbildungen für das Personal solcher Institutionen fordert, zeigt das doch nur Ahnungslosigkeit. Ein Bischof hat ja wohl mit einem Theologiestudium eine vermeintlich hochwertige Qualifikation für Menschlichkeit und Nächstenliebe erlangt und ist deshalb dennoch nicht davor gefeit, Kinder sexuell zu misshandeln.
Irgendetwas stimmt wohl mit unserer Gesellschaft nicht, wenn Menschen ihren Spaß daran haben, anderen so etwas anzutun wie oben genannt.
Man kann nicht Impfungen gegen Hepatitis B bei Kindern empfehlen, weil die Gewalt an Schulen so zugenommen hat, dass die Gefahr einer Ansteckung durch offene Wunden größer geworden ist. Damit hat man das Übel nicht an der Wurzel gepackt. Vielleicht sollte lieber an Schulen mehr Wert darauf gelegt werden, Toleranz und friedliches Miteinander zu üben.
Geschäft ist Geschäft und Privat ist Privat. Keiner kann sich wohl selbst ein Bild über sein Privatleben machen. Sein Anwalt sagt aber, dass dies frei erfunden ist und kündigt an, dass bereits eine Gegenklage vorbereitet wurde. Trotzdem gab es vorerst einen Haftbefehl wegen Fluchtgefahr.
Die Wetterberichte werden nun vorerst von einer Vertretung übernommen. Aktuell ist nocjh unklar, wie es um die Zukunft von Kachelmann steht. Aktuell gab es noch keine Berichte, ob Kachelmann nach der Verhandlung seinen Job verliert. Dies ist vermutlich davon abhänging, was für ein Urteil gesprochen wird.
Man kann sich nun die Frage stellen, ob diese Aktion einfach nur eine Racheaktion seiner Freundin ist, um seine Karriere zu beenden oder zumindest seinem Ruf zu schaden. Obwohl kaum einer glaubt, dass an den Vorwürfen etwas dran ist, so heisst es, dass sich der Verdacht nun wohl schon verhärtet hat. Genaueres ist hierzu aber noch nicht bekannt.
Viel Wirbel um nichts? Wir werden es wohl erst in den nächsten Tagen erfahren. Bis dahin sollte man von Spekulationen absehen und einfach abwarten, was anschliessend bei der Gerichtsverhandlung raus kommt.
Der Chaos Computer Club ruft für den 17. April 2009 zu Protesten gegen die von der Bundesregierung geplanten Internetsperren auf. An diesem Tag werden sich fünf der größten deutschen Internetanbieter im Beisein von Familienministerin Ursula von der Leyen verpflichten, Kinderpornosites auf ausländischen Servern zu blockieren.
Unter dem Motto “Zu Besuch bei Zensursula” ruft die Hackervereinigung Chaos Computer Club (CCC) am 17. April 2009 zu Protesten gegen Internetsperren auf. “Wir wollen dabei und präsent sein, wenn die größten deutschen Internetprovider händchenhaltend mit Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen den Vertrag unterzeichnen werden, mit dem sie sich ohne jegliche gesetzliche Grundlage verpflichten, unliebsame Inhalte nach Gutdünken des Bundeskriminalamtes (BKA) zu sperren und zu filtern”, heißt es in dem Aufruf.
Bei den Internetsperren soll es vorerst nur um die Erschwerung des Zugangs zu strafbaren Inhalten gehen. Die Erweiterung des Systems auf die Zensur beliebiger anderer Webseiten sei aber durch eine Anpassung der geheimen Filterliste des BKA jederzeit möglich, mahnt der Hackerclub.
Die Provider würden dabei “knallhart erpresst”, da sie im Falle einer Weigerung in einem Atemzug mit Kinderschändern erwähnt werden. Von der Leyen hatte wörtlich erklärt, wer ihrem Plan widerspreche, wolle “weiterhin uneingeschränkt die Vergewaltigung von Kindern zeigen lassen”. Kabel-Deutschland-Sprecher Marco Gassen hatte Golem.de erklärt, dass das Unternehmen die Absicht habe, am 17. April 2009 den Vertrag zur Sperrung von Kinderpornografie-Seiten zu unterzeichnen. “Aktuell werden noch die letzten Vertragsdetails mit dem Bundesfamilienministerium geklärt”, sagte er. Deutsche-Telekom-Sprecher Frank Domagala wollte sich nicht äußern und verwies auf das zuständige Ministerium.
Der CCC führt an, dass Kindesmissbrauch nicht mit geheimen BKA-Sperrlisten bekämpft werden könne. Denn “die Verbreitung von Bildern und Filmen missbrauchter Kinder ließe sich einfacher verhindern: Ginge es ihr wirklich darum, könnte Zensursula die Betreiber der Server mit den Mitteln des Rechtsstaats belangen”. Die Strafverfolgungsbehörden könnten die Anbieter und Produzenten von Kindesmissbrauchsvideos zwar effektiv verfolgen, täten dies aber nicht. Auch sei keine bessere Ausstattung und Zusammenarbeit der Ermittler geplant.
Treffpunkt am 17. April 2009 um 09:00 Uhr ist das Presse- & Besucherzentrum der Bundesregierung in Berlin-Mitte. (via)
Das Bundeskabinett hat heute Eckpunkte für eine gesetzliche Regelung über Blockaden kinderpornographischer Webseiten beschlossen.
Demnach haben sich 75 % der großen Provider dazu bereit erklärt einen Vertrag über eine freiwillige Zugangserschwernis für solche Seiten zu unterzeichnen. Dies wurde von der Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen bereits vor Monatengefordert worden.
So seien die Deutsche Telekom, Vodafone/Arcor, Hansenet/Alice, O2 und Kabel Deutschland nun bereit, die Selbstverpflichtung abzugeben.Die aus den Verhandlungen ausgestiegenen Zugangsanbieter Freenet, Versatel und United Internet (1&1) würden im zweiten Schritt mit dem angestrebten Gesetz gezwungen, “Seiten, die Vergewaltigungen zeigen, zu sperren”.
Ich finde dies eine prima-Idee die ansich schon viel früher hätte umgesetzt werden müssen. Allerdings ist mir nicht so ganz einleuchtend, wieso es da trotzdem noch Provider gibt, die sich da quer stellen.
(via)