Einer der beeindruckendsten Filme, die ich in den vergangenen Jahren gesehen habe, ist „Suicide Club“. Das 2010 entstandene Werk war die Abschlussarbeit des deutschen Studenten Olaf Saumer an der Kunsthochschule Kassel, für welche er gerade mal 50.000,- € Produktionskosten benötigte.
Die Story ist eigentlich ziemlich einfach, aber dennoch genial ausgedacht: fünf sich vollkommen Fremde verabreden sich in den frühen Morgenstunden auf dem Dach eines Hochhauses, um sich gemeinsam das Leben zu nehmen. Auf den ersten Blick sind diese Charaktere völlig unterschiedlich: der Verklemmte, der Verwegene, die Ausgeflippte, der Schüchterne und die Einsame; sie teilen nur eines miteinander: den Wunsch zu sterben.
Ihr Plan, so einfach er auch klingen mag, ist nicht ganz so einfach in die Tat umzusetzen, wie man annehmen könnte. Äußere Umstände zwingen die fünf Protagonisten immer wieder zum Abbruch ihres Vorhabens, bis es schließlich heller Tag und somit die Gelegenheit zur Durchführung des Plans erst einmal verpasst ist. Also beschließen die Fünf, den Tag gemeinsam zu verbringen und dann am Abend in den Tod zu springen…
Natürlich ist es so, dass sich diese wildfremden Menschen näher kommen und Stück für Stück mehr über die anderen erfahren…
Mich persönlich wundert es nicht, dass dieser Film von Experten durchweg positiv bewertet worden ist und mehrere Preise gewonnen hat. Anrührend, ohne viel Trara, aber mit ganz viel Emotionen gewährt Olaf Saumer dem Zuschauer Einblick in die Seelen der fünf Lebensmüden. Bewegend erzählt und dargestellt, ist diese Low-Budget-Produktion in meinen Augen ein richtiges Meisterwerk. Trotz der eigentlich ernsten Thematik kommt auch der Humor nicht zu kurz, und je länger man den Film anschaut, desto mehr fühlt man sich mit den Protagonisten verbunden und hofft, dass es vielleicht doch noch eine Alternative zu deren Freitod gibt (zumindest erging es mir so). Leider kann ich inhaltlich nicht mehr verraten, sonst erlischt ja die ganze Spannung… Auf jeden Fall empfehle ich Euch sehr, Euch „Suicide Club“ einmal anzusehen – Ihr werdet es sicher nicht bereuen.
Kommentare (0)Vergangenen Samstag hat der DFB-Schiedsrichter Babak Rafati in einem Kölner Hotel versucht, sich das Leben zu nehmen. An für sich ist die Tatsache, dass jemand nicht mehr leben möchte, schon traurig genug. Noch trauriger finde ich jedoch, wie in den Medien mit dem Selbstmordversuch umgegangen wird. Von ärztlicher Seite aus gab es noch nicht einmal Entwarnung, dass Rafati stabil ist, da hagelte es bereits überall Berichte über mögliche Gründe für seine tat.
Persönliche Motive? Berufliche? Besteht ein Zusammenhang zu der Schwarzgeldaffäre? Bla-bla-bla. Ich finde dieses Verhalten seitens der Medien ausgesprochen respektlos gegenüber diesem Menschen, der offensichtlich so sehr in Not ist, das er dem Ganzen ein Ende setzen wollte – aus welchen Gründen auch immer. Natürlich sollen Journalisten die Bevölkerung aufklären, aber dazu gehören meines Erachtens Fakten und nicht sinnlose Spekulationen und ein herumstochern in Herrn Rafatis (Privat-) Leben. Auch die Interviews, die sein Vater (angeblich) gab („mein Sohn bat mich um Verzeihung“) gehören nicht in die Öffentlichkeit. Sollte diese Entschuldigung wirklich ausgesprochen worden sein, so wäre dies eine familiäre Sache und bestimmt nicht für Tausende Schaulustige und Neugierige bestimmt.
Auch Theo Zwanziger spielt sich meiner Meinung nach zu sehr auf. Was er sagt, hat zwar alles Hand und Fuß, aber er sagt zu viel, redet zu lieb und ist zu präsent. Auf mich wirkt es so, als nutze er die Verzweiflungstat seines Schiris durch betont liebevolles Benehmen dazu, sein eigenes recht angekratztes Image ein wenig aufpolieren zu wollen – und so etwas geht gar nicht.
Ich denke, man sollte Babak Rafati und seine Familie komplett in Ruhe lassen – vor allem ihn selbst erst einmal wieder zu sich finden lassen. Wenn er so weit ist, kann er immer noch entscheiden, was beziehungsweise wie viel er über seine Tat berichten möchte. Und wenn er schweigen wird, ist dies auch in Ordnung. Viel wichtiger als die „öffentliche Person“ Rafati, die wir alle schon einmal gesehen haben, ist der Mensch Babak, und der braucht ganz bestimmt seine Ruhe und keine wilden Spekulationen. In diesem Sinne: alles Gute für Sie, Herr Rafati!
Die Angst vieler Menschen vor dem Tod rührt sicherlich auch daher, dass man nicht weiss, was einen danach erwartet. Habgierige Händler verkauften im 16. Jh. sogenannte Ablassbriefe, die den Käufer vor dem Fegefeuer bewahren sollten. Dieses wurde ihm von der Kirche damals noch prophezeit, falls er auf Erden gesündigt haben sollte. Die Vorstellung, nach dem Ableben in einem Feuer zu landen, war nicht so angenehm. Das klang schon sehr nach Hölle. Wenn man die Möglichkeit sah, dem durch den Erwerb der Ablassbriefe zu entgehen, dann schien es ein gutes Geschäft zu sein.
Es gibt viele spirituelle Bücher, die sich unter anderem mit dem Leben nach dem Tode befassen. Aus diesen habe ich für mich herausgefunden, warum ich keine Angst vor dem Tod haben muss. Ob das so stimmt, ist mir eigentlich egal. Ich glaube daran, weil es mir gut tut.
Der Tod selbst ist ein angenehmer Vorgang. Er transportiert die Seele in eine andere „Welt“. Das Gefühl, das dabei empfunden wird, ist Glück. Anschließend befindet man sich in einem Zustand, der besser ist als das Leben auf der Erde. Man trifft seine Lieben wieder.
Besonders gefällt mir, dass man von wichtigen Lebewesen aus dem Erdenleben „abgeholt“ wird. Ich freue mich schon ein wenig auf das Wiedersehen mit meinen Hunden Rocky und Aki und in meiner Fantasie kann ich mir die Begrüßung lebhaft vorstellen. Vielleicht kommt in den nächsten Jahren noch der eine oder andere Vierbeiner dazu.
Wenn man jetzt aber glaubt, dass das Leben hier schlecht läuft und man macht mal eben rüber, weil es da besser ist, dann ist das ein Irrtum. Wer sich selbst tötet, der landet erstmal in einer Zwischenwelt, in der er sich schlechter fühlt als hier jemals zuvor. Und da bleibt er solange, wie er auf der Erde unter normalen Umständen noch gelebt hätte.
Wenn das kein Grund ist, die Finger vom Selbstmord zu lassen, dann weiß ich auch nicht.
Ich gedenke, obwohl der Tod ein schönes Dasein verheißt, noch ein paar Jahre hierzubleiben und zu leben, und das richtig gut.
Der Nationaltorhüter Robert Enke hat sich das Leben genommen. Nachdem man Anfangs erst unsicher war, ob es Selbstmord war haben sich nun alle Vermutungen bestätigt. Robert Enke hat sich umgebracht.
In Hannover ist soeben die Pressekonferenz zuende gegangen. Daher gibt es nun alle Fakten und Daten der Pressekonferenz auf SegaPro.
Pressekonferenz Hannover 11.11.2009 – 13 Uhr
Teresa Enke spricht auf der Pressekonferenz – Sie sagt, dass Robert Enke unter schweren Depressionen gelitten hat. Er hatte sich mit Fussball immer abgelenkt. Seine Frau Teresa hat ihn deswegen immer zum Training begleitet. Sie sagte ihm, dass es mit Sport nicht möglich ist, die Probleme zu besiegen. Er wollte aber nicht hören und hat sich immer im Fußball versteckt. Durch das Training hat er Halt bekommen. Er hat es genossen, wenn er mit den Mannschaftskollegen etwas Spaß haben konnte.
Dr. Valentin Markser war der Psychotherapeut von Robert Enke – Er sagt, dass Robert Enke wegen der Depressionen in Behandlung war. Laut seinem Befund war aber nicht ersichtlich, dass Robert Enke Selbstmordgefährdet war. Er litt an dem Verlust seiner Tochter und hatte sich zusätzlich noch unter Druck gesetzt, da er Angst hatte, man nehme ihm seine Tochter weg, wenn bekannt werden würde, dass er in psychologischer Behandlung ist.
Damit ist wohl klar, dass der Nationaltorhüter massiv an dem Tod seiner kleinen Tochter gelitten hatte. Seit 2003 war er deswegen in Behandlung. Er hat zum großen Teil versucht, mit seinen Depressionen selbst fertig zu werden.
Über den Abschiedsbrief wurde nichts erwähnt. Die Polizei bestätigte, dass ein Abschiedsbrief gefunden wurde. Dieser wird aber allem Anschein nach nicht veröffentlicht werden. Bekannt ist nur, dass er in dem Brief schilderte, dass er dem Druck nicht mehr standhalten konnte. Er entschuldigte sich dafür in dem Brief vor allem bei seiner Familie.
In Hannover beginnt heute um 18 Uhr eine Trauerfeier in der Marktkirche. Nach dem Gottesdienst geht ein Trauerzug von der Marktkirche zum Stadion, der AWD-Arena. Dort liegen mehrere Kondolenzbücher für die Fans aus.
Nach dem tragischen Tod von Nationaltorhüter Robert Enke trauern Fans, Kollegen und vor allem die Angehörigen. Die Webseite von Hannover 96 wurde abgeschaltet. Auf www.hannover96.de ist nur eine schwarze Seite zu sehen mit dem Text “Wir trauern um Robert Enke” .
Die Darstellung der offiziellen Webseite der Fußballmannschaft von Hannover 96 soll zeigen, wie bewegt die Menschen ist. In Hannover herrscht rund um das Stadion der Ausnahmezustand. Tausende Menschen haben sich an der AWD-Arena versammelt um zu trauern. Sie stehen Schlange um sich in ein Kondolenzbuch einzutragen. Heute am frühen morgen hat die AWD-Arena bereits einem Lichtermeer geglichen. Aus der Luft sah es aus, als ob das ganze Stadion brennt. So schön diese Bilder auch waren, so steht aber fest, dass dies kein Werbegang oder ähnliches war. Die Menschen sind traurig über den tragischen und plötzlichen Tod von Robert Enke, der im Alter von nur 32 Jahren, vermutlich durch Selbstmord, ums Leben kam.
In Hannover gibt es heute um 13 Uhr eine Pressekonferenz die auch im Fernsehen übertragen wird. Nach dieser Konferenz werden hier weitere Informationen folgen. Man kann davon ausgehen, dass der Ausnahmezustand in Hannover noch eine ganze Weile andauern wird.
Aus ersten Kreisen wird bereits berichtet, dass Robert Enke vermutlich nicht über den Tod seiner kleinen Tochter hinweg gekommen ist. Bereits wenige Tage nachdem sie gestorben ist, stand Robert Enke schon wieder auf dem Fußballplatz. Er hatte sich mit seinem Sport abgelenkt und hat daher nie richtig trauern können.
Robert Enke ist tot. Der 32 Jährige Nationaltorwart hat sich heute gegen 18.25 Uhr das Leben genommen. Anfangs wurde vermutet, dass es sich um einen tragischen Unfall handelte. Sein bester Freund und sein Berater Jörg Neblung sagen: Es war Selbstmord – Doch was war passiert?
Gegen 18.25 Uhr kam es an einem Bahnübergang bei Neustadt am Rübenberge, in der Nähe von Enkes Wohnort, zu einem tödlichen Unfall. Die Polizei hat den Bahnübergang gründlich untersucht. Ergebnisse und weitere Berichte folgen auf der Pressekonferenz am Mittwoch in Hannover.
Martin Kind sagt, dass Robert Enke sehr labil war. Der verheiratete Nationalspieler hinterlässt seine Frau Teresa und eine acht Monate alte Tochter. Diese hatten er und seine Frau erst im Frühling adoptiert, nachdem sie vor rund 3 Jahren ihre Tochter im Alter von 2 Jahren wegen eines angeborenen Herzfehlers verloren hatten.
Martin Kind ist sich sicher: Der Vorfall hat nichts mit Fußball zu tun.
Enke hatte lange nicht gespielt wegen einer Erkrankung die als Bakterien-Infektion des Darmes angegeben wurde. Sein letzter Einsatz war am vergangenen Sonntag gegen den hamburger SV. Dieser Einsatz war der zweite nachdem er durch seine Erkrankung eine Pause einlegen musste.
Es war eine verdammt lange Zeit. Fast ein viertel der Saison – Aber es war ein schönes Gefühl, von den ersten Sekunden an.
Dies waren die Worte von Robert Enke nachdem er nach so langer Pause wieder gespielt hatte. Er schien wieder fit zu sein. Spielte trotz der langen Pause eigentlich wieder in der alten Form.
Sein ehemaliger Verein, der FC Barcelona, reagierte schockiert auf die Nachricht, dass Robert Enke tot ist. Im heutigen Pokalspiel legten die Spieler eine Schweigeminute für den versorbenen Torhüter ein. Im hintergrund lief klassische Musik, während die Spieler die Köpfe senkten.
Nun ist unklar, ob die deutsche Nationalmannschaft am Samstag das Freundschafsspiel gegen Chile bestreiten wird. Weitere Informationen zu dem tragischen Tod von Robern Enke werden auf der morgigen Pressekonferenz erwartet.
Dieses Jahr schockt wirdklich mit Todesfällen bei bekannten Personen. Mein Mitgefühl gilt der Frau von Robert Enke und seiner Familie.