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30 Jan, 2012
von Elietta Becker

Kennt Ihr das typische Schwedenrot „Falu Rödfärg“? Diesen einzigartigen, wunderschönen roten Farbton, in dem sehr, sehr viele Häuser im Land der Elche gestrichen worden sind. Leider habe ich noch nie eines von ihnen in natura gesehen, aber in Filmen bzw. auf Bildern finde ich diese Farbe einfach unglaublich schön.
Die Wärme, die dieser Farbton ausstrahlt, kommt nicht von irgendwoher, sondern entsteht durch Pigmente, die aus einer Kupfermine in Falun stammen. Seit 2002 ist diese Grube übrigens als Weltkulturerbe anzusehen. Das Faluröd oder Falu Rödfärg sieht aber nicht nur so schön aus, sondern ist auch als Holzschutzfarbe verwendbar. Dadurch, dass sie sehr kupferhaltig ist, lässt sie Gebäude, die mit ihr gestrichen wurden, nicht so schnell verrotten. Diese Naturfarbe ab sich ist weltbekannt und es wurde oft versucht, sie zu kopieren – vergeblich. Ohne das original schwedische Farbpigment ist es quasi unmöglich, ein perfektes Falu Rödförg zu erreichen.
Jetzt habe ich im Internet eine Seite mit einem Rezept zur Herstellung genau dieser Farbe gefunden. Mehr Infos erhaltet Ihr hier.
Gerne würde ich diese Mischung selbst zusammenrühren und ausprobieren, ob es wirklich den Originalton ergibt. 150m2 Fläche soll man ja angeblich mit dieser Mischung anstreichen können; also ausreichend für ein Gartenhäuschen… Genauso gerne hätte ich Euch berichtet, wie das Ergebnis ausgefallen ist… Nur leider habe ich keinerlei Möglichkeit, den Sud irgendwo zu erhitzen. Lagerfeuer, Feuertonne und ähnliches sind bei uns nicht gestattet, und auf einem simplen Gartengrill werde ich im Leben keinen Kessel zum Farbeanrühren erhitzen können… Schade eigentlich.
Doch ich fürchte, mit dieser  Problematik stehe ich nicht alleine da, und so wird es wohl auch weiterhin bei uns in Deutschland nur ganz, ganz wenige rote Häuser im original Schwedenrot geben. Auch schade…

16 Sep, 2011
von Elietta Becker

Wenn man um diese Jahreszeit nach Schweden fährt, sollte man sich ganz besonders von einer Spezies in Acht nehmen: vor betrunkenen Elchen.

Was auf den ersten Blick ganz lustig klingt, ist eigentlich eine ernste Sache: Elche fressen nun einmal für ihr Leben gerne Äpfel; jetzt im September sind diese in rauen Mengen vorhanden. Ob als Fallobst oder mit dem Maul direkt vom Baum gepflückt sind sie eine wahre Delikatesse für die Elche. Leider haben Äpfel die Angewohnheit, in Elchmägen zu gären und somit zu Alkohol zu werden. Die logische Konsequenz: die Tiere sind betrunken. Wenn sie sich in diesem Zustand still in den Wald verziehen und dort ihren Rausch ausschlafen würden, wäre das Ganze auch kein Drama. Doch genau dies tun die betrunkenen Elche nicht. Im Gegenteil: entweder rennen sie unkontrolliert auf die Straße und verursachen (teilweise schwere) Autounfälle, oder sie suchen Plätze auf, an denen sich Menschen aufhalten.

In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Polizeieinsätzen, weil sich die Tiere beispielsweise auf Spielplätzen oder in Gärten von Altenheimen aufhalte wollten. Und dieser Aufenthalt läuft nicht unbedingt harmonisch ab: ähnlich wie bei einigen Menschen löst der Alkohol bei Elchen Aggressionen aus. Sie randalieren, greifen Artgenossen (und manchmal auch Menschen) an, rennen gegen Zäune, Gatter und ähnliches um. Bei einem Körpergewicht von bis zu 800 Kilo hilft da meistens nur eines: Flucht. Oder möchtet Ihr von einem kräftigen, betrunkenen Elch im wahrsten Sinne des Wortes auf die Hörner genommen werden? Gerade als Tourist ist man bei einer Begegnung mit solch einem Tier wohl eher dazu geneigt, in Panik zu verfallen, als ein waschechter Schwede dies tun würde. Die scheinen dem Problem übrigens recht gelassen zu begegnen. Zwar werden gerade schutzbedürftige Menschen wie Senioren und Kinder ermahnt, vorsichtig zu sein, aber generell beunruhigen betrunkene Elche niemanden in Schweden so besonders. „Das ist doch nichts Ungewöhnliches“, meinte ein Polizist zu dieser Problematik. Für Schweden vielleicht nicht. Ich persönlich  jedenfalls würde zusehen, dass ich Land gewinne, sollte ich jemals einem betrunkenen Elch auf freier Wildbahn begegnen. Ab auf den nächsten Baum – außer, wenn dieser ein Apfelbaum sein sollte…

08 Dez, 2010
von B.Scheid

Julian Assange, der in Schweden der Vergewaltigung beschuldigte Wikileaks- Gründer, hat sich freiwillig gestellt und das ist gut so. Denn in Polizeigewahrsam in England ist er hoffentlich sicher vor  möglichen amerikanischen Anschlägen. Den Ostblockstaaten wird ja oft nachgesagt, dass ihre Regierungen gerne mal politisch unerwünschte Personen verschwinden lassen. Ich vermute, in den USA wäre das von gewissen Institutionen auch denkbar.

Politisch unerwünscht ist Julian Assange ganz eindeutig von vielen Regierungen, allen voran der amerikanischen. Die konservative Presse in Deutschland schließt sich der Diffamierung des Australiers gerne an, nachdem aber zuvor die veröffentlichten geheimen Berichte von US- Diplomaten von genau dieser Presse als Stoff für ihre Nachrichten verwendet wurden.

Durch Berichte über die in Schweden sogenannte Vergewaltigung zweier Frauen soll Assange in ein möglichst schlechtes Licht gerückt werden. Die Medien vergessen leider häufig zu erwähnen, dass es sich hierbei um nicht um eine Vergewaltigung nach deutschem Recht handelt. Die betroffenen Damen hatten freiwillig Sex mit dem Beschuldigten, waren aber nicht damit einverstanden, diesen ungeschützt zu haben. Wie sich das abgespielt haben soll, ist mir ein Rätsel. Hat sich Herr Assange mitten im Akt heimlich das Kondom abgezogen oder was?

Ich bin absolut für das sexuelle Selbstbestimmungsrecht der Frau (des Mannes auch) und ich finde, eine Vergewaltigung (nach deutschem Recht) muss auf jeden Fall bestraft werden.   Aber was in diesem Fall herbeikonstruiert wird, um dem Ruf eines Mannes zu schaden,  der mutig Daten gegen den Widerstand der bloßgestellten Politiker veröffentlicht hat, das ist lächerlich.

Wenn unliebsame politische Gegner zu gut bei den Bürgern ankommen, dann ist schon öfter das Instrument der Veröffentlichung von sexuellen und intimen Geschichten benutzt worden, um die öffentliche Meinung negativ zu beeinflussen. In unserer sexuell freizügigen Welt klappt das bloß nicht mehr so richtig. Und Julian Assange hat ja sogar einen mächtigen Verbündeten in seiner Vorliebe für ungeschützten Verkehr. Der Papst ist sicherlich ganz stolz auf ihn.

27 Jan, 2010
von Miguel Palacios

Bauer sucht Frau, Big Brother und weitere Reality-Shows haben schon lange im deutschen Fernsehen ihren festen Platz. Und dies anscheinend mit Erfolg, denn immer wieder kommen neue Shows dazu.

RTL startet nun am 31. Januar mit “Die Farm” eine neue Reality-Show. Diese lehnt an die beliebte Show “The Farm” aus Schweden an. Bereits vor mehreren Jahren wollte RTL eine solche Show auch in Deutschland bieten. Allerdings ist die Idee nach kurzer Zeit schon wieder gescheitert.

Nachdem es nun also ziemlich ruhig um dieses Projekt war, hat sich RTL im Sommer 2009 die Rechte von “Die Farm” gesichert und mit den Panungen begonnen. Der Start steht nun kurz bevor und wir sind sehr gespannt was uns erwartet.

Der Sender erwartet enorme Einschaltquoten und erhofft sich den selben Erfolg wie in Schweden. Hier gibt es eine solche Show schon eine ganze Weile und erfreut sich wachsender Begeisterung. Ob dies in Deutschland auch möglich ist wird die Zeit zeigen, denn der Fernsehgeschmack ist in Deutschland schon etwas anders. Wer aber Show wie Big Brother mag, der wird vermutlich auch an “Die Farm” seine Freude haben. Zumindest könnte man vermuten, daß der Sender genau dieses Publikum ansprechen möchte.

Spekulationen sind nun vielleicht nicht so sehr angebracht. Es bleibt vorerst abzuwarten, was die neue Show auf RTL bringt.

 

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