Mit einem kleinen, aber ganz besonderen Transfer fange ich an. Der Ex-Bundesligaspieler Francis Kioyo ist doch tatsächlich in Bayerische Landesliga zur SpVgg Bayreuth gewechselt und wird dort von nun an auf Torejagd gehen.
Beim FC Everton hat der niederländische Nationalspieler Royston Drenthe die Rückennummer 10 erhalten, nachdem er von den Königlichen von Real Madrid ausgeliehen wurde. Zuvor war er bereits für eine Saison an den spanischen Club Hercules Alicante ausgeliehen, da er sich in Madrid nicht richtig durchsetzen konnte.
Eine weitere hochklassige Leihe hat Inter Mailand getätigt, die von Miroslav Kloses Club Lazio Rom Mauro Zarate ausleihen und sich zudem eine Kaufoption von 15 Millionen Euro sicherten.
Dann gab es auch einen Heimkehrer unter den Transfers. Der dänische Stürmer Dennis Rommedahl, der für sein Land bereits über 100-mal das Nationaltrikot überzog, wechselt zum Hauptstadtclub Bröndby IF. Scheint so als wolle er langsam seine Karriere daheim ausklingen lassen, was nicht heißt, dass man mit 33 Jahren noch einmal angreifen kann.
Auch der lange Lulatsch des Weltfußballs, Peter Crouch, hat den Verein gewechselt. Von nun an stürmt und köpft der 2,01m große Sturmriese für Stoke City. Scheinbar kostete er seinen neuen Verein ganze 11 Millionen Euro Ablöse.
Auch der FC Fulham hat noch einmal kräftig in die Geldbörse gegriffen und mit Bryan Ruiz und Orlando Sa gleich zwei Transfers auf einmal klar gemacht. Die Ablösesummen der beiden könnten verschiedener nicht sein. Während Sa ablösefrei verpflichtet wurde, musste Fulham für den Costa Ricaner Ruiz gleich 12 Millionen Euro an Twente Enschede hinblättern.
Ein weiterer Bombentransfer ist mal wieder dem FC Chelsea gelungen, denn sie konnten den portugiesischen Mittelfeldspieler Raul Meireles vom Ligakonkurrenten Liverpool verpflichten. Als Ablöse werden um die 13.500.000 Euro kolportiert.
Doch auch in der Bundesliga tat sich noch einmal etwas. So hat z.B. die TSG Hoffenheim Prince Tagoe an den türkischen Verein Bursaspor abgeben können. Damit ist das Kapitel Tagoe-Hoffenheim beendet und das ist wohl besser so für beide Seiten nach dem Trouble um seine angeblichen Herzprobleme und auch seinem sportlichen Nichtdurchsetzen bei den Kraichgauern.
Auch Hannover 96 wurde noch einmal aktiv auf dem Markt und hat nach Pogatetz und dem Ersatzkeeper Samuel Radlinger den nächsten Österreicher ins Team geholt. Es kommt der 21-jährige Nationale Daniel Royer, der auch im Länderspiel gegen Deutschland auf dem Platz stand.
Kommentare (0)Der kroatische Ex-Nationalspieler Hrvoje Cale soll bereits seinen Vertrag unterschrieben haben. Er spielte zuvor für den türkischen Erstligisten Trabzonspor, war zuletzt jedoch vereinslos. Genauso bei dem wohl nächsten Transfer der Wolfsburger: Der Ex-Frankfurter Chris wird wohl die Abwehr der Wölfe verstärken und erst einmal einen Einjahres-Vertrag unterschreiben. Und auch an einem weiteren Ex-Frankfurter Verteidiger sollen die Wolfsburger interessiert sein, dem griechischen Nationalspieler Sotirios Kyrgiakos, der momentan noch beim FC Liverpool spielt, mit seinen 32 Jahren aber wohl auch dort langsam auf das Abstellgleis kommt.
Indessen kann Diego sich komplett auf seine Suche nach einem neuen Verein konzentrieren, denn er wurde scheinbar vom Training freigestellt. Nachdem er am Ende der letzten Saison nach einer Nichtberücksichtigung für ein Saisonspiel einfach so die Mannschaftssitzung verließ, spielte er verständlicherweise in den Plänen Magaths keine Rolle mehr, durfte allerdings weiter bei Wolfsburg mittrainieren. Auch das scheint nun vorbei und nun muss der ehemalige Superstar zusehen, wo er unterkommt. Ein Angebot von Atletico Madrid an die Wolfsburger war anscheinend nicht wirklich ernstzunehmen.
Geld regiert den modernen Fußball. Das beweist mal wieder eindrucksvoll der russische Erstligist Anzhi Makhachkala. Der Club, der einem russischen Oligarchen gehört und aus der Teilrepublik Dagestan im Nordkaukasus kommt, verpflichtete diese Saison bereits den russischen Starverteidiger Juri Zhirkov vom FC Chelsea, den Altmeister Roberto Carlos, sowie den vielversprechenden Brasilianer Jucilei und den brasilianischen Nationalspieler Diego Tardelli, sowie den ungarischen Fußballsuperstar Balazs Dzsudzsak vom PSV Eindhoven.
Und nun kommt auch noch Samuel Eto’o, einer der weltbesten Stürmer und man kann sich keinen anderen Grund vorstellen, als für das horrende Gehalt, welches er dort verdienen wird, wenn man ganz ehrlich ist. Anzhi bezahlt scheinbar ganze 30 Millionen Euro an Ablöse an Eto’os Verein Inter Mailand und der Spieler selbst wird wohl netto ganze 60 Millionen Euro innerhalb seines Dreijahresvertrages verdienen. Wahnsinn.
Beziehungsweise flossen die Millionen bisher wohl noch nicht, doch so wie es aussieht, werden sie es sehr, sehr bald tun und zwar 10 Millionen Euro. So viel wird der VfL Wolfsburg wohl für den deutschen Nationalspieler Christian Träsch an den VfB Stuttgart überweisen und Träsch damit nach Niedersachsen holen.
Dann wurde der junge, belgische Nationaltorwart Thibaut Courtois, den sich der FC Chelsea sicherte – ich schrieb darüber – erst einmal an Atletico Madrid ausgeliehen, die ja mit David de Gea erst kürzlich ihren ebenfalls noch sehr jungen und hoch gehandelten Stammtorhüter an Manchester United abgeben mussten.
Dann wurde der Brasilianer Felipe Melo von Juventus Turin an den türkischen Erstligisten Galatasaray Istanbul ausgeliehen und das für ganze 1,5 Millionen Euro. Die türkische Spitzenmannschaft hat dann wohl anschließend die Option den Mittelfeldler für 13 Millionen Euro fest zu verpflichten.
Richtig Kohle hat auch der FC Porto in die Hand genommen und zwei brasilianische Talente vom FC Santos verpflichtet. Der erste war Danilo, der jedoch wohl erst Ende des Jahres zum FC Porto stoßen wird. Er kommt für kolportierte 13 Millionen Euro und ihm folgt Alex Sandro für weitere 9,6 Millionen Euro und hat anscheinend auch eine horrende Ausstiegsklausel in seinem neuen Vertrag stehen und zwar ganze 50 Millionen Euro.
Zwei nicht ganz so spektakuläre, doch interessante Transfers wären dann noch die des Spaniers Fran Yeste, der von Al Wasl Sports Club aus den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Griechenland zu Olympiakos Piräus wechselt und vom deutschen Verteidiger Kolja Afriyie, der seinen Vertrag bei Energie Cottbus aufgelöst hat um zu seinem Ex-Verein FC Midtylland nach Dänemark zurückzukehren.
Nachdem er sich mit dem Hamburger SV nicht auf eine Verlängerung seines Vertrages hatte einigen können, wechselte Zé Roberto, der auch schon die Fußballschuhe für Real Madrid und den FC Bayern München geschnürt hat, in den Katar zum Al Gharafa Sporting Club. Dort wird er dann einen weiteren Brasilianer von großer Bekanntheit ersetzen: Juninho, der vor allem für seine Freistoßkünste in den Diensten von Olympique Lyon bekannt wurde, wechselt in seine Heimat zu Vasco da Gama.
Dann hat sich noch ein weiterer Transfer in Arabischen Landen vollzogen. Und zwar wechselt der Kapitän der usbekischen Nationalmannschaft Server Djeparov aus Südkoreas Hauptstadt Seoul nach Saudi-Arabien zu Al Shabab Riad und das umgerechnet für ganze 5,5 Millionen Euro.
Die größte Einkaufstour der letzten Tage hat wohl der neue Klose-Club Lazio Rom durchgeführt. Mit dem italienischen Nationaltorwart Federico Marchetti, dem Litauer Marius Stankevicius, Abdoulay Konko und dem Linksaußen Senad Lulic haben die Himmelblauen aus Italiens Hauptstadt gleich vier neue verpflichten können.
Auch der 1. FC Kaiserslautern kann einen weiteren Neuzugang vermelden. Nach langem Hin und Her ist es den Verantwortlichen nun endlich gelungen den israelischen Nationalstürmer Itay Shechter von seinem Club Hapoel Tel Aviv loszueisen.
Dann gibt es auch noch einen ehemaligen Bundesligaspieler, den vielleicht auch noch einige kennen: Sibusiso Zuma, ehemals bei Arminia Bielefeld, ist innerhalb seines Heimatlandes Südafrika zu SuperSport United gewechselt.
Zum Schluss noch zwei Hammertransfers. Für kolportierte 12 Millionen Euro ist der Ivorer Gervinho vom OSC Lille zu den Gunners – dem FC Arsenal London – gewechselt. Sogar noch mehr Geld bezahlte der SSC Neapel für einen neuen Mittelfeldspieler. Der Schweizer Nationalspieler mit türkischen Wurzeln Gökhan Inler, den ich auch gerne in der Bundesliga gesehen hätte, wechselt von Udinese Calcio für umgerechnet ca. 17,7 Millionen Euronen.
Mehr als die Hälfte der Abwehrspieler ist verletzt, darunter der seit langem schmerzlich vermisste Brasilianer Naldo und Nationalspieler Per Mertesacker. Zugegeben, mit Lukas Schmitz und Andreas Wolf sind schon zwei notwendige und auch sehr gute Transfers für die seit Jahren unterbesetzte linke Abwehrseite und die notvolle Innenverteidigung getätigt worden. Schmitz ist ein junger, vielversprechender Spieler, der sich in Bremen sicherlich hervorragend entwickeln wird und Wolf hat seine Qualitäten schon in einigen Saisons gezeigt als beinharter, mehr als fähiger Abwehrspieler. Doch wenn ich in den letzten Wochen mal so schaue, was für Abwehrspieler ihrenVerein wechseln in Europa, dann frage ich mich, wo denn die Verantwortlichen bei Werder sonst so hin schauen, da es sich wirklich um einige junge (größtenteils), talentierte und – vor allem bei der momentanen Lage von Werder ohne internationales Turnier wichtig – auch nicht wirklich superteure Spieler handelt.
Das größte “Versäumnis” (will ich es gerade mal hart nennen) ist da für mich, dass der montenegrinische Nationalspieler Marko Basa für wirklich lächerlich zu nennende 1,5 Millionen € von Lokomotive Moskau zum OSC Lille wechselt. Hätte man da mit einem etwas höheren Gebot nicht intervenieren können? Sein Marktwert allein liegt ja schon bei über 3 Millionen Euro und Basa ist, wie ich finde, ein ausgezeichneter Abwehrspieler.
Das nächste Beispiel wäre der US-Amerikaner Oguchi Onyewu, der sogar ablösefrei vom AC Mailand zu Sporting Lissabon wechselt. Ebenfalls ein sehr guter Innenverteidiger mit internationaler Erfahrung, der auch auf der linken Außenbahn einsetzbar ist.
Dann zwei Beispiele für die defensive Mittelfeldposition: Einmal der vom Absteiger AS Monaco zu Olympique Marseille transferierte Nicolas Nkoulou. Der Junge ist erst 21 und verdammt vielversprechend und ist für akzeptable 3,5 Millionen gewechselt oder der Serbe Ljubomir Fejsa, den sich Olympiakos Piräus für 2,5 Millionen aus Belgrad von Partizan geholt hat. Und als letztes Beispiel wäre da ein weiterer Serbe. Der rechte Verteidiger Pavle Ninkov ist auch für gerade mal eine Million Euro von Roter Stern Belgrad zum FC Toulouse nach Frankreich gegangen.
Natürlich kann man das alles nicht immer so einfach sehen, da in so einen Transfer ja viele Dinge mit hinein spielen, wie natürlich Gehaltsvorstellungen, teilweise nicht unerhebliche Handgelder und und und. Ich wünsche mir eben einfach nur, dass Allofs da weiter macht, wo er mit Transfers wie Ekici, Wolf und Schmitz aufgehört hat und den Kader in ordentlichem Maße ausbessert (und nicht nur in der Abwehr), denn es muss wirklich noch ein wenig was am Kader gemacht werden, wenn man wieder da hin will, wo man hingehört in der Bundesliga.
Beim aktuellen Copa Libertadores-Titelgewinner FC Santos gibt es schon drei Beispiele für diese Entwicklung. Einmal wäre da der vom Alter her eigentlich kurz vor dem Fußballerzenit stehende Elano, der letztes Jahr im Alter von 29 Jahren von Galatasaray nach Brasilien zurück gewechselt ist. Dann wären da noch Keirrison und Diogo, die beide von ihren europäischen Vereinen (FC Barcelona und Olympiakos Piräus) zu Santos ausgeliehen wurden.
Beim FC Sao Paulo gibt es dann sogar noch mehr Beispiele dafür. Da wäre der Stürmer Luis Fabiano, der mit dem FC Sevilla eigentlich auf hohem europäischem Niveau gespielt hat (damit will ich nicht sagen, dass die brasilianische Liga nicht das Niveau einer europäischen Top-Liga hat), der immernoch vom HSV nach Sao Paulo ausgeliehene Alex Silva, der sich in Hamburg nie richtig durchsetzen konnte, Ilsinho, der schon mit 24 Jahren von Donetsk wieder zurück zu Sao Paulo gewechselt ist und der Altmeister Rivaldo, der mit 39 Jahren noch mal in den Profifußball zurückgekehrt ist.
Dann haben wir Flamengo Rio de Janeiro, bei dem wohl der berühmteste Fall der Europa-Rückkehrer spielt: Ronaldinho, der seit neuestem anscheinend Ronaldinho Gaucho genannt wird (?). Ronaldinho konnte ja nach seiner Barcelona-Zeit nie wieder an seine Weltfußballerform anschließen. Dann wären da auch noch Thiago Neves, der 2008 mit vielen Vorschusslorbeeren nach Hamburg gewechselt war, doch von Anfang an nicht überzeugt hatte und dann nach Saudi-Arabien wechselte, um Anfang des Jahres an Flamengo verliehen zu werden, und Deivid, der drei Jahre bei Fenerbahce Istanbul gespielt hat, bevor er nach Rio kam.
Andere sehr prominente Beispiele sind Adriano, ehemaliger Topstürmer von Inter Mailand, der nach seiner Hochzeit nur noch mit Undiszipliniertheiten neben dem Platz auffiel und nun bei Corinthians unter Vertrag steht und Deco, Ex-Spielmacher beim FC Barcelona und FC Chelsea. Weitere bekannte Spieler sind der ehemalige Arsenal-Verteidiger Gilberto Silva, ehemals Portugal-Legionäre Fabio Rochemback und Liedson (der sogar portugiesischer Nationalspieler ist), André Lima, der sich in Berlin nicht durchsetzen konnte, Brandao (ebenfalls ehemals in Donetsk beschäftigt), ein weiterer Ex-Berliner – und immernoch brasilianischer Nationalspieler – Gilberto und Fred, der lange bei Olympique Lyon im Sturm stand.
Robert Enke ist tot. Der 32 Jährige Nationaltorwart hat sich heute gegen 18.25 Uhr das Leben genommen. Anfangs wurde vermutet, dass es sich um einen tragischen Unfall handelte. Sein bester Freund und sein Berater Jörg Neblung sagen: Es war Selbstmord – Doch was war passiert?
Gegen 18.25 Uhr kam es an einem Bahnübergang bei Neustadt am Rübenberge, in der Nähe von Enkes Wohnort, zu einem tödlichen Unfall. Die Polizei hat den Bahnübergang gründlich untersucht. Ergebnisse und weitere Berichte folgen auf der Pressekonferenz am Mittwoch in Hannover.
Martin Kind sagt, dass Robert Enke sehr labil war. Der verheiratete Nationalspieler hinterlässt seine Frau Teresa und eine acht Monate alte Tochter. Diese hatten er und seine Frau erst im Frühling adoptiert, nachdem sie vor rund 3 Jahren ihre Tochter im Alter von 2 Jahren wegen eines angeborenen Herzfehlers verloren hatten.
Martin Kind ist sich sicher: Der Vorfall hat nichts mit Fußball zu tun.
Enke hatte lange nicht gespielt wegen einer Erkrankung die als Bakterien-Infektion des Darmes angegeben wurde. Sein letzter Einsatz war am vergangenen Sonntag gegen den hamburger SV. Dieser Einsatz war der zweite nachdem er durch seine Erkrankung eine Pause einlegen musste.
Es war eine verdammt lange Zeit. Fast ein viertel der Saison – Aber es war ein schönes Gefühl, von den ersten Sekunden an.
Dies waren die Worte von Robert Enke nachdem er nach so langer Pause wieder gespielt hatte. Er schien wieder fit zu sein. Spielte trotz der langen Pause eigentlich wieder in der alten Form.
Sein ehemaliger Verein, der FC Barcelona, reagierte schockiert auf die Nachricht, dass Robert Enke tot ist. Im heutigen Pokalspiel legten die Spieler eine Schweigeminute für den versorbenen Torhüter ein. Im hintergrund lief klassische Musik, während die Spieler die Köpfe senkten.
Nun ist unklar, ob die deutsche Nationalmannschaft am Samstag das Freundschafsspiel gegen Chile bestreiten wird. Weitere Informationen zu dem tragischen Tod von Robern Enke werden auf der morgigen Pressekonferenz erwartet.
Dieses Jahr schockt wirdklich mit Todesfällen bei bekannten Personen. Mein Mitgefühl gilt der Frau von Robert Enke und seiner Familie.