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06 Jan, 2012
von Elietta Becker

Wie ist so Euer Surfverhalten im Internet? Auf welchen Seiten haltet Ihr Euch besonders viel und besonders lange auf? Gehört eventuell Facebook zu Euren Favoriten? Dann seid Ihr in allerbester Gesellschaft. Wie die Marktforschungsfirma com Score bekanntgab, verbringen wir Deutschen 16,2 % unserer Zeit, die wir im Netz sind, auf Facebook (12,3 % übrigens auf Google, auf Platz 3 schon weit abgeschlagen mit 5 % Microsoft).

Und mal ehrlich: kann man es uns Usern verdenken? Auf Facebook bekommt man praktisch alles geboten, was das Userherz begehrt: Infos zu Bands, Schauspielern und anderen Stars, Sportvereinen, Filmen, Firmen etc. Auf den entsprechenden Profilen erhält man nicht nur diverse Infos, sondern trifft auch Gleichgesinnte, mit denen man sich austauschen kann.

Besonders viel Zeit kann man dort natürlich mit den Spielen verbringen: ob Denk-, Kasino-, Karten- oder Suchspiele – alle sind kostenlos und man kann sie sowohl im Einzelspieler- als auch im Turniermodus spielen. Jeder, der gerne spielt, weiß, wie schnell die Zeit dabei vergeht…

Das Wichtigste bei Facebook ist allerdings, dass man dort locker mit seinen Freunden/Bekannten in Kontakt bleiben kann beziehungsweise neue Leute kennenlernt. Gerade bei den Freundesanfragen können die lustigsten Dinge passieren. Ich hatte einmal eine Anfrage von einem Mann, der genauso heiß wie der Handchirurg, der mich operiert hatte. Da sein Profil verschlüsselt und ohne Foto war, konnte ich nicht feststellen, ob es sich wirklich um besagten Arzt handelte. Natürlich war ich etwas überrascht (und geschmeichelt), dass er mit mir auf Facebook befreundet sein wollte und nahm seine Anfrage an. Leider stellte sich heraus, dass es nicht der Handchirurg aus Niedersachsen, sondern ein Lkw-Fahrer aus Sachsen war… Kann passieren…

Seit Facebook 2004 erstmalig online ging, haben sich weltweit mehr als 800 Millionen Nutzer dort einen Account eingerichtet, davon circa 20 Millionen Deutsche. Das bedeutet, dass jeder vierte bei uns ein Teil dieses sozialen Netzwerkes ist – und täglich werden es mehr. Auch die Kritiken des Bundes und der EU, Facebook verstieße mit seinen Datenschutzpraktiken gegen Datenschutzrechte, hält nicht wirklich viele Menschen davon ab, sich dort einen Account einzurichten. Warum auch? Wir werden doch sowieso fast immer und überall kontrolliert, da kommt es auf eine Stelle mehr oder weniger auch nicht an. Facebook ist – trotz aller Kritik – ein Selbstläufer, und ich denke, so wird es auch zukünftig bleiben. Ich hoffe es.

19 Aug, 2011
von Elietta Becker

Gestern habe ich ein wenig auf der Profilseite eines Kumpels bei einer Partnerschaftsbörse im Internet geschnüffelt, mit deren Hilfe er eine Partnerin finden möchte, und ich muss sagen, ich war entsetzt über die Unverfrorenheit, mit der er Fakten über seine Person beschönigt.

Natürlich ist es klar, dass kein Mensch bei der Partnersuche sofort alle seine Fehler, Macken und Schwächen preis gibt – die findet der Partner noch früh genug von alleine heraus. Aber so gnadenlos zu lügen, wie er das tut, das geht in meinen Augen gar nicht. Wie soll denn eine Beziehung entstehen können, wenn sie von vorneherein auf Lügen aufgebaut ist? Früher oder später merken die Frauen doch, dass das Profil in keiner Weise mit der realen Person übereinstimmt – der Ärger ist vorprogrammiert. Allerdings hätte ich längst ahnen müssen, dass er es mit Wahrheiten nicht so genau nimmt, als er mich vor Jahren bat, ich möge seinem Kollegen erzählen, er sei segeln…

Bei meinem Kumpel entstand bereits die erste Unwahrheit in der Rubrik „Ausbildung“. Laut seinem Profil hat er Abitur; sollte er nicht in letzter Zeit heimlich zur Schule gegangen sein, fehlen ihm exakt vier Jahre zur Hochschulreife.

Des Weiteren outet er sich als Theater- und Operngänger. Das einzige Theater, das er demnächst haben wird, wird von mir kommen, wenn ich ihm eine Szene über seine Lügereien machen werde. Und die einzige Opernerfahrung, die er je hatte, besteht aus einer verstaubten Maria-Callas-CD  in seinem Regal, übrigens ein Erbstück.

Ein „begeisterter Sportler“ sei er ebenfalls. Dies ist insofern nicht ganz unwahr, als dass er jeden Samstag die Bundesligashow im Radio hört, während er auf dem Sofa liegt – hier endet dann allerdings auch seine Sportlichkeit. Schon beim Treppensteigen in seine Wohnung schnaubt und schnauft er dermaßen, dass ich oft genug befürchtet habe, er kommt nicht mehr lebend oben an. Apropos Wohnung: laut Profil ist er Eigentümer einer Penthousewohnung. Mir wurde fast schlecht angesichts dieser Aussage. Sein „Penthouse“ ist eine knapp 40 m² große Dachgeschoßwohnung eines siebenstöckigen Hauses in nicht gerade der besten Gegend unserer Stadt. Wie will er denn einer potentiellen Partnerin erklären, warum seine Wohnsituation so gar nicht jener ähnelt, die er in seinem Profil beschreibt?

Darüber hinaus erfuhr ich, er sei „belesen und gebildet“ und verbringe viel Zeit mit Büchern. Dies ist eine Interpretationssache. Neben zwei Telefonbüchern besitzt er tatsächlich ein weiteres, welches ich ihm vor circa 10 Jahren geschenkt habe. Dieses Buch steht noch original eingeschweißt in seinem Schrank. Da besagter Schrank sich aber in demselben Raum befindet, in dem sich mein Kumpel die meiste Zeit aufhält, verbringt er ja quasi viel Zeit mit Büchern. Also keine glatte Lüge…

Was ich auch nicht wusste, ist die Tatsache, dass er ein wahrer Gourmet ist und die italienische Küche bevorzugt. Das einzig Italienische, das ich jemals bei ihm auf dem Teller gesehen habe, waren verkochte Spaghetti mit Ketchup. Falls allerdings „Gourmet“ bedeuten sollte, ein Allesfresser zu sein, der auch vor 8 Wochen abgelaufener Wurst nicht zurückschreckt, dann ist er einer.

Am meisten erschütterte mich aber seine Aussage, er sei ein talentierter Multimedia- und Technik-Freak. Ganz ehrlich: dieser Mann kann nicht einmal die Batterien in seiner Fernbedienung wechseln, geschweige dann ein PC-Programm installieren oder einen DVD-Player bedienen (wirklich wahr!). da gibt es überhaupt nichts schön zu reden: auf dem Gebiet der Technik ist er eine glatte Null.

Vermutlich ist er jetzt auch nicht mehr mein Kumpel, wenn er diesen Artikel gelesen hat, aber mit Verlusten muss man leider immer rechnen. Ich bin auch nicht davon überzeugt, dass ich gerne weiterhin mit jemandem befreundet sein möchte, der sich seine eigene Wahrheit kreiert. Irgendwo hört der Spaß auch auf, und bei solch krassen Lügen ist die Grenze weit überschritten. Wie gesagt, ich habe Verständnis dafür, dass man seine Stärken ein wenig hervor hebt und seine Schwächen diskret verschweigt. Aber einen völlig neuen Charakter zu gestalten, ist einfach zu viel Unwahrheit. Und überhaupt: wenn er solch ein gebildeter, kulturell interessierter, sportlicher, talentierter Mann wäre – warum müsste er dann im Internet nach einer Partnerin suchen? Die Frauen müssten ihm doch rudelweise hinterherlaufen…

31 Jul, 2011
von Jessica Hünger

Wie gut, dass es mittlerweile Handys gibt mit dem man ins Internet kann bzw. Apps die man sich runterladen kann wo man zur Not sieht in welcher Gegend  man sich zurzeit befindet. Gott sei dank habe ich so ein App, sonst wäre ich heute aufgeschmissen gewesen.

Wie jeden Tag war ich heute auch wieder mit Kira unterwegs. Wenn ich mit ihr die Tägliche große Runde drehe, dann gehe ich entweder zwischen 1 1/2 Stunden und 2 Stunden mit ihr spazieren oder ich fahre mit ihr zwischen 1 Stunde und 1 1/2 Stunden Fahrrad. Mit dem Fahrrad komme ich natürlich auch viel weiter als zu Fuß. Aber egal ob mit dem Fahrrad oder zu Fuß, wir haben immer ein gutes Tempo drauf. Heute habe ich mich mit dem Fahrrad auf den Weg gemacht und wollte so gute 1 1/2 Stunden unterwegs sein. Ich hatte mir eine Strecke überlegt, die ich schon vor längerer Zeit mit Miguel gefahren bin. Wir haben damals ca. 1 Stunde benötigt. Der Ort heißt Otternhagen und liegt in der Nähe von Neustadt am Rübenberge. Da ich mit Kira ja nun nicht so schnell fahren kann und wir zwischendurch auch noch mal andere Hunde treffen, dachte ich mir, 1 1/2 Stunden wären wir dann unterwegs. Nach ungefähr der Hälfte der Strecke schien mir Kira aus der Puste zu sein und ich dachte mir, wir fahren wieder Heim. Also bog ich einfach einen anderen Weg ab und dachte wir kommen dann schon wieder Richtung Heimat.

Tja das war aber mal nichts. Nicht nur, dass ich mich total verfahren habe, NEIN es fing auch  noch an zu regnen :-( Aber Gott sei Dank hatte ich eine Regenjacke an :-) Ich holte nun mein Handy raus und schaute per Google App wo ich mich nun befinde. Oh, super! Ich befand mich ungefähr 5 Km hinter Otternhagen. Ich bin also schön durchs Otternhagener Moor gefahren und war nun fast da wo ich anfangs hin wollte aber dann nicht mehr, weil Kira kaputt war :-(

Nun wusste ich wo wir waren. Wir sind also Richtung Otternhagen gefahren und dann wieder durch die Feldmark nach Hause. Bei uns im Wald hängen so Schilder für Fahrradfahrer mit den Kilometer Angaben zu den jeweiligen Orten. Und wenn ich diese zusammen zählen, plus das was wir uns verfahren haben, komme ich auf knapp 30 Kilometer die wir heute zurück gelegt haben.

Wir waren nun etwas über 2 1/2 Stunden unterwegs und haben ca. 30 Kilometer hinter uns. Wenn ich mir Kira so ansehen, kann es sein das sie sogar etwas geschrumpft ist durch das viele Laufen :-)

 

21 Feb, 2011
von B.Scheid

Heute gab es in der Sendung WISO einen interessanten Beitrag. Der dürfte jeden interessieren, der seine Einkäufe im Internet mittels Visacard bezahlt. Es ging um den Fall einer jungen Frau, die Kaffeepads in einem Internetshop gekauft und auf diese Weise gezahlt hatte. Sie hatte dazu eine spezielle Sicherheitsnummer eingeben müssen. Kurze Zeit später wurden von ihrem Konto nicht nur die erwarteten 30 € abgebucht, sondern auch noch drei andere Beträge von insgesamt ca. 3000 €.

Als sie dies bei ihrer Bank reklamierte, wollte die das Geld nicht erstatten, weil auch für die anderen Abbuchungen der erwähnte Sicherheitscode eingegeben wurde. Eine oder mehrere Betrüger hatten es geschafft, ihre Daten zu klauen und dann damit einzukaufen.

Die Verfolgung der Rechnungen ergab, dass die bestellten Teile an einen aus Russland stammenden Kraftfahrer geliefert worden waren. Als die Fernsehmitarbeiter ihn aufsuchten, gab er an, die Sachen erhalten und weiter geschickt zu haben. Er hatte das schon öfter getan, ohne sich dabei Böses zu denken. Im Internet war er auf eine Anzeige aus einem russischen Land gestoßen, in der Personen ein Job angeboten wurde. Dieser bestand darin Pakete anzunehmen und dann an Adressen zu senden, die z.B. in Estland lagen. Die Adressaufkleber wurden ihm zugeschickt.

Als der Mann erfuhr, worum es sich bei dem angeblichen Job tatsächlich handelte, machte er bei der Polizei sofort eine Selbstanzeige. Geld für seine Tätigkeit hatte er noch nicht erhalten.

Einige Kreditkartenfirmen werben mit mehr Sicherheit, wenn zusätzliche Codes eingegeben werden. Wenn allerdings Hacker diesen Code abfangen und benutzen, dann ist die Bank fein raus, da sie nicht haftet.

Ich bezahle grundsätzlich nicht mit Karte bei Einkäufen im Netz. Wenn es geht, zahle ich auf Rechnung, auch wenn das z.B. bei Amazon einen Aufpreis von 1,50 € kostet. Mit der Visakarte hole ich nur Geld am Automaten.

Aber auch da gibt es zurzeit Verbrecher, die eine feine Idee hatten. Sie befestigen etwas am Geldausgabeschacht des Geldautomaten. Dadurch wird das Bargeld nicht ausgegeben, sondern bleibt unsichtbar innen im Schacht kleben. Wenn der Kunde dann in die Bank geht, um zu reklamieren, holen die Gauner sich das Geld aus dem Schacht. Sollte dies jemanden passieren, wird empfohlen, sofort nicht erfolgter Geldausgabe die Polizei anzurufen und am Automaten stehenzubleiben.

17 Dez, 2010
von B.Scheid

In Zeiten, in denen das Leben reichlich teuer erscheint und immer noch mehr Abgaben an Stadt, Land und Bund zu zahlen sind, könnte man ständig eine Lohn- oder Gehaltserhöhung gebrauchen. Doch selbst wenn der Arbeitgeber großzügig ist und mehr zahlt, bleibt unter dem Strich von einer Erhöhung nur ein Bruchteil netto übrig, weil Steuern und Sozialversicherung davon geleistet werden müssen. Der Anteil an Renten-, Arbeitslosen-, Pflege- und Krankenversicherung ist mit 20,225 % immer gleich hoch.

Der Anteil an Lohnsteuer steigt aber an. Beispiel eines Unverheirateten ohne Kind: Bei einem Gehalt von 1600 € brutto werden 1124,25 € netto ausbezahlt. 148,16 € entfallen auf Lohn- und Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag.

Erhöht der Arbeitgeber das Gehalt großzügig um 400 € auf 2000 €, beträgt die Steuer 256,84 €. Der Nettolohn steigt auf 1333,66 €.

Von der Erhöhung bleiben unter dem Strich 209,41 € für den Arbeitnehmer übrig, das ist gerade mal etwas mehr als die Hälfte.

Wenn ich also meinen Chef um 100 Euro mehr im Monat bitte, bedeutet das für ihn, locker das Doppelte an Erhöhung zu zahlen, damit ich in den Genuss des gewünschten Betrages komme. Sein Anteil an der Sozialversicherung erhöht sich außerdem noch.

Das erklärt vielleicht, warum Gehaltserhöhungen nicht so einfach zu bekommen sind.

Es gibt aber noch andere Möglichkeiten, an mehr Geld zu kommen, ohne dass dafür extra Abgaben gezahlt werden müssen.

Benzingutscheine, die eine bestimmte Litermenge betreffen, dürfen steuerfrei an Arbeitnehmer ausgegeben werden.  Dabei darf der Wert des Kraftstoffs 44 € nicht überschreiten. Bei den heutigen Benzinpreisen und ihren Schwankungen ist man mit 30 Litern auf der sicheren Seite.

Nutzt man das Telefon oder den PC zuhause auch für Angelegenheiten, die die Firma betreffen, kann der Arbeitgeber 20 % der Telefongebühren zahlen, ohne dass diese detailliert angegeben werden müssen. Außerdem können die Internetgebühren mit 25 € monatlich gesponsort werden.

Ein Zuschuss ist auch für die Erholung möglich, da sie der Regeneration und Erhaltung der Arbeitskraft dient.

Während diese Zahlungen den aktuellen Nettolohn deutlich steigern können, ohne dass der Arbeitgeber zusätzliche Abgaben hat, wirken sie sich bei der Berechnung von Arbeitslosengeld oder Rente nicht erhöhend aus. Aber da man eh nicht weiß, ob und wie viel man davon jemals erhält, kann man darauf wohl auch verzichten.

29 Nov, 2010
von B.Scheid

Auf der Internetseite Wikileaks wurden Beurteilungen von US- Diplomaten veröffentlicht. Diese beziehen sich auf Politiker aus der ganzen Welt. Als ich heute mal bei Wikileaks reinschauen wollte, war das leider nicht möglich.

Ich frage mich, was an solchen Sätzen wie “Wenn sie in die Enge gedrängt wird, kann Merkel beharrlich sein, aber sie meidet das Risiko und ist selten kreativ.” oder “Insgesamt hatte Seehofer zu außenpolitischen Themen wenig zu sagen und schien selbst über grundlegende Dinge nicht informiert” so brisant sein soll.  Im deutschen Bundestag werden Debatten geführt, bei denen nicht selten viel härtere Worte über die politischen Mitbewerber fallen. Und nur, weil irgendwelche US- Diplomaten diese Sätze aussprechen, sind sie nicht weniger wahr oder falsch oder brisant. Als Politiker ist man sicherlich an Heucheleien gewöhnt, gehört sie doch zum täglichen Geschäft. Das man bei ausländischen Kollegen nicht unbedingt hochgeschätzt wird, sollte unserer Regierungsspitze klar sein.

Es ist vielleicht etwas peinlich von vermeintlich neutraler Seite öffentlich als inkompetent bezeichnet zu werden. Mehr aber auch nicht. Die Amerikaner sind ja in Deutschland nicht wählbar, glaube ich wenigstens, und von daher droht keine Gefahr der Konkurrenz um Posten und Mandate.

Ich finde es vielmehr bedenklich, dass offenbar nicht einmal US- Behörden in der Lage sind, ihre Daten zu schützen. Da fällt mir der Spruch ein: „ Was Du nicht willst, was man Dir tu, das füg auch keinem Anderen zu.“ Vielleicht kennt man den in den USA ja nicht, denn dort werden weltweit so viele Daten aufgesogen und geklaut, dass man es sich gar nicht vorstellen kann. Und kaum macht jemand das Gleiche mit ihnen, was sie hemmungslos jedem erreichbaren User antun, dann ist das Geschrei groß.

Das Internet ist absolut nicht sicher und jeder sollte sich gut überlegen, welche Daten er auf einem Rechner speichert, der am WWW  angeschlossen ist.

Der Wikileakschef Julian Assange wird im Moment von Medien wie der „Welt“ kräftig schlecht gemacht. Auch das finde ich bedenklich. Ich finde nämlich, er zeigt ziemlich viel Zivilcourage durch seine Veröffentlichungen. Und ich hoffe, er wird die in Zukunft auch weiterhin betreiben.

07 Okt, 2010
von B.Scheid

Eine gute Freundin, die im Hauptzollamt Hannover arbeitet, machte mich auf eine sehr merkwürdige Internetseite aufmerksam. Ich bin ja schon öfter beim Surfen auf Absonderlichkeiten gestoßen, aber diese Seite ist bisher die Krönung. Der Inhalt ist allerdings so rechtsstaatsfeindlich, dass ich erstmal überlegen musste, ob die Verfasserin es wert ist  Aufmerksamkeit zu erhalten.

Es handelt sich um eine Person (angeblich um eine Organisation, aber es ist kaum vorstellbar, dass es mehrere so dumme Menschen gibt), die behauptet, der Bundesrepublik Deutschland fehle als Staat die Rechtsgrundlage. Auf dieser Basis ist die Dame der Ansicht, sie lebe im selbstverwalteten deutschen Reich. Scheinbar versucht sie diese Einstellung im Alltag tatsächlich zu leben, indem sie deutsche Behörden nicht anerkennt, da sie ja keine Befugnis haben, Forderungen an sie zu stellen oder ihre Gesetze auf sie anzuwenden. Wie genau sie das anstellt und ob sie damit durchkommt, wird allerdings nicht klar.

Auf einer Seite wird ein Anschreiben an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gezeigt mit der erhaltenen Antwort, die der Beschwerde ein Aktenzeichen zuteilt, wie das bei Anfragen und Beschwerden so üblich ist. Dieses Antwortschreiben wertet die Autorin schon als Legitimation für irgendetwas, was ich nicht ganz verstehe. Das ist in etwa so, als schickte man eine Bitte um Geld an die Deutsche Bank und wenn man die automatische Rückmail erhält, dass die Anfrage eingegangen ist, dann ist man schon reich.

Die SV-DR gibt sogar Reisepässe aus. Es würde mich interessieren, ob man damit tatsächlich in irgendein Land außerhalb der EU reisen kann. Vorstellen kann ich es mir nicht.

Ziemlich eklig wird es auf der Seite „Prangerliste und Willkür“. Dort werden Personen aufgelistet, die sich angeblich der Plünderung an der Selbstverwalteten schuldig gemacht haben. Ich ärgere mich auch manchmal über die Abgaben, die ich zahlen muss, aber die Staatsdiener dafür verantwortlich zu machen, die lediglich die Rechnungen verschicken, würde mir nie in den Sinn kommen.

Wer sich mal eine sehr blöde Internetseite anschauen will, kann ja gerne danach suchen. Einen Link gibt es von mir an dieser Stelle nicht.

Hoffentlich werde ich dafür nicht auch angeprangert. Wegen Hochverrats oder so…

09 Aug, 2010
von B.Scheid

2009 hat der europäische Gerichtshof für Menschenrechte es für rechtswidrig erklärt, als gefährlich eingestufte Gewaltverbrecher nachträglich in Sicherheitsverwahrung zu nehmen. Aufgrund dieses Urteils wurden und werden auch in nächster Zukunft einige Straftäter, die ihre Strafe natürlich abgesessen haben, laut Gutachten aber höchstwahrscheinlich rückfällig werden, in die Freiheit entlassen. Die Resozialisierung oder gar die Heilung von Persönlichkeitsstörungen ist bei diesen Menschen also fehlgeschlagen.

CDU- Innenexperten (was immer das sein mag) haben dafür plädiert, Daten von solchen Sexualstraftätern in Zukunft über das Internet zu veröffentlichen. Dabei soll es sich dann um Namen, Adresse und ein Foto des Betroffenen handeln.

Ein Sprecher der Gewerkschaft der Polizei, der im Rundfunk zitiert wurde, hält dies nicht für sinnvoll.  Erstens sei die Rechtsgrundlage dafür nicht einwandfrei geklärt. Da muss ich ihm recht geben. Datenschutz ist ein sensibles Thema.

Zweitens würde dies die Arbeit der Polizei nicht erleichtern. Halloooo? Darum geht es doch wohl überhaupt nicht. Die Veröffentlichung soll ja wohl dazu dienen, dass die Bürger Bescheid wissen, wenn ein potentiell gefährlicher Sexualstraftäter in ihrer Nachbarschaft wohnt, damit sie ihre Frauen und Kinder von ihm fernhalten können.

Es ist nicht Aufgabe von Bürgern und Politik, der Polizei ihre Arbeit zu erleichtern. Es ist Aufgabe der Polizei, die Bürger so weit es möglich ist zu schützen.

Ich habe mir noch keine feste Meinung darüber gebildet, ob ich die o.g. Lösung gut finde oder nicht. Wenn ein Sexualstraftäter, der vielleicht doch nie wieder rückfällig werden würde, auf diese Weise von der Gesellschaft für den Rest seines Lebens ausgegrenzt würde, dann widerspricht das meinem Rechtsempfinden. Das Gesetz sieht bestimmte Strafen für Verbrechen vor und wenn diese verbüßt sind, sollte man neu anfangen können.

Ich bin allerdings mit den Strafen nicht so ganz einverstanden. Nachgewiesene Kinderschänder sollte man meiner Meinung nach einfach kastrieren. Das klappt ja bei jedem Hund und Kater auch und kappt ihren Trieb.    

Wenn ein Thema von der Politik so kontrovers diskutiert wird,  wäre es vielleicht auch sinnvoll, eine Volksabstimmung darüber zu machen.

08 Jul, 2010
von B.Scheid

Seit gestern ist mein Iphone mit unserer Fritzbox über Wlan verbunden. Nachdem schon seit Längerem das passende App bei AVM angeboten wurde, es sich aber leider nicht downloaden ließ, ist es nun soweit.

Auf den ersten Blick macht das Programm einen sympathischen Eindruck. Es greift automatisch auf das Telefonbuch meiner gespeicherten Kontakte zu.

Ein großes Manko hat es allerdings noch. Nur wenn ich Fritz! App geöffnet habe, kommt die Verbindung zustande. Da ich aber aus Energiespargründen nach zwei Minuten in den Ruhezustand abschalten lasse, bin ich dann iphonetechnisch nicht mehr über meine Festnetznummer erreichbar.

Es gibt ja bei einigen Anwendungen die Möglichkeit, sie im Hintergrund ständig laufen zu lassen, egal, was man mit dem Handy gerade macht. Mein music control ist über den homebutton jederzeit bedienbar. Das wünsche ich mir für die Zukunft auch für meine Iphone- zu- Fritzbox Verbindung.   

Eine günstige Möglichkeit, ständig online zu sein, bietet der relativ neue mobile UMTS WLAN Router Huawei E5. Das Gerät passt in jede Hosentasche und es können bis zu 5 Endgeräte angeschlossen werden. Er eignet sich z.B. für den Ipod, Netbook, Ipad oder Smartphone. Der Preis liegt bei rund 130 €.

Wählt man eine Simkarte von simyo, kann man für den günstigen Tarif von 9,90 € für 30 Tage bis zu 1 GB  im internet surfen.

Der Vorteil zu einer flatrate für das Iphone, die ja beispielsweise von klarmobil auch schon für 10€/Monat zu haben ist, liegt ganz klar bei der Nutzbarkeit von verschiedenen Endgeräten gleichzeitig.

23 Jun, 2010
von B.Scheid

Kürzlich hat meine Nichte weinend bei mir angerufen, weil sie am Telefon ziemlichen Stress mit einer dubiosen Gewinnspielfirma hatte.

Sie hatte einige kostenlose Gewinnspiele im Internet mitgemacht, bei denen sie genau darauf achtete, dass die Teilnahme unverbindlich und  gratis war.

Irgendwann rief ein überaus freundlicher Herr über eine Schweizer Telefonnummer bei ihr an, der es durch seine nette Art schaffte, ihr ihre Kontodaten zu entlocken. Sie würde jetzt an über 600 Gewinnspielen teilnehmen. Die Kontonummer müsse er nur zum Abgleich wissen, Geld würde sie die Teilnahme nicht kosten. Die Frage, um welche Spiele es sich handele, wollte er mit Berufung auf den Datenschutz (!) nicht beantworten.

Am nächsten Tag meldete sich eine gar nicht so freundliche Dame. Sie würde meiner Nichte jetzt einige Fragen stellen und es würde ein Band mitlaufen, das die Antworten aufzeichne. Meine Nichte ist sehr höflich und so beantwortete sie die Fragen bis zu einer bestimmten Stelle, an der sie anstatt brav ja zu sagen, mit einer Frage nachhakte. Das gefiel der Anruferin überhaupt nicht und als auch der zweite Durchlauf nicht klappte, wurde sie sehr patzig. Zum Schluss keifte sie, dass meine Nichte durch ihre mangelnde Kooperation selbst schuld sei, dass sie nun ein Gewinnspielabo zum Preis von 49,90€ monatlich habe, das sie mit dreimonatiger Frist kündigen könne.

Für niemanden ist es schön, wenn man so unfreundlich behandelt und eingeschüchtert wird. Wenn man aber auch noch glaubt, unwissentlich einen Vertrag abgeschlossen zu haben, der Einiges kostet, und man weiß nicht, wie man da wieder rauskommt, da ja alles bisher nur telefonisch gelaufen ist, dann fühlt man sich doppelt schlecht.

Glücklicherweise konnten Abbuchungen in diesem  Fall abgewendet werden, da das Konto sowieso zu einer anderen Bank verlegt werden sollte und das geschah dann eben sofort.

Im TV habe ich aber einen Bericht über eine alte Dame gesehen, von deren Konto so eine Gewinnspielfirma mehrere hundert Euro abgebucht hat. Diese Methode ist wohl ziemlich verbreitet. Ich habe mich schon oft gefragt, wo der Sinn der SMS Gewinnspiele im Fernsehen liegt. Ich dachte, da machen so viele Leute mit, dass von der Hälfte der 49 Cent, die der Inhaber der gewählten Telefonnummer bekommt, wohl noch genug übrigbleibt, auch wenn man dafür ein Auto verlost. Ein zusätzlicher Gewinn ist aber wohl durch den Verkauf der Teilnehmernummern zu erzielen, denn so kommen die o.g. Firmen auch an ihre Opfer.

Auch z.B. wenn man bei Spielen, die während Sendungen mit Stefan Raab angeboten werden, mitmacht, kann man davon ausgehen, dass die Daten an unseriöse Firmen verkauft werden.

Ich kann nur jedem raten, niemals blauäugig am Telefon seine Kontodaten zu verraten. Es gibt NIEMANDEN, der darauf einen Anspruch hat! Und wenn jemand angibt, er habe sie schon und wolle sie nur abgleichen, so ist das ein ganz übler Trick!

 

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