Der Chaos Computer Club ruft für den 17. April 2009 zu Protesten gegen die von der Bundesregierung geplanten Internetsperren auf. An diesem Tag werden sich fünf der größten deutschen Internetanbieter im Beisein von Familienministerin Ursula von der Leyen verpflichten, Kinderpornosites auf ausländischen Servern zu blockieren.
Unter dem Motto “Zu Besuch bei Zensursula” ruft die Hackervereinigung Chaos Computer Club (CCC) am 17. April 2009 zu Protesten gegen Internetsperren auf. “Wir wollen dabei und präsent sein, wenn die größten deutschen Internetprovider händchenhaltend mit Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen den Vertrag unterzeichnen werden, mit dem sie sich ohne jegliche gesetzliche Grundlage verpflichten, unliebsame Inhalte nach Gutdünken des Bundeskriminalamtes (BKA) zu sperren und zu filtern”, heißt es in dem Aufruf.
Bei den Internetsperren soll es vorerst nur um die Erschwerung des Zugangs zu strafbaren Inhalten gehen. Die Erweiterung des Systems auf die Zensur beliebiger anderer Webseiten sei aber durch eine Anpassung der geheimen Filterliste des BKA jederzeit möglich, mahnt der Hackerclub.
Die Provider würden dabei “knallhart erpresst”, da sie im Falle einer Weigerung in einem Atemzug mit Kinderschändern erwähnt werden. Von der Leyen hatte wörtlich erklärt, wer ihrem Plan widerspreche, wolle “weiterhin uneingeschränkt die Vergewaltigung von Kindern zeigen lassen”. Kabel-Deutschland-Sprecher Marco Gassen hatte Golem.de erklärt, dass das Unternehmen die Absicht habe, am 17. April 2009 den Vertrag zur Sperrung von Kinderpornografie-Seiten zu unterzeichnen. “Aktuell werden noch die letzten Vertragsdetails mit dem Bundesfamilienministerium geklärt”, sagte er. Deutsche-Telekom-Sprecher Frank Domagala wollte sich nicht äußern und verwies auf das zuständige Ministerium.
Der CCC führt an, dass Kindesmissbrauch nicht mit geheimen BKA-Sperrlisten bekämpft werden könne. Denn “die Verbreitung von Bildern und Filmen missbrauchter Kinder ließe sich einfacher verhindern: Ginge es ihr wirklich darum, könnte Zensursula die Betreiber der Server mit den Mitteln des Rechtsstaats belangen”. Die Strafverfolgungsbehörden könnten die Anbieter und Produzenten von Kindesmissbrauchsvideos zwar effektiv verfolgen, täten dies aber nicht. Auch sei keine bessere Ausstattung und Zusammenarbeit der Ermittler geplant.
Treffpunkt am 17. April 2009 um 09:00 Uhr ist das Presse- & Besucherzentrum der Bundesregierung in Berlin-Mitte. (via)
Kommentare (1)Windows XP und Office 2003: Mainstream-Support endet heute
Microsoft beendet am heutigen 14. April 2009 den Mainstream Support für Windows XP und für das Office-Paket Office 2003. Letzteres wurde durch Office 2007 vor einer Weile ersetzt und von den Anwendern auch angenommen. Der Nachfolger von Windows XP hingegen steht weiterhin wegen Geschwindigkeitsproblemen in der Kritik. Windows Vista ist für viele Unternehmen und Anwender ein rotes Tuch und so bleiben viele Nutzer weiterhin bei Windows XP.
Endanwender und Unternehmen müssen sich aber wenig Sorgen um die Sicherheit von Windows XP oder Office 2003 machen: Von den Einschränkungen ausgenommen sind Sicherheitsupdates, die Microsoft noch bis zum 8. April 2014 entwickelt und anbietet. Egal welche Lizenz eingesetzt wird, diese Patches werden ganz normal über das Windows-Update oder das Internet zu beziehen sein. (via)
Laut Aussage vom Vorstandsvorsitzende des Verbands der deutschen Internetwirtschaft (eco), Michael Rotert, bringt eine Sperrung Kinderpornografischer Seiten im Internet nichts.
“Die Provider tun sich deshalb so schwer mit der Sperre, weil sie nicht hilft”, sagte Rotert der Berliner Zeitung, “man muss kein Profi sein, um Schlupflöcher zu finden.” Er befürchte, dass schon bald die entsprechenden Anleitungen im Internet kursieren würden, wie man ungefiltert surfen könne, meinte der eco-Chef.
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Nur wenige Tage nachdem der neue Browser von Microsoft gekapert wurde haben die Entwickler angekündigt, neue Schutzfunktionen in den Internet Explorer 8 zu intrigieren.
Demnach soll es in Zukunft erheblich schwerer werden einen Pufferüberlauf auszunutzen.
Dies ist die Reaktion von Microsoft, nachdem “Nils”, ein Hacker der größtenteils anonym bleiben will, es geschafft hat einen bislang unbekannten Exploit auf einem Windows-7-System Code einzuspielen und auszuführen.
Vermutet wird, dass sein Exploit auf Techniken von Dowd und Sotirov basiert.
In der finalen Version des IE8 für Vista soll der Filter ja schon aktiv sein. Wieso Niels es aber trotzdem geschafft hat, wollte Microsoft nicht sagen.