Nach dem Unglück bei der Loveparade in Duisburg erkannte er sehr schnell, dass der Duisburger OB möglicherweise eine politische Verantwortung trage und erweckte damit den Eindruck, dass er einen Rücktritt Sauerlands für erwägenswert hielte. Wulff nahm sogar an der Trauerfeier für die Opfer teil. Und er schlug vor, sich Gedanken über einen Hilfsfond für die Opfer zu machen.
Dass er ein Herz für seine Mitmenschen hat, bewies er ja schon während seiner Regierungszeit in Hannover als niedersächsischer Ministerpräsident. Noch kurz vor seiner Wahl zum Bundespräsidenten bedachte er die bedürftigen Landtagsabgeordneten mit einer zweistufigen Erhöhung ihrer Diäten.
Heute las ich, dass Herr Wulff seinen Urlaub auf Mallorca beim AWD- Manager Maschmeier verbrachte. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Aber die Schreiber einiger Kommentare dazu auf welt-online hegten doch tatsächlich den Verdacht, der Bundespräsident könne auf die Idee kommen, seinen politischen Einfluss für den Freund spielen zu lassen. Aber warum sollte er sich von einer 1600qm großen Villa beeindrucken lassen. Der Mann hat zuhause ein Schloss!
Die Urlaubsreisen unseres Chefs waren ja bereits früher schon Steine des Anstoßes. Er kam zweimal in den Genuss vergünstigter Flüge und wusste gar nichts davon, dass das eine unzulässige Vorteilsnahme ist. Wie gut, dass das in seiner Freizeit geschehen war. Da hat man natürlich keine politische Verantwortung, denn die ist privat.
Ich glaube jedenfalls fest, dass wir den schlauesten Bundespräsidenten aller Zeiten haben. Denn sollte ihn mal jemand wegen politisch unkorrekten Verhaltens kritisieren, dann tritt er einfach zurück und kassiert bis zum Lebensende einen netten Ehrensold. Die Möglichkeit ist ihm jetzt schon gegeben. Nun braucht er nicht mehr auf die Sofortrente bei der „Goldenen Eins“ zu hoffen.
Kommentare (0)„Und klatschen die alle und schenken ihm Blumen, weil sie sich so darüber freuen?“
„Nun ja, einige freuen sich und einige nicht.“
„Und warum klatschen die dann trotzdem und schenken ihm was?“
„Weil sie gute Miene zum bösen Spiel machen und weil sie froh sind, dass sie endlich Feierabend haben und in ihr Hotel fahren können.“
„Was heißt denn „gute Miene zum bösen Spiel machen“- was haben die denn gespielt?“
„Das Spiel heißt: wir wählen demokratisch unseren neuen Bundespräsidenten.“
„Demokratisch…?“
„Demokratisch soll bedeuten, dass der Wille des Volkes geschieht. Aber leider funktioniert das nicht immer.“
„Hat es heute funktioniert?“
„Wie man es nimmt. Natürlich haben die Politiker den Präsidenten gewählt, die vorher vom Volk dafür bestimmt wurden. Aber es scheint so, als ob sie sich die Meinungsumfragen zur Wahl nicht angeschaut hätten. Dann hätten sie nämlich bemerken können, dass die Mehrheit zumindest der befragten Menschen gerne einen anderen Mann auf dem Posten gesehen hätten.“
„Und trotzdem dürfen sie den wählen, den sie wollen? Das finde ich nicht gerecht, Mama.“
„Sie müssen sich auch nach ihren Parteichefs richten. Die sagen ihnen, wen sie wählen müssen. Da ist es dann gar nicht wichtig, was das Volk will.“
„Aber das Volk hat doch gesagt, wer Politiker sein soll und regieren darf, oder nicht? Dann muss doch eigentlich auch der Richtige für das Volk gewählt worden sein. Wenn wir unseren Klassensprecher wählen, dann wird es auch der, den die Meisten haben wollen.“
„Ja. Aber in Eurer Klasse wählen auch alle mit. Bis auf die vielleicht, die krank sind. In Deutschland wählen nicht alle Menschen, die das dürften.“
„Das ist ja doof. Warum machen die das nicht?“
„Viele haben sich schon zu oft über die Politik geärgert oder sie glauben, dass sie mit ihrer Stimme sowieso nichts beeinflussen können.“
„Na ja, wenn ich nicht wähle, dann kann ich ja auch nicht den Klassensprecher kriegen, den ich haben will…- aber Mama, sag doch mal. Der Mann, der die Blumen bekommen hat, den habe ich schon mal im Fernsehen gesehen. Ist der berühmt?“
„Der ist Ministerpräsident von Niedersachsen. Das ist ein wichtiges Amt und deshalb sieht man ihn öfter im Fernsehen.“
„Wau, und nun ist er auch noch Präsident. Schafft er das denn Alles?“
„Nein, das darf er auch gar nicht. Beides gleichzeitig zu sein, ist sogar verboten. Das steht im höchsten Gesetz unseres Landes. Ach, ich höre gerade, er ist von seinem Amt als Ministerpräsident zurückgetreten. Na, das war aber höchste Eisenbahn. Da hätte er sich beinah strafbar gemacht.“
„Kevin von nebenan hat auch erst mit Julia Schluss gemacht, als Maike schon ja gesagt hatte…Mach doch mal wieder lauter. Ich möchte hören, was der Neue sagt. Nett lächeln tut er ja.“
(Wulff hält seine Dankesrede.)
„Mama, warum hat er gesagt: Gott schütze unser Land?“
„Weil er weiß, dass das jetzt besonders nötig ist…“
Was die Bad Essener dort rund um die Ippenburg inszeniert und angepflanzt haben, ist wirklich sehenswert. Romantisch-wilde Waldstücke mit Flüsschen und Teichen, Enten inklusive, wechseln sich ab mit wunderschön angelegten Rabatten. Auf einer Blumeninsel führt ein spiralförmiger Weg den Besucher auf eine Plattform, die mit riesigen Liegekissen bestückt ist, welche zum Ausruhen einladen.
Überhaupt gibt es auf dem ganzen Gelände jede Menge Sitzgelegenheiten, die es möglich machen, fast jeden Ort und jeden Garten entspannt auf sich wirken zu lassen.
Durch Hecken abgeteilt sind verschiedenste kleine Oasen zu besichtigen, vom Schrebergarten mit Zigeunerflair über den Nordseefeeling erzeugenden bis zum modernen, etwas steril wirkenden, dafür aber bestimmt pflegeleichten Garten mit Designerliegen auf der Terrasse.
Nahe der Burg gibt es einige Verkaufsstände mit Pflanzen, Gartendekoration und schönen Dingen für drinnen und draußen.
Die Auswahl an Blumen ist nicht schlecht und vor allem Rosenfreunde können hier und am Eingang der Gartenschau schöne Exemplare erstehen.
Für das leibliche Wohl ist ausreichend gesorgt. Mehrere Gastronomiebetriebe sind auf dem Areal verteilt.
Ein kostenloser Shuttleservice bringt die Besucher im 10 Minuten Abstand nach Bad Essen, wo es weitere Gartenanlagen zu besichtigen gibt.
Die 14 Euro Eintritt sind meiner Meinung nach gut angelegt.
Der Top Favorit ist Christian Wulff. In einer Umfrage haben die meisten bereits gesagt, dass sie ihn ganz gerne in dieser neuen Rolle sehen würden. Allerdings ist er ja nicht alleine, denn sein Mitstreiter Gauck hat offenbar auch sehr gute Chancen.
Wer das Spektakel unbedingt live verfolgen möchte, der findet im Internet einige Livestreams. Auch ARD und ZDF haben seit ca. 11 Uhr eine Sondersendung zu diesem Thema. Auf nTV gab es ebenfalls bereits einige Berichte zur Wahl des neuen Bundespräsidenten zu sehen.
Wenn man bei der Wahl doch lieber mehr oder weniger hautnah dabei sein möchte, dann kann man entweder den Fernseher einschalten oder den vom ZDF bereitgestellten Livestream benutzen.
Für meinen Geschmack hätte ich heute lieber Fußball geschaut. Der Rummel in den letzten Tagen zu diesem Thema ging mir doch schon etwas auf die Nerven. Natürlich ist es ein wichtiges Thema, aber der Rummel und die Spekulationen waren schon nicht mehr feierlich gewesen.
Am Ende ist es wie bei der Weltmeisterschaft – “Möge der bessere gewinnen, denn es kann nur einen geben” und wer weiß, vielleicht erleben wir heute ja eine große Überraschung.
(via)
Warum sonst sollte sie jemanden auswählen, der quasi von Jugendbeinen an in der CDU aktiv war? Warum trifft es einen, der noch immer nicht den Mut hat, sein Amt als Ministerpräsident niederzulegen, obwohl es verfassungswidrig ist, als Bundespräsident gleichzeitig ein anderes politisches Amt innezuhaben?
Zivilcourage- wie Horst Köhler sie ab und zu gezeigt hat, wenn er nicht einfach ja und amen zu jedem Gesetzentwurf gesagt hat- und Parteineutralität scheinen jedenfalls nicht im Profil von Herrn Wulff enthalten zu sein.
Dass auch soziale Gerechtigkeit nicht unbedingt sein Thema ist, hat er in jüngster Zeit bewiesen, als er spontan die Diäten der Landtagsmitglieder in Niedersachsen doppelt erhöhte. Dies ausgerechnet zu einer Zeit zu machen, in der die Regierung Sparkurs angeordnet hat, zeugt auch nicht gerade von politischem Fingerspitzengefühl, was ich mir für den Repräsentanten meines Heimatlandes schon wünschen würde.
Und ich wünsche mir Ehrlichkeit. Auf seiner Internetseite wirbt C.W. damit. Man muss aber nur mal seine dort gemachten völlig schwammig formulierten Ziele mit seinen bisherigen politischen Aktivitäten abgleichen, dann fallen einem schon einige Ungereimtheiten auf. Fördert man die Bildung, wenn man die Lernmittelfreiheit abschafft? Sichert man die Zukunft unserer Umwelt, wenn man die Atomenergie fördert, ohne sich darum zu kümmern, was in späteren Jahren mit dem Atommüll passieren soll, damit er unsere Nachkommen nicht gefährdet?
Mein Mann hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass CW ja auch eine Abkürzung für den Widerstandswert eines Fahrzeugs ist. Ist der niedersächsische CW ein Sinnbild dafür, wie man schnell weiterkommt, indem man aalglatt ist?
Heute fällt mir noch kein guter Kandidat für das höchste deutsche Amt ein. Aber ich denke darüber nach…
Hätte man Ende Mai schon gewußt, dass Lena für uns den Eurovision Song Contest gewinnen würde und welchen Medienrummel dies auslösen würde, hätte Herr Köhler vielleicht gar nicht sein Amt niederlegen müssen. Ich kann mir vorstellen, dass viele Bundesbürger vor lauter Lenajubel den Rücktritt gar nicht mitbekommen haben.
Dass jetzt die Hinterhältigkeiten, sprich -das SPARPAKET der Bundesregierung- der Öffentlichkeit bekannt gemacht wurden, bestätigt meine Theorie. Aber dem Bauernopfer Köhler nutzt es nun auch nichts mehr.
Im Moment ist das Geschrei natürlich groß. Wieder wird bei den Falschen gespart, wie immer.
Aber in wenigen Tagen beginnt ja die Fußball-WM. Die wird die kritischen Stimmen zum Schweigen und hoffentlich zum Jubeln für Deutschland bringen.
Ich habe mich gefragt, warum man so unbequeme Entscheidungen nicht einfach direkt während der Vorrunde bekannt macht. Dann würden die doch zwischen den Sportberichten und Fußballübertragungen fast untergehen. Wenn König Fußball regiert, hat doch Angela Merkel (Halbzeit-) Pause.
Aber erstens dauert die Vorrunde nicht ewig und, obwohl dies jetzt keiner lesen will, todsicher ist es nicht, dass Deutschland weiterkommt. Sonst hätten diverse Handelsketten wohl nicht große Rabatte und Geld-Zurück-Versprechen beim Weltmeistertitel für Deutschland versprochen.
Und zweitens wird doch unsere First Lady wieder auf der Tribüne sitzen wollen, wenn unsere Elf spielt. Da muss über das Sparpaket wenigstens schon ein bißchen Gras gewachsen sein, sonst könnte man sich ja fragen, was DAS den Steuerzahler eigentlich kostet und ob Frau Merkel im Zuge des Sparens vielleicht in der Economy Class von Air Berlin angereist ist, in einer Bambushütte ohne Verpflegung nächtigt und ihre Stehplatzkarte im Stadion selbst bezahlt hat, um den Bundeshaushalt zu entlasten.
Nachmittags beim Kaffeetrinken im Bundeskanzleramt. Angela hat einige Partei-und Koalitionsfreunde eingeladen. Es gibt Zuckerkuchen vom Blech und Ostfriesentee. Nur Ulla Schmidt, die gehört hat, dass es Kuchen gibt und nicht weiß,was Thema des Meetings ist, trinkt grünen Tee.
Nachdem die privaten Themen durch sind und das Geschirr abgeräumt ist, räuspert sich Angie und schaut die Anderen bedeutungsvoll an: “Meine Lieben!Guido hier und ich haben uns etwas überlegt. Wir sind der Meinung, unser nächster Präsi muß untadelig und loyal sein. Das Regieren ist zur Zeit schon anstrengend genug. Deshalb folgende Idee.. (Guido kichert hinter vorgehaltener Hand)..der oder die Neue muß als absolut ehrlich gelten und (sie sieht fröhlich in die Runde) muß den Einbürgerungstest bestehen.”
Unruhe macht sich im Raum breit, manche hüsteln, manche scharren mit den Füßen. Einige packen schon ihre Tupperschalen mit dem übriggebliebenen Kuchen in die Aktentaschen. Roland und Jürgen sind ein wenig rot angelaufen. Roland meckert:” Was soll das denn mit der Ehrlichkeit? Das ist doch unfair, Angie! Wozu bin ich denn zurückgetreten, wenn plötzlich solche kleinkarierten Regeln gelten, nur um Bundespräsident zu werden?”
Ursula hebt zaghaft einen Finger:” Darf ich was fragen? Wie lange haben wir Zeit uns auf den Test vorzubereiten?”
Wolfgang fällt ihr ins Wort:” Müssen wir den überhaupt selber machen? Ich würde das durch meine Mitarbeiter erledigen lassen….”
Angela ist etwas ungehalten über die Einwände. Also bittet sie darum, dass jeder, der sich nicht in der Lage sieht die Anforderungen zu erfüllen, den Raum verlassen möge. Norbert war auf seinem Stuhl eingeschlafen und schreckt durch die Aufbruchstimmung hoch.”Was ist los? Habe ich etwas verpasst? Werde ich Bundespräsident oder nicht oder wer…?”
Guido lacht:”Norbert, du bist raus.”
Der Raum ist inzwischen merklich leerer geworden. Die Kanzlerin wirft spontan eine Frage aus dem Einbürgerungstest in den Raum:”Welchen Minister hat ein deutsches Bundesland nicht? Außenminister, Innenminister, Justizminister oder Finanzminister?”
Christian antwortet wie aus der Pistole geschossen:”Außenminister!”Angela:”Richtig,Christian. Setzen!”
Guido schluckt.”Aber ich bin doch Außenminister.” Ihm stehen Tränen in den Augen.”Alle sagen, ich bin Außenminister.” Jetzt laufen ihm die Tränen über die Wangen.Er sieht Angela fragend an:”Bin ich etwa doch kein Außenminister?…”
Sie streichelt ihm beruhigend über das Haar.”Guido, das bist Du. Aber nicht von einem Bundesland, sondern sogar von ganz Deutschland.Ist das nicht schön?”
Leider können ihre tröstenden Worte den hysterisch schluchzenden Vize nicht mehr beruhigen. Ein Notarzt wird gerufen und die Sitzung auf später vertagt.
Der Rücktritt von Horst Köhler löst unterschiedliche Gefühle in mir aus.
Zum einen Zustimmung; wenn Herr Köhler sich dahingehend geäußert hat, daß unsere Bundeswehr zum Zwecke der Sicherung der Außenhandelswege eingesetzt werden könne, dann ist das etwas, was ein Bundespräsident nicht tun darf. Dieser Gedanke widerspricht unserem Grundgesetz, das Einsätze der Bundeswehr nur zu Verteidigungszwecken erlaubt. Und unser Präsident muß natürlich IMMER im Sinne des Grundgesetzes agieren. Wenn er sich also einen solchen fauxpas leistet wie geschehen, dann muß er dies irgendwie korrigieren. Jemand, der nicht hinter dem GG steht, kann nicht das oberste Amt im Staat innehaben.
Es löst aber auch Empörung in mir aus zu wissen, daß Herr Köhler nach seinem Rücktritt einen sogenannten Ehrensold (ist er Soldat?) erhält, der ca. 200.000 Euro pro Jahr beträgt. Er muß zwar auf seinen Wohnsitz im Schloß Bellevue verzichten und bekommt in Zukunft keinen Gärtner, Koch (allenfalls als Amtsnachfolger) und anderes Hauspersonal mehr. Das ist schon sehr bitter. Aber immerhin bleiben Dienstwagen und Fahrer zu seiner Verfügung und er erhält ein Büro samt Personal auf Kosten der Steuerzahler. Wenn ich daran denke, daß ein Arbeitsloser, egal wie lange er im Amt war, nach einem Jahr Arbeitslosengeld 1 gerade mal ca. 12.000 Euro Arbeitslosengeld 2 bekommt, sich davon kaum einen Wagen geschweige denn einen mit Fahrer leisten kann, dann kommen mir doch Zweifel,ob das dem Grundgesetz der Gleichbehandlung entspricht. Wenn dieser Arbeitslose von seiner Arbeit zurückgetreten ist, sprich selbst gekündigt hat, gibt es erstmal gar nichts. Und dann wird ständig geprüft und geprüft, ob der Anspruch noch besteht und ob der Betreffende sich um Arbeit bemüht.
Gilt denn Herr Köhler jetzt als arbeitslos oder zählt er bereits zu den Rentnern? Das Alter hätte er ja. Aber außer in Griechenland wird mit dem Eintritt in die Rentenzeit das Einkommen ziemlich drastisch gekürzt.
Also zur Empörung gesellt sich noch die Verwirrung. Und seit heute noch das Grauen davor, wer danach kommt.
Die ehemalige Familienministerin Ursula von der Leyen hatte dieses Gesetz überhaupt erst ins Leben gerufen. Trotz heftiger Kritik hat sie daran festgehalten, dass das Internet entsprechend zensiert werden müsste. Auch wenn Kinderpornos dann auf “normalem” Wege nicht mehr aufgefunden werden, so bietet diesed Art von Zensur zahlreiche Möglichkeiten, die Sperre trotzdem zu umgehen.
Das Kinderpornos für niemanden zugänglich sein sollten steht natürlich ausser Frage. Ob hierfür aber gleich das Internet zensiert werden müsste ist dabei eher in Frage zu stellen. Suchmaschinen werfen sowieso alles aus dem Index was nicht Lupenrein ist und somit dürfte es nahezu unmöglich sein, solche Inhalte zu finden.
Aktuell hat der Bundespräsident Horst Köhler aber die Unterschrift, welche zwingend erforderlich ist damit das Gesetz in Kraft treten kann, verweigert bzw. verschoben. Gründe hierfür sind, dass aktuell noch gar nicht klar ist wie man dies sinnvoll technisch umsetzt. Solange dies nicht geklärt ist, soll das Gesetz auch nicht auf den Weg gebraucht werden. Es hängt nun also an der letzten Etappe.
Wie es nun weiter geht ist ebenfalls unklar. Es muss vorerst eine Entscheidung getroffen werden, wie man die Zensur der digitalen Medien am besten technisch umsetzt.
Es ist jedesmal das selbe zu beobachten: Nach dramatischen Amokläufen an Schulen wird immer wieder neu diskutiert: Schuld sind Computerspiele in denen Waffen genutzt werden.
Aktuell bin ich gerade bei heise.de auf folgenden Interessanten Beitrag gestossen:
Bundespräsident Horst Köhler hat schärfere Bestimmungen für gewaltverherrlichende Killerspiele gefordert. “Sagt uns nicht der gesunde Menschenverstand, dass ein Dauerkonsum solcher Produkte schadet? Ich finde jedenfalls: Dieser Art von ‘Marktentwicklung’ sollte Einhalt geboten werden”, sagte Köhler am Samstag in Winnenden beim Staatsakt für die 15 Opfer des Amoklaufs vom 11. März.
Bayerns Innenminister Herrmann sagte der “Welt am Sonntag” zum Thema Computer-Killerspiele: “Die freiwillige Selbstkontrolle der Spieleindustrie funktioniert nicht richtig. Ich erwarte, dass die Bundesprüfstelle wesentlich schärfer hinschaut, was auf dem Markt ist.” Bisher werde die Freigabe “sehr großzügig gehandhabt”, obwohl ständig über Killerspiele geklagt werde. Es könne auch nicht sein, dass sich ein Spielevertreiber bei einer Anzeige auf die Freigabe durch die Selbstkontrolle berufe und die Staatsanwaltschaft deswegen das Verfahren einstelle.
Wenn ich soetwas sehe könnt ich jedesmal ausflippen. Ich denke man sollte eher weniger die Schuld bei anderen suchen (hier Hersteller solcher Spiele) sondern sich einfach mal fragen, was die Eltern wohl falsch gemacht haben. Ich selbst habe diese Art von Spielen auch auf und ab gespielt, dies gibt mir aber noch lange nicht das Verlangen, Leuten um mich herum etwas anzutun.
Zudem kann man die Schuld solcher Vorfälle auch den Eltern geben oder im Freundeskreis suchen. Wie sollte ein Kind an eine Waffe kommen? Dies hat nicht wirklich etwas mit Computerspielen zu tun, sondern die Eltern hätten darauf achten sollen, die Waffen entsprechend zu verschliessen.
Es gibt sicherlich eine Menge an ereignissen, die für eine solche Tat verantwortlich sind, aber hört doch endlich mal auf, die Schuld immer den Computerspielen zuzuschreiben.