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19 Nov, 2011
von Elietta Becker

Der heutige „Spot der Woche“ ist der TV-Spot für den Braun-Rasierapparat „series 7“, als dessen Werbeträger der erfolgreiche Fußballtrainer José Mourinho fungiert. In einer Bildersequenz wird er mehrfach gezeigt; unterlegt mit dem Satz „manche sind einzigartiger als andere“.

Dieser Werbespot besticht durch seine gedämpften, eleganten Farben und leisen Töne. Als Highlight ist das Wort „einzigartiger“ anzusehen, das es an für sich in dieser Form gar nicht gibt. „Einzigartig“ ist nicht steigerungsfähig; wenn jemand oder etwas einzigartig ist, so ist es das – im Normalfall zumindest. José Mourinho allerdings darf durchaus mit dieser ungewöhnlichen Wortschöpfung bedacht werden   – und nach Meinung des Herstellers wohl auch der Braun series 7. In diesem Kontext gesehen hätte Braun kaum einen besseren Darsteller finden können als den Trainer von Real Madrid.

Mit wenigen Worten und Bildern wird in diesem Spot alles gesagt, was es zu sagen gibt – ohne Schnörkel und sinnloses Geschwafel. Dadurch hebt sich dieser Werbespot in sympathischerweise von vielen anderen ab und erhält deshalb den Titel „Spot der Woche“.

18 Nov, 2011
von Elietta Becker
1. FC Kaiserslautern - Bayer Leverkusen 0:2
Schalke 04 - 1. FC Nürnberg 4:0
1. FC Köln - Mainz 05 abgesagt
Bayern München - Dortmund 0:1
SC Freiburg - Hertha BSC 2:2
Mönchengladbach - Werder Bremen 5:0
VfL Wolfsburg - Hannover 96 4:1
VfB Stuttgart - FC Augsburg 2:1
Hamburger SV - Hoffenheim 2:0
18 Nov, 2011
von Elietta Becker

Habt Ihr auch das Problem, dass Eure Katze zu dick ist? Ich rede jetzt nicht von ein paar Gramm zuviel auf den Hüften, die eventuell fast zu übersehen wären, sondern von richtig massivem Übergewicht.

Viele Tierhalter, die solch eine dicke Katze besitzen, die trotz Diätprogrammen nicht wirklich ihr Gewicht reduzieren, resignieren irgendwann. Ich weiß, wovon ich spreche, denn fast hätte ich bei meiner Maunzi auch aufgegeben. Maunzi kam als dünne Babykatze zu mir, und bereits nach wenigen Wochen nahm sie eine rundliche Form an. Definitiv war das nicht genetisch bedingt, denn ihr Zwillingsbruder entwickelte sich zu einem ranken, schlanken Kater. Im Alter von circa sechs Monaten, bei ihrer Kastration, hatte Maunzi laut tierärztlicher Aussage bereits eine 1 Zentimeter dicke Fettschicht unter der Haut. Auf meine Frage hin, was ich dagegen tun könnte, erhielt ich die Antwort: „Da müssen Sie aufpassen.“ Aha. Ich passte also auf und musste mitansehen, wie meine wunderschöne weiße Katze mit den schwarzgrauen Flecken immer ballonartiger wurde. Also ein erneuter Tierarztbesuch, diesmal bei einem anderen Veterinär. Bei einer Blutuntersuchung stellte er fest, dass Maunzi zu viel Eiweiß im Blut hatte; von nun an gab es eiweißarme Nahrung für sie – ohne Erfolg. Maunzi wurde immer dicker und dicker. Im Laufe der Jahre (!) suchten wir diverse Tierärzte auf und bekamen unterschiedliche Aussagen zu hören:

„Da kann man nichts machen.“

„Vielleicht frisst sie beim Nachbarn?!?“

„Geben Sie ihr weniger Futter.“

„Bei manchen Katzen ist das leider so…“

„Füttern Sie Light-Futter.“

Keine dieser „Diagnosen“ konnte mich wirklich zufriedenstellen, zumal ich mir selbst nicht erklären konnte, warum Maunzi so dick war. Meine Nachbarn hatten keine Katzen und mochten auch keine, da konnte sie also kaum Futter abstauben. Außerdem bewegte sie sich maximal im Umkreis von 10 Metern auf unserem Grundstück; weiter kam sie nicht, und da gab es nichts Essbares. Lightfutter ist definitiv nicht zur Gewichtsreduktion gedacht, sondern nur zur –erhaltung. Die Hälfte zu füttern brachte auch nichts, da Maunzi jegliches Krümelchen super gut zu verwerten schien. Trockenfutter steht sowieso nie herum. Alles in allem gab es, egal was ich tat, keine Gewichtsveränderung nach unten. Im Gegenteil: sie wurde so fett (bitte entschuldige, Maunzi, aber das war nun einmal so), dass sie sich nicht einmal selbständig ihren Po putzen konnte. Dies hatte zur Folge, dass ich circa einmal im Monat mit ihr zum Tierarzt gefahren bin, damit dieser eine gründliche Reinigung des Hinterteils vornimmt. Natürlich war das kein Leben für eine Katze, die damals circa acht Jahre alt war: keine Bewegung, kein Spielen, kein Vergnügen… Es war sehr deprimierend.

Als ich dann eines abends sah, wie Maunzi vor dem Wassernapf lag (!) und trank, war das Maß endgültig voll. Ich googelte mich verzweifelt durchs Internet und fand schließlich einen Tierarzt, der neben herkömmlicher Medizin auch alternative Therapien anbot. Ich schilderte ihm mein Problem, und er nahm sich Maunzi für eine gründliche Untersuchung vor. Das Ergebnis war niederschmetternd: 11,2 Kg! Ansonsten waren aber glücklicherweise keine der gefürchteten Nebenerscheinungen bei massivem Übergewicht wie Nieren-, Leber-, herz- und Kreislaufproblemen vorhanden. Aber dennoch: 11,2 Kg waren circa doppelt so viel, wie eine Katze von Maunzis Größe hätte haben dürfen!!! Ich war schockiert. Maunzi und der Tierarzt auch. Aber er hatte wenigstens einen (Langzeit-) Plan, den wir sogleich in die Tat umsetzten: Maunzi bekam alle drei Wochen homöopathische Spritzen zur Regulierung ihres Stoffwechsels, zudem ein spezielles Reduktionsdiättrockenfutter in genau abgewogenen Tagesrationen. Das, was wohl kaum einer für möglich gehalten hätte, geschah: Maunzi nahm ab. Bei jedem Tierarztbesuch alle drei Wochen waren es zwischen 120 und 180 Gramm, die sie weniger auf die Waage brachte. Kontinuierlich schwanden die Pfunde, und mit jedem Gramm weniger gewann Maunzi an Lebensfreude dazu. Sie fing an, zu spielen, tobte mit den anderen Katzen herum, putzte gründlich ihren Körper… kurz gesagt: sie konnte ein ganz normales Katzenleben führen. Nah circa sechs Monaten benötigte sie keine Spritzen mehr, nur ihr Spezialfutter erhielt sie weiterhin.

Heute ist Maunzi 12 Jahre alt und wiegt elegante, schlanke sechs Kilo. Glücklicherweise hat sie beim Abnehmen keinerlei überflüssige Hautlappen zurückbehalten, so dass sie wie eine ganz normale Katze aussieht. Inzwischen bekommt sie ihr Reduktionsfutter mit normalem Trockenfutter gemischt, und dreimal die Woche bekommt sie normales Nassfutter.

Was Maunzi geschafft hat, kann Eure Katze auch! Also gebt bloß die Hoffnung nicht auf, wenn Eure Katze zu dick ist; es gibt offenbar für jedes Tier Hilfe. Die Kosten für das Futter sind übrigens viel geringer, als man denken mag: 6 Kg kosten 50,- €, aber da Katzen wie Maunzi nur 70 Gramm am Tag bekommen, kostet dies gerade mal -,60 € täglich. Da kann man überhaupt nichts sagen, und der Erfolg ist phänomenal. Wenn Ihr Fragen habt, könnt Ihr mich gerne anschreiben…

17 Nov, 2011
von Elietta Becker

Heutzutage scheint es ja üblich zu sein, alles mögliche zu „designen“. Ob für Fingernägel, Schmuck oder Bäder – für alles gibt es inzwischen Gestalter, die glauben, eine Marktlücke entdeckt und mit ihren Produkten gefüllt zu haben. Meiner Meinung nach sind die meisten von ihnen weder innovativ noch sonst in irgendeiner Hinsicht erwähnenswert. Vergangene Woche allerdings bin ich auf eine Berufsbezeichnung gestoßen, von der ich noch nicht einmal wusste, dass es diesen Beruf überhaupt gibt: Sargdesigner.

Der 38-jährige Andreas Emde gestaltet Särge ganz nach Wunsch des Verstorbenen (laut Testament) beziehungsweise dessen Angehörigen. Sein Grundgedanke ist es, dem „Tod ein Stück Leben zu geben“, das heißt, die Särge mit Motiven, Farbe und Individualität zu verschönern, um einer Beerdigung etwas von ihrer üblichen Tristesse zu nehmen. Särge, die normalerweise in schwarz, braun oder weiß gehalten sind, spiegeln weder den Charakter des Verstorbenen wider, noch heben sie sich in irgendeiner Weise von allen anderen ab. So kam der Münchener auf die Idee, Fotos oder andere Motive nach Wunsch auf die Särge zu malen, ohne dass dabei der Respekt vor den Toten und ihrer letzten Ruhestätte verloren geht. So behauptet Emde von sich, er „traue sich zu, jedes Motiv so auf dem Sarg anzubringen, dass es würdevoll aussieht“. Anfänglich fand der Sargdesigner kaum Anhänger seiner Idee, doch inzwischen besteht großes Interesse an seinen individuell gestalteten Särgen. Ein großes Sargbauunternehmen unterstützt den 38-Jährigen bei der Umsetzung seiner Ideen, so dass ein Sarg in der Regel eine Lieferzeit von 24 Stunden hat.

Ich persönlich finde die Idee des Sargdesigns klasse. Zwar kommt leider für mich solch ein speziell gestalteter Sarg nicht in Frage, weil ich verbrannt werde und somit nur eine kleine Urne benötige. Ansonsten wäre ein bunter, individueller Sarg genau das Richtige für mich und meine Trauerfeier…

Mal ehrlich: warum soll man in den letzten Minuten, die man über der erde verbringt und noch einmal im Mittelpunkt steht, trübselig in einer langweiligen Kiste liegen? Ähnlich wie Geburtstage sind auch Trauerfeiern/Beerdigungen „Ehrentage“, also kann man diese auch getrost in einem würdigen Rahmen begehen. Mit „würdig“ meine ich natürlich Motive, die auch die 80-jährige Nachbarin nicht schockieren würde. Also nackte Frauen, Phallussymbole, Totenschädel und Ähnliches sollten als Motive für Sargdesign dann eher tabu sein.

Ansonsten: Respekt für diese tolle Idee!

16 Nov, 2011
von Elietta Becker

Gestern habe ich einen sehr interessanten Bericht zum Thema „rationale und irrationale Ängste“ gesehen, wobei der krankhafte Bereich „Phobien“ nicht berücksichtigt worden ist.

Unter „rationalen Ängsten“ versteht man die Furcht vor Ereignissen, Situationen etc., die in der Realität auf- beziehungsweise eintreten können: Kriege, Arbeitslosigkeit, Armut, Krankheit, Einsamkeit. Alles schlimme Sachen, bei denen es absolut verständlich ist, dass Menschen sich vor ihnen fürchten. Weitaus weniger bedrückend erscheinen einem da die „irrationalen Ängste“. Diese können sich in Furcht vor gespenstern, Hexen oder Vampiren äußern; in Angst vor Dunkelheit oder vor (schwarzen) Katzen, vor Gewittern oder vor Silberfischen – die Liste ließe sich ewig fortsetzen.

Ich kann jeden Menschen verstehen, der sich vor – in Augen anderer lächerlichen – Dingen fürchtet, denn mir geht es ebenso. Während es sonst so gut wie gar nichts gibt, was mir Angst macht oder auch nur einen Schauder über den Rücken jagt, habe ich eine Achillesferse: Marienkäfer. Das ist kein Scherz; ich habe wirklich große Angst vor diesen Käfern. Nicht vor einem alleine; den trage ich durchaus nach draußen, wenn er sich in der Wohnung verirrt hat, und ich biete ihm auch gerne meinen Finger als Startrampe an. Wirklich kein Problem. Bei zwei Marienkäfern auf einmal fühle ich mich schon unbehaglich, und ab dreien – das geht gar nicht. Seit dem erstmaligen Massenauftreten der asiatischen Art vor drei Jahren, bei dem sich spontan ein großes Rudel im Wohnzimmer eingenistet hatte, gerate ich regelrecht in Panik, wenn ich welche sehe. Oder höre. Habt Ihr schon mal darauf geachtet, wie laut die sind, wenn sie ihre Angriffsflüge starten? Wie Hubschrauber. Dummerweise waren in letzter Zeit die Medien voller Berichte über diese Käfer, die sich ein Winterquartier suchen. Die Vorstellung, sie könnten ihre Suche innerhalb meiner vier Wände erfolgreich abschließen und für mehrere Monate bleiben, beunruhigt mich zutiefst. Sorgfältig suche ich jeden Abend alle Ecken und mögliche Schlupflöcher ab, um eine mögliche Invasion im Keim zu ersticken. Bis jetzt war ich noch erfolgreich, aber die Angst hat mich fest im Griff. Besonders im Dämmerlicht sieht jedes Schraubenköpfchen, jeder Trockenfutterkrümel und jeder Schatten an der Wand aus wie ein Marienkäfer. Ständig lausche ich im Dunkeln auf ein Rascheln oder ein ungewohntes Schaben, um dann blitzschnell das Licht anzumachen und erneut einen Kontrollgang zu starten. Albern, ich weiß, zumal ich ansonsten jedes Insekt inklusive Spinnen, Zecken und Würmern bedenkenlos in die Hand nehme und nicht einmal mit einer Wimper zucke. Mein Verstand sagt ja auch: „Ein Marienkäfer bedeutet keinerlei Gefahr; er kann und will dir nichts tun; im Gegenteil: er bringt Glück“. Ich weiß ja nicht einmal, was mir an diesen eigentlich hübsch aussehenden Käfern solche Angst macht. Doch ich weiß genau, was ich tun werde, sollte ich wieder solch ein Massenauftreten erleben müssen: laufen…

Um meine Ängste noch zu schüren, erzählt meine Mutter ganz entspannt von einem Marienkäfer, den sie in ihrem Schlafanzug hatte. Im Schlafanzug!!! Ich glaube, wenn mir das passieren würde, würde ich den nächsten Morgen nicht mehr erleben. Schock.

Wie ist das bei Euch so mit eigentlich albernen, irrationalen Ängsten?

15 Nov, 2011
von Elietta Becker

Viele Autofahrer verzieren ihr Heck beziehungsweise ihre Heckscheibe mit Aufklebern; meist, um ein Statement irgendeiner Art abzugeben. Dies kann ein Bekenntnis zu einem bestimmten Sport- oder Fußballverein sein, zu einer Musikband oder auch zu seinem Arbeitgeber. So zeigt er nachfolgenden Autofahrern seine Vorlieben an, ähnlich wie Logos oder Sprüche auf T-Shirts.

So gibt es die Klassiker, die seit Jahrzehnten auf Heckscheiben zu finden sind: „Baby an Bord“, „Eine starke Truppe“, “Leon“ – oder ein anderer Name – „an Bord“, „Sponsored by daddy“, „Mamas Taxi“, Ich bremse auch für Tiere“, etc. Ehrlich gesagt, langweilen mich derartige Statement nur noch. Dass für Tiere gebremst wird, ist eine Selbstverständlichkeit; wie das Kind heißt, interessiert niemanden außer die Eltern selbst, und „Mamas Taxi“ war vor zehn Jahren mal witzig, da es innovativ war. Um jetzt einen gelangweilten Hintermann an der Ampel aus seiner Lethargie zu reißen, müssen schon schwerere Geschütze aufgefahren werden. Vor einiger Zeit geschah dies mit Aufklebern wie „Eure Armut kotzt mich an“, oder auch „Fahren Sie ruhig schnell; wir schneiden Sie dann aus Ihrem Fahrzeug. Ihre Feuerwehr“. Über diese Statements machte man sich zumindest Gedanken – und somit war, wie im Falle der Feuerwehr, der Zweck der Aufkleber erfüllt.

Natürlich gibt es auch so richtig liebe Aufkleber, die überwiegend auf Lkws zu finden sind und um Sympathie für diese Fahrzeuge werben sollen: „Lkws = Freunde auf acht Achsen“ oder „Lkws bringen alles, was Sie brauchen. Friends on the road“. Ein riesiger Smiley vervollständigt den positiven Eindruck. Als nahfolgender Fahrer muss man automatisch lächeln (zumindest ergeht es mir so).

Weniger Lächeln, sondern eher Kopfschütteln verursacht hingegen folgender Aufkleber, den ich in letzter Zeit häufiger gesehen habe: „Keine Bälger mit irgendwelchen Scheißnamen an Bord“. Ich weiß jetzt nicht, ob das witzig sein soll oder einfach nur provokativ – ich finde es weder das eine noch das andere, sondern schlicht und ergreifend überflüssig. Das ist ja quasi so, als würde ich mir einen Aufkleber an die Heckscheibe kleben: „Ich arbeite nicht bei einer Versicherung, bin kein FC Bayern-Fan und höre nicht Thomas Anders.“ Worin liegt da der Sinn? Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass sich mit derartigen Autoaufklebern irgendeine Marktlücke ergeben hat, denn sie treten immer häufiger auf – achtet mal darauf, wenn Ihr mit dem Auto unterwegs seid!

14 Nov, 2011
von Elietta Becker

Jährlich passieren circa 50.000 Unfälle auf deutschen Straßen aufgrund von Unaufmerksamkeit, Übermüdung oder Ablenkung; im Jahre 2010 endeten 3.648 von ihnen tödlich.

Jetzt hat die Bundesregierung einen Plan entwickelt, um die Unfallzahlen zu senken. Neben mehr Geschwindigkeitskontrollen, Blitzanlagen und Tempolimits sollen sogenannte „Rüttelstreifen“ an der rechten Fahrbahnseite installiert werden. Diese als unebene Randstreifen zu verstehende Veränderung der Seitenlinie unterliegt bestimmten Anforderungen: 13 Millimeter tiefe und 40 Zentimeter lange Mulden werden in kurzen Abständen quer zur Fahrbahn gelegt; sie sind sowohl wasser- als auch frostbeständig. Wenn jetzt ein Autofahrer über diese Rüttelstreifen fährt, ertönt ein lautes Fahrgeräusch; darüber hinaus entstehen kräftige Vibrationen. Kräftig genug, um einen Autofahrer aus dem Sekundenschlaf zu reißen, aber nicht so stark, um das Fahrzeug zu beschädigen. Der Fahrer wird sozusagen in Begleitung eines lauten Geräusches wachgerüttelt…

Kostengünstig ist dieser Rüttelstreifen übrigens auch, da man besagte Mulden leicht mit einer Fräse in den Asphalt ritzen beziehungsweise beim Bau neuer Straßen gleich in den frischen Asphalt drücken oder als Erhebungen einarbeiten kann.

Mir persönlich kommt das System mit den Rüttelstreifen ein wenig seltsam vor. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie sehr ich mich erschrecke, wenn mein Wecker klingelt. Bei einem ähnlichen Schock während des Aufgewecktwerdens aus dem Sekundenschlaf könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass man das Lenkrad verreist und prompt auf der linken Fahrspur – oder auf Landstraßen im Gegenverkehr – landet. Oder aber man wacht zwar auf, fährt aber trotzdem vor lauter Schreck rechts gegen einen Baum, Brückenpfeiler oder Ähnliches. Soweit meine Befürchtungen.

Allerdings gibt es in Dänemark, Schweden und den USA diese Rüttelstreifen schon länger und sie haben sich durchaus positiv bewährt. Hier in Deutschland wurde 2003 eine knapp 36 Kilometer lange Strecke auf der A 24 mit den Rüttelstreifen versehen mit dem Ergebnis, dass es zu 40% weniger Unfällen (davon 15% weniger tödliche Unfälle) gekommen ist. Wenn man bedenkt, dass jeder Verkehrstote einer zuviel ist, ist dies ein durchaus beachtenswertes Ergebnis. Allerdings dürfte die Realisierung dieses Projektes wohl längere Zeit in Anspruch nehmen. Alleine die Autobahnen in –Deutschland heben eine Gesamtlänge von 12.000 Kilometern, hinzu kommen die Bundesstraßen und eventuell die Landstraßen…

12 Nov, 2011
von Elietta Becker

Der heutige „Spot der Woche“ ist wieder einmal einer für Autos; genauer gesagt für den Toyota Yaris. In Form eines Zeichentrickclips bringt der japanische Automobilkonzern seine Message rüber: „Der neue Toyota Yaris ist unschlagbar genial“.

In einem Parkhaus treffen ein großes Fahrzeug und ein Yaris aufeinander. Drei Rapper in typischen Outfits und mit einem Ghettoblaster bewaffnet „sprechen“ den Großen an:

„Hey, Mr. Monsterwagen, du denkst, dass die Großen immer Vorfahrt haben?“

In typischer Rappermanier machen sie dann den Monsterwagen ein wenig lächerlich:

„Deine großen Reifen passen besser auf ´n Trecker, du jobbst inner Bank aber machst ein´ auf Rapper“. Dabei schwenkt die Kamera auf das Nummernschild des Wagens, auf welchem prunkvoll „RAPPER“ zu lesen ist. Weiter geht´s mit:

„Den anderen Autos spuckst du aufs Dach, aber hey, mein Freund, kannst du auch das?“ Bei dieser Frage sieht man den Yaris schön und elegant ohne Probleme in eine recht enge Parklücke einparken. Eine angenehme Stimme ertönt und spricht:

„Mit serienmäßiger Rückfahrkamera: der neue Toyota Yaris. Unschlagbar genial.“

Endlich mal ein Werbespot, der sich richtig von den anderen unterscheidet, weil er temporeich, witzig und dennoch aussagekräftig ist. Bei der Zielgruppe, die hier angesprochen werden soll, handelt es sich um jüngere Leute. Ältere Mitmenschen werden sich aufgrund der Aufmachung und der Musik dieses Spots wohl kaum dazu aufgefordert sehen, zum nächsten Toyotahändler zu rennen und ihren bisherigen Wagen gegen einen Yaris einzutauschen – ebenso wenig wie die hier angesprochenen „Monsterwagenfahrer“. Aber normale, jüngere Leute, die einen leistungsstarken, verbrauchsarmen Kleinwagen suchen, sind sicher auf den japanischen Flitzer aufmerksam geworden.

Aufgrund der tollen Idee und deren Umsetzung: Spot der Woche!

11 Nov, 2011
von Elietta Becker

An solchen trüben Novembertagen ist es immer ganz gut, wenn man sich die Stimmung ein wenig auflockern lässt. In der Regel sind hierfür Witze ganz gut geeignet. Vergangene Woche hat mir eine Kollegin einige – wie ich finde wirklich lustige – Exemplare zukommen lassen, die ich Euch natürlich nicht vorenthalten möchte.

Ein Rasenmäher und ein Schaf stehen nebeneinander auf der Wiese. Sagt das Schaf: „Mäh.“

Antwortet der Rasenmäher: „Von dir lass ich mir nix befehlen!“

 

Sie: „Schatz, würdest du mit einer anderen schlafen, wenn ich gestorben bin?“

Er: „Dafür musst du nicht extra sterben!“

 

Arzt: „Guter Mann, Sie sind jetzt 92 und Ihre Freundin 21, da kann jeder Sexualkontakt zum Tode führen!“

Worauf der alte Herr meint: „Na ja, dann stirbt sie halt!“

 

„Nehmt Ihr noch Müll mit?“ brüllt die Frau im Bademantel und mit Lockenwicklern im Haar dem Müllauto zu.

„Aber sicher“, ruft der Fahrer, „spring´ hinten rein!“

 

Der Arzt am Sterbebett: „Ihre Frau gefällt mir aber gar nicht.“

„Mir auch nicht, aber es wird ja nicht mehr lange dauern, oder?“

11 Nov, 2011
von Elietta Becker

Fast sind die bengalischen Feuer in deutschen Fußballstadien schon ein wenig ins Hintertreffen geraten, weil es inzwischen einen neuen Aufreger rund um Deutschlands beliebtesten Ballsport gibt, der für Schlagzeilen sorgt: die Leistung der Schiedsrichter.

Oder sollte man besser sagen: „die nicht vorhandene Leistung“? Selten zuvor sind Bundesliga-Schiris derart negativ kritisiert worden wie nach dem 12. Spieltag der laufenden Saison. Nicht gegebene Elfmeter, falsch erkannte Abseitsstellungen, unrechtmäßig verteilte (Beziehungsweise nicht gegebene, obwohl es angemessen gewesen wäre) gelbe und rote Karten – die Liste der Fehlentscheidungen ist lang. Zu lang, wie Experten finden. Und so sind die Medien voll von Berichten über unfähige Unparteiische.

Generell sind Schiedsrichter ja schon immer eine beliebte Zielscheibe für den Unmut der Fans gewesen. Allerdings fällt auf, dass in letzter zeit nicht nur die Anzahl der offensichtlichen Fehlentscheidungen angestiegen ist, sondern auch die der Platzverweise (in den vergangenen 12 Bundesligaspieltagen 29 Mal!!!). Daraus könnte man schließen, dass eventuell auch der Ton auf dem Spielfeld zwischen den Spielern untereinander auch rauer geworden ist. Mehr  Fouls, mehr kleinere und größere Nickligkeiten und somit immer mehr Situationen, die ein Schiri mit seinen beiden Assistenten überblicken muss – eigentlich ein fast unmögliches Unterfangen. Zuhause vor dem Fernseher, von zig Kameras angestrahlt, erscheint ein Fußballspiel immer sehr übersichtlich. In der Realität ist dies aber leider nicht so. Ein durchschnittlich großes Fußballfeld ist 68 mal 105 Meter groß; das heißt 7.140m2. Dies bedeutet, dass eine Linienrichter eine Fläche von 3.570m2 zu überblicken hat – einriesiges Areal, auf welchem man ganz sicher nicht immer die Übersicht behalten kann. Dass dort Fehler geschehen können, finde ich persönlich absolut nachvollziehbar. Als Fan ärgert man sich natürlich, klar, aber objektiv betrachtet ist es sicherlich nicht einfach, jede Spielsituation mit bloßem Auge richtig zu erkennen, so wie es mithilfe von Computergrafiken möglich ist… Hinzu kommt noch, dass gerade Regelungen wie die der Abseitsstellung Auslegungssache der Unparteiischen sind („aktives“ und „passives“ Abseits) und von Seiten des DFB besser definiert werden müssten, um zusätzliche Ärgernisse zu vermeiden.

Vielleicht sind die Schiedsrichter insbesondere am 12. Spieltag so verunsichert gewesen, weil sie bereits einige Tage zuvor aufgrund der Steueraffäre in ihren Reihen ins Kreuzfeuer der Kritik geraten waren. Inzwischen stehen 70 aktive und ehemalige Unparteiische unter Verdacht, Schwarzgeldkonten im Ausland zu besitzen. Das wiederum finde ich nicht in Ordnung. Ein Schiedsrichter verdient nicht unbedingt wenig pro Spiel: 700,-€ in der 3. Liga, 2000,-€ in der 2. Liga und 4000,-€ plus 500,-€ vom Sponsor Dekra in der 1. Liga; Assistenten erhalten die Hälfte. Wenn ich jetzt davon ausgehe, dass dies alles nebenberufliche Einnahmen sind, dürfte das monatliche Einkommen eines Unparteiischen nicht gerade spärlich sein. Von daher ist es unfair, das Geld nach Liechtenstein zu schleppen, anstatt hierzulande Steuern zu zahlen wie jeder andere auch. Davon abgesehen, sind die Summen für einen echten Steuerbetrug fast schon wieder zu gering, so dass sich ein Transfer ins Ausland kaum lohnt, vor allem wenn man sich so ungeschickt dabei anstellt, dass alles ans Tageslicht kommt…

Und was sagen die verantwortlichen dazu? Lutz Wagner, Lehrwart der Unparteiischen beim DFB, will „fachlich aufarbeiten“, was seine Schiris falsch gemacht haben.

Theo Zwanziger hingegen nimmt die Kritik gelassen hin und lehnt jegliche Rücktrittsforderung seinerseits ab. Er habe schließlich nichts falsch gemacht. Na dann…

 

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