Das Rundumsorglospaket für den Vierbeiner startet mit einem Transfer vom Flughafen in einer Stretchlimousine; schließlich soll hund es ja bequem haben… In einem der zahlreichen Hundehotels angekommen, erhält jeder „Gast“ ein eigenes Zimmer, welches durchschnittlich 100,- $ (circa 83,- €) kostet (natürlich inklusive Flat-TV). Überflüssig zu erwähnen, dass beim Anblick der Betten sowie der Sofas manch ein Mensch neidisch werden könnte…
Doch die Hunde sind ja nicht zum Schlafen hier, sondern um ein Wellnessprogramm zu absolvieren. Dies kann zum einen zur Verbesserung der körperlichen Fitness dienen: ein personal trainer übernimmt die Aufgabe, die Hunde individuell und optimal zu coachen und sie etwas beweglicher zu machen (auf dem Laufband, im Schwimmbecken,…). Dabei dürfen die edlen Tiere allerdings nicht überanstrengt werden.
Zum anderen werden die Hunde mit Massagen, Vitaminbädern und Kurpackungen fürs Fell verwöhnt (wobei ich am liebsten das Wort „verwöhnen“ durch „drangsalieren“ ersetzen möchte…), danach erreicht das Beautyprogramm seinen Höhepunkt: Hundehaare werden gefärbt und gestylt, Krallen geschnitten und lackiert, Zöpfe geflochten… Die fertigen Hunde erinnerten mich persönlich mehr an Barbiepuppen als an Tiere. Mal ehrlich: wozu braucht ein weißer Pudel blaue Ohrspitzen und ein Dobermann goldfarbene Krallen? Das ist nicht nur lächerlich, sondern grenzt in meinen Augen schon an Tierquälerei. Glauben die Halter ernsthaft, sie tun ihren Vierbeinern einen Gefallen? Oder benutzen sie sie nur als Statussymbol, nach dem Motto: „Seht her, wie reich ich bin; sogar mein Hund war auf einer Beautyfarm…“
Generell ist es mir völlig egal, was Leute mit ihrem Geld machen. Hierbei finde ich diese Verschwendung aber in zweierlei Hinsicht schade. Zum einen bedauere ich die vierbeinigen Hotelgäste, die sicherlich viel lieber mit Herrchen und Frauchen gemeinsam Urlaub machen würden, anstatt sich in diesen Hundehotels im wahrsten Sinne des Wortes zum Affen machen zu lassen. Zum anderen gibt es überall so viele notleidende und herrenlose Tiere. Für den Preis einer einzigen Übernachtung in einem Beautyhotel könnte ein solches Tier mehr als einen Monat lang versorgt werden. Richtig versorgt, wohlgemerkt…
Kommentare (4)Und das ist auch gut so. Circa 12.000 Menschen warten alleine in Deutschland auf Spenderorgane; alle acht Stunden stirbt einer von ihnen, weil ihre geschädigten Organe die durchschnittliche Wartezeit von fünf bis sechs Jahren auf einen geeigneten Spender nicht überstehen können. Nun behaupten einige Mitmenschen, dabei handele es sich um die „natürliche Auslese“; diese Patienten würden schließlich an ihren Krankheiten sterben und nicht wegen fehlenden Spendern. Bedingt mag das richtig (wenn auch herzlos) sein, aber in einem Zeitalter wie unserem, in dem es quasi für fast jede Krankheit lebensverlängernde Maßnahmen gibt, sollte man diese auch – wenn möglich – nutzen. Nun denkt jedoch nicht jeder so wie besagte Zeitgenossen. Umfragen zufolge würden 70% der Befragten ihre Organe spenden; allerdings blieb hierbei offen, ob sie generell bereit dazu wären, oder nur an nahestehende Personen. Ich vermute das Letztere, denn gerade mal 20 % der Krankenversicherten besitzen einen Organspenderausweis. Da dieser an allen möglichen Stellen kostenlos zu erhalten ist (Apotheken, Arztpraxen, Krankenkassen, als Internetdownload), dürfte deren Erwerb keinerlei Schwierigkeiten machen und also nicht als Grund für die doch recht geringe Anzahl Spendenwilliger anzusehen sein.
Ratsam ist es in jedem Fall, seinen Willen (oder Unwillen) zur Organspende nach dem Tode bereits zu Lebzeiten zu dokumentieren. Sollte kein derartiges Dokument vorliegen, entscheiden die Hinterbliebenen nach dem mutmaßlichen Willen des Verstorbenen. Aber was ist, wenn man keine Angehörig hat? Also, besser auf Nummer sicher gehen und seinen Wunsch bezüglich der Organe schriftlich festhalten…
Dies wünschten sich auch die Regierung und die Krankenkassen, die seit Wochen an einer Lösung des Organspendeproblems arbeiten. So könnte beispielsweise die Bereitschaft zur Organspende regelmäßig abgefragt werden; zum Beispiel mit Versenden der Versichertenkarte. So oder so – das Thema „Organspenden“ ist und bleibt ein heißes Eisen. Zugegeben: der Gedanke, dass meine Organe nach meinem Tod dazu beitragen würden, anderen Menschen das Leben zu retten, hat schon etwas Verlockendes. Theoretisch könnte es mir persönlich ja egal sein, ob ich komplett verbrannt werde, oder ohne Niere, Leber und Niere…Wovor ich allerdings Angst hätte, wäre an einen korrupten Arzt zu geraten, der, nachdem er meinen Organspenderausweis entdeckt hat, anstatt mich zu retten meine Organe entnimmt und sie aus reiner Profitgier verkauft. Beispielsweise käme ich nach einem Unfall in ein Krankenhaus, wo ich genau von so einem Arzt untersucht werden würde. Er erklärt mich für „unrettbar“ – das wär´s dann für mich. Der Arzt stellt einfach die Maschinen ab, damit er meine Organe bekommt. Klingt absurd, ist aber durchaus schon vorgekommen. Eine Horrorvorstellung, vor der sich sicher viele Menschen fürchten. Diese Angst wird mir beziehungsweise uns auch keiner nehmen können, und deswegen werde ich mir ganz sicher keinen Spenderausweis besorgen. Ich hoffe sehr, dass sich trotzdem die Zahl der Spendewilligen erhöht – damit den Kranken, die ein neues Organ brauchen, geholfen werden kann.
Bei dieser Aktion geht es darum, dass Menschen die kein schönes Jahr hatten geholfen werden kann, dass Weihnachtsfest wenigstens etwas Schöner zu gestalten. Das heißt, wenn ich jemanden im Bekanntenkreis habe dem was schlimmes widerfahren ist, dann schreibe ich ffn die Geschichte, diese melden sich dann bei der betroffenen Person und erfüllen ihm/ihr dann einen Weihnachtswunsch. Jeden Morgen höre ich mir die Geschichten gespannt an und freue mich bzw. bin glücklich darüber, dass es mir gut geht. Die Schicksale die dort teilweise geschildert werden, sind manchmal schon echt heftig.
So war z.B. die Tage eine Geschichte eines Mannes der Verlobt ist und eine Tochter hat, die 14 Monate alt ist. Vor einiger Zeit hatte dieser Mann einen Infekt an den Augen. Da die Medizin im Bereich der Augen noch nicht so weit fortgeschritten ist wird es früher oder später so sein, dass dieser Mann erblindet. Auf dem einen Augen kann er nur noch 8 % sehen und auf dem anderen ca. 60 %. Durch seine Augenkrankheit ist er in Hartz IV gerutscht, weil er seine Tätigkeit auf der Arbeit nicht mehr erfüllen konnte. Um den Prozess zu verlangsamen gibt es eine bestimmte Brille die nicht grad wenig Geld kostet, nämlich 330 Euro. Da dieser Mann aber auch Diabetiker ist wird es der Krankenkasse zu teuer und somit zahlt diese die Kosten für die Brille nicht. Und durch das Hartz IV Geld was er bekommt kann er keine 330 Euro aufbringen. Seine Verlobte schilderte ffn die Geschichte, diese meldeten sich bei ihm und schenkten ihm nun die Brille zu Weihnachten. Die Freude dieses Mannes war einfach überwältigend. Nun kann er wenigstens seine Tochter noch weiterhin aufwachsen sehen.
Was mich an dieser Geschichte so richtig ärgert ist, dass die Krankenkasse die Kosten von 330 Euro nicht übernimmt. Und warum? Weil er schon Geld bekommt wegen seiner Diabetes mit der Begründung er koste schon genug Geld. Hier kann jemanden wirklich geholfen werden und die Krankenkasse stellt sich quer. Man zahlt Jahrelang ein und was bekommt man? Überhaupt nichts. Da fragt man sich tatsächlich warum man überhaupt noch Beiträge zahlt wenn einem solche Sachen nicht erstattet werden. Aber eine Frau die kleine Brüste hat und sooooooo darunter leidet wird eine Brust Operation finanziert. Mit was für einem Recht? Ich kann es einfach nicht verstehen, dass Leuten die wirklich unheilbar krank sind, jegliche Leistungen verweigert werden aber anderen das Geld zugesteckt werden wo es überhaupt nicht nötig ist.
Ich finde diese Aktion von ffn einfach super und ich hoffe es gibt diese Aktion noch viele viele Jahre.
Ob in Altenheimen, Kindergärten, Krankenhäusern, in der Behindertenbetreuung oder in Kirchen und verbänden: in allen sozialen Einrichtungen gibt es genügend Einsatzmöglichkeiten für ältere Menschen, bei denen sie beweisen können, was eigentlich jedem klar sein müsste: Senioren gehören nicht zum alten Eisen. Wie denn auch? Wenn jemand beispielsweise bis zum 31.03. noch auf der Arbeit seinen Mann steht und ab 01.04. Rentner ist, kann er ja wohl kaum binnen weniger Minuten derart hinfällig geworden sein, dass er kein nützliches Mitglied der Gesellschaft mehr sein kann, oder? Diesbezüglich habe ich eine sehr interessante These des Bestsellerautors und Philosophen Richard David Precht gelesen, die er in einem Spiegelinterview preisgab: „Fitte Rentner können junge Menschen coachen“; am liebsten wären ihm hierfür Senioren aus der Mittelklasse, da dort seiner Meinung nach die Moral am besten sei. Deswegen wünscht er sich ein soziales Pflichtjahr für fitte Rentner, damit diese noch einen nützlichen Beitrag für die Gesellschaft leisten können. Heutige Rentner bezeichnet der heute 47-jährige als die „goldene Generation“, die vom Krieg verschont geblieben ist. Leider kann ich ihm in diesem Punkt nicht zustimmen. Vielleicht waren die Senioren vom direkten Kriegsgeschehen weitestgehend verschont – aber was ist mit den harten Nachkriegsjahren? Dem Wiederaufbau des Landes? Familien, die ohne Ehemänner und Väter auskommen mussten, da diese gefallen oder in Gefangenschaft waren? „Golden“ war das Leben der heutigen Rentner in meinen Augen jedenfalls nicht. Schade, dass Precht so etwas gesagt hat, denn ansonsten sind die Gedanken des charismatischen Philosophen zum Thema „Ältere coachen Jüngere“ ziemlich genial und haben nicht viel mit dem Gemeinsam, was eine große deutsche Zeitung vergangene Woche zu ihrem Headliner gemacht hat…
Ein soziales Pflichtjahr würde ich persönlich allerdings Rentnern nicht aufoktuarieren wollen. Soziales Engagement auf freiwilliger Basis gerne, zumal beide Seiten davon profitieren würden. Eher würde ich mich der Forderung des Verbandschefs der Seniorenunion Otto Wulff aus dem November 2010 nach einem freiwilligen sozialen Jahr für Senioren anschließen. Er wünschte sich, dass „Träger sozialer Einrichtungen Angebote für ältere Menschen entwickeln sollten“. Eine Perspektive nach dem Berufsleben, die man wahrnehmen kann, nicht muss – das klingt für mich persönlich optimal…
All diejenigen, die jetzt entsetzt aufstöhnen und sagen : „Oh nein, nicht schon wieder… Sind wir nicht erst mit singenden Schäfern, singenden Friseuren und singenden Pizzabäckern belästigt worden???“ kann ich beruhigen: Kalli Struck erhebt keinerlei Anspruch darauf, ein Sänger oder sogar ein Star zu sein. Im Gegenteil: der Mann, der seit Jahrzehnten in seiner Heimatstadt Celle seinem Beruf als Schrotthändler nachgeht, will den Erlös der circa 700 produzierten CDs in vollem Umfang an das Norddeutsche Knochenmark- und Stammzellspenderregister spenden – also alles nur für den guten Zweck. Wäre er auch nur einer dieser Möchtegernstars, die sich für ach-so-wichtig halten und dabei ziemlich talentfrei sind, würde ich ganz sicher nicht über ihn schreiben…
Die Vorgeschichte ist ebenso rührend wie sympathisch, genau wie Herr Struck selbst: vor einigen Monaten hatte der 65-Jährige sich seinen Lebenstraum erfüllt und eine emotionale CD aufgenommen unter dem Titel „Es ist die Musik, die uns alle verbindet“. Als er eben diese CD bei Radio 21 vorstellte, kamen ihm und dem Moderator Olli Peral die Idee zu einem gemeinsamen Projekt: ein Weihnachtslied. Das Ergebnis, eine geniale Verbindung aus Ollis Coolness und Kallis Sentimentalität, ist jetzt, wenige Tage nach der Veröffentlichung, bereits Kult unter uns Stammhörern. Seht und hört selbst:
Das Video kann sich sehen lassen. Ansonsten eine sehr, sehr schöne Idee, solch ein Projekt zu realisieren mit dem Hintergedanken, dass durch den Erlös des Verkaufs der CD noch Menschen geholfen wird… Und vielleicht findet ja auch der eine oder andere Geschmack an Kalli und seinen Gesangskünsten und kauft auch das andere Album… Würde mich freuen!
| Spiele | S | U | N | Tore | Differenz | Punkte | ||
| 1 | Bayern München | 16 | 11 | 1 | 4 | 40:10 | 30 | 34 |
| 2 | Borussia Dortmund | 16 | 9 | 4 | 3 | 31:11 | 20 | 31 |
| 3 | FC Schalke 04 | 16 | 10 | 1 | 5 | 33:22 | 11 | 31 |
| 4 | Borussia Mönchengladbach | 16 | 9 | 3 | 4 | 24:11 | 13 | 30 |
| 5 | Werder Bremen | 16 | 9 | 2 | 5 | 30:26 | 4 | 29 |
| 6 | Bayer Leverkusen | 16 | 7 | 5 | 4 | 22:19 | 3 | 26 |
| 7 | VfB Stuttgart | 16 | 6 | 4 | 6 | 23:19 | 4 | 22 |
| 8 | Hannover 96 | 16 | 5 | 7 | 4 | 19:23 | -4 | 22 |
| 9 | 1899 Hoffenheim | 16 | 6 | 3 | 7 | 18:18 | 0 | 21 |
| 10 | 1. FC Köln | 15 | 6 | 2 | 7 | 26:31 | -5 | 20 |
| 11 | Hertha BSC | 16 | 4 | 7 | 6 | 23:25 | -2 | 19 |
| 12 | Hamburger SV | 16 | 4 | 6 | 6 | 20:26 | -6 | 18 |
| 13 | 1. FSV Mainz 05 | 15 | 4 | 5 | 6 | 21:27 | -6 | 17 |
| 14 | VfL Wolfsburg | 16 | 5 | 2 | 9 | 22:34 | -12 | 17 |
| 15 | 1. FC Kaiserslautern | 16 | 3 | 6 | 7 | 12:20 | -8 | 15 |
| 16 | 1. FC Nürnberg | 16 | 4 | 3 | 9 | 14:28 | -14 | 15 |
| 17 | FC Augsburg | 16 | 3 | 5 | 8 | 14:27 | -13 | 14 |
| 18 | SC Freiburg | 16 | 3 | 4 | 9 | 20:35 | -15 | 13 |
Ort: ein Stadtzentrum, stark amerikanisch geprägt. Ein kleiner Junge läuft mit zugebundenen Augen und einem großen Eis in der Hand umher; ein Teenagermädchen warnt ihn mit einem fröhlichen „beep, beep“, wenn er auf ein Hindernis (beispielsweise einen Laternenpfahl) trifft. Doch mit einem Mal ist das Mädchen abgelenkt, weil ein cooler Junge auf einem ebenso coolen Fahrrad sich anschickt, die Straße zu überqueren. Die beiden lächeln sich an und vergessen alles andere um sich herum. Der kleine Junge rennt dementsprechend „ungesteuert“ weiter.
Ein Auto (B-Klasse) kommt um die Ecke gefahren. Der Fahrer wiederum lässt sich vom Anblick des Kleinen ablenken und achtet dementsprechend nicht auf den Radfahrer, der sich immer noch auf der Straße befindet. Plötzlich ertönt ein „beep, beep“, dieses Mal allerdings nicht von dem Mädchen gerufen, sondern von dem Auto. Der Fahrer reagiert sofort und bremst, bevor er den radfahrenden Jungen überfährt. Währenddessen rennt der kleine Junge gegen eine Laterne und beschmiert sich mit seinem Eis.
Ein Schriftzug erscheint: „Warnt vor Kollisionen. Unterstützt beim Bremsen. Die neue B- Klasse. Serienmäßig mit Collision Prevention Assist.“
Besonders schön finde ich an diesem Spot die bildliche Darstellung, wie schnell es zu einer Kollision kommen kann. Eine Sekunde nicht aufgepasst – und schon ist das Unglück geschehen, wie man anhand des kleinen Jungen sehr schön sehen kann. Gut ist es dann, wenn man ein Fahrzeug besitzt, welches einen vor derartigen Gefahren warnt – wie halt die neue B-Klasse.
Gute Idee sehr gut umgesetzt, sympathische Darsteller; deswegen „Spot der Woche“.
| Hertha BSC | - | Schalke 04 | 1:2 |
| 1. FC Köln | - | SC Freiburg | 4:0 |
| Werder Bremen | - | VfL Wolfsburg | 4:1 |
| FC Augsburg | - | Mönchengladbach | 1:0 |
| Mainz 05 | - | Hamburger SV | 0:0 |
| 1.FC Nürnberg | - | Hoffenheim | 0:2 |
| Hannover 96 | - | Bayer Leverkusen | 0:0 |
| Dortmund | - | 1. FC Kaiserslautern | 1:1 |
| VfB Stuttgart | - | Bayern München | 1:2 |
Ich muss gestehen, dass ich bis vor kurzem mich auch nicht anders verhalten habe, wenn es um Tiere ging. In- und ausländische Tierschutzvereine beispielsweise bekamen immer eine Spende, wenn sie darum baten. Wanderzirkusse erhielten Geld und/oder Trockenfutter, ich besaß Tierpatenschaften, denen ich sowohl Sachgeschenke als auch monatliche Finanzielle Beträge zukommen ließ. Seit einiger Zeit hat meine Spendenfreudigkeit aber merklich nachgelassen, weil ich immer mehr das Gefühl habe, dass die wohltätigen Organisationen immer fordernder und unverschämter werden. Dabei spreche ich nicht von Tierschutzorganisationen (obwohl ich selbst in diesem Bereich schon von den dubiosesten „Vereinen“ Bettelbriefe erhalten habe), das möchte ich dringend betonen, sondern von irgendwelchen humanitären Organisationen, die es sich offenbar zur Lebensaufgabe gemacht haben, die gesamte Menschheit zu retten – mit meinem Geld. Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht mindestens einen Bettelbrief im Briefkasten habe mit der Bitte – naja, man könnte fast schon sagen: „Aufforderung“ – , eine Summe zu überweisen; entsprechende Überweisungsträger sind vorsorglich beigelegt. Dies wäre ja nicht so dramatisch, wenn die Forderungen dieser Institutionen nicht so unverschämt wären: „Für nur 50,- € im Monat retten Sie ein Kind.“ „Für nur 3,- € am Tag retten Sie einen Tiger.“ „Für nur 40,- € retten Sie ein Stück Regenwald.“ Das Wort „nur“ erscheint mir in diesem Zusammenhang wie Hohn, denn für mich sind derartige Summen durchaus nicht als gering zu bezeichnen. Vielleicht würde ich ja der einen oder anderen Organisation 10,- oder 15,- € spenden, aber wenn diese auf 40,- € „nur“ sagen, wie würden sie dann über meine Spende denken? „Ein Witz“? „Almosen“? „Viel zu wenig?“
Also schmeiße ich die Bettelbriefe samt Überweisungsträger in den Müll und spende gar nicht, was eigentlich schade ist, denn eigentlich zählt jeder Cent… Aber wenn die Organisationen von Vorneherein so unverschämte Forderungen stellen, haben sie mein schwerverdientes Geld auch gar nicht verdient.
Aber es gibt noch weitere Beispiele für Forderungen, die mir die Haare zu Berge stehen lassen: eine Kinderhilfsorganisation beispielsweise erläutert ausführlich, wofür sie Geld braucht: je 18,- € für ein Paar Kinderhandschuhe, je 50,- € für eine Kinderhose, je 80,- € für einen Schlitten usw. Sind das Designerstücke? Ich denke nicht, dass es notwendig ist, von Spendengeldern derart teure Kleidungsstücke zu kaufen. Selbst für meine Eltern, die diese Organisation immer recht wohlwollend betrachtet hatten, war nach diesem Brief das Maß voll und sie spenden dorthin gar nichts mehr (O-Ton mein Papa: „Ich habe Handschuhe für 4,- e von KIK, und die Kids dort werden von Lagerfeld ausgestattet, oder was?!?“
Eine weitere Unverschämtheit leistete sich ein Mann, der angeblich im Auftrag des DRK für einen neuen Krankenwagen Geld sammelte. Vor einiger Zeit erschien er das erste Mal bei meinen Eltern; da sie ihm etwas gaben, kehrt er in unregelmäßigen Abständen wieder und bettelt erneut. Inzwischen ist dieses Verhalten fast schon als Belästigung zu bezeichnen, denn dieser Mann ist wirklich so penetrant, dass mein Vater ernsthaft erwogen hat, sich bei seinem Vorgesetzten über ihn zu beschweren. Als nach mehreren (!) Spenden nämlich meine Eltern kein Interesse mehr hatten, weiters Geld zu geben (schließlich wollen sie ja nicht alleine den gesamten Krankenwagen finanzieren!), kamen zum eine blöde Rückfragen „wieso nicht?“, „warum nicht?“ etc., zum anderen lässt er sich davon nicht abhalten und belästigt meine Eltern weiterhin.
Insbesondere vor Weihnachten versucht ja jede Organisation, schnell noch ein paar Spenden herein zu bekommen. Interessieren würde mich vor allem, woher sie meine Adresse haben (ich stehe nicht im Telefonbuch und mach auch bei keinen Gewinnspielen mit!!!). Viele dieser Organisationen legen ihren Bettelbriefen auch noch kleine Geschenke in Form von Postkarten, Freundschaftsbändern, Kalendern etc. bei, was ich persönlich absolut überflüssig finde. Zum einen brauche ich diesen Schrott nicht und er landet genau dort, wo auch die Bettelbriefe hinkommen. Zum anderen kosten diese Kleinigkeiten die Organisationen ja auch Geld und wurden bestimmt durch Spenden finanziert. Spenden, die eigentlich als Hilfe für Bedürftige gedacht waren – und nicht als giveaways für Ignoranten wir mich.
Je mehr ich das Gefühl habe, dass man mich bedrängt und Spenden von mir fordert, desto geringer ist die Chance, dass ich überhaupt etwas gebe. Also bitte, gemeinnützige Organisationen, verschont mich mit Eurer Post…
Vor einigen Jahren jedenfalls, Ende des vergangenen Jahrtausends, versprachen uns Wetterexperten, dass es keine kalten Winter mehr geben würde. Was habe ich diese Menschen geliebt! Von jeher habe ich Schnee und Eis und Kälte gehasst, und derartige Versprechungen waren Musik in meinen Ohren…Zuerst schienen die Meteorologen auch recht zu behalten: 2006/07 war der wärmste Winter seit Beginn der Aufzeichnungen (Durchschnittstemperatur 4,4 °C, was zwar auch nicht gerade warm ist, aber wenigstens nicht so eisig…). Leider zeigte sich, dass man Meteorologen wirklich nicht vertrauen sollte, denn mit ihrer Prognose irrten sie sich gewaltig. Denken wir mal an die Winter 2009/10 und 2010/11 – das waren doch wahre Albträume für jeden, der auch nur annähernd gemäßigtes Klima bevorzugt…
Dummerweise machen Meteorologen der Gegenwart keinerlei Hoffnung, dass es jemals wieder so milde Winter wie 2006 geben würde. Bereits im April unkten sie im „Focus online“, dass Deutschland „klirrende Winter drohen würden“ – und scheinen diesmal mit ihrer Prognose richtig zu liegen. Laut einer Studie des Max-Planck-Instituts liegt die Ursache hierfür in der geringen Sonnenaktivität. Der 11-jährige Sonnenzyklus wirkt sich auf die Temperatur der erde aus: kalte Phasen der Erdgeschichte sind gleichzeitig Phasen mit schwacher Sonnenaktivität. Leider habe ich keine Ahnung von Astronomie, aber ich als Laie würde diese Theorie so interpretieren, dass es doch irgendwann mal wieder Phasen von stärkerer oder sogar starker Sonnenaktivität geben muss, oder? Ist aber wohl leider nicht der Fall, denn zwei Sätze stehen unwiderlegbar fest: „harte Winter sind häufiger geworden“ sowie „es wird keine Rückkehr zu milden Wintern geben“. Na toll. Da mag ich ja schon gar nicht mehr die Prognose für den diesjährigen Winter hören…
Schlecht, wie befürchtet. Domenik Jung von Wetter.de sagt den dritten kalten Winter in Folge voraus – und dies mit einer Nonchalance und einer lächelnden Stimme, als ob er eine positive Nachricht zu übermitteln hätte. Skrupellos, in meinen Augen…
Ich wünschte, es würde keine Winter geben, und schon überhaupt keine kalten. Meinetwegen kann es ja in den Bergen schneien oder in Schweden oder Kanada – aber bitte nicht hier. Es gibt meiner Meinung nach absolut gar nichts, dass an kalten Tagen hierzulande erfreulich wäre, dafür aber jede Menge Nachteile. Früher habe ich ja noch geglaubt, dass bei Frost (schädliche) Insekten absterben, aber nach dem letzten kalten Winter hatte mein Kater bereits Ende März die erste Zecke, diverse weitere folgten, und von Marienkäfern brauchen wir ja gar nicht erst zu reden. Offenbar hat sich die Natur an die arktischen Temperaturen hierzulande angepasst und ist frostresistent geworden – ich bin es leider ganz und gar nicht und leide in der vierten Jahreszeit immer ganz extrem…