Die Wiedergeburt der Gartenzwerge

Was wurden sie vor einiger Zeit belächelt, um nicht zu sagen ausgelacht: die ca. 25 Millionen Gartenzwerge in deutschen Gärten. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts sind sie hierzulande zu finden. Während sie früher aus Ton hergestellt wurden, sind sie heutzutage zumeist aus Kunststoff.

Als Sinnbild für Spießer, Kleingärtner und Laubenpieper hatten sie – ähnlich wie seinerzeit der Wackeldackel – ein denkbar schlechtes Image. Während moderne Gärten im Feng Shui -, Toskanischen oder Japanischen Stil gestaltet wurden, führten die Zwerge weithin unbeachtet ein bescheidenes Leben, zumeist in Vorstadtgärten.

Doch dieses Bild hat sich seit einiger Zeit gewandelt. Das Unfassbare war geschehen: die früher zumeist biederen Zipfelmützen, die mit Gießkanne, Schubkarre, Sonnenblume oder Pfeife einen eher gemütlichen Eindruck vermittelten, waren topmoderne Gestalten geworden. Was gibt es da alles: Grillmeister, Bodybuilder, Sportler… Besonders gut gefallen mir persönlich natürlich die Fußballer, die in verschiedenen Versionen erhältlich sind: kniend im Torjubel, schussbereit mit einem Ball auf dem Fuß oder gerade im Sprung begriffen zu einem Kopfball – einfach klasse.

Auch üble Varianten des Klassikers haben Einzug in unsere Gärten gehalten: liegend mit einem Messer im Rücken, erhängt am Galgen, im Sarg liegend oder mit einem Beil im Kopf – dem Makabren sind keine Grenzen gesetzt.



Wer lieber einen erotischen Gartenzwerg haben möchte, kommt ebenfalls voll auf seine Kosten: ob männlich oder weiblich, es gibt spärlich bekleidete Gartenzwerge, Spanner, homosexuelle Pärchen und sogar welche beim Geschlechtsverkehr. Kaum vorstellbar, dass diese Modelle Einzug in Schrebergärten halten werden – aber man weiß es nicht…Das berühmte Dauerlächeln und ihre Zipfelmütze, die ihre Vorläufer ausmachten, besitzen sie aber alle, und sie wirken damit eher rührend als nervig. Lediglich bei Gartenzwergen, die komplett im Adamskostüm erscheinen, wirkt ihre Kopfbedeckung ein wenig seltsam…

Ich persönlich freue mich jedenfalls am meisten, wenn ich die alten Modelle der Gartenzwerge sehe – schließlich sind sie für mich eine Erinnerung an meine Kindheit.

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Was wurden sie vor einiger Zeit belächelt, um nicht zu sagen ausgelacht: die ca. 25 Millionen Gartenzwerge in deutschen Gärten. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts sind sie hierzulande zu finden. Während sie früher aus Ton hergestellt wurden, sind sie heutzutage zumeist aus Kunststoff.

Als Sinnbild für Spießer, Kleingärtner und Laubenpieper hatten sie – ähnlich wie seinerzeit der Wackeldackel – ein denkbar schlechtes Image. Während moderne Gärten im Feng Shui -, Toskanischen oder Japanischen Stil gestaltet wurden, führten die Zwerge weithin unbeachtet ein bescheidenes Leben, zumeist in Vorstadtgärten.

Doch dieses Bild hat sich seit einiger Zeit gewandelt. Das Unfassbare war geschehen: die früher zumeist biederen Zipfelmützen, die mit Gießkanne, Schubkarre, Sonnenblume oder Pfeife einen eher gemütlichen Eindruck vermittelten, waren topmoderne Gestalten geworden. Was gibt es da alles: Grillmeister, Bodybuilder, Sportler… Besonders gut gefallen mir persönlich natürlich die Fußballer, die in verschiedenen Versionen erhältlich sind: kniend im Torjubel, schussbereit mit einem Ball auf dem Fuß oder gerade im Sprung begriffen zu einem Kopfball – einfach klasse.

Auch üble Varianten des Klassikers haben Einzug in unsere Gärten gehalten: liegend mit einem Messer im Rücken, erhängt am Galgen, im Sarg liegend oder mit einem Beil im Kopf – dem Makabren sind keine Grenzen gesetzt.

Wer lieber einen erotischen Gartenzwerg haben möchte, kommt ebenfalls voll auf seine Kosten: ob männlich oder weiblich, es gibt spärlich bekleidete Gartenzwerge, Spanner, homosexuelle Pärchen und sogar welche beim Geschlechtsverkehr. Kaum vorstellbar, dass diese Modelle Einzug in Schrebergärten halten werden – aber man weiß es nicht…Das berühmte Dauerlächeln und ihre Zipfelmütze, die ihre Vorläufer ausmachten, besitzen sie aber alle, und sie wirken damit eher rührend als nervig. Lediglich bei Gartenzwergen, die komplett im Adamskostüm erscheinen, wirkt ihre Kopfbedeckung ein wenig seltsam…



Ich persönlich freue mich jedenfalls am meisten, wenn ich die alten Modelle der Gartenzwerge sehe – schließlich sind sie für mich eine Erinnerung an meine Kindheit.

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2 Kommentare zu Die Wiedergeburt der Gartenzwerge

  1. Elietta Becker // 30. Juni 2011 um 19:20 //

    Hi,
    danke, danke…:)

    Liebe Grüße
    Elietta

  2. Andreas Klein // 30. Juni 2011 um 10:53 //

    Hallo,

    sehr schöner Beitrag, welcher alle aktuellen Fakten aus der Zwergenwelt enthält.

    Und es stimmt, dass seit Ende letzten Jahres die eher klassischen Gartenzwerge wieder im Aufwind sind gegenüber den makaberen Zwergen.

    Herzliche Grüße,
    euer Chefzwerg
    von 100% Zwergen-POWER

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