Die Möglichkeit, eine private Krankenversicherung abzuschließen anstelle der gesetzlichen, haben alle Selbständigen, Freiberufler, Beamte sowie Angestellte mit einem Einkommen von über 49.950 € im Jahr. Die Einkommensgrenze soll 2011 auf 49.500 € herabgesetzt werden. Einige Menschen in meinem Bekanntenkreis nutzen diese Möglichkeit nicht, obwohl sie es könnten. In welcher Versicherung man besser aufgehoben ist, kommt auf die individuelle Situation an.
Wenn man von den Leistungen ausgeht, die man als Patient erhält, liegt die PKV mit Abstand vorne. Seit einigen Jahren soll es ja tatsächlich wieder in vielen Arztpraxen die Ungleichbehandlung von privat und gesetzlich Versicherten geben. Das fängt oft schon bei der Terminvergabe an. Privatpatienten bekommen oft sehr kurzfristig einen Termin, wo die Anderen mehrere Wochen warten müssen, bis sich der Arzt um ihr Leiden kümmert. Eine Bekannte erlebte es mal, dass sie beim Hausarzt in der Anmeldung saß, als eine Frau hereinkam, die einen akuten, ganz schlimmen Ausschlag bekommen hatte und ziemlich verzweifelt war. Die Sprechstundenhilfe sagte ihr, die Ärztin habe an dem Abend keine Zeit mehr. Oder ob die Patientin vielleicht privat versichert sei. Das verneinte die Dame. Daraufhin wurden ihr angeboten, die Behandlung selbst zu bezahlen, dann könne sie gleich da bleiben und warten.
Die Zweiklassenmedizin, die von unseren Politikern immer verleugnet wird, wird in solchen Fällen ganz offen praktiziert. Und zwar in sehr vielen Praxen.
Privatpatienten bekommen auch einige Untersuchungen erstattet, die ein Gesetzlicher aus eigener Tasche zahlen muss. Leider führt das auch manchmal dazu, dass Untersuchungen gemacht und angeordnet werden, die überhaupt nicht medizinisch notwendig sind. Das gilt auch für Therapien, die beim Arzt direkt durchgeführt werden wie manche Infusionen, Bestrahlungen oder Ähnliches.
Was die Beitragszahlungen betrifft, so ist derjenige, der Alleinverdiener mit Familie ist, gesetzlich oft preiswerter versichert, da alle Familienangehörigen ohne eigenes Einkommen mitversichert sind ohne Extrabeiträge zu zahlen.
Bei Singles mit hohem Einkommen lohnt sich oft die PKV. Denn wenn man sie in einem Kalenderjahr nicht in Anspruch genommen hat, dann gibt es von vielen Versicherern bis zu drei Monatsbeitragen zurück. Außerdem zahlt ja eventuell der Arbeitgeber einen Anteil dazu, wie er es bei der GKV auch tun muss. Dann kann die Private sogar günstiger werden. Es lohnt sich in jedem Fall, das mal für sich ausrechnen zu lassen.
Kommentare (1)Hätte unsere Bundesregierung nicht der Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke zugestimmt, wäre es möglicherweise gar nicht zu dieser Menge an Protest gekommen. Denn die meisten Menschen in Deutschland hatten sich wohl mit dem Ausstieg aus der Kernenergie bis 2020 und dem Versprechen, für sichere Endlagerung zu sorgen, abgefunden.
Im Zuge des Protestes konzentrieren sich viele Medien mal wieder auf die Demonstranten, die ihren Protest mit illegalen Mitteln zeigen. Das ist aber eine Minderheit. Die Mehrheit will durch ihre Anwesenheit ihre negative Haltung zur Atomenergie ausdrücken. Und auch bei den sogenannten Chaoten sind bestimmt nicht viele dabei, die ihren Spaß daran haben, sich Pfefferspray in die Augen sprühen oder sich mit Wasserwerfen oder Schlagstöcken verletzen zu lassen. Aus den Aktionen wie Schottern oder sich an Gleise ketten spricht doch eine hilflose Wut auf den Staat und die Politik, die als Antwort auf Demonstrationen oft nur den Einsatz von Tausenden Polizisten mit Befugnissen zur sofortigen Ahndung von vermeintlichen Straftaten kennt.
In einem Rechtsstaat ist es eigentlich gar nicht erlaubt, Gewalt ohne die Vorlage von Notwehr ungestraft anzuwenden. Wenn ein Polizist also einen Demonstranten schlägt oder ihm Pfefferspray in die Augen sprüht, so ist das völlig ungesetzlich. Wenn ich in Deutschland eine Straftat begehe, dann kann ich dafür verhaftet, vor Gericht gestellt, verurteilt und mittels einer Geld- oder Haftstrafe bestraft werden. Die Verhaftung obliegt der Polizei, aber nicht die Bestrafung durch körperliche Gewalt.
Natürlich darf auch kein Demonstrant einen Polizisten angreifen oder Bahngleise beschädigen. Dafür kann und wird er wohl auch bestraft werden. Aber nicht von jemanden in einer schwarzen Uniform, sondern in einer schwarzen Robe.
Die Vorteile sollen sein:
Der Ausweis hat nur die Größe einer Kreditkarte, kann also besser in der Geldbörse untergebracht werden. Das ist ziemlich praktisch.
Man kann Internetgeschäfte damit abwickeln. Das ist nichts Neues. Schon lange kann man im Internet Einkäufe tätigen, ohne sich dafür auszuweisen. Firmen dürfen ohne die Unterschrift des Käufers von dessen Konto abbuchen. Dass das möglich ist, hat mich eigentlich schon immer gewundert. Damit kann einiger krimineller Unsinn getrieben werden und das passiert ja wohl auch. Sollte allerdings der neue Ausweis dazu führen, dass Abbuchungen nur noch gemacht werden dürfen, wenn ein Kunde seine Signatur mittels der Karte gesendet und durch den Pin bestätigt hat, fände ich das ganz gut. Ich bezahle meine Waren immer durch Vorkasse oder bestelle auf Rechnung, sofern dies möglich ist.
Man kann durch die Möglichkeit der Identifizierung auch Transaktionen durchführen, für die man bislang ein Postidentverfahren brauchte. Die Eröffnung eines Kontos war z. B. daran gebunden und das fiele dann weg.
Der Ausweis hat für sich allein genommen diese Vorteile der Internetnutzung noch gar nicht. Denn zur Durchführung benötigt man ein Lesegerät, das an den PC angeschlossen wird. Dies muss man zusätzlich erwerben. 1,5 Millionen dieser Geräte subventioniert die Bundesregierung mit 24 Millionen €. Die werden aber nicht direkt an die Erwerber des Ausweises ausgegeben, was ja vielleicht Sinn machen würde, sondern über ausgewählte Firmen unter das Volk gebracht. Z.B. die Zeitschrift Chip und die Computerbild verteilen das Gerät als Beilage zu einer ihrer Ausgaben kostenlos. Eine schöne Werbung für die Verlage. Es ist sicherlich Zufall, dass unsere Angela Merkel mit den Besitzern der Chip Hubert Burda und der Computerbild Friede Springer ein innigeres Verhältnis hat als mit vielen vielen anderen Bundesbürgern.
Der deutliche Nachteil des neuen Personalausweises liegt im Preis. Stolze 28,80 € kostet das gute Stück. Ohne Internetanschlußmöglichkeit. Ganz schön happig, finde ich. Aber es wird immerhin nichts extra berechnet, wenn man auch seine Fingerabdrücke auf dem Chip speichern lassen möchte.
Ausländerfeindlichkeit scheint in Deutschland wieder salonfähig zu werden. Nachdem ich mich sehr darüber gefreut hatte, dass man hier seit der Fussball WM 2006 endlich wieder Nationalstolz zeigen darf, bin ich im Moment doch ziemlich betrübt. Zu unserer Verfassung gehört es unter anderem, dass Religionsfreiheit herrscht. Da durch immer mehr Gesetze die Freiheiten der Bürger eher eingeschränkt werden, sollte man sich doch über jede freuen, die bestehen bleibt.
Und es gibt so viel „Ausländisches“ in meiner Heimat, das man sich gar nicht mehr wegdenken kann. Man denke nur an die vielen leckeren Nahrungsmittel, die den deutschen Markt bereichern.
Viele Menschen sind scheinbar der Auffassung, dass die Probleme der Integration von den Ausländern selbst verursacht werden. Die Möglichkeit, in Deutschland zu leben und hier vom Staat bei Arbeitslosigkeit unterstützt zu werden, hat aber der Staat in Form der Politiker selbst geschaffen. Warum soll ich das dem anlasten, der sie nutzt? Es gibt doch auch viele Deutsche, die sich hemmungslos aus dem großen Topf der Sozialleistungen und Subventionen bedienen.
Letztendlich kenne ich auch niemanden, der sich aussuchen konnte, in welchem Land er zur Welt kam. Kein Deutscher hat etwas dazu getan, hier geboren worden zu sein. Es war einfach Glück. Oder Pech. Wie man`s nimmt.
Ist Alkohol denn etwa nicht schädlich? Er ist es und zwar schädlicher als Nikotin. Der Körper reagiert unmittelbar darauf. Die Reaktionszeit wird erhöht, was eher zu Verkehrsunfällen führt und die Arbeitsfähigkeit stark einschränkt. In großen Mengen genossen führt er nicht selten zu stationären Aufenthalten in Krankenhäusern.
Nach einem Rausch wird sicherlich öfter am nächsten oder auch noch am übernächsten Tag auf Krankenschein blaugemacht als nach hohem Zigarettenkonsum. Es gibt Entzugskliniken für Alkoholiker, die unser Gesundheitssystem finanzieren muss, aber keine für Raucher. Alkoholkonsum führt oft zu Gewalttätigkeiten und Straftaten. Darüber, dass jemand seine Kinder oder andere Menschen misshandelt, weil er zuviel geraucht hat, habe ich bisher noch nichts gehört.
Meiner Meinung nach ist die Regierung offensichtlich unfähig, die ihr anvertrauten Steuergelder umsichtig zu verwalten, so dass Gelder nicht auf der einen Seite zum Fenster hinausgeworfen werden und auf der anderen Seite gejammert wird, es sei nicht genug da. Die Defizite sollen von den Rauchern ausgeglichen werden und es gibt keinen triftigen Grund dafür, dass es einmal mehr diese Gruppe trifft, außer dass es am Einfachsten ist.
Ich hoffe, dass in Zukunft noch mehr Raucher ihre Zigaretten im billigeren Ausland, z.B. in Spanien oder Tschechien kaufen und dass möglichst viele Menschen auf Selbststopfen umsteigen. Dann geht die Rechnung der Regierung nämlich nicht auf.
Noch mehr hoffe ich, dass viele Raucher das Rauchen ganz aufgeben können. Wie das sehr gut klappt, darüber werde ich morgen berichten.
Für mich hört sich das alles ziemlich drastisch an. Ich frage mich aber schon lange, was diese Vorschriften zur Einschränkung des Rauchens tatsächlich bringen. Wenn die Nichtraucher geschützt werden sollen, dann wäre es doch am Wirksamsten, die Herstellung von und den Handel mit Tabakwaren einfach komplett zu verbieten.
Dann wird die Zigarettenindustrie eingestampft. Nikotin könnte genauso behandelt werden wie Ecstasy und Co. Die sind auch verboten. Das es vielleicht einen Schwarzmarkt geben wird, muss man halt in Kauf nehmen.
Ich fände das völlig in Ordnung, wenn es gar keine Zigaretten mehr gäbe, obwohl ich selbst rauche. Dann hätte der Hickhack um das Thema endlich ein Ende. Es ist auch nicht schön, wenn man Kinder rauchen sieht und weiß, dass sie sich damit schaden und außerdem im Laufe ihres Lebens für diese Sucht ein Vermögen ausgeben werden. Viele Menschen mit geringem Einkommen geben einen Großteil des Geldes für Tabakwaren her. Dafür könnten sie sich dann andere Dinge gönnen wie Ausgehen oder mal Urlaub machen. Bei den heutigen Preisen gibt jemand, der eine Schachtel Zigaretten am Tag raucht, im Jahr etwa 1800 € dafür aus. Das könnten auch drei Wochen Mallorca sein. Oder ein neuer Computer mit Drucker, Flachbildschirm und Internetanschluß für ein Jahr. Ein Auto kann von der Summe auch schon unterhalten werden.
Vielleicht sollte ich auch mal wieder aufhören. Aber es gibt ja im Moment noch überall Tabak zu kaufen. Und zuhause kann ich rauchen, soviel ich will. Und mir wird die EU doch nicht irgendwann vorschreiben, was ich in meinen eigenen vier Wänden tue. Oder doch?
Ich war erstaunt, da ich dachte, diese Pflicht existiere bereits. Aber offensichtlich waren unsere Gesetzgeber nicht in der Lage diese Anweisung so zu formulieren, wie es verfassungsmäßig geregelt ist. Gesetze müssen so formuliert sein, dass sie eindeutig sind. Und bisher war vorgeschrieben, eine für den Winter geeignete Bereifung zu fahren. Das ist aber sehr schwammig. Ganzjahresreifen kann man ja schießlich im Winter auch benutzen.
Das soll aber demnächst nicht mehr zulässig sein.
Durch diese Neuregelung wird der autofahrende Bürger mal wieder gezwungen, mehr Geld auszugeben. Denn entweder schafft er sich einen zusätzlichen Satz Reifen mit Felgen an oder er kauft sie ohne Felgen und hat dann zweimal im Jahr die Kosten für das Umziehen.
Kosten für das Reifenwechseln fallen natürlich auch im ersten Fall an, falls man die Arbeit nicht selber machen kann oder will.
Ich finde Winterreifen sehr gut und war gerade im letzten Winter sehr froh darüber, welche zu haben. Als ich noch viel jünger war und mir gerade so eben ein sehr billiges Auto leisten konnte, hätte es für einen zweiten Satz Reifen aber wahrscheinlich nicht gereicht.
Mir tun die Menschen leid, deren Einkommen an der unteren Stufe ist. Für manche von ihnen ist es schon eine ziemliche Last, die hohen TÜV- Gebühren von mittlerweile fast 100 € alle zwei Jahre aufzubringen. Wenn man beruflich auf ein eigenes Fahrzeug angewiesen ist, dann muss man in diesen sauren Apfel beißen. Und mit dem neuen Gesetz kommt wieder eine finanzielle Belastung dazu. Das interessiert die Gesetzgeber aber scheinbar überhaupt nicht. Wirtschaft und Industrie werden oft zur „freiwilligen Selbstverpflichtung“ aufgefordert, wenn es um Veränderungen geht, die die Regierung gerne hätte. Oft befolgen sie das aber nicht, ohne dass es allerdings Sanktionen gibt. Dem Normalbürger werden einfach neue Gesetze vorgeknallt. Und wenn er sie nicht befolgt, dann wird er bestraft.
Mir wäre es lieber, wenn anstelle von immer neuen Regeln mal die Rechte des einfachen Volkes erweitert würden. Oder wenn gesetzlich bestimmt würde, dass jeder Arbeitgeber verpflichtet ist, seinen Angestellten so hohe Löhne zu zahlen, dass sie nicht spätestens mit Eintritt in die Rente staatliche Zuzahlungen benötigen.
Ich glaube, dass der immer noch zu zahlende Solidaritätszuschlag viel dazu beiträgt, dass es vielleicht eine offizielle Einheit, aber keine empfundene Gleichheit in Deutschland gibt. Im Westen klagt man darüber, dass die Wiedervereinigung so viel Geld kostet und im Osten hört man oft Genörgel darüber, dass früher Vieles besser war und das der „goldene Westen“ sich noch nicht bis an die polnische und tschechische Grenze ausgedehnt hat. Es gibt leider eine sehr hohe Arbeitslosigkeit in den nicht mehr ganz so neuen deutschen Bundesländern und ich frage mich manchmal, wo unser Soli eigentlich bleibt. Schön, dass es so toll ausgebaute Strassen und viel neue Autobahn gibt, aber erhöht das die Lebensqualität der einzelnen Bürger?
Wir haben zwar eine Kanzlerin, die aus dem Osten kommt, aber diese regiert Deutschland kapitalismusfreundlicher als die meisten ihrer Amtsvorgänger. Man merkt ihr überhaupt nicht an, dass sie in einem sozialistischen Staat groß geworden ist. Das Funktionärsgehabe hat sie allerdings ganz gut drauf. Sie hat immer das letzte Wort und legt scheinbar nicht besonders viel Wert auf Demokratie bei ihrer Politik.
In ihrem Kabinett befindet sich kein weiterer ehemaliger Genosse, der sie eventuell mal daran erinnern könnte, dass besonders durch die Stimme des Volkes, das 1989 auf die Straße ging, die Wiedervereinigung möglich wurde. Wenn heute Teile ihrer „Untertanen“ demonstrieren, wird das geflissentlich abgetan. Siehe Atomkraft und Stuttgart 21.
Aber eigentlich wollte ich schreiben, dass ich froh bin über die Wiedervereinigung und die Möglichkeit, auch diesen Teil von Deutschland zu bereisen. Er ist nämlich wunderschön. Nachdem ich schon mehrmals in Thüringen und Sachsen war, freue ich mich darauf, irgendwann auch Mecklenburg- Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt kennenzulernen. Das wäre vor 21 Jahren in dieser freien Form undenkbar gewesen. Und daran erinnere ich mich heute.
Nicht nur durch seinen Kopfschmuck wirkt er, als würde er sich regelmäßig an der Steckdose aufladen. Der ganze Mann hat eine Energie, die unglaublich ist. Von 20 bis 23.30 Uhr mit einer halbstündigen Pause bestritt er den Abend, ohne dass es auch nur eine Minute langweilig war. Die politischen Reizthemen des letzten Jahres wurden mal wieder gnadenlos beleuchtet. Und das war ja jede Menge Stoff. So viel, dass Herr Priol uns erzählte, er müsse im Moment nur den USB- Stick an den Fernseher stecken, wenn das Morgenmagazin liefe, und das Ganze bloß noch ausdrucken. Schon habe er sein Programm.
Das befasste sich dann auch vom Thema Sarrazin bis zum ganz aktuellen Stuttgart 21 Protest und der Auseinandersetzung gestern Abend.
Jeder Politiker, der in letzter Zeit auch nur irgendwie in den Schlagzeilen der Presse erwähnt wurde, bekam sein Fett weg. Am meisten nimmt sich Priol die Kanzlerin zur Brust, wobei die Parodie auf sie immer authentischer wird. Das ist sowieso eine seiner Stärken, wie er manche Politiker nachmacht. Helmut Kohl und Gerhard Schröder schafft er mit einem Satz und einer Geste darzustellen. Als eingefleischter Urban- Fan muss ich schon lachen, wenn er sich für einen der Beiden in Positur stellt.
Und Lachen kann man wirklich fast den ganzen Abend lang. Obwohl die Themen, um die es geht, eigentlich gar nicht zum Lachen sind, wenn man es genau betrachtet. Wir als Volk, das alles verständlich lächelnd hinnimmt, was die Regierung mit uns anstellt, kommen bei dem Kabarettisten auch nicht ungeschoren davon. Und das finde ich gut. Für mich steht fest, dass ich mir in Zukunft nicht mehr alles gefallen lasse, was die Politik an Ungerechtigkeiten fabriziert. Fragt sich nur, wie ich mich wehren kann….
Noch schlimmer wäre es allerdings, wenn sie Ahnung hätten und trotzdem so eine Politik machen, wie es im Moment der Fall ist. Es ist völlig ungerecht, wenn jemand der Jahrzehnte gearbeitet hat und schuldlos arbeitslos wurde, Hartz 4 bekommt. Ein Großteil der Bundesbürger hat nie so viel Geld verdient, dass er sich nach allen Abgaben noch selbst finanziell für so eine Situation absichern konnte.
Natürlich gibt es auch Mitbürger, die lieber mit wenig Geld auskommen ohne dafür zu arbeiten als sich für etwas mehr Lebensqualität anzustrengen. Ich kenne einige Menschen, die sich häufig beschweren, dass es zu wenig vom Staat gibt, weil man auf solche Dinge wie Urlaub, Auto und Ausgehen verzichten muss. Ihnen schwebt bestenfalls eine gut bezahlte Halbtagsstelle vor, denn an die viele freie Zeit ist ja man gewöhnt. In deren Taschen sehe ich Hartz 4 nur ungern verschwinden.
Da kann ich auch nicht so ganz nachvollziehen, wo der Einsatz der Jobcenter bleibt, die nach Aussage der Frau von der Leyen so toll arbeiten. Ich wundere mich immer wieder, dass junge gesunde Menschen unterstützt werden, ohne dass sie zu irgendwelchen Maßnahmen herangezogen werden. Mir haben schon Betroffene erzählt, dass sie nicht einmal persönlich beim Jobcenter waren, bevor sie Hartz 4 bekamen und seitdem auch noch nicht.
Diese könnte man doch zunächst zu 1 Euro Jobs verpflichten, die wirklich der Allgemeinheit zugute kommen und keine Arbeitsplätze vernichten. Als Schülerlotsen zum Beispiel oder Aufsichten auf den Schulhöfen. Daran fehlt es doch immer.
Mir würde da bestimmt noch mehr einfallen. Aber mich fragt ja niemand.