Heute war ich, um mich darüber zu informieren, was es so Neues in der Welt gibt, unter Anderem auf der Seite von t-online. Bisher hatte ich mich eher an die Nachrichten oder an die Seiten von Zeitungen und Nachrichtenmagazinen gehalten,
Ich fand nur einen Artikel (dachte ich), der ein Thema behandelte, das mich interessierte. Es ging um einen Amerikaner, der 2008 den Ölpreis bewusst und gegen das Gesetz als erster auf über 100 Dollar getrieben hatte. Der Öl- und Benzinpreis ist wahrscheinlich nicht nur mir schon lange ein Dorn im Auge. Die Schwankungen der Spritpreise an deutschen Tankstellen sind durch gar nichts mehr zu erklären. Es gab mal eine Zeit, da wusste man: wenn die Ferien beginnen, wird das Autofahren wieder teurer. Später war es so, dass montags die Preise am niedrigsten waren.
Heute gibt es keine gültigen Regeln mehr. Wenn ich nachmittags von der Arbeit komme, dann kann Super schon mal 10 Cent mehr kosten als morgens auf dem Hinweg. Am nächsten morgen ist es dann wieder 8 Cent billiger. Neulich war ich in der Nähe von Bremen auf einer Schnellstrasse unterwegs. Die Tankstelle auf meiner Seite nahm volle 6C/l mehr als die auf der gegenüberliegenden Seite. Und ich sah keinen Weg um hinüberzukommen!
Ich warte auf den Moment, wenn ich den Zapfhahn im Tank habe und die ersten 10 Liter kosten noch 1,38Euro, während ich für die restlichen 40 Liter 1,44Euro bezahlen muss. Für mich ist die einzig mögliche Erklärung, dass ein oder mehrere gelangweilte Ölmilliardäre (vielleicht ist George W. Bush auch dabei) sich täglich zum Spielen einer Art Ölmonopoly treffen und die Spielergebnisse werden per Satellit direkt auf die Anzeigen der Tankstellen übertragen.
Was ich aber eigentlich erzählen wollte, ist, dass sich, als ich auf den weiterführenden Text für den o.g. Artikel klickte, eine den ganzen Bildschirm einnehmende Nivea- Werbung öffnete anstelle von weiteren Informationen. Ich war zunächst ziemlich empört über diese plumpe Maßnahme, um Werbung an den Mann/die Frau zu bringen.
Könnte aber auch sein, dass ich mir einen fiesen Trojaner eingefangen habe. Ich weiß nicht, welche Lösung mir besser gefällt. Sollte es ein Virus sein, werde ich später darauf zurückkommen.
Kommentare (0)CDU- Innenexperten (was immer das sein mag) haben dafür plädiert, Daten von solchen Sexualstraftätern in Zukunft über das Internet zu veröffentlichen. Dabei soll es sich dann um Namen, Adresse und ein Foto des Betroffenen handeln.
Ein Sprecher der Gewerkschaft der Polizei, der im Rundfunk zitiert wurde, hält dies nicht für sinnvoll. Erstens sei die Rechtsgrundlage dafür nicht einwandfrei geklärt. Da muss ich ihm recht geben. Datenschutz ist ein sensibles Thema.
Zweitens würde dies die Arbeit der Polizei nicht erleichtern. Halloooo? Darum geht es doch wohl überhaupt nicht. Die Veröffentlichung soll ja wohl dazu dienen, dass die Bürger Bescheid wissen, wenn ein potentiell gefährlicher Sexualstraftäter in ihrer Nachbarschaft wohnt, damit sie ihre Frauen und Kinder von ihm fernhalten können.
Es ist nicht Aufgabe von Bürgern und Politik, der Polizei ihre Arbeit zu erleichtern. Es ist Aufgabe der Polizei, die Bürger so weit es möglich ist zu schützen.
Ich habe mir noch keine feste Meinung darüber gebildet, ob ich die o.g. Lösung gut finde oder nicht. Wenn ein Sexualstraftäter, der vielleicht doch nie wieder rückfällig werden würde, auf diese Weise von der Gesellschaft für den Rest seines Lebens ausgegrenzt würde, dann widerspricht das meinem Rechtsempfinden. Das Gesetz sieht bestimmte Strafen für Verbrechen vor und wenn diese verbüßt sind, sollte man neu anfangen können.
Ich bin allerdings mit den Strafen nicht so ganz einverstanden. Nachgewiesene Kinderschänder sollte man meiner Meinung nach einfach kastrieren. Das klappt ja bei jedem Hund und Kater auch und kappt ihren Trieb.
Wenn ein Thema von der Politik so kontrovers diskutiert wird, wäre es vielleicht auch sinnvoll, eine Volksabstimmung darüber zu machen.
Nach dem Unglück bei der Loveparade in Duisburg erkannte er sehr schnell, dass der Duisburger OB möglicherweise eine politische Verantwortung trage und erweckte damit den Eindruck, dass er einen Rücktritt Sauerlands für erwägenswert hielte. Wulff nahm sogar an der Trauerfeier für die Opfer teil. Und er schlug vor, sich Gedanken über einen Hilfsfond für die Opfer zu machen.
Dass er ein Herz für seine Mitmenschen hat, bewies er ja schon während seiner Regierungszeit in Hannover als niedersächsischer Ministerpräsident. Noch kurz vor seiner Wahl zum Bundespräsidenten bedachte er die bedürftigen Landtagsabgeordneten mit einer zweistufigen Erhöhung ihrer Diäten.
Heute las ich, dass Herr Wulff seinen Urlaub auf Mallorca beim AWD- Manager Maschmeier verbrachte. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Aber die Schreiber einiger Kommentare dazu auf welt-online hegten doch tatsächlich den Verdacht, der Bundespräsident könne auf die Idee kommen, seinen politischen Einfluss für den Freund spielen zu lassen. Aber warum sollte er sich von einer 1600qm großen Villa beeindrucken lassen. Der Mann hat zuhause ein Schloss!
Die Urlaubsreisen unseres Chefs waren ja bereits früher schon Steine des Anstoßes. Er kam zweimal in den Genuss vergünstigter Flüge und wusste gar nichts davon, dass das eine unzulässige Vorteilsnahme ist. Wie gut, dass das in seiner Freizeit geschehen war. Da hat man natürlich keine politische Verantwortung, denn die ist privat.
Ich glaube jedenfalls fest, dass wir den schlauesten Bundespräsidenten aller Zeiten haben. Denn sollte ihn mal jemand wegen politisch unkorrekten Verhaltens kritisieren, dann tritt er einfach zurück und kassiert bis zum Lebensende einen netten Ehrensold. Die Möglichkeit ist ihm jetzt schon gegeben. Nun braucht er nicht mehr auf die Sofortrente bei der „Goldenen Eins“ zu hoffen.
Die Einhaltung eines solchen Gesetzes zu überwachen, würde ja wohl auch jeden Rahmen sprengen. Sollte man Polizisten vor jedem Burgerking oder McDonalds aufstellen, die Ausweiskontrollen durchführen? Und wer überprüft dann, was täglich so in deutschen Küchen zubereitet wird? Wer bestimmt überhaupt, was unter den Begriff Fast Food fällt? Soll es wie bei Tabakwaren Warnhinweise auf den Verpackungen geben wie z.B. „Der Inhalt dieser Dose kann zu Übergewicht und Diabetes führen“?
Ich bin mir sicher, dass die Ernährung mit Fast Food vor allem für Kinder schädlich ist. Die Verantwortung für die Essgewohnheiten ihrer Nachkommen haben ganz klar die erziehenden Personen.
Die Politik könnte allenfalls dafür sorgen, dass an Schulen Kochen als Pflichtfach gelehrt wird. Doch obwohl im Wahlkampf immer sehr von den Kandidaten jeder Partei betont wird, dass besonderer Wert auf die Förderung der Bildung gelegt wird, gewinnt man bei einem Blick auf die Klassengrößen und die Verkürzung der Schulzeit bei Abiturienten eher den Eindruck, dass das Gegenteil praktiziert wird.
Wissen über Ernährung, Lebensmittelkunde und zumindest eine grobe Übersicht über die Gesundheitsrisiken durch minderwertiges Essen ist für mich ein wichtiger Teil der Allgemeinbildung.
Die Kennzeichnungspflicht bei Lebensmitteln könnte auf Speisekarten ausgedehnt werden, wo man hinter den Preis für Gerichte gleich den Gesamtkaloriengehalt angeben müsste.
Viele Kinder werden heute ja leider schnell abgefüttert, um dann wieder vor dem Fernseher oder Computer deponiert zu werden, damit die Eltern möglichst wenig Last mit ihnen haben. Dabei kann es richtig Spaß machen, mit Kindern gemeinsam zu kochen. Sie sind oft eifrige kleine Helfer und gemeinsame Aktivitäten fördern ja bekanntlich das harmonische Familienleben.
Vielleicht hat ja das Sommerlochthema wenigstens den positiven Effekt, dass manche Eltern sich mal Gedanken darüber machen, was sie ihren Kindern so auftischen.
Auf den gemeinen Wirt anderer Gaststätten wird nicht so viel Rücksicht genommen.
Ich bin ein Befürworter von Volksentscheiden und wünsche mir, dass diese in allen deutschen Bundesländern möglich sind.
Aber ich glaube, dass es viel wichtigere Probleme gibt, um die sich die Initiatoren von Volksbegehren kümmern sollten. Die Maßlosigkeit im Umgang mit unseren Steuergeldern durch unsere Politiker zum Beispiel. Oder der laxe Umgang mit dem Datenschutz von so mancher staatlicher Behörde.
Wenn es um den Schutz der Gesundheit geht, fallen mir ganz andere Dinge ein, die dazu beitragen könnten. Betrachtet man sich mal die Nahrungsmittel, die so auf dem Markt sind, dann gibt es viele, deren Dauerverzehr zunächst Gewichtsprobleme verursacht, die dann zu schweren Krankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauferkrankungen führen können.
Das Gleiche gilt für Getränke, die nicht mal hochprozentig Alkohol enthalten müssen, sondern die durch ihren Gehalt an künstlichen Farb- und Geschmacksstoffen auf Dauer den Stoffwechsel schädigen können. Und oftmals sind auf den Etiketten auch noch Zusätze zu lesen, die stärkende oder heilende Wirkung verheissen- wie Wellness, Balance oder Zusatz von allerlei Vitaminen, die wahrscheinlich gar nicht die Wirkung haben wie in natürlicher Form aufgenommene.
Man könnte natürlich einwenden, dass die Menschen ja nicht gezwungen sind, dieses Zeug zu essen oder zu trinken. Das ist völlig richtig. Aber es ist auch kein Nichtraucher gezwungen in eine Gaststätte zu gehen, in der geraucht wird.
Ich finde, es ist eine Frechheit, einen Teil seiner Mitmenschen dermaßen zu bevormunden. Von den Politikern war es schon unverschämt, von den Mitbürgern ist es fast noch schlimmer.
„Und klatschen die alle und schenken ihm Blumen, weil sie sich so darüber freuen?“
„Nun ja, einige freuen sich und einige nicht.“
„Und warum klatschen die dann trotzdem und schenken ihm was?“
„Weil sie gute Miene zum bösen Spiel machen und weil sie froh sind, dass sie endlich Feierabend haben und in ihr Hotel fahren können.“
„Was heißt denn „gute Miene zum bösen Spiel machen“- was haben die denn gespielt?“
„Das Spiel heißt: wir wählen demokratisch unseren neuen Bundespräsidenten.“
„Demokratisch…?“
„Demokratisch soll bedeuten, dass der Wille des Volkes geschieht. Aber leider funktioniert das nicht immer.“
„Hat es heute funktioniert?“
„Wie man es nimmt. Natürlich haben die Politiker den Präsidenten gewählt, die vorher vom Volk dafür bestimmt wurden. Aber es scheint so, als ob sie sich die Meinungsumfragen zur Wahl nicht angeschaut hätten. Dann hätten sie nämlich bemerken können, dass die Mehrheit zumindest der befragten Menschen gerne einen anderen Mann auf dem Posten gesehen hätten.“
„Und trotzdem dürfen sie den wählen, den sie wollen? Das finde ich nicht gerecht, Mama.“
„Sie müssen sich auch nach ihren Parteichefs richten. Die sagen ihnen, wen sie wählen müssen. Da ist es dann gar nicht wichtig, was das Volk will.“
„Aber das Volk hat doch gesagt, wer Politiker sein soll und regieren darf, oder nicht? Dann muss doch eigentlich auch der Richtige für das Volk gewählt worden sein. Wenn wir unseren Klassensprecher wählen, dann wird es auch der, den die Meisten haben wollen.“
„Ja. Aber in Eurer Klasse wählen auch alle mit. Bis auf die vielleicht, die krank sind. In Deutschland wählen nicht alle Menschen, die das dürften.“
„Das ist ja doof. Warum machen die das nicht?“
„Viele haben sich schon zu oft über die Politik geärgert oder sie glauben, dass sie mit ihrer Stimme sowieso nichts beeinflussen können.“
„Na ja, wenn ich nicht wähle, dann kann ich ja auch nicht den Klassensprecher kriegen, den ich haben will…- aber Mama, sag doch mal. Der Mann, der die Blumen bekommen hat, den habe ich schon mal im Fernsehen gesehen. Ist der berühmt?“
„Der ist Ministerpräsident von Niedersachsen. Das ist ein wichtiges Amt und deshalb sieht man ihn öfter im Fernsehen.“
„Wau, und nun ist er auch noch Präsident. Schafft er das denn Alles?“
„Nein, das darf er auch gar nicht. Beides gleichzeitig zu sein, ist sogar verboten. Das steht im höchsten Gesetz unseres Landes. Ach, ich höre gerade, er ist von seinem Amt als Ministerpräsident zurückgetreten. Na, das war aber höchste Eisenbahn. Da hätte er sich beinah strafbar gemacht.“
„Kevin von nebenan hat auch erst mit Julia Schluss gemacht, als Maike schon ja gesagt hatte…Mach doch mal wieder lauter. Ich möchte hören, was der Neue sagt. Nett lächeln tut er ja.“
(Wulff hält seine Dankesrede.)
„Mama, warum hat er gesagt: Gott schütze unser Land?“
„Weil er weiß, dass das jetzt besonders nötig ist…“
Die Gewinne der Pharmaindustrie steigen Jahr für Jahr weiter. Nicht zuletzt die Finanzierung von Impfungen oder vorschnell verordneten Dauermedikamenten beschert Firmen wie Merck, Bayer, Lilly usw. riesige Umsätze. Da werden Medikamente von den Krankenkassen erstattet, deren Wirksamkeit fraglich und deren Einnahme oft sogar sehr risikobehaftet ist. Im Gegensatz dazu werden jahrzehntelang bewährte Arzneien aus dem Bereich der Naturheilkunde sowieso nicht von der gesetzlichen Kasse bezahlt, teilweise sogar per Gesetz vom Markt genommen. Dies geschah z.B. mit dem pflanzlichen Arzneistoff Kava Kava. Dieser war ein geniales Mittel gegen Depressionen. Aufgrund einiger weniger Todesfälle, deren Ursache mit der Anwendung von Kava Kava in Zusammenhang gebracht wurde, was aber nicht konkret bewiesen ist, zog man das Medikament aus dem Verkehr.
Teure Antidepressiva mit schwersten Nebenwirkungen und hohem Suchtpotential befinden sich weiterhin auf dem Markt. Für mich ist klar, dass so ein pflanzliches Mittel eine zu große Konkurrenz zu den chemischen darstellte, auch war es relativ preisgünstig. Aber das Geld daran haben die Falschen verdient. Die hatten leider zuwenig Einfluss auf die Politik.
Das Medikament Viagra, durch dessen Einnahme schon einige Hundert Männer nachweislich gestorben sind, ist weiterhin auf dem Markt. Der Hersteller ist ein einflussreicher Pharmakonzern. Noch Fragen??
Bei der Verwendung der Gelder aus der Krankenversicherung geht es meiner Meinung nach nicht darum, kranken Menschen zur Gesundheit zu verhelfen. Es sollen die richtigen Gruppen daran verdienen. Wie sonst ist es erklärbar, dass zwar teure Untersuchungen wie MRT oder CT übernommen werden, aber Therapien wie Physiotherapie oder Massagen dermaßen sparsam verordnet werden, dass sie in der geringen Anzahl sowieso nicht viel nützen. Es geht nicht darum, welche Behandlungen notwendig sind, um den Patienten zu heilen, sondern darum, welches Schema für welche Krankheit vorgesehen ist. Wenn man da als Kranker nicht hineinpasst, dann hat man eben Pech gehabt. Und zahlt möglicherweise das, was zur Heilung notwendig ist, selbst.
Sollte die neueste Reform tatsächlich die Kosten für Arzneimittel kürzen, so ist eigentlich schon vorprogrammiert, wer dann die Gewinne der Pharmaindustrie weiter hochhält. WIR!
Warum sonst sollte sie jemanden auswählen, der quasi von Jugendbeinen an in der CDU aktiv war? Warum trifft es einen, der noch immer nicht den Mut hat, sein Amt als Ministerpräsident niederzulegen, obwohl es verfassungswidrig ist, als Bundespräsident gleichzeitig ein anderes politisches Amt innezuhaben?
Zivilcourage- wie Horst Köhler sie ab und zu gezeigt hat, wenn er nicht einfach ja und amen zu jedem Gesetzentwurf gesagt hat- und Parteineutralität scheinen jedenfalls nicht im Profil von Herrn Wulff enthalten zu sein.
Dass auch soziale Gerechtigkeit nicht unbedingt sein Thema ist, hat er in jüngster Zeit bewiesen, als er spontan die Diäten der Landtagsmitglieder in Niedersachsen doppelt erhöhte. Dies ausgerechnet zu einer Zeit zu machen, in der die Regierung Sparkurs angeordnet hat, zeugt auch nicht gerade von politischem Fingerspitzengefühl, was ich mir für den Repräsentanten meines Heimatlandes schon wünschen würde.
Und ich wünsche mir Ehrlichkeit. Auf seiner Internetseite wirbt C.W. damit. Man muss aber nur mal seine dort gemachten völlig schwammig formulierten Ziele mit seinen bisherigen politischen Aktivitäten abgleichen, dann fallen einem schon einige Ungereimtheiten auf. Fördert man die Bildung, wenn man die Lernmittelfreiheit abschafft? Sichert man die Zukunft unserer Umwelt, wenn man die Atomenergie fördert, ohne sich darum zu kümmern, was in späteren Jahren mit dem Atommüll passieren soll, damit er unsere Nachkommen nicht gefährdet?
Mein Mann hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass CW ja auch eine Abkürzung für den Widerstandswert eines Fahrzeugs ist. Ist der niedersächsische CW ein Sinnbild dafür, wie man schnell weiterkommt, indem man aalglatt ist?
Heute fällt mir noch kein guter Kandidat für das höchste deutsche Amt ein. Aber ich denke darüber nach…
Hätte man Ende Mai schon gewußt, dass Lena für uns den Eurovision Song Contest gewinnen würde und welchen Medienrummel dies auslösen würde, hätte Herr Köhler vielleicht gar nicht sein Amt niederlegen müssen. Ich kann mir vorstellen, dass viele Bundesbürger vor lauter Lenajubel den Rücktritt gar nicht mitbekommen haben.
Dass jetzt die Hinterhältigkeiten, sprich -das SPARPAKET der Bundesregierung- der Öffentlichkeit bekannt gemacht wurden, bestätigt meine Theorie. Aber dem Bauernopfer Köhler nutzt es nun auch nichts mehr.
Im Moment ist das Geschrei natürlich groß. Wieder wird bei den Falschen gespart, wie immer.
Aber in wenigen Tagen beginnt ja die Fußball-WM. Die wird die kritischen Stimmen zum Schweigen und hoffentlich zum Jubeln für Deutschland bringen.
Ich habe mich gefragt, warum man so unbequeme Entscheidungen nicht einfach direkt während der Vorrunde bekannt macht. Dann würden die doch zwischen den Sportberichten und Fußballübertragungen fast untergehen. Wenn König Fußball regiert, hat doch Angela Merkel (Halbzeit-) Pause.
Aber erstens dauert die Vorrunde nicht ewig und, obwohl dies jetzt keiner lesen will, todsicher ist es nicht, dass Deutschland weiterkommt. Sonst hätten diverse Handelsketten wohl nicht große Rabatte und Geld-Zurück-Versprechen beim Weltmeistertitel für Deutschland versprochen.
Und zweitens wird doch unsere First Lady wieder auf der Tribüne sitzen wollen, wenn unsere Elf spielt. Da muss über das Sparpaket wenigstens schon ein bißchen Gras gewachsen sein, sonst könnte man sich ja fragen, was DAS den Steuerzahler eigentlich kostet und ob Frau Merkel im Zuge des Sparens vielleicht in der Economy Class von Air Berlin angereist ist, in einer Bambushütte ohne Verpflegung nächtigt und ihre Stehplatzkarte im Stadion selbst bezahlt hat, um den Bundeshaushalt zu entlasten.
Nachmittags beim Kaffeetrinken im Bundeskanzleramt. Angela hat einige Partei-und Koalitionsfreunde eingeladen. Es gibt Zuckerkuchen vom Blech und Ostfriesentee. Nur Ulla Schmidt, die gehört hat, dass es Kuchen gibt und nicht weiß,was Thema des Meetings ist, trinkt grünen Tee.
Nachdem die privaten Themen durch sind und das Geschirr abgeräumt ist, räuspert sich Angie und schaut die Anderen bedeutungsvoll an: “Meine Lieben!Guido hier und ich haben uns etwas überlegt. Wir sind der Meinung, unser nächster Präsi muß untadelig und loyal sein. Das Regieren ist zur Zeit schon anstrengend genug. Deshalb folgende Idee.. (Guido kichert hinter vorgehaltener Hand)..der oder die Neue muß als absolut ehrlich gelten und (sie sieht fröhlich in die Runde) muß den Einbürgerungstest bestehen.”
Unruhe macht sich im Raum breit, manche hüsteln, manche scharren mit den Füßen. Einige packen schon ihre Tupperschalen mit dem übriggebliebenen Kuchen in die Aktentaschen. Roland und Jürgen sind ein wenig rot angelaufen. Roland meckert:” Was soll das denn mit der Ehrlichkeit? Das ist doch unfair, Angie! Wozu bin ich denn zurückgetreten, wenn plötzlich solche kleinkarierten Regeln gelten, nur um Bundespräsident zu werden?”
Ursula hebt zaghaft einen Finger:” Darf ich was fragen? Wie lange haben wir Zeit uns auf den Test vorzubereiten?”
Wolfgang fällt ihr ins Wort:” Müssen wir den überhaupt selber machen? Ich würde das durch meine Mitarbeiter erledigen lassen….”
Angela ist etwas ungehalten über die Einwände. Also bittet sie darum, dass jeder, der sich nicht in der Lage sieht die Anforderungen zu erfüllen, den Raum verlassen möge. Norbert war auf seinem Stuhl eingeschlafen und schreckt durch die Aufbruchstimmung hoch.”Was ist los? Habe ich etwas verpasst? Werde ich Bundespräsident oder nicht oder wer…?”
Guido lacht:”Norbert, du bist raus.”
Der Raum ist inzwischen merklich leerer geworden. Die Kanzlerin wirft spontan eine Frage aus dem Einbürgerungstest in den Raum:”Welchen Minister hat ein deutsches Bundesland nicht? Außenminister, Innenminister, Justizminister oder Finanzminister?”
Christian antwortet wie aus der Pistole geschossen:”Außenminister!”Angela:”Richtig,Christian. Setzen!”
Guido schluckt.”Aber ich bin doch Außenminister.” Ihm stehen Tränen in den Augen.”Alle sagen, ich bin Außenminister.” Jetzt laufen ihm die Tränen über die Wangen.Er sieht Angela fragend an:”Bin ich etwa doch kein Außenminister?…”
Sie streichelt ihm beruhigend über das Haar.”Guido, das bist Du. Aber nicht von einem Bundesland, sondern sogar von ganz Deutschland.Ist das nicht schön?”
Leider können ihre tröstenden Worte den hysterisch schluchzenden Vize nicht mehr beruhigen. Ein Notarzt wird gerufen und die Sitzung auf später vertagt.