Die Vorgeschichte hierzu: in letzter Zeit tauchen auf Autobahnen vermehrt Baustellenschilder auf, die Fahrzeugen mit einer Breite von mehr als zwei Metern das Befahren der linken Spur verbieten. Das betrifft auch die Stellen, an denen sich der von rechts kommende Verkehr in die Autobahn einfädeln möchte. Macht man als höflicher Autofahrer nun höflich Platz und fährt links rüber, begeht man schon en Verkehrsdelikt und wird mit 40,-€ zur Kasse gebeten. So weit ist die Sache ja noch nicht dramatisch. Was mich persönlich daran stört, ist die Tatsache, dass man sich nicht an den im Fahrzeugschein angegebenen Maßen orientieren darf. Wie gesagt: diese sin ohne Außenspiegel, was wiederum bedeutet, dass man 30-40cm dazurechnen muss, um die tatsächliche Breite zu erfahren. Ich finde, das ist eine Unverschämtheit und wiederum eine gute Gelegenheit für Länder und Kommunen, die Autofahrer abzuzocken. Ein Mitarbeiter der entsprechenden Behörde platziert sich mit einer Kamera auf einer Brücke und filmt die Fahrzeuge, die den Baustellenbereich passieren. In seinem Büro wertet er das Filmmaterial in aller Ruhe aus (amtliches Kennzeichen = Fahrzeugtyp xy = Breite xy) und hat so flugs genug Kandidaten für Bußgeldbescheide gefunden.
Der ADAC erklärt die Problematik mit der Breite der Fahrzeuge auf seiner Homepage sehr detailliert – aber was bitte ist das dort erwähnte Verkehrszeichen 264? Laut StVO ein Verkehrsverbotschild, das jeder von uns schon gesehen hat: weiß, rund, roter Rand, in der Mitte eine Zahl mit „m“ dahinter, auf die von beiden Seiten je ein schwarzes Dreieck zeigt. Kurz gesagt ein „Verbot für Fahrzeuge, deren Breite einschließlich Ladung die angegebene Grenze überschreitet“.
Also, passt schön auf, wenn Ihr in einem Baustellenbereich auf solch ein Verkehrszeichen trefft – es könnte sonst teuer werden.
Kommentare (0)Ich muss sagen, diese Nachricht hat mich sehr gefreut; das Schiff ist Kult! Seit es 1958 vom Stapel lief, hat es fast 750 000 Seemeilen zurückgelegt, das sind fast 1,4 Millionen Kilometer. Der Name „Gorch Fock“ ist in aller Welt bekannt, und für die jungen Marinekadetten ist es eine große Ehre, dort ihre Ausbildung absolvieren zu dürfen.
Leider ist am 07.11.2010 eine der Offiziersanwärterinnen an Bord gestorben, und erstmals in der Geschichte des Schulschiffs wurde die Ausbildung abgebrochen. Vorwürfe wie unmenschliche Rituale, sexuelle Belästigung und ähnliches brachten das Kultschiff in Verruf. Auch der damals amtierende Kapitän Norbert Schatz geriet ins Kreuzfeuer der Kritik. Er habe „erhebliche Ausbildungsmängel und Fehlverhalten der Schiffsführung“ zu verantworten. Aus diesem Grund wird er jetzt auch nicht mehr als Kommandant auf die Gorch Fock zurückkehren. Ohne ihn näher zu kennen, finde ich persönlich diese Entscheidung sehr schade, schließlich war er seit 2006 Kapitän dieses Schiffes. Warum er letztendlich nicht mehr sein Amt innehaben möchte, ist mir ein Rätsel. Schließlich ist dieser Unfall nicht der erste, der sich an Bord des Schiffes ereignet hat, und alle anderen Kapitäne sind trotzdem nicht von ihrem Posten zurück getreten. Müssen sie meiner Meinung nach auch nicht. Natürlich ist es nicht schön, wenn jemand verstirbt, aber Unfälle können nun mal geschehen… Wie dem auch sei: das Kultschiff darf jedenfalls weiterhin ausbilden, und ich hoffe sehr, dass der neue Kapitän, der mit Sicherheit im Fokus der Öffentlichkeit steht, erfolgreich seine Kadetten leiten kann.
Aufgrund einer schweren Verletzung (Innenbandriss sowie Teilabriss im Sprunggelenk), die Ballack nach einem Foulspiel von Kevin-Prince Boateng erlitten hatte, konnte er 2010 nicht an der WM in Südafrika teilnehmen. Schon damals deutete es sich an, dass er innerhalb seines Teams durchaus ersetzbar ist. Der Interimskapitän Lahm erfüllte seine Aufgabe perfekt, dazu trat die komplette Mannschaft im wahrsten Sinne des Wortes als Team auf und überzeugte durch eine sehr ansprechende Leistung. Zwar besuchte Ballack seine Elf in Südafrika, reiste aber kurz vor dem Viertelfinale nach einigen internen Querelen wieder ab. Offiziell hieß es, er müsse seine Reha weitermachen, aber schon damals wurden Gerüchte über Differenzen zwischen dem Kapitän und seinem Team laut. Bestätigung fanden diese Gerüchte im Laufe des vergangenen Jahres unter anderem dadurch, dass Michael Ballack keine Spiele der Nationalmannschaft als Zuschauer besuchte. Dieses offensichtliche Desinteresse an seinem Team stand in völligem Gegensatz zu seiner permanenten öffentlichen Aussage, er “sei und bliebe Kapitän der Deutschen Fußballnationalmannschaft”. Jogi Löw, der dieser endlosen Diskussion über Ballacks Zukunft hätte ein Ende bereiten können, hüllte sich ins Schweigen.
Nachdem Michael Ballack von seiner Absetzung als Kapitän erfahren hatte, erhob er schwere Vorwürfe gegen den DFB. Unter anderem warf er Löw Scheinheiligkeit vor und lehnte das ihm angebotene Abschiedsspiel im August gegen Brasilien ab. Schnell wird er in der Öffentlichkeit als “beleidigte Leberwurst” tituliert; umso mehr, als der DFB bekannt gab, dass Ballack bereits die Teilnahme am Freundschaftsspiel gegen Uruguay im Mai abgelehnt hatte. Durch diese beiden Begegnungen hätte er 100 Länderspiele für sich verbuchen können, tat diese Offerten aber als “Farce” ab.
Laut Löws Aussage habe er Ballack bereits im März mitgeteilt, dass er keine Zukunft mehr in der Nationalmannschaft habe. Die ganze Zeit habe er gewartet, mit seiner Entscheidung an die Öffentlichkeit zu gehen, um Ballack die Möglichkeit eines “würdevollen Rücktritts” zu geben. Diese Chance nutzte der ehemalige Kapitän aber nicht.
Ob sich die Angelegenheit nun wirklich so abgespielt hat, wie der DFB verlauten lässt, bleibt offen. Tatsache ist, dass es bei dem ganzen Hin und Her einen alleinigen Verlierer gibt: Michael Ballack. Ein Weltklassespieler wie er hätte einen ehrenvolleren Abgang verdient gehabt als solch eine Schlammschlacht. Lediglich sein Leverkusener Trainer Robin Dutt kann der ganzen Geschichte etwas Positives abgewinnen: für ihn ist es erfreulich, dass sich Ballack jetzt “voll und ganz auf unsere Aufgabe im Verein konzentrieren kann”. Bleibt abzuwarten, ob er wenigstens dabei erfolgreich sein wird.
Der 25-jährige Schotte fährt für Force India seine erste Formel 1-Saison; bis jetzt zwar nicht besonders erfolgreich, aber mit so einer Coolness, dass er mir sofort sehr sympathisch wurde. Bei einer Kollision wurde sein Frontflügel beschädigt; das hielt di Resta aber nicht davon ab, mit unvermindertem Speed weiter zu fahren, zumindest erst einmal in die Box. Von großen Namen ließ er sich nicht beeindrucken, und Stück für Stück arbeitete er sich bis auf den 11. Platz vor. Leider katapultierte er sich kurz vor Schluss selbst aus dem Rennen, aber das ist ja nicht ungewöhnlich bei der Geschwindigkeit und den schlechten Wetterbedingungen, und sagt nichts über sein Können aus…
Die Abgebrühtheit des Schotten und das Wissen um seine Fähigkeiten kommen nicht von ungefähr, sondern basiert auf jahrelanger Erfahrung im Motorsport. Bereits im Alter von acht Jahren begann er, Kart zu fahren. Dabei blieb er bis 2002 und wechselte dann zur britischen Formel Renault, in der er drei Jahre blieb und einige Erfolge verbuchen konnte (unter anderem beendete er die Saison 2004 als drittbester Fahrer).
Danach fuhr di Resta zwei Jahre lang in der Formel 3 Euroserie, in der er 2006 Meister wurde. Die folgende Saison startete er dann seine Karriere in der DTM, wo er von Mercedes Benz für das Team Persson Motorsport verpflichtet wurde. Furore machte er dort vor allem durch die Tatsache, dass er als erster Fahrer überhaupt die Gesamtwertung in einem sogenannten „Jahreswagen“ anführte; das heißt in einem Wagen, der auf dem technischen Stand der Vorsaison war. Schade, dass di Resta am Ende nur fünfter wurde.
Die folgenden drei Jahre fuhr er für Mercedes Benz beim Team HWA, wo er beachtliche Erfolge erzielte. So stellte er beispielsweise einen neuen Rundenrekord auf dem Eurospeedway Lausitz auf. Trotzdem blieb er bescheiden
Obwohl er 2010 parallel zu seinem DTM-Job schon als Testfahrer für Force India in der Formel 1 war, gewann er die DTM.
Aktuell hat er dank zweier zehnter Plätze zwei Punkte in der Gesamtwertung der Formel 1. Ich hoffe sehr, dass es bald wesentlich mehr werden und di Resta auch in der Königsklasse des Motorsports große Erfolge erzielen wird.
Mal ehrlich: sind die Regale in den Kosmetikabteilungen nicht schon überlaufen genug? Gibt es nicht für jeden Haut- und Haartyp zig verschiedene Pflegeprodukte von zig verschiedenen Herstellern? Sogenannte „dekorative Kosmetik“ (sprich: Schminkutensilien) in hundertfacher Ausfertigung und in den allerkleinsten unterschiedlichen Farbnuancen? Wozu also noch Tiere quälen bzw. töten für die Erforschung und Entwicklung neuer Produkte?
Ich selbst war jahrelang im Tierschutz aktiv und würde niemals bewusst etwas tun oder unterstützen, was Tieren in irgendeiner Form schaden würde. Dementsprechend boykottiere ich den Kauf jeglicher Kosmetikartikel, die mithilfe von Tierversuchen hergestellt werden. Zwar sind diese offiziell seit einigen Jahren per Gesetz verboten, aber es gibt für die Hersteller weiterhin Schlupflöcher, dies Verbot geschickt zu umgehen. Es ist ihnen weiterhin gestattet, Tierprodukte in Kosmetika zu verarbeiten. Außerdem dürfen sie Rohstoffe, die neben der Kosmetikindustrie auch in der Medizin eingesetzt werden können, weiterhin an Tieren testen. Von daher kommt mir persönlich dieses Gesetz ein bisschen wie Augenwischerei vor, um die Bevölkerung zu beruhigen.
Glücklicherweise bieten Reformhäuser Cremes und andere Pflegeprodukte an, die nicht nur ohne Tierversuche, sondern auch ohne jeden Zusatz von tierischen Rohstoffen hergestellt werden. Der Nachteil daran ist nur, dass diese Produkte meistens sehr teuer sind (50ml Tagescreme kosten ca. 20€). Umso erfreulicher war darum vor einigen Jahren die Meldung, dass die großen Drogerieketten wie Rossmann und DM bei ihren Naturkosmetikmarken Alterra bzw. Alverde gänzlich auf Tierversuche und tierische Inhaltsstoffe verzichten. Erstaunlicherweise kosten Kosmetikartikel dieser Marken nur ein Bruchteil dessen, was man im Reformhaus für vergleichbare Artikel bezahlen muss. Dies gilt übrigens sowohl für dekorative als auch für pflegende Kosmetika.
Wenn auf einem Artikel das BDIH-Siegel (Bundesverband Deutscher Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungs- und Körperpflegemittel) für „kontrollierte Kosmetik“ steht, kann man sicher sein, dass es sich wirklich um ein Naturprodukt handelt. Die verwendeten Rohstoffe müssen überwiegend aus rein biologischem Anbau stammen. Dass auf Tierversuche und tierische Rohstoffe tabu sind, versteht sich von selbst.
Ich finde es wirklich schön, zu sehen, dass es tatsächlich Hersteller gibt, die im Sinne der Tiere und Tierschützer handeln, ohne dafür horrende Preise zu verlangen. Bleibt zu hoffen, dass immer mehr Kosmetikhersteller auf die Schiene der kontrollierten Naturkosmetik springen!
Für Videospielfreaks wie mich ist die nächste Woche mal wieder die wichtigste Woche des Jahres, jedenfalls wenn es eben um Videospiele geht. Ich weiß noch nicht, ob ich es schaffen werde, die großen Konferenzen im Live-Stream zu verfolgen, aber ich werde sicherlich mehr als nur ein paar Mal auf meinen einschlägigen Videospiele-Websites vorbei schauen, um so gut es geht auf dem laufenden zu sein.
Neben dem absoluten Oberhammer dieses Jahr, der mal wieder von Nintendo kommt natürlich – und zwar die Vorstellung der neuen Nintendo-Konsole mit dem Arbeitstitel Project Café – gibt es noch viele andere Vorstellungen, Trailer usw., die die E3 wieder so aufregend machen werden.
Von den bereits angekündigten Games, freue ich mich zum Beispiel ganz besonders auf Mass Effect 3, den krönenden Abschluss der Sci-Fi- bzw. Space Opera-Saga von Bioware. Dies ist das Spiel, auf dass ich am sehnlichsten warte. Ebenfalls mit großer Spannung erwarte ich die Präsentationen von Deus Ex: Human Revolutions, von dem ja schon sehr viel bekannt ist und gezeigt wurde, da es ja endlich im August heraus kommt, allerdings bin ich ein riesiger Fan des ersten Teils und warte schon seit Jahren sehnsüchtig auf einen würdigen Nachfolger der Reihe. Auch auf den neuesten Elder Scrolls-Teil, mit Namen Skyrim, von Bethesda bin ich sehr gespannt, da die ersten Videos und Bilder schon sehr vielversprechend aussahen und die Welt vor allem nicht mehr so leblos und baukastenartig wirkte, wie in Elder Scrolls: Oblivion. Ein anderes von mir heiß erwartetes Spiel ist Batman: Arkham City. Ich hoffe nur, dass im neuen Batman die Steuerung etwas freier und nicht mehr so sehr simpel ist wie sie es noch in Arkham Asylum war.
Ich werde dann die Tage und Wochen, wenn sich die News gesetzt haben, sicherlich sehr viel über die neuesten Games und Vorstellungen von der E3 schreiben.
Nachdem seine Mannschaft am Freitag gegen den Gruppenletzten Kasachstan das EM-Qualifikationsspiel verloren hatte, starteten Aserbaidschaner Medien eine regelrechte Hetzkampagne gegen Vogts. Bis dato hatte er dort großes Ansehen genossen. Vogts, der von 1990-1998 die deutsche Nationalmannschaft trainiert hat, will nach eigenen Angaben beim Spiel gegen sein Heimatland trotz der Attacke auf der Trainerbank sitzen.
Ich persönlich finde solche Angriffe einfach indiskutabel. Natürlich ist man als Fan frustriert, wenn sein Verein grottenschlecht spielt und/oder Niederlagen einstecken muss. Das sollte aber nicht so weit führen, dass man den – vermeintlich – Verantwortlichen tätlich angreift. Schon die verbalen Attacken, die oft genug von Seite der Medien kommen, sind meiner Meinung nach oft entwürdigend und zu sehr unterhalb der Gürtellinie. Oft genug werden die späteren Täter durch solche Hetzartikel noch mehr angestachelt, körperliche Angriffe zu starten.
Was hat denn das noch mit Sport zu tun??? Ich hoffe sehr, dass die Täter erwischt und angemessen bestraft werden.
Aber ganz ehrlich: was war das denn? Wo ist der traumhafte Fußball à la Jogi Löw geblieben, der uns bei der WM 2010 so sehr in Begeisterung versetzte? Ein unmotiviert wirkender Thomas Müller, ein völlig überforderter Philipp Lahm, ein unsicherer Manuel Neuer. Wo sind unsere Helden des letzten Jahres geblieben?
Das im Vorfeld als „David gegen Goliath“ titulierte Spiel entwickelte sich im Laufe der ersten Halbzeit eher zu dem von Österreichischen Medien propagierten „Zwergenaufstand“. Nach einer relativ ausgeglichenen Anfangsphase mit einigen wenigen Torchancen auf beiden Seiten beherrschten die Gastgeber die Partie. Aufgrund ihres sehr guten Stellungsspiels ließen sie kaum freie Räume für unsere so wichtigen Spieler Özil, Podolski und Müller. Der berühmte „vertikale Pass“, auf den Jogi Löw immens viel Wert legt und der inzwischen zum Markenzeichen seiner Jungs geworden ist, konnte kaum gespielt werden. Aber auch durch das extrem schnelle Konterspiel der Ösis geriet unsere Nationalelf immer mehr unter Druck; die Gastgeber dominierten ganz eindeutig das Spiel. Dass ausgerechnet in dieser Phase das 0:1 für Deutschland fiel, war ebenso überraschend wie glücklich. Nach einer Ecke „stolperte“ Mario Gomez den Ball ins Tor. Damit besiegte er seinen persönlichen Fluch, den er seit der verpassten 100%-igen Torchance bei der EM – Vorrunde 2008 mit sich schleppte.
Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit setzte die Österreichische Nationalmannschaft unsere Elf erneut unter Druck. Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, bis die sehr engagierten und leidenschaftlichen Gastgeber ebenfalls ein Tor schießen würden. Der in der 50. Minute Ausgleichstreffer, der sich als ein Eigentor von Arne Friedrich entpuppte, war dementsprechend mehr als verdient.
Auch danach wurden Jogis Jungs weiterhin klar dominiert. Die vereinzelten Torschüßchen unserer Nationalmannschaft konnten an der Überlegenheit der Gastgeber nichts ändern. Die größte Leistung, die unser Team erbracht hat, war die Verhinderung eines zweiten Gegentors. Die Österreicher wollten den ersten Sieg gegen Deutschland nach 25(!) Jahren, und sie kämpften ohne Ende, um ihn zu erlangen. Es war dieser Partie absolut nicht anzumerken, dass zwischen den beiden Mannschaften 70 Plätze in der FIFA-Rangliste liegen. Genauer gesagt war überhaupt kein Klassenunterschied zu merken…
Als schon niemand mehr an ein Lebenszeichen der leidenschaftslosen deutschen Nationalmannschaft geglaubt hat, traf Mario Gomez in der 90. Minute völlig unvermutet zum zweiten Mal das Tor der Gastgeber. Dies hatte euphorische Fangesänge der deutschen Fans zur Folge, die bis zu diesem Zeitpunkt ebenso lustlos und gelangweilt wirkten wie ihr Team.
Der Endstand von 2:1 für Deutschland ist mehr als schmeichelhaft für unsere Nationalmannschaft und meiner Meinung nach nicht verdient. Das Tragische an dem Ergebnis ist die Tatsache, dass das Österreichische Team durch seine Niederlage jetzt keinerlei Chancen mehr auf die EM-Teilnahme hat.
Alles in allem war es zwar ein faires, aber aus deutscher Sicht enttäuschendes Spiel, was die Qualität anbelangt. Stellt sich die Frage, was mit unseren Jungs geschehen ist. Nur die Erschöpfung nach der Bundesligasaison kann nicht der Grund für ihre Leistung sein, denn mehrere Österreichische Nationalspieler sind ebenfalls in der deutschen Liga aktiv. Lag es daran, dass zu viele „Neue“ und international nicht so erfahrene Fußballer aufgestellt worden sind? Oder lag es auch an dem Fehlen von Klose und /oder an der zuletzt fehlenden Spielpraxis von Khedira? Vermutlich eine Mischung aus allem. Fest steht nur, dass ich als großer Fußballfan sehr hoffe, solche Spiele nicht mehr sehen zu müssen. Selbst meine Deutschlandfahne an meinem Auto war nach dem Abpfiff geknickt. Recht hat sie.
Wenn ich an diesen Feiertag denke, fällt mir spontan eine Sache dazu ein: die Vatertagstouren. Seit ich denken kann, ziehen an diesem Tag Männer in Gruppen durch die Gegend, mit alkoholischen Getränken und Proviant bewaffnet, die sie meist in einem Bollerwagen hinter sich her ziehen. Dies Procedere hat bei uns in Deutschland seit Ende des 19. Jahrhunderts Tradition. Der Ursprungsgedanke war, dass junge Männer das Verhalten und die Sitten von älteren lernen sollten.
In letzter Zeit allerdings hat sich die Begehung dieses Feiertags ein wenig gewandelt. Statt Kolonnen trinkender, singender und feiernder Männer sieht man immer mehr Familien, die z.B. Fahrradtouren machen und den Tag gemeinsam verbringen. Also „Vatertag“ im wahrsten Sinne des Wortes: Papa ist mit Frau und Kind(ern) zusammen, statt mit seinen Geschlechtsgenossen „on tour“ zu gehen. Macht ja irgendwie auch Sinn. Schließlich wird Christi Himmelfahrt landläufig heutzutage „Vatertag“ und nicht – wie in früheren Zeiten – „Herrentag“……
Auch viele andere Länder kennen den Vatertag: fast alle unsere europäischen Nachbarn sowie diverse afrikanische und amerikanische Länder begehen diesen Feiertag, allerdings an unterschiedlichen Daten.
Aber warum genau ist der 40. Tag nach Ostern eigentlich bei uns ein Feiertag? Die Antwort hierauf gibt die Bibel. Laut der Apostelgeschichte erschien Jesus in den Wochen nach seinem Tod immer wieder seinen Jüngern. Am 40. Tag schließlich versprach er ihnen, sie würden „vom Geist Gottes erfüllt werden“, bevor er vor ihren Augen „emporgehoben wurde und in den Himmel verschwand“. Christi Himmelfahrt wird also von den Christen als die Rückkehr Jesu zu seinem Vater gefeiert (deswegen wohl auch der „Vatertag“…) und ist seit 1936 in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag. Für uns alle also ein arbeitsfreier Tag und eine gute Gelegenheit, unseren Papas einfach mal DANKE zu sagen! J
In der über eine Stunde andauernden Urteilsbegründung führte der vorsitzende Richter Seidling aus, dass Kachelmann die Tat nicht zu beweisen war und er somit nicht bestraft werden könnte. Nach deutschem Recht „in dubio pro reo“ – im Zweifel für den Angeklagten, was von den Anwesenden im Gerichtssaal mit minutenlangen Applaus quittiert wurde. So geht nach 44 Verhandlungstagen, mehr als 30 Zeugenaussagen, diversen Gut- und Gegengutachten ein Prozess zu Ende, der von Beginn an die Bevölkerung in zwei Lager spaltete. Die einen hielten den Vorwurf der Vergewaltigung für absurd. Sie konnten sich nicht vorstellen, dass der sympathische und immer ein wenig zerzaust wirkende Meteorologe, der so genussvoll wie kein anderer seinen abwehrstärkenden Gesundheitsdrink schlürfen konnte, zu solch einer Tat fähig war. Auch die Tatsache, dass sein während des Prozesses schonungslos enthülltes Sexualleben nicht unbedingt den Standardpraktiken in deutschen Schlafzimmern entsprach, konnte seine Anhänger nicht von ihrer bedingungslosen Loyalität zu Kachelmann abhalten.
Die Gegenseite wiederum sah genau in diesem sexuellen Verhalten den Beweis für Kachelmanns Schuld. Selbst die Argumentation, dass die sexuellen Praktiken mit diversen Damen im gegenseitigen Einvernehmen geschah, ließen sie nicht gelten, und so begann die Hetzjagd gegen ihn, die in den Medien monatelang eines der Top-Themen war.
Was nun wirklich in der Nacht zum 10.02.2010 passiert war, wissen nur zwei Personen: der Angeklagte und sein angebliches Opfer, das als Nebenklägerin auftrat. Ungeachtet dessen, was geschehen ist: Verlierer sind sie beide. Sollte die Tat tatsächlich stattgefunden haben und der Moderator wurde nicht bestraft, wäre dies für die Nebenklägerin ein Alptraum. Wäre die Vergewaltigung aber ein Produkt ihrer Fantasie, so hätte sie durch eine Lüge das Leben, das Image und die Karriere eines unbescholtenen Bürgers zerstört. Den Makel des eventuellen Vergewaltigers wird Kachelmann wohl kaum wieder los.
Ob dies wirklich der letzte Akt in dem eklatanten Prozess war, wird sich innerhalb der nächsten sieben Tage zeigen – so lange hat die Staatsanwaltschaft Zeit, in Revision zu gehen.