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Archiv 'Klatsch und Tratsch' Category

26 Jan, 2012
von Elietta Becker

Seit einigen Tagen weiß es nun also die ganze Welt: Heidi Klum und ihr Ehemann Seal haben sich getrennt. Es ist nicht das erste Promipärchen und wird auch nicht das letzte sein, dessen Beziehung in die Brüche geht. Was mich dabei aber extrem stört, ist das dumme Gelaber vieler Menschen, „sie hätten es ja schon längst gewusst“, „die Ehe war eh nur eine Farce“, „alles nur Show“, etc. Ob im Internet, in anderen Medien oder in meinem Bekanntenkreis: überall fallen ständig negative Bemerkungen wie diese (als ob es keine anderen Themen gäbe…).
Da muss ich mir wirklich die Frage stellen, woher die Leute das gewusst haben wollen. Dass Lieschen und Erwin Müller von nebenan sich ständig streiten, kann man mitbekommen. Auch, dass Herr Meier aus der dritten Etage seine Frau betrügt und Frau Schmidt alleine in den Urlaub fährt, bleibt Nachbarn nicht unbemerkt. Aber wie kann man sich anmaßen, über eine Beziehung zu sprechen, deren Hauptdarsteller Tausende von Kilometern weit weg sind? Ist das der Neid, dass zwei erfolgreiche Menschen neben ihrem beruflichen Engagement noch die Zeit gefunden haben, ein Liebes- und Familienleben zu führen? Mir persönlich sind sowohl Heidi Klum als auch ihr (Noch-) Ehemann vollkommen egal; sie sind nur wieder einmal ein Paradebeispiel für die Klatsch- und Tratschsucht der Mitmenschen. Wenn Ihr Lust habt, achtet mal auf die Kommentare zu entsprechenden Artikeln im Internet… Nicht nur, dass die letzten sieben Jahre der beiden als ein „medienwirksames Spektakel“ dargestellt werden – selbst die Trennung der beiden wird als „Show“ bezeichnet, was mir ganz und gar nicht so vorkommt. Was hätten die beiden denn machen sollen? So tun, als wären sie noch glücklich miteinander? Oder gar nichts sagen in der naiven Hoffnung, dass es keinen interessiert? Die einzige Möglichkeit, ihre Beziehung genauso sauber zu beenden, wie es sich quasi jeder Nicht-Promi auch wünscht, war doch, ehrlich an die Öffentlichkeit zu gehen. Und genau das haben sie getan.
Ich hoffe nur, dass nicht nur die Klatschjournalisten und Paparazzi die beiden in Ruhe lassen werden, sondern auch die „allwissenden“ Lästermäuler. Denn ob prominent oder nicht – eine Trennung tut immer weh, da benötigt man nicht noch Hass und Häme von außen…

29 Aug, 2011
von Nyk Karleby

Am vergangenen Sonntag war es auch mal wieder Thema: Die Personalie Ballack. Was passiert mit ihm? Wechselt er noch bevor das Transferfenster schließt oder wird er versuchen sich bei Bayer wieder ranzukämpfen?

Auch wenn ich nicht mit allem übereinstimmen würde, was Oliver Pocher am Sonntag im KIA Doppelpass gesagt hat (zum Beispiel das mit dem “Fremdkörper”), so würde ich jedoch – wenigstens teilweise – unterschreiben, dass Ballack es wie auch schon in der Nationalmannschaft  auch bei Bayer Leverkusen nicht geschafft hat, den Absprung zu machen. Nun dümpelt er mehr oder minder auf der Bank vor sich hin, wird höchstens noch beansprucht, wenn sich Spieler wie Rolfes verletzen sollten oder die Doppelbelastung mit den Champions League-Spielen doch zu groß werden sollte. Ansonsten sehe ich keine Chance mehr bei Bayer Leverkusen für den Ex-Capitano.

Er wird dieses Jahr noch 35 Jahre alt und kann weder in Sachen der Schnelligkeit oder Fitness mit den jüngeren Spielern mithalten, noch passt er so richtig in das moderne Fußballsystem, welches heutzutage inzwischen gespielt wird. Das heißt nicht, dass er nicht mehr wichtig sein könnte für eine Mannschaft, doch Bayer ist für ihn inzwischen eine Nummer zu groß und ich denke, bei dem sicherlich nicht allzu niedrigen Gehalt, welches er in Leverkusen bekommt, sollte es auch für Bayer eine wirkliche Alternative sein, über einen Transfer nachzudenken. Alles, was Ballack noch machen kann, ist, seiner Karriere ein gutes Ende zu geben, denke ich, so schlimm sich dies auch anhört (heißt natürlich nicht, dass er nicht mich und viele andere noch mit einem guten Comeback überraschen könnte, ich sehe dafür jedoch nur eine sehr geringe Chance). Vielleicht sollte er es Frank Rost und Torsten Frings gleichtun und in die MLS wechseln. Ich denke, da würden sich Clubs wie LA Galaxy oder die New York Redbulls die Finger nach ihm lecken. Oder vielleicht auch einfach zu einem Verein, der eher “Low Level” ist als Bayer Leverkusen (allerdings müsste man so sicherlich seine Gehaltsforderungen etwas zurückschrauben, aber entweder das und man will nochmal richtig Fußball spielen oder man versauert eben bei Spitzenteams auf der Bank).

18 Aug, 2011
von Jessica Hünger

Nadja Abd el Farrag hat nun endlich nach 15 Jahren ihre Perücke
abgenommen. Nadja Abd el Farrag war 12 Jahre lange mit Dieter Bohlen zusammen.
Sie waren von 1989 bis 1996 und von 1997 bis 2001 ein Paar und durch ihn wurde
sie auch erst bekannt. Ursprünglich ist sie eine gelernte Apothekenhelferin die
sich aber nach der Trennung erst einmal als Moderatorin versuchte und später
sogar als Buchautorin und zu guter Letzt als Sängerin.

In der Januar und Septemberausgabe 1999 war sie im Playboy
abgelichtet und am 04. September 1999 moderierte sie als Nachfolgerin von
Verona Pooth das erste Mal die Erotiksendung “Peep” auf RTL 2.
Richtig bekannt wurde sie denke ich mal durch die Fernsehwettshow
“Banzai”. Dort ließ sie sich ihre linke Brust wiegen und war einige
Tage lang in den Schlagzeilen. Im Mai 2002 brachte sie ein Kochbuch heraus und
im September 2003 ein weiteres Buch welches den Namen “Ungelogen”
trägt. Sie beschreibt in diesem Buch Details aus ihrer Jugend und dem
Zusammenleben mit Dieter Bohlen. Auch die Fernsehsendungen “Ich bin ein
Star, holt mich hier raus” und ” Big Brother” brachten ihr
keinen richtigen Erfolg. Somit versuchte sie sich 2008 als DJane. Selbst ihren Künstlernamen
“Naddel” ließ sich als Marke registrieren und somit gab es im selben
Jahr bei Big Brother einen Namensstreit mit einer Teilnehmerin.

Nun sagte sie, möchte sie ihr altes Laben nicht mehr. Sie will
stolz auf sich sein und wagte nun nach so langer Zeit den ersten riesen großen
Schritt und nahm ihre Perücke ab. Jahrelang trug sie diese um ihr krauses Haar
zu verstecken. Sie bereut so vieles in ihrem Leben und hat viele Dinge nur
gemacht, weil sie das Geld brauchte. Nun sei aber Schluss damit und sie möchte
ein neues Leben beginnen.

Meiner Meinung nach ist dies eine neue Strategie. Man hat nun
lange nichts mehr von ihr gehört und nachdem sie nun schon viele Stationen
durchlaufen hat, musste sie sich etwas Originelles einfallen lassen. Dadurch, dass
sie nun ihre Perücke abgenommen hat, sorgt sie wieder für viel Gesprächsstoff.
Ich persönlich finde ihr natürliches Haar allerdings gar nicht so schlecht.

09 Aug, 2011
von Elietta Becker

Habt Ihr Euch schon mal gefragt, wer wohl den kürzesten Penis der Welt hat? Vielleicht hattet Ihr Euren Ehemann im Verdacht, Euren Nachbarn oder den netten Kollegen aus dem Büro nebenan. Alles falsch. Seit einigen Tagen wissen wir: Enrique Iglesias hat nach eigener Aussage den kürzesten.

In einem Interview während eines Konzerts in Australien gab er ausführlich an, was er in einigen anderen Interviews zuvor schon angedeutet hatte: sein Geschlechtsteil wäre extrem klein. Ich musste wirklich zweimal hingucken, bis ich glauben konnte, was ich dort las. Und das in der heutigen Zeit, wo die Medien voll mit Aussage von Promis und Möchtegernpromis sind, die angeblich über eine imposante Penisgröße und enorme Standfestigkeit verfügen! Ständig wird man mit Nachrichten beispielsweise über Greisinnen bombardiert, die in der frühen Steinzeit mal populär gewesen sein mögen, und die sich in Erinnerung bringen möchten mit Geschichten, was sie für wilden Sex mit Männern haben, die altersmäßig ihre Urenkel sein könnten. Oder sehr betagte Herren, die seitenweise die Klatschspalten mit Erzählungen über ihre aktuellen, erfolgreichen Liebschaften füllen. Die mit 90+ lieber Viagra nehmen und blind werden, als auf Sex zu verzichten. Die potenter sind als sonst irgendjemand auf der Welt. Und…und…und… Es scheint heutzutage nicht mehr nur darum zu gehen, wie viele Sexpartner/innen man im Laufe seines Lebens gehabt hat, sondern vor allem darum, bis in welches Alter dies geschieht. „Je oller – je doller“ erhält immer wieder ein neues Podium, um seine Geschichten zu erzählen.

Da stellt sich nun dieser junge, gutaussehende Mann hin und erzählt in aller Öffentlichkeit Dinge, die manch anderer gerne vertuschen würde, wenn sie denn wahr wären. Ich muss sagen, ich finde diese Aktion von Herrn Iglesias klasse. Mal abgesehen davon, dass es mir persönlich vollkommen egal ist, wie gut oder wie schlecht jemand bestückt ist. Aber dieses bewusste Gegen-den-Strom-Schwimmen und sein Latin-Lover-Image damit arg in Frage zu stellen, macht Enrique ungeheuer sympathisch in meinen Augen.

Ob seine Aussage nun stimmt oder nicht, ist unerheblich. Zwei Dinge hat er jedenfalls erreicht: er hat die „ich-habe-den-Längsten-Protzer“ lächerlich gemacht – und man spricht über ihn.

 

19 Jul, 2011
von Elietta Becker

Neulich zappte ich unbeschwert und nichts Böses ahnend durch diverse Fernsehkanäle und habe mich plötzlich tödlich erschrocken: auf einer Bühne stand Thomas Anders und trällerte ein Liedchen. Mit genauso einer dünnen Stimme und den gleichen hölzernen Bewegungen, wie ich ihn in Erinnerung hatte.

Da frage ich mich doch, ob es wirklich sein muss, dass dieser Mensch wieder in der Öffentlichkeit herumturnt. Als Teil von Modern Talking musste man ihn ja zwangsläufig ertragen, obwohl ich manchmal das Bedürfnis hatte, ihn mit seinem gigantischen Nora-Anhänger zu erdrosseln. Doch während sein ehemaliger Duettpartner Dieter Bohlen im Laufe der Jahre Kult geworden ist, war es in der Vergangenheit recht ruhig um Herrn Anders geworden – zumindest in Deutschland. In Russland und der Türkei hat er aber offenbar Anhänger seiner Musik gefunden; jedenfalls waren seine Singles in den dortigen Charts ziemlich weit oben. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte er dort bleiben können. Doch er kehrte im Mai dieses Jahres auf die deutschen Bühnen zurück, und zwar mit einer Single, die „Gigolo“ heißt. Ich hoffe sehr für ihn, dass sich dieser Titel nicht auf ihn selbst beziehen soll. Seine geleckten Haare vermitteln zwar rein optisch den Eindruck eines Gigolos, aber dafür mangelt es an einem anderen Talent, dass für einen Eintänzer nicht ganz unerheblich ist: er muss tanzen können, und mit Tanz haben die Bewegungen von Thomes Anders herzlich wenig gemeinsam.

Wenn ich mir vorstelle, dass er gerade mal 48 Jahre alt ist, wird mir ganz komisch zumute. Seine Trippelschrittchen und müden Beinbewegungen lasen eher auf einen Arthritis geplagten Greis schließen, als auf einen Mann in den besten Jahren. Ich war richtiggehend beschämt über seine Bemühungen, Spaß und Freude an der Musik zu vermitteln. Glücklicherweise war sein Liedchen zu Ende, bevor jemand auf die Idee kam, ihn von der Bühne zu tragen. Obwohl ich Herrn Anders schon immer ausgesprochen unsympathisch fand, tat er mir fast schon ein wenig leid, denn als „frenetisch“ konnte man den ihm entgegengebrachten Applaus in keiner Weise bezeichnen.

Wie bei vielen anderen ehemaligen Stars (obwohl sich alles in mir sträubt, ihn als solchen zu bezeichnen) stellt sich mir die Frage, warum es Thomas Anders immer wieder auf die Bühne zurückzieht. Geld hat er sicher genug; dank seiner Erfolge als Teil von Modern Talking zählt er zu den kommerziell erfolgreichsten Sängern in Deutschland. Brauchen Menschen wie er das Rampenlicht, um glücklich zu sein? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich persönlich glücklicher wäre, ihn nicht mehr sehen oder hören zu müssen. Aber macht Euch ein eigenes Bild:

25 Jun, 2011
von Elietta Becker

Neulich bin ich versehentlich bei einer Fernsehsendung gelandet, die sich „My name is“ nennt. Als Zuschauer ist man ja schon so einiges gewöhnt, aber was da geboten wurde, toppt alle schlechten Shows, die ich jemals gesehen habe.

Das Prinzip von „My name is“ ist anscheinend, dass sich die Kandidaten als Doubles irgendwelcher Sänger präsentieren und diese gesanglich – und möglichst auch optisch – imitieren. Im ersten Moment dachte ich, ich wäre in der Mini-Playback-Show gelandet. War ich aber nicht so; es gab auch Erwachsene, die es sich offenbar als Ziel gesetzt haben, sich in aller Öffentlichkeit zu blamieren. Ich muss sagen, dies ist ihnen auch sehr gut gelungen. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir eine Frau, die Katy Perry imitieren wollte. Vom Aussehen her gelang ihr das in keiner Weise (sie war blond und erklärte auf Nachfrage, braune Haare würden ihr nicht stehen); blieb also noch die Hoffnung auf ihr verstecktes Gesangstalent. Falls dieses vorhanden gewesen sein sollte, hat sie es sehr gut geheim halten können, denn nach einer oder zwei Zeilen hatte sie ihren Text vergessen – sofort setzte wieder das Fremdschämen bei mir ein. Die Jury war auch empört, wobei ich das Wort „Jury“ im Zusammenhang mit diesen drei Personen als  Farce bezeichnen würde:

Zum einen wäre da Alessandra Pocher, besser bekannt als „Sandy Meyer-Wölden“. Überraschenderweise wurde ihre Berufsbezeichnung mit „Model und Designerin“ angegeben. Ich persönlich hätte sie ja eher als „Tochter von…“ oder „Ehefrau von…“, meinetwegen auch als „Exverlobte von…“ tituliert, aber ich wurde ja leider nicht gefragt. Jedenfalls denke ich, dass meine Katze Maunzi geeigneter wäre, jemanden zu beurteilen, als Frau Pocher. Abgesehen von einem wohlwollenden Lächeln (bei Gefallen der Kandidaten) oder einem entrüsteten Blick (bei Missfallen) kam leider nicht wirklich eine produktive Beurteilung von ihr.

Da war das zweite Jurymitglied, die Sängerin Michelle, schon ein wenig effektiver. Die ehemalige Hundesalonbesitzerin beherrscht ihre Gesichtsmuskulatur perfekt und kann 17 verschiedene Grimassen schneiden. Schade nur, dass bei einigen das Makeup am Kinn ab bröselte, so dass sie im Laufe der Sendung ihre Mimik immer mehr einschränken musste und nur noch brav auswendig gelernte Kommentare flüsterte. Ich habe nur auf den Moment gewartet, dass ihre Tochter auf der Bühne erscheint und ein Liedchen trällert. Irgendwie muss es doch zu schaffen sein, das Mädchen berühmt zu machen, nachdem Dieter Bohlen es letztes Jahr als „Supertalent“ abgelehnt hat. Dieses „Highlight“ blieb mir aber erspart.

Die Jury wurde komplettiert durch Maarten Steinkamp, einem – dem Akzent nach holländischen – Musikmanager. Ich kann nicht beurteilen, ob er Ahnung von seinem Business hat; das wäre vermessen von mir. Was mir auffiel, war seine einschüchternde Art. Wirklich wahr, dieser Mann machte mir Angst, und ich bin sonst wahrlich keine Memme. Was er sagte, konnte ich leider eher erraten als verstehen, aber seine bösen Blicke sprachen Bände – ich war froh, nicht auf dieser Bühne stehen zu müssen. Alles in allem war es richtig peinlich, ansehen zu müssen, wie die Jury krampfhaft versuchte, ihren Aussagen wenigstens einen Hauch von Kompetenz zu verleihen.

In diesem Zusammenhang stellt sich mir die Frage, ob eine weitere Show dieses Formats wirklich notwendig ist. „Deutschland sucht den Superstar“ beispielsweise ist Kult – nicht zuletzt durch Dieter Bohlen, der sowohl durch seine Kompetenz als auch durch seine Sprüche meinen absoluten Respekt und große Sympathie genießt. Ebenso ist es mit Detlef D! Soost bei „Popstars“, dessen „Stars“ zwar meistens nicht erfolgreich sind, der aber durch seine gesamte Art überzeugt. Sämtliche anderen Shows dieser Art wirken auf mich jedenfalls wie ein müder Abklatsch bereits existierender Sendungen und sind in meinen Augen total überflüssig.

Mein Tipp als genervter Zuschauer:

Frau Pocher, bitte gehen Sie nach Hause und kümmern sich um Ihre Familie.

Michelle, machen Sie lieber wieder einen Hundesalon auf, dort sind Sie besser aufgehoben.

Herr Steinkamp, bitte lächeln Sie mal gelegentlich.

Die nächsten Wochen muss ich sehr gut aufpassen, dass ich nicht wieder versehentlich bei „My name is“ lande – es wäre reine Zeitverschwendung.

21 Feb, 2011
von B.Scheid

Ein Bekannter lernte über eine Webseite eine Frau kennen. Es handelte sich um eine Seite, die man aufsucht, wenn ein Partner auf rein sexueller Basis oder für eine einmalige Angelegenheit gesucht wird. Ja ja, im Internet findet man nahezu alles! Aber es kommt nicht immer das dabei heraus, was man sich vorgestellt hatte.

Der Besagte lernte jedenfalls eine passende junge Frau kennen und vergnügte sich mit ihr. Dass beide anderweitig verheiratet waren, tat der Sache keinen Abbruch. Nach kurzer Zeit wurde die Dame aber schwanger. Sie wollte das Kind gerne bekommen. Mit ihrem Mann wollte sie sich auseinandersetzen. Dem Bekannten sollten keine Pflichten entstehen. Außer die Zahlung von Unterhalt für das Kind natürlich. Er musste in den sauren Apfel beißen. Da er ganz gut verdient, waren die Alimente nicht gerade niedrig. Als ihn aber Vatergefühle drängten, sagte die junge Frau „Nein“. Er habe keinen Anspruch auf Kontakt mit dem Nachkommen, da dies ihre Ehe gefährden könne. Das bemühte Gericht gab ihr recht. Das Verhältnis der beiden war beendet, nur finanziell gab es noch eine Verbindung.

Das kann passieren, denkt man sich vielleicht. Zwei Jahre später passierte aber das Gleiche noch einmal. Wieder hatte die junge Dame das Pech (?), von einer Internetbekanntschaft mit gutem Einkommen geschwängert worden zu sein. Auch hier wurde der Vater natürlich zur Zahlung von Unterhalt herangezogen. Mag man bis dahin noch an einen Zufall oder die Naivität der Beteiligten denken- hatten sie alle noch nichts von Verhütung gehört?- so kam noch ein pikantes Detail ans Licht.

Der Ehemann der Frau ist unfruchtbar. Das Paar wollte aber unbedingt Kinder haben. Nun haben sie zwei Stück. Und bekommen noch Unterhalt dafür. Was könnte man daraus schließen?

Ich weiß es nicht.  Es ist vielleicht eine sehr schlaue Art der Familienplanung. Das Internet macht eben vieles möglich und einfach, was früher nur mit viel Aufwand zu erreichen war..

16 Jan, 2011
von B.Scheid

Menschen, die ein auffälliges Äußeres haben, werden eher wahrgenommen. Sei es durch schrille oder auch besonders elegante Kleidung, sei es durch einen besonders dicken, dünnen oder großgewachsenen Körper. Auch schöne Menschen fallen eher ins Auge. Dadurch ergeben sich auch häufig bessere Chancen im Leben. Nicht nur bei der Partnersuche, sondern auch bei der Jobsuche kann ein gutes Aussehen von Vorteil sein.

Viele Prominente und sogenannte Stars fallen ja nicht unbedingt durch Talent und Können auf. Sie definiert man eher durch große Oberweite oder ein barbieähnliches Aussehen. Bei den Männern ist es nicht anders. Gestylte Haare, coole Designerkleidung und ein kantiges Kinn sind schon ganz gute Vorraussetzungen, um im Showbusiness weiterzukommen.

Leider führt dieser Schönheitskult dazu, dass es in Deutschland immer mehr Menschen gibt, die per Operation nachhelfen lassen, wo die Natur nicht dem Ideal entspricht, das die Mode-, Kosmetik- und Unterhaltungsbranche vorschreibt.

Vorgänge wie Lifting, Fett Absaugen, Lippen aufspritzen, Nasenkorrektur oder das Spritzen von Botox scheinen bald so üblich zu sein wie das Tages- MakeUp. Glücklicherweise sind das ziemlich teure Maßnahmen, die sich nicht jeder leisten kann. Sonst würden wohl ziemlich viele Menschen in naher Zukunft identisch aussehen. Wie langweilig wäre das!

Dass jeder chirurgische Eingriff gefährlich sein kann, verdrängen die Kunden der Schönheitschirurgen gerne. Jede Vollnarkose ist riskant. Das hat sich bei der 23- jährigen Cora, die einige vielleicht aus der Big Brother Serie kennen, wieder erwiesen. Sie ist während einer OP ins Koma gefallen. In China ist eine Sängerin bei einer Schönheits- OP gestorben. Und das sind nur Fälle, die bekannt werden, weil die Opfer eine gewisse Prominenz besitzen. Es gibt sicherlich noch viele anonyme Betroffene.

Es ist traurig, dass so junge Menschen ihre Gesundheit und sogar ihr Leben riskieren, um „besser“ auszusehen. Das Sprichwort „Wahre Schönheit kommt von innen“ ist heute nicht mehr aktuell. Leider! Wenn jemand von innen heraus strahlt und sich natürlich gibt, kann er nach meinem Geschmack alle Anderen in den Schatten stellen.

13 Jan, 2011
von B.Scheid

Der Arzt Conrad Murray, der Michael Jackson vor dessen Tod betreut hat, soll jetzt wegen fahrlässiger Tötung angeklagt werden. Er wird beschuldigt, weil er dem Sänger sehr starke Medikamente gegen Schlaflosigkeit verabreicht hat, die wahrscheinlich aufgrund der hohen Dosierung schließlich zu Michaels Tod geführt haben. Dem Mediziner drohen nun bis zu vier Jahren Haft und der Entzug der Approbation.

Natürlich wird der Tod eines so berühmten Menschen besonders unter die Lupe genommen. Die meisten ärztlichen Fehler werden ja, zumindest hier in Deutschland, gerne vertuscht. Aber die Familie von Jackson macht natürlich auch ziemlich viel Druck. Genug Geld und damit Einfluss hat sie ja.

Ich möchte nicht in der Haut dieses Arztes stecken. Er hat zwar bei Michael viel Geld verdient- für das Engagement als sein Leibarzt bei der geplanten Tour 2009 sollte er 150.000$ im Monat bekommen- aber ein einfacher Patient war der Promi bestimmt nicht. Ich kann mir gut vorstellen, dass er sich den Anordnungen des Behandlers nicht brav gefügt, sondern auf die Verabreichung so vieler Medikamente bestand, dass er ruhig war und schlafen konnte. Klar, dass ein Arzt in der Verantwortung für seine Patienten steht, was die Medikation betrifft. Die Vorstellung, dass man Ärzten vertrauen kann, dass sie wissen, was sie tun, und sie immer zum Wohl des kranken Menschen arbeiten, war ja auch lange bei den meisten Menschen fest verankert.

In einer Zeit, in der die Wirtschaftlichkeit einer Sache leider vor allen anderen Zielen steht, ist aber auch die Medizin davon nicht unberührt. Von guten Taten kann man nicht leben. Ich glaube, dass nahezu jeder Arzt den gleichen Fehler bei einem Patienten wie Michael Jackson gemacht hätte. Auch Elvis und viele andere prominente oder „einfache“ Menschen sind an Überdosierungen gestorben. Es ist vielleicht ganz gut, dass dies hier angeprangert wird, weil die Möglichkeit besteht, dass Ärzte vorsichtiger im Verschreiben von schädigenden und sogar gefährlichen Medikamenten werden. Wenn Michaels Tod dafür gut war, dann hatte er vielleicht diesen Sinn. Ich fand es trotzdem sehr traurig, dass er so jung gestorben ist, denn musikalisch  war er wirklich ein Genie.

29 Dez, 2010
von B.Scheid

Was macht eigentlich der Dachdecker im Winter? Früher gab es das sogenannte Schlechtwettergeld. Das war ein Übergangslohn, der Dachdeckern gezahlt wurde, wenn in der kalten Jahreszeit keine Arbeiten auf Dächern ausgeführt werden konnten. Heute muss sich der Handwerker arbeitslos melden und wird zu Beginn des Frühjahrs wieder eingestellt. Auch ein Beispiel dafür, wie wenig die Entbürokratisierung funktioniert, denn der Verwaltungsaufwand ist viel höher als früher.

Dachdecker können aber auch im Winter bestimmte Aufträge ausführen, wie ich einer aktuellen Zeitungsanzeige entnehmen konnte. Dort warb ein Betrieb dafür, dass er fachgerecht die Beseitigung von Eiszapfen erledigt. Für hohe Dächer steht sogar ein Kran zur Verfügung. Billig ist das Ganze nicht. Aber die Schäden, die herabstürzende Eiszapfen herbeiführen können, sind auch nicht ohne. Ich würde allerdings mein Auto nicht unter den hübschen Gebilden parken, schon gar nicht bei Tauwetter, und darunter entlanggehen muss man ja auch nicht unbedingt. Es spricht aber für die Firma, dass sie so versucht, im Winter Beschäftigung zu schaffen.

Besonders amüsiert hat mich bei der Anzeige, dass ich mit der Firma bereits einmal eine etwas kuriose Erfahrung gemacht habe. Vor Jahren war an unserem Haus ein Fallrohr kaputt, was dazu führte, dass Regenwasser in den Keller lief. Ich rief die besagte Firma an und wollte den Auftrag zur Reparatur erteilen. Die Dame am Telefon sagte mir, das man für so einen kleinen Auftrag nicht extra zu mir herausfahren würde ( ganze 8 km entfernt).Sie würden sich aber melden, wenn sie in der Gegend noch mehr zu tun hätten. Das taten sie auch tatsächlich. Allerdings waren seitdem ca. 9 Monate vergangen und mein Fallrohr war längst von einem anderen Dachdecker in Ordnung gebracht worden.

Wenn ich mir nun überlege, dass die Firma im Dezember meine Eiszapfen beseitigen soll, muss ich dann im März bereits anrufen, weil möglicherweise die gefährlichen Gebilde ein dreiviertel Jahr später an meiner Dachrinne hängen? Ich glaube, ich lasse sie doch lieber hängen und erfreue mich an dem schönen Anblick.

 

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