So behaupteten die Frauen beispielsweise, sie erhielten Regieanweisungen über Flirtsprüche, Liebeserklärungen und sogar über Küsse. Sollte eine (Kuss-) Szene nicht glaubwürdig oder romantisch genug wirken, musste sie wiederholt werden – also alles nur Fake. Unter Androhung von Strafen sei es den Kandidatinnen verboten, über diese Interna zu sprechen. Die drei Frauen taten es – aus welchen Gründen auch immer – trotzdem, was mich persönlich etwas verwundert. Natürlich ist es nicht in Ordnung von einem Fernsehsender, den Zuschauern eine „Realität“ nur vorzuspielen. Aber mal ehrlich: wer ernsthaft geglaubt hat, Sendeformate wie „Bauer sucht Frau“, „Schwiegertochter gesucht“ oder „Frauentausch“ seien nicht gestellt, der ist grenzenlos naiv. Von daher erzählen diese drei Frauen, die meiner Meinung nach einfach nur den Drang haben, in der Öffentlichkeit zu stehen (was eine von ihnen sogar zugegeben hat), nicht wirklich etwas Neues. Vielmehr stellen sie sich selber ein Armutszeugnis aus, denn – ob sie es nun gutheißen oder nicht – sie haben sich schriftlich mit den Vertragsbedingungen einverstanden erklärt, und dazu gehört nun einmal das Stillschweigen. Diese Verträge jetzt als „Knebelverträge“ zu beschimpfen, finde ich anmaßend. Wenn die Frauen die Bedingungen unmenschlich und indiskutabel fanden, hätten sie ja nicht zu unterschreiben brauchen; mit Sicherheit gab es genug andere Bewerberinnen. Jetzt, nachdem die Bauern diese Frauen definitiv nicht wollten, kommt eventuell auch gekränkte Ehre mit ins Spiel.
Darüber hinaus glaube ich, dass viele Bewerberinnen völlig falsche Vorstellungen vom Landleben an sich haben. Sie träumen von frischen Frühstückseiern, guter Luft und romantischen Abenden im Heu – die Realität sieht aber ganz und gar anders aus: kurze Nächte, da die Tiere versorgt werden müssen, verdammt harte Arbeit und häufig Geldsorgen. Nicht umsonst haben viele Bauern wirklich Schwierigkeiten, eine Partnerin zu finden, die mit ihnen durch dick und dünn geht…
Im Übrigen kann bei „Bauer sucht Frau“ nicht alles gefaked sein: in den sieben bisher gedrehten Staffeln kam es zu fünf Hochzeiten (die sechste soll im kommenden Frühjahr stattfinden) und weiteren Pärchenbildungen. Dass sich hin und wieder eines dieser Pare trennt, hat nicht das Geringste mit der Sendung zu tun, sondern ist leider allgemein häufig der Fall.
Die ersten Staffeln von „Bauer sucht Frau“ habe ich persönlich auch sehr gerne geschaut. Zum einen finde ich die Moderatorin Ilka Bause ausgesprochen sympathisch, zum anderen haben mich – wie Millionen andere Menschen auch – die Geschichten über die Landwirte wirklich interessiert. Inzwischen schaue ich diese Sendung allerdings nicht mehr, aber nicht wegen irgendwelchen Fakegerüchten, sondern weil sich a) die Stories mehr oder weniger wiederholen und weil ich b) die Bauern immer unsympathischer finde (übrigens genauso wie die Kandidatinnen). Kandidaten wie Bruno und Anja oder Josef und Narumol (oder selbst Schäfer Heinrich) waren sympathisch, authentisch und standen mit beiden Beinen im Leben. Doch je mehr Staffeln gedreht wurden, desto „schrottiger“ wurden in meinen Augen die Bauern (B-Bauern sozusagen). Dennoch sehe ich keinen Grund, diese Sendung schlecht zu machen; schließlich erfreuen sich durchschnittlich 7,5 Millionen Menschen pro Woche am Schicksal der Landwirte…
Kommentare (4)Als ich in der vergangenen Woche erstmalig diese Meldung hörte, war ich ziemlich überrascht. Meiner Meinung nach erhielt dieser Mann schon während seiner Amtszeit ein viel zu großes Podium, um sich und seine Ehefrau – wohlgemerkt außerhalb seiner politischen Aktivitäten, welche zu beurteilen ich mir niemals anmaßen würde – zu präsentieren. Nach seinem Rücktritt im März dieses Jahres aufgrund der Plagiatsaffäre wanderte er mit seiner Familie in die USA aus und verlor dadurch stark an Präsenz in deutschen Medien. Und jetzt also ein Film. Der Regisseur und Produzent Nico Hofmann, bekannt durch Filme wie „Dschungelkind“ und „Hindenburg“, will sich an das brisante Thema wagen und sein neuestes Werk dem Leben des Exverteidigungsministers bis hin zu seinem Rücktritt widmen. Dabei soll – laut Hofmann – dieser Film als Satire verstanden und nicht als Biographie angesehen werden. Auch der Name Guttenbergs soll verändert werden, um Persönlichkeitsrechte zu respektieren. Als Wunschdarsteller hätte Hofmann gerne Jan-Josef Liefers, der seiner Meinung nach Guttenbergs „tänzelnden Schritt“ perfekt imitieren kann. Regie bei dem Film, der unter dem Arbeitstitel „Der große Bruder“ gedreht wird und bei SAT 1 im Abendprogramm gezeigt werden soll, führt Jochen Alexander Freydank.
Mich persönlich stören an diesem Film einige Dinge, obwohl ich davon überzeugt bin, dass er aufgrund seiner Thematik und des Staraufgebots ein Erfolg werden wird:
Auch, wenn ich persönlich kein Fan von ihm bin – auf „Der große Bruder“ bin ich dennoch gespannt, vor allem auf die satirische Umsetzung des doch ziemlich heiklen Themas. Schließen möchte ich mit der Frage des Journalisten Marco Janssen: „Ob Guttenberg selbst die Satire auch mit Humor nimmt?“
Als Inspirationsquelle soll dabei vor allem der ausgezeichnete Rendertrailer, der vor Release des Spiels und vor Veröffentlichung der ersten Gameplayvideos sogar noch herausgekommen ist, dienen. Wenn Lionsgate es schaffen würde, diesen wahnsinnig kunstvollen Videospieltrailer in einen Spielfilm zu übersetzen, dann würde das sicherlich das Zombiegenre ein Stück weit revolutionieren oder zumindest ordentlich aufmischen können.
Produzent des Projekts soll wohl Sean Daniel werden, der sich bereits für The Scorpion King, Die Mumie-Reihe etc. verantwortlich zeigte. Inwieweit dies Einfluss auf den künstlerischkreativen und inhaltlichen Teil des Filmes haben wird, muss man sehen. Da kommt des dann natürlich doch noch mehr darauf an, wer denn die Regie, das Schreiben des Drehbuchs, die Kamera etc. pp übernimmt, doch ehrlich gesagt sind Die Mumie-Filme und Scorpion King nicht gerade meine Lieblingsfilme bzw. ich finde die Filme nicht wirklich gut. Das ist für mich also schonmal eher ein schlechtes Zeichen und ich denke oder fürchte, dass Lionsgate es dem Entwickler Techland und dem Publisher Deep Silver gleich tun wird und sich an der wahnsinnig guten Vorlage (dem Trailer; der Trailer war natürlich nicht die Vorlage für das Videospiel an sich) überheben und die Erwartungen dadurch viel zu hoch setzen wird. Ich rechne einfach mal (auch um dann nicht allzu enttäuscht zu sein) mit einem mehr oder minder durchschnittlichen Zombiefilm im Setting einer tropischen Insel.Dead Island-Film kommt
Ich habe mir den Film im Kino angeschaut und bin froh, dass sich endlich mal wieder das Geld fürs Kino gelohnt hat bei all dem Mist, der heutzutage auch läuft. Le Havre hat einen großartigen, alles andere als brachialen oder sogar plumpen Humor, die Dialoge sind in typischer Kaurismäki-Manier knapp bzw. manchmal nur auf situeller Ebene vorhanden. Das Schauspielerensemble hat mir komplett gut gefallen, ganz besonders hervorzuheben ist hier jedoch der junge Blondin Miguel, der den afrikanischen Flüchtlingsjungen Idrissa spielt und dessen erste Filmrolle dies scheinbar war.
Die Bilder und die Kamera sind ebenfalls sehr gut und vermitteln ein richtiges Feeling für Le Havre. Natürlich ist alles auch wieder in Kaurismäkis typischem Türkis gehalten, mit einzelnen Farbklecksen in den Bildern. Die Handlung macht Spaß, ist witzig und hält bei der Stange, wobei das stärkste natürlich die sympathischen Figuren sind. Selbst der Antagonist ist kein Antagonist, sondern ein Menschenfreund in der Gestalt eines mürrischen, ich-hab-schon-alles-gesehen-Kommissars. Trailer angucken, Gefallen finden, ins Kino gehen und den Film schauen, befriedigt herauskommen!
Der 2002 von dem polnischen Regisseur Roman Polanski gedrehte Streifen behandelt die Erlebnisse des jüdischen polnischen Pianisten und Komponisten Wladyslaw Szpilman während des Zweiten Weltkriegs. Der Zuschauer wird mitgenommen auf Szpilmans Odyssee durch das immer mehr zerstörte Warschau. Als Vorlage hierzu diente der 1999 publizierte autobiographische Roman des Pianisten „Mein wunderbares Überleben“. Leider habe ich dieses Buch bisher noch nicht gelesen, aber ich könnte mir durchaus vorstellen, diese literarische Bildungslücke zu schließen. Zeitgeschichtliche Ereignisse wie der Bau des Ghettos, die Deportation der Juden, ihre Gegenwehr, das allgemeine Elend bis hin zum Kriegsende runden das authentische Gesamtbild des Filmes ab.
Obwohl viele Szenen – vor allem bei dem Gedanken, dass es sich nicht um eine Fiktion, sondern um die Realität handelt – schockierend und traurig zugleich sind, drückt Polanski nicht auf die Tränendrüse. Vielmehr versucht er, die Geschehnisse in Warschau während des Krieges authentisch und glaubwürdig darzustellen, was ihm perfekt gelingt.
Sehr berührend ist auch der offensichtliche äußere Verfall Szpilmans. Zu Beginn des Filmes ein gepflegter Herr, verwahrlost er zwangsläufig immer mehr. Die Angst, der Hunger und die Ungewissheit über sein Schicksal zehren an ihm, was Adrien Brody absolut glaubwürdig verkörpert. Seine von Natur aus melancholisch dreinblickenden Augen unterstreichen diesen Eindruck noch.
Einen weiteren Aspekt dieses Filmes finde ich ungemein interessant: Polanski zeigt, dass es nicht nur Schwarz und Weiß, Gut und Böse gibt. Nicht alle deutschen Soldaten waren Sadisten, sondern besaßen auch menschliche Züge; nicht alle Juden waren wehrlose Opfer.
Trotz seiner Länge von 143 Minuten ist dieser Film keinen Moment langweilig – und hinterlässt einen bleibenden Eindruck.
Was mir aber Jahr für Jahr negativ auffällt, ist das ewige Gerede vieler Kandidaten über das schwere Schicksal, welches sie in der Vergangenheit erleiden mussten. 90% dieser sogenannten „Schicksale“ sind überhaupt nicht dramatisch und könnte meiner Meinung nach jeder von uns sein Eigen nennen („ich bin mal gemobbt worden“, „mein Papa hat uns verlassen, als ich noch kleine war“, „ich bin mal auf dem Schulhof verprügelt worden“, „wir hatten so wenig Geld Zuhause“), während die restlichen 10% wirklich als traurig zu bezeichnen sind. Nichts desto Trotz – gehört so etwas in eine Show? Wollen diese Leute nun aufgrund ihres Talentes Respekt und eventuell Ruhm erhalten, oder möchten sie nur aus Mitleid in die nächste Runde gewählt werden?
Mich nervt dieses ewige Gewinsel total. Mal ehrlich: wenn ich als Zuschauer beispielsweise einen Sänger sehr, dann möchte ich ihn doch anhand seiner Stimme, seines Rhythmusgefühls und seinen eventuellen tänzerischen Qualitäten (kurz: „Gesamtpaket“, wie Dieter Bohlen sagt) beurteilen – denn deswegen seht er ja auf der Bühne. Es interessiert mich nicht im Geringsten, welche bösen (Pseudo-) Schicksalsschläge ihn in seinem Leben ereilt haben. Dass sich die Kandidaten vorstellen und etwas über sich berichten möchten, ist okay; schließlich ist es schön, Näheres über sie zu erfahren. Aber dabei spreche ich von wirklich relevanten Details aus ihrer Vita, die preisgegeben werden, ohne ein gekünsteltes Tränchen hervorzupressen. Warum stellen sie sich nicht einfach hin und sagen „mein Name ist XYZ, ich komme aus …, bin … Jahre alt, und möchte heute für Sie singen, tanzen, turnen,…“? Das wäre nicht nur völlig ausreichend, sondern auch für eine Show dieses Formats passend.
Den Versuch, eine Karriere auf erheucheltem Mitleid aufzubauen, finde ich persönlich absurd. Irgendwann wird dieses Gejammer dazu führen, dass die Sendung nicht mehr „Supertalent“ sondern „Superopfer“ heißt – das würde die Chancen der jammernden Kandidaten extrem verbessern.
Die russische Verfilmung der Faust-Geschichte von Goethe, bei der einige deutsche Schauspieler mitgewirkt haben, wurde zum besten Film des Wettbewerbs gewählt und beendet damit die Tetralogie von Regisseur Sokurow über Macht und das Böse. Die vorigen drei Teile dieser Reihe drehten sich um Adolf Hitler, Lenin, sowie den japanischen Kaiser Hirohito. Leider habe ich bisher noch keinen der Filme gesehen, doch dies will ich so schnell wie möglich ändern, da sie sich alle äußerst interessant anhören.
Auch die restlichen Filme des Wettbewerbs klingen sehr interessant. Vor allem interessiert mich der chinesische Film People Mountain People Sea für den Regisseur Cai Shangjun den Silbernen Löwen überreicht bekam. Als bester Schauspieler wurde der Deutsche (jedoch in Irland aufgewachsene) Michael Fassbender ausgezeichnet, der gleich in zwei Filmen vertreten war: Einmal in A Dangerous Method von David Cronenberg, in dem er Carl Gustav Jung, den Begründer der analytischen Psychologie spielt (an der Seite von Viggo Mortensen und Vincent Cassel), doch den Preis bekam er für seine Hauptrolle im Film Shame, in dem er einen sexsüchtigen Mann verkörpert. Als beste Darstellerin wure die Chinesin Deanie Yip für den Film A Simple Life von Ann Hui ausgezeichnet. Als bester Nachwuchsdarsteller wurde Shota Sometani ausgezeichnet, der im japanischen Beitrag Himizu spielte.
Daggy hat sich meiner Meinung nach am Anfang der Staffel als die Powerfrau erwiesen, als die sie von RTL2 immer dargestellt wird. Doch je länger ihr Aufenthalt im BB-Haus andauerte, desto weniger zeigte sie von dieser Power. Zwar zickte sie nicht herum wie manche andere Bewohnerin, aber ihr ständiges Bemühen nach Harmonie und Frieden wurde auf Dauer fast unerträglich. Im wahren Leben kommt es zwischenmenschlich doch auch zu Reibereien und Streitereien, dies ist vollkommen unvermeidlich. Aber Daggy wollte wie in einer rosa Wolke leben, strengstens darum bemüht, dass jeder sie mag. Kritik an ihrer Person beziehungsweise an ihrer Handlungsweise kann sie gar nicht ertragen: entweder sie flieht vor dem Gespräch oder heult. Apropos heulen: nachdem sie erfahren musste, dass das TV-Publikum sie nicht besonders mag, verbrachte sie ihre letzte Woche im BB-Haus überwiegend in Selbstmitleid badend und sagte circa 437 Mal „gemein“. Was sie wohl sagen wird, wenn sie heute Abend Fünfte wird? Dies ist nämlich mein Tipp.
Benny, der „Gute-Laune-Figaro“. Gute Laune verbreitet er, das ist unbestritten. Zudem zeigte er bei Matches und Wochenaufgaben – für mich anfangs sehr überraschend – Kampfgeist und Durchhaltevermögen. Respekt. Was mich leider ein wenig an ihm stört, sind seine häufigen Albernheiten und sein Gekreische. Natürlich kann er nichts für diesen Charakterzug, der ja auch einen Teil seiner Persönlichkeit ausmacht, aber auf Dauer ist dies schon recht nervig. Deswegen und aufgrund der Tatsache, dass er erst später ins BB-Haus eingezogen ist, denke ich, dass es nur für den vierten Platz reichen wird. Trotzdem hat sein Aufenthalt bei BB Benny bestimmt viele neue Fans beschert – verdient hat er´s!
Auf Platz 3 sehe ich persönlich meinen Lieblings-Checker Cosimo. Wenn es nach mir ginge, dürfte er die Staffel sehr gerne gewinnen, da ich seine direkte, offene Art sehr schätze. Er gibt sich genauso, wie er wirklich ist, was ja eigentlich ganz und gar im Sinne von BB ist. Cosi kümmert sich nicht darum, ob erzwungene Harmonie herrscht oder nicht: er sag direkt, was er denkt, auch wenn dies manchmal recht aggressiv rüberkommt. Und genau diese Ehrlichkeit und Aggressivität könnte ihn den Sieg kosten – falls das Fernsehpublikum ihm dies verübeln sollte.
Die ersten beiden Plätze werden meiner Meinung nach von Rayo und Leon belegt werden, wobei ich es sehr schwierig finde, die Reihenfolge einzuschätzen. Leon kam zwar erst später ins Haus, hat sich aber als straight und ehrlich erwiesen. Wirklich negative Charakterzüge konnte ich bei ihm nicht erkennen; er sagt, was er denkt und vertritt seine Meinung, meidet keine Konfrontationen und Konflikte, ohne dabei beleidigend zu sein und macht alles in allem einen sehr sympathischen Eindruck – genau wie Rayo. Der Engelsflüsterer war wochenlang mein persönlicher Favorit, weil er trotz seiner besonnen, friedfertigen Art kein Schleimer oder Kriecher ist. Seltsam fand ich lediglich seine Erzählungen über seinen Schutzengel, der mit ins Haus eingezogen ist. Und genau in diesem Punkt fand ich Rayo in den letzten Tagen extrem nervig. Angeblich hat er seinem Engel Redeverbot erteilt, was mir ziemlich eigenartig vorkommt. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich keinerlei Ahnung von Esoterik habe und mich dieses Thema auch nicht im Mindesten interessiert. Von daher kann es natürlich ein, dass Rayos Erzählungen wirklich wahr sind – man weiß es nicht… Trotzdem ist er in meinen Augen noch immer einer der absoluten Favoriten auf den Sieg – eine kleine Macke hat schließlich jeder.
Na ja, bald werden wir es erfahren, wer sich „Sieger von Big Brother 2011“ nennen darf…
Der Film von Regisseur Michael Hoffman aus dem Jahr 2009 beschäftigt sich mit dem russischen Schriftsteller Leo Tolstoi, der sich für ein einfaches, unmaterialistisches Leben einsetzte und mit seinen Schriften regelrechte Jünger um sich scharrte. Doch in seinen letzten Jahren eskaliert der Konflikt zwischen dem Leben und der Liebe zu seiner Frau – gespielt von Helen Mirren – und seiner Arbeit und den Menschen, die daran glauben. Einer dieser “Jünger” ist James McAvoys Figur, der sein Sekretär wird, sich allerdings im Leben auf dem Lande nach Tolstois Idealen in eine Mitjüngerin namens Mascha verliebt.
Der Film hat durchaus so seine Längen und manchmal war zwischendurch doch relativ langweilig, vor allem wirklich in der Handlung rund um McAvoys Figur. Ich fand die Handlung um Tolstoi selbst und dem Zwiespalt zwischen der Liebe zu seiner (zugegeben sehr hysterischen) Frau und seiner “Gemeinde” und seinen Idealen viel interessanter und hier ist der Film auch viel stärker und reißt um einiges mehr mit.
Die Schauspieler spielen allesamt sehr gut. Besonders stechen jedoch natürlich Christopher Plummer als Tolstoi, Mirren als seine Ehefrau, aber auch Paul Giamatti als Tolstois engster Vertrauter und Intrigant gegen Tolstois Ehefrau hervor.
Der Film gefällt mir immernoch genauso gut wie beim ersten Schauen. Die Idee und die Story sind relativ neu, auch wenn die Figurenkonstellation nichts neues ist und auch die Entwicklung von Gru, dem Protagonisten, schon eine altbekannte Sache ist.
Die Figuren sind allesamt witzig und man erinnert sich an sie, vor allem Agnes hat sehr lustige Szenen, doch wirklich die heimlichen Helden (wie schon die Pinguine in Madagascar) sind die Minions von Gru, die kleinen gelben Männchen, die er als seine Cousins ausgibt. Und genau wie die Pinguine in Madagascar es bekommen haben, sollten auch die Minions einen eigenen Kinofilm erhalten (zumal ich die Pinguine von Madagascar nicht einmal halb so lustig finde). Es wäre mir sogar egal, wenn der komplette Film in der komischen Kauderwelsch-Sprache der Minions gehalten wäre. Ebenfalls super: Der Gegenspieler von Gru: Vector und der Professor, der sozusagen Grus Q (James Bond) ist.
Jetzt in HD hat der Film nochmal so viel Spaß gemacht. Man kann sogar die Textur von Vectors Trainingsanzug genau sehen und auch wenn das mit der Qualität des Films an sich nichts zu tun hat, so ein Animationsfilm in gutem HD macht doch einfach umso mehr Spaß. Wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich ihn gesehen habe.